KI-Nutzung in Tomb Raider: Legacy of Atlantis - Entwickler muss sich erklären
Crystal Dynamics und Flying Wild Hog haben den KI-Hinweis auf der Steam-Seite von Tomb Raider: Legacy of Atlantis erklärt. Im fertigen Spiel sollen laut den Entwicklerstudios keine künstlich generierten Inhalte mehr stecken.
Wer den Reboot von Lara Crofts Erstling auf der Wunschliste hat, beschäftigt derzeit vor allem eine Frage: Wie viel Künstliche Intelligenz steckt am Ende im Spiel? Auslöser ist ein kurzer Hinweis auf der Steam-Produktseite des Spiels, welcher unmittelbar nach der jüngsten State of Play aufgetaucht ist. PCGH hatte zuvor bereits über die offiziellen Systemanforderungen sowie den im Vorfeld auf den 12. Februar 2027 verschobenen Release-Termin von Tomb Raider: Legacy of Atlantis berichtet.
Crystal Dynamics äußert sich zum KI-Einsatz
Aus einem unscheinbaren Vermerk im Steam-Store ist binnen weniger Stunden ein Branchenthema geworden. Crystal Dynamics hat sich daraufhin öffentlich zum Umfang des KI-Einsatzes geäußert und versucht, der aufkommenden Kritik zuvorzukommen und diese direkt wieder einzufangen.
KI-Hinweis auf Steam zu Tomb Raider: Legacy of Atlantis
Auf der Steam-Seite von Tomb Raider: Legacy of Atlantis informiert eine Offenlegung darüber, dass im Entwicklungsprozess KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz kamen. Der Hinweis erschien nach der State of Play vom 2. Juni 2026 und wurde zuerst von Eurogamer entdeckt. Im Wortlaut liest sich die Offenlegung wie folgt:
KI-gestützte Werkzeuge wurden während der Entwicklung eingesetzt, um einige frühe Erkundungen und temporäre Entwicklungsinhalte zu unterstützen.
Alle KI-unterstützten Assets wurden entweder ersetzt oder von Menschen überarbeitet, um die kreative und künstlerische Vision des Entwicklungsteams zu wahren.
Solche Kennzeichnungen lässt Valve mittlerweile bei Titeln mit KI-Unterstützung verpflichtend anzeigen, weshalb Spieler heute häufiger von einem Einsatz erfahren, der in früheren Jahren undokumentiert geblieben wäre.
Entwickler Crystal Dynamics erklärt den KI-Einsatz
Gegenüber Eurogamer hat Crystal Dynamics den Hinweis eingeordnet und betont, dass alle fertigen Inhalte im Endprodukt von Menschen stammen. Das Studio rahmt die Technik als reines Hilfsmittel für schnellere Iteration:
Bei Crystal Dynamics setzen wir KI-Werkzeuge ein, um unseren Teams zu helfen, Ideen schneller und effizienter zu entwickeln, und stellen zugleich sicher, dass alle fertigen Inhalte im finalen Produkt von Menschen geschaffen werden.
Unser Ziel ist es, die Kreativität und Flexibilität unserer Entwickler zu stärken, um Spielern überall das bestmögliche Erlebnis zu bieten.
— Crystal Dynamics
Konkrete Beispiele für den KI-Einsatz nannte das Studio allerdings nicht. Legacy of Atlantis entsteht bei Crystal Dynamics und Flying Wild Hog als Neuauflage des Originals von 1996 und setzt auf die Unreal Engine 5.
KI-Debatte: Warum der Hinweis Tomb Raider-Fans umtreibt
Ein Teil der Community reagiert ablehnend auf den Hinweis, weil die Formulierung "von Menschen überarbeitet" offenlässt, ob KI-Material in veränderter Form doch im fertigen Spiel landet.
Einzelne Nutzer kündigten auf X an, das Spiel nach der Offenlegung meiden zu wollen, andere verwiesen auf frühere Entlassungsrunden bei Crystal Dynamics als Grund zur Sorge.
Branchenseitig bleibt die Frage strittig: Epic-Games-Chef Tim Sweeney etwa hält eine verpflichtende Kennzeichnung auf Store-Seiten für zunehmend überflüssig, während andere Entwickler weiter auf Transparenz pochen.
Dass der Verdacht nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt der jüngere Fall Crimson Desert: Dort betonte Pearl Abyss zunächst, KI-Assets würden im finalen Spiel ersetzt, dennoch schafften es einzelne KI-Grafiken in den Build. Später folgte dann eine offizielle Entschuldigung des Entwicklerstudios.
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Quelle: Crystal Dynamics via Eurogamer

AI is nen tool. Is das echt so schwer zu akzeptieren? Is mir unbegreiflich.
Will sagen, wenn ich so ein mächtiges Werkzeug zur Umsetzung meiner Ideen nicht nutze, dann ist das in meinen Augen nicht sonderlich schlau.
Oder anders: Es ist dämlich, wenn man jeden Wald immer wieder von neuem zeichnen und erstellen muss, wenn es ein Tool genauso macht, wie ich es gerne hätte.
Die Leute tun aber so: Wenn ich mein Bad selber fliese, dann ist das hui. Macht es der Fliesenleger, dann ist pfui!
Es würde niemand auf die Idee kommen so zu denken. Warum also bei diesen Tools?
Genau aus diesen Gründen bin ich immer mehr dazu übergegangen 10, 20 oder sogar 30 Jahre alte Sachen nachzuholen, da steckt wenigstens noch echte Kreativität drin.
Die DEVs sollen selbst entscheiden, welche Werkzeuge sie verwenden und gut ist! Wenn das Ergebnis passt, ist das doch vollkommen egal... Und wenn das Ergebnis Schrott ist, kauft es eh keiner.
Also wie Metal schon richtig sagt: Muss man da jetzt immer so ein Fass aufmachen, für etwas, das sowieso schon längst da ist? (und auch nicht mehr gehen wird..)