Horizon Forbidden West: GPU-Benchmarks & Fazit
In diesem Artikel
Selbstverständlich haben wir auch zahlreiche Grafikkarten durch den Verbotenen Westen gescheucht. Diesmal bieten wir Ihnen wieder GPU-Benchmarks in den fünf Auflösungen Full HD, WQHD, Ultrawide-QHD, Ultra HD sowie Dual-QHD - 32:9-Support zählt schließlich zu den PC-Features von Horizon Forbidden West. Resizable BAR (rBAR) respektive Smart Access Memory (SAM) sind stets im UEFI unserer Systeme aktiv. Die Messungen erfolgen wie üblich via CapFrameX; aus dem Durchschnitt von drei Messungen errechnen wir unsere Ergebnisse. Selbstverständlich entsprechen die Grafiktreiber den zum Testzeitpunkt aktuellen Versionen, in diesem Fall die AMD Software Adrenalin 24.3.1 WHQL, Intel Game On Driver 5379 WHQL und Nvidia Game Ready Driver 551.86 WHQL.
Unsere GPU-Benchmarkszene fanden wir nach zahlreichen Spielstunden inmitten der weitläufigen Welt. "Blight Fields" verlangt, wie jede PCGH-GPU-Szene, Grafikkarten überdurchschnittlich viel ab, um ein Worst-Case-Szenario handelt es sich jedoch nicht. Die hier anzutreffenden Bildraten sind jedoch klar niedriger als bei den allermeisten Szenen im Spiel. Wir testen mit maximalen Details, die Forbidden West am PC hergibt, ohne Upsampling. Mit- und Nachbencher sind herzlich eingeladen - den Ablauf und die Einstellungen sehen Sie im eingebetteten Video. Das Savegame zwecks identischer Tageszeit extrahieren wir schnellstmöglich.
Die Grafikkarten-Auswahl zeigt nicht nur die Leistungsunterschiede zwischen Einsteigermodellen und dem High-End, sondern soll auch den VRAM-Bedarf von Horizon Forbidden West offenbaren. Um diesen zu skizzieren, haben wir gezielt Grafikkarten getestet. So zeigt die Geforce RTX 2060, welche Unterschiede 12 anstelle von 6 GiByte ergeben, während die Arc A770 aufzeigt, was Intel mit 16 gegenüber 8 GiByte anstellen kann. Letzteres offenbart auch der Direktvergleich zwischen Geforce RTX 4060 Ti 16GB und RTX 4060 Ti 8GB. Zusammen mit den übrigen Grafikkarten bis hinauf zu 24 GiByte können wir klare Schlüsse und Empfehlungen zum VRAM-Bedarf von Horizon Forbidden West geben. Vorhang auf:
Die exzellente Performance, welche Horizon Forbidden West bei den Prozessoren zeigt, wird bei den Grafikkarten nahtlos fortgeführt - wir sind beeindruckt von der Kombination aus Grafikpracht und glatten Frametimes. Doch die Ergebnisse zeigen weitere Dinge auf, etwa die starke Performance von RDNA 2: Die Radeon RX 6800 XT kann sich deutlich von der neueren Radeon RX 7800 XT absetzen, was die Vermutung nahelegt, dass das "Dual Issue"-Feature von RDNA 3 hier (erneut) nicht zum Einsatz kommt. Die altehrwürdigen Modelle Geforce GTX 1080 Ti und Radeon RX 5700 XT, beide noch aus der Non-Raytracing-Ära, erlauben flüssiges Spielen - das ist in dieser Form nicht mehr alltäglich und daher bemerkenswert.
Da unsere Grafikkarten-Auswahl gezielt die VRAM-Anforderungen von Horizon Forbidden West abklopfen sollte, möchten wir Ihnen unsere Erkenntnisse mitteilen. Die Wichtigste zuerst: 8 GiByte genügen nicht, um in der weitläufigen Welt mit maximalen Details flüssigen Spaß zu haben. Egal, ob AMD, Intel oder Nvidia, jede Grafikkarte mit 8 GiByte hat mit Nachladerucklern zu kämpfen. Diese äußern sich nicht etwa durch kurzes, heftiges Stocken, sondern durch längere "Pump-Vorgänge" beim Erkunden der Welt. Nvidia beweist dabei erneut die beste Speicherverwaltung, hier sind die Symptome relativ schwach ausgeprägt - mit Unterschieden zwischen den Modellen. Sehen Sie sich zur Verdeutlichung am besten die Geforce RTX 3070 und die Geforce RTX 4060 Ti 8GB an. Diese Grafikkarten sind über eine breite Palette von Spielen ähnlich schnell, in Horizon Forbidden West kann sich das alte Modell jedoch klar besser in Szene setzen.
Beide Grafikkarten müssen laufend Daten über den PCI-Express umkopieren, da der lokale VRAM nicht ausreicht - und hier steht der RTX 3070 die volle 16-Lane-Anbindung zur Verfügung, während die RTX 4060 Ti 8GB auf 8 Lanes beschnitten ist. Die Geforce RTX 4060 Ti 16GB umgeht diesen Flaschenhals mit ihrer stattlichen Speichermenge elegant und zieht an der RTX 3070 vorbei. Ähnlich deutliche Unterschiede lassen sich zwischen RX 6600 und RX 7600 XT ablesen: Erstere steckt im Auslagerungssumpf fest, während die moderne 350-Euro-Grafikkarte dank 16 GiByte hüpft wie ein junges Reh. Abschließend ein paar Faustregeln. 10 GiByte, etwa auf einer RTX 3080, genügen bis inklusive Ultrawide-QHD. Ab Ultra HD sollten's 12 GiByte sein - erst recht, wenn Sie DLAA nutzen möchten. Für sorgenfreie Bildraten, auch nach langer Spielzeit und mit Frame Generation, empfehlen wir 16 GiByte VRAM.
Horizon Forbidden West PC: Fazit
Das Warten hat sich gelohnt. Die PC-Portierung von Horizon Forbidden West erweist sich als ultimative Version des Spiels. Die Portierungsspezialisten von Nixxes haben Guerrilla Games' Open-World-Perle mit großer Sorgfalt und Effizienz von der Playstation auf den PC gehievt. Die Grafik hinterlässt einen derart guten Eindruck, dass selbst wir Pixelzähler über die Abwesenheit von Raytracing hinwegsehen können. Zwar zeigen sich die Grenzen der Rasterisierung auch hier - so manche eigentlich dunkle Ecke ist hell und Spiegelungen sind flüchtig -, insgesamt halten wir Forbidden West jedoch für das hübscheste Spiel mit konventioneller Technologie. Die vorbildliche Ressourcen-Nutzung unterstreicht die Qualität der Portierung. Im Grunde haben wir nur einen Wunsch: AMD Frame Generation - es ergibt heutzutage einfach keinen Sinn, nur Nvidias RTX-4000-exklusiven Ansatz anzubieten.
Bildergalerie
Wie läuft Horizon Forbidden West bei Ihnen? Haben Sie es schon auf der Playstation durchgespielt oder wagen jetzt erst den Sprung auf dem PC? Wir arbeiten bereits an weiteren Eindrücken und updaten diesen Artikel alsbald. Vor allem auf Seite der Grafikkarten dürfte sich aus Forbidden West wesentlich mehr herausholen lassen, denn das Spiel ist wunderschön anzuschauen.
