"KI-generierte Spiele werden fantastisch sein": Sieht so die Zukunft der Shooter aus?
Ein Tech-Investor zeigt KI-generiertes Shooter-Gameplay und prophezeit "fantastische AI-Spiele". Das gezeigte Material ist aber vor allem eins: komplett unterwältigend.
Während KI in der Frühphase noch für Gesprächsstoff sorgte und einen Überraschungseffekt durch die Neuheit dieser Technologie erzeugen konnte, scheint die Stimmung immer mehr ins Gegenteil umzuschlagen. Die jüngste Ausgeburt des "AI Slop" ist nun Shooter-Gameplay eines KI-Spiels, das die unangenehme Faszination eines schief gelaufenen Experiments besitzt.
Verstörender Ausblick auf komplett KI-generierte Spiele
Anscheinend mit (online natürlich nicht sichtbarer) Überzeugung schien Matt Shumer das KI-generierte Shooter-Gameplay auf X hochgeladen zu haben. Das deutet zumindest sein Text "KI-generierte Spiele werden fantastisch sein" an, zusammen mit einem Hinweis darauf, man solle den Sound einschalten. Beim Anschauen dieses "Spiels" wirkt jedoch jeder x-beliebige Shooter der letzten Jahrzehnte wie ein Meilenstein der Videospiel-Geschichte.
Zugegeben: Die Grafik wirkt erst einmal durchaus beeindruckend. Doch schon die Eröffnungsszene, wo in der First-Person-Perspektive mit komplett unrealistischen Animationen aus einem Helikopter in die Häusergassen einer Stadt, die wie New York wirkt, heraus geschwungen wird, dämpft den anständigen Ersteindruck massiv. Auch die ersten Schüsse, die einfach ins Leere erfolgen, "überraschen" mit unnatürlichem Mündungsfeuer.
Es wird nicht besser, egal wie man es dreht und wendet
Was dann folgt, lässt ernsthafte Zweifel an der spielerischen Freiheit dieses KI-generierten Shooters aufkommen. Denn mittels Maus wird nun aus einer von drei Handlungs-Optionen ausgewählt, die offenbar den weiteren Verlauf dieses "Spiels" beeinflussen. Im Video wird sich für den Gang auf den Bahnsteig einer Straßenbahn entschieden - was einen Bus verschwinden lässt, der sich in eine metallisch-graue Bahn verwandelt.
Dieses "Morphen" von unzusammenhängenden Bereichen wird im weiteren Verlauf des rund anderthalbminütigen Videos auf X immer wieder deutlich. Es erscheinen Straßenbahnen aus dem Nichts, dessen Türen urplötzlich zu U-Bahn-Treppen führen, nur um anschließend auf einem Häuserdach zu landen (ja, wirklich).
Über ein Auswahlmenü, das neben Fantasie-Buttons vollkommen sinnfreie Beschriftungen aufführt, wollen wir an dieser Stelle gar nicht mehr im Detail eingehen. Insbesondere da sich das "Gameplay" immer wieder auf die Wahl einer von drei Entscheidungen beschränkt, lässt sich kaum von einem Spiel sprechen - eher von einem aus KI gegossenen Albtraum eines jeden Spielers.
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Quelle: Matt Shumer (X)

Außerdem dürften so ziemlich alle derzeit "freien" Modelle zur Generierung von Code für Spiele, außer für Grafik wie gezeigt, ungeeignet sein.
Es ist Quatsch derzeit so etwas zu versuchen.
"KI" kann höchstens unterstützend mitwirken, was ja schon passiert, um z.b. lästigen 08/15 Code zuschreiben.
Kontrollieren und optimieren bleibt aber immer noch Aufgabe des Menschen.
Es gibt keine "KI"- Blase, das haben viele immer noch nicht verstanden, so glaub ich.
Wenn etwas aktuell nicht funktioniert, liegt das nur an der limitierten Hardware, wo wir zur Größe der Modelle und letztlich, aber nicht zuletzt, zur Optimierung der Algorithmen kommen.
Da ist noch viel Luft nach oben...ähnlich wie manche endlich 100% fotorealistische Spiele haben wollen,
Ich für meinen Teil lege darauf so gar keinen Wert. Ich möchte schon noch einen deutlichen Unterschied im Spiel zur Realität haben.
Außerdem dürften so ziemlich alle derzeit "freien" Modelle zur Generierung von Code für Spiele, außer für Grafik wie gezeigt, ungeeignet sein.
Es ist Quatsch derzeit so etwas zu versuchen.
"KI" kann höchstens unterstützend mitwirken, was ja schon passiert, um z.b. lästigen 08/15 Code zuschreiben.
Kontrollieren und optimieren bleibt aber immer noch Aufgabe des Menschen.
Im Grunde wird es ja schon lange genutzt unter den Namen "Procedural Generation", wie z.b. in No Man's Sky oder Minecraft die Welten erstellt wurden. KI wäre sogesehen nur Version 2.0.
Vorallem für Open-World Spiele wäre es nicht schlecht, wenn KI die Welt generiert oder auch die NPCs darin.
Sie wird aber nicht alles können und muss mit Tonnen an Daten gefüttert werden. Und man wird nochmal alles von Hand nachbearbeiten müssen.
Das wichtigste ist, das man die KI mit RICHTIGEN Daten füttert, damit ein vernünftiges Ergebnis raus kommt.
Aber wird sind noch MINDESTENS ein ein paar Jahre davon entfernt, wenn die KI Blase nicht vorher platzt...
ABER sowas wie im Artikel, das ein vernünftiges Spiel KOMPLETT KI generiert ist....das wird noch viel länger dauern.
Möglich wäre es aber, wenn man genug Spiele und Spielaufnahmen von einer riesigen KI Datenbank mit Reasoning-Model analysieren lässt.
Aktuell sind es schlicht interaktive Videos mit vielen Fehlern.
Wenn etwas aktuell nicht funktioniert, liegt das nur an der limitierten Hardware, wo wir zur Größe der Modelle und letztlich, aber nicht zuletzt, zur Optimierung der Algorithmen kommen.
Da ist noch viel Luft nach oben...ähnlich wie manche endlich 100% fotorealistische Spiele haben wollen,
Vielleicht ist das der richtige Moment, in Aktien deutscher Spieleentwickler zu investieren. Dem Leumund nach hängt Deutschland bei dieser "Zukunftstechnologie" doch Jahrzehnte hinterher. Und das ist auch gut so!
Wobei ich für eine ständig morphende Umgebung durchaus spieltechnisches Potenzial sehe: Als interaktive Albtraumszene, in der sich der Spieler nie sicher fühlen kann, weil die nicht-Wirklichkeit ständig manipuliert werden kann. Oder in abgedrehten (Action-)Adventures, entweder um den Spieler zu überraschen oder um richtig absurde Puzzles zu konstruieren. Alan Wake 3 und Psychnonauts 3 können also kommen.