Google Gemini vs. ChatGPT: Neues KI-Modell erkennt fast alles und soll "neue Ära" einläuten
Mit Gemini hat Google starke Konkurrenz für ChatGPT von Open AI vorgestellt. Das neue KI-Modell kann schlussfolgern und wird als "Meilenstein" bezeichnet. Es kann neben Texten auch Bilder-, Audio- und Video-Inhalte erkennen.
Spätestens seit ChatGPT ist KI in aller Munde und Gemini von Google soll der nächste große Wurf werden, von dem in der Ankündigung als "neue Ära" und "Meilenstein" gesprochen wird: Gemini erkennt fast alles, was es vorgesetzt bekommt, und kann dabei auch Schlussfolgerungen ("reasoning") anstellen, während sich die Interaktion mit dem KI-Modell wie ein normales Gespräch anfühlen soll, heißt es in der Ankündigung.
Gemini wurde laut Google von Grund auf multimodal konzipiert, was heißt, dass es verschiedene Arten von Informationen, darunter Text, Code, Audio, Bild und Video verstehen sowie nahtlos miteinander kombinieren kann. Gemini soll als bisher flexibelstes Modell zudem von Rechenzentren bis hin zu mobilen Geräten effizient eingesetzt werden können.
Für die verschiedenen Einsatzgebiete gibt es Gemini in drei unterschiedlichen Ausbaustufen: Gemini Ultra (das größte und leistungsfähigste Modell für hochkomplexe Aufgaben), Gemini Pro (für die Skalierung über ein breites Spektrum von Aufgaben) und Gemini Nano (als effizientestes Modell für On-Device-Aufgaben). Zur Vorstellung von Gemini hat Google unter anderem das folgende Präsentationsvideo veröffentlicht, wobei die Antwortzeiten zu Präsentationszwecken gekürzt wurden:
Gemini soll ChatGPT überlegen sein
Mit einer Benchmark-Punktzahl von 90,0 Prozent soll Gemini Ultra dabei das erste Modell sein, das menschliche Experten bei MMLU (Massive Multitask Language Understanding) übertrifft. Bei diesem Test wird eine Kombination aus 57 Fächern wie Mathematik, Physik, Geschichte, Recht, Medizin und Ethik verwendet, um sowohl Weltwissen als auch Problemlösungsfähigkeiten zu testen. Dabei zeigt sich bei der Benchmark-Punktzahl in der von Google veröffentlichten Übersicht fast stets oberhalb von ChatGPT beziehungsweise der aktuellen GPT-Version 4.
Quelle: Google
Google Gemini: Neues KI-Modell erkennt fast alles und soll "neue Ära" einläuten
Verfügbarkeit von Google Gemini
Gemini in Version 1.0 soll für eine Reihe von Produkten und Plattformen eingeführt werden, darunter ab sofort bei Bard in einer optimierten Version von Gemini Pro "für fortgeschrittenes Denken, Planen, Verstehen und mehr". Es soll hier in "mehr als 170 Ländern und Gebieten in englischer Sprache verfügbar sein" und in naher Zukunft soll eine Ausweitung auf "verschiedene Modalitäten und die Unterstützung neuer Sprachen und Standorte" erfolgen.
Das Pixel 8 Pro ist derweil das erste Smartphone, auf dem Gemini Nano läuft, mit neuen Funktionen wie "Summarize in der Recorder-App" und "Smart Reply in Gboard", beginnend mit WhatsApp, während weitere Messaging-Apps im nächsten Jahr folgen sollen. In den kommenden Monaten soll Gemini zudem in weiteren Produkten und Diensten wie der Suche, Ads, Chrome und Duet AI verfügbar sein. Ab dem 13. Dezember können auch Entwickler und Unternehmenskunden über die Gemini-API in Google AI Studio oder Google Cloud Vertex AI auf Gemini Pro zugreifen. Auch Android-Entwickler sollen in der Lage sein, mit Gemini Nano über die Systemfunktion AICore von Android 14 zu arbeiten.
Unterdessen soll Wettbewerber Open AI abseits von ChatGPT mit Q* offenbar auch ein vergleichbares KI-Modell wie Googles Gemini in petto haben, das "logisches Denken" beherrschen soll und als mögliche Gefahr für die Menschheit schon zu Warnungen geführt hat. Die Antwort der Konkurrenz wird sicherlich nicht ewig auf sich warten lassen.

Ist zwar "nur" ein Werbevideo und es wird sicher genug Möglichkeiten geben die KI zu verwirren, aber trotzdem krass, was sie kann.
Ich weiß noch, wie ich vor ca. 20 Jahren bei Deus Ex diese KI im Keller gefunden habe (war das in Paris?) und mir dachte: Cool, aber sowas geht bestimmt nicht in echt. Da lag mein junges, dummes Ich wohl falsch ?
Ich gehe mit der Aussage vieler Experten einher, dass die Auswirkungen von KI die größte Errungenschaft der letzten 50 Jahre sein wird. Vielleicht noch größer als das Internet...