Alle Informationen zum Arc-Launch - Leistung, Raytracing, XeSS, ReBAR, Treiber und mehr
Kurz vor dem Arc-Start in Deutschland lud Intel die Presse zur wohl letzten Möglichkeit ein, Antworten auf die brennendsten Fragen zu erhalten. Nachdem wir Sie über die Hardware der Arc-Alchemist-Grafikkarten informiert haben, dreht sich nun alles um Intels Software- und Treiber-Pläne, darunter XeSS-Upscaling, Smooth Sync, Resizable BAR und DirectStorage.
In diesem Artikel
Arc kommt "sehr bald", das bekräftigte Intel im Gespräch mit PC Games Hardware am vergangenen Dienstag. Wir konfrontierten die Intel-Repräsentanten mit den brennendsten Fragen rund um Arc und möchten die Antworten in einer Reihe von Artikeln weitergeben. Heute stehen Intels Software- und Treiber-Pläne im Fokus, darunter XeSS-Upscaling, Smooth Sync, Resizable BAR und DirectStorage. Daneben fassen wir die bisherigen Informationen zu den Arc-Modellen sowie deren Display-Fertigkeiten noch einmal zusammen. Alle Details zur Hardware lesen Sie hier: PCGH fragt nach: Unsere Informationen zur Intel Arc A770 16GB und A750.
PCGH hat bereits viele Stunden Praxiserfahrung anhand einer Arc A380 sammeln können. Unser Fokus bei den ersten Tests und -Artikeln lag auf Kompatibilität und Praxistauglichkeit der des Intel'schen Grafiktreibers inklusive ihrer Schaltzentrale Arc Control. Den bisherigen Höhepunkt markiert der Benchmark-Test einer Arc A380 mit 35 Spielen. Doch das ist erst der Anfang, Sie können sich in den kommenden Wochen über viele weitere Artikel freuen, bei denen natürlich die großen Modelle A750 und A770 im Rampenlicht stehen.
Im Interview mit PC Games Hardware hatten Tom Petersen, Intel Fellow, und Ryan Shrout, Arc Graphics Marketing, noch zahlreiche weitere Antworten auf unsere Fragen parat. Einige davon finden Sie hier. Wer des Lesens überdrüssig ist, kann sich das komplette Interview in englischer Sprache auf unserem Youtube-Kanal PCGH Benchmarks & Analysis ansehen. Die etwas gestutzte Variante mit deutschen Untertiteln finden Sie heute Abend im PCGH-Hauptkanal.
Modelle zum Start und Speichermengen
Zum mutmaßlichen Start gegen Mitte September wird es drei Arc-Grafikkarte der A-Reihe (für "Alchemist") geben: die Arc A770, die Arc A750 und die Arc A380. Die Intel Arc A770 Limited Edition wird ausschließlich mit 16 GiByte Speicher angeboten, was Intel als ein "Geschenk an die Spieler" bezeichnet. Technisch möglich und von Intel freigegeben sind auch 8-GiByte-Versionen seitens der Board-Partner, was Intels Tom Petersen als ein "Geschenk 16 GiByte sind ein Geschenk an die Spieler.
an die Spieler" bezeichnet. AMD und Nvidia ließen den Interessenten früher öfter die Wahl zwischen zwei Speicherkonfigurationen, in der Gegenwart ist das jedoch die Ausnahme. Der Aufpreis für 16 anstatt 8 GiByte auf der Arc A770 wird sich in engen Grenzen halten, was einen interessanten Mehrwert für alle darstellt, welche ihre Grafikkarte länger als ein paar Monate verwenden. Wie teuer die Karten in Euro sind, wird sich erst zum Launch zeigen. Die Arc A750 wird unterdessen nur mit 8 GiByte bestückt, sowohl von Intel selbst, als auch von den Partnern, während bei der A380 stets angemessene 6 GiByte installiert werden. Die Leistungsaufnahme der A7-Grafikkarten beträgt höchstens 225 Watt, weshalb je ein acht- und sechspoliger Stromstecker vom Netzteil ausreichen. Intel sieht die A750 auf Augenhöhe zu Nvidias Geforce RTX 3060 und die A770 auf halbem Weg zwischen RTX 3060 und RTX 3060 Ti. Das läuft auf eine Leistung im Bereich der Radeon RX 6600 bis RX 6650 XT hinaus, allerdings bei höherer Leistungsaufnahme.
Board-Partner & Custom-Designs
Neben den "Limited Edition"-Referenzkarten wird es die Arc A770, A750 und A380 auch von diversen Board-Partnern geben. Als bisher gesichert gelten hierzulande Asrock, Gigabyte und MSI. Den Herstellern steht es in einem abgesteckten Rahmen offen, diverse Dinge zu verändern. Beispielsweise besteht die Möglichkeit, eine werkseitige Übertaktung anzubieten, entweder im Rahmen des normalen oder in Kombination mit erhöhtem GPU-Powerlimit. Ein strenges Regelwerk gibt es bei Intel nicht, aber selbstverständlich werden unter anderem die Firmware und Lüfter abgenommen, bevor ein Design in Produktion geht. Wann und in welcher Form es Custom-Designs Arc-A-Serie geben wird, erfahren wir in den nächsten Wochen.
Quelle: PC Games Hardware
Gunnir Photon: Dieses Custom-Design wird voraussichtlich nie offiziell den deutschen Handel erreichen.
HDMI 2.1 & Displayport 2.0 UHBR10
Keine Alchemist-GPU unterstützt HDMI 2.1 nativ, erst der Nachfolger Battlemage (Arc-B-Serie) könnte das auf Chip-Ebene ändern. Bei der Arc A770 und A750 wird HDMI-2.1-Support mithilfe eines Tricks dennoch geboten: Es besteht die Möglichkeit, einen der fortschrittlichen Displayports (inkl. UHBR10-Support) zu einem HDMI-2.1-Ausgang umzufunktionieren. Dieser Verdrahtungskniff wird von Intels Limited-Edition-Karten standardmäßig angewendet. Die Board-Partner entscheiden, ob sie ihn ebenfalls umsetzen. Ob sich Nebenwirkungen gegenüber nativem HDMI 2.1 ergeben, werden erste Tests klären.
Resizable BAR (ReBAR, rBAR)
Vor knapp zwei Jahren brachte AMD mit der Radeon-RX-6000-Reihe das Feature "Smart Access Memory" (kurz SAM) ins Spiel. Dabei handelt es sich um ein optionales Feature innerhalb der PCI-Express-Spezifikation, welches AMD als erster Hersteller gewinnbringend implementierte. Nvidia zog für die Ampere-Grafikkarten (Geforce RTX 3000) nach. Das PCI-Express-Gremium (PCI SIG) nennt die Funktion unterdessen "Resizable Base Address Register" und Intel scheint diese Bezeichnung in verkürzter Form zu übernehmen - wie Nvidia auch. Grundsätzlich ist jede moderne Infrastruktur in der Lage, ReBAR oder rBAR in der Praxis anzuwenden. Doch warum ist das überhaupt wichtig? Das Feature erlaubt es dem Hauptprozessor, wesentlich effizienter auf den Speicher der Grafikkarte zuzugreifen. Steht ReBAR nicht zur Verfügung, sind bestenfalls Zugriffe in 256-MiB-Häppchen (Heaps) möglich. Das ist angesichts von modernen Speicherkapazitäten zwischen 6 und 24 GiByte sehr ineffizient, sodass es die neue Spezifikation erlaubt, auf Wunsch alles mit einer Anfrage und voller Transferrate des Slots zu erledigen, anstatt sequenzielle Mini-Kopiervorgänge aneinanderzureihen.
Während es naheliegend ist, dass rBAR/SAM hilfreich ist, schwankt die Leistungssteigerung stark je nach PC bzw. dessen Architektur. Ein optionales Feature erhält nicht die gleiche Aufmerksamkeit wie ein obligatorisches. Während AMD sowohl Ryzen- als auch Radeon-GPUs frühzeitig auf dieses Feature getrimmt hat, profitieren Geforce-Chips nicht ansatzweise so stark. Wie Intel im Gespräch mit uns zu Protokoll gab, hat der Speicher-Controller des Grafikchips einen großen Einfluss. Das Exemplar innerhalb der Arc-Alchemist-GPUs sei sehr gut darin, große Kopiervorgänge (Burst Transactions) durchzuführen, aber relativ behäbig, wenn es um viele kleine Vorgänge geht.
Mit anderen Worten: Die Hardware der Arc-Grafikkarten ist auf eine moderne PCI-Express-Kommunikation zwischen CPU und GPU ausgelegt und bekommt Probleme, wenn diese nicht stattfindet. Besitzer eines Ryzen-3000-Rechners respektive Intel-PCs mit Core i-10000 oder neuer sind gerüstet, Wer einen wirklich alten PC aufrüsten möchte, sollte die Finger von Arc lassen.
um eine Arc-Grafikkarte optimal anzusteuern und auszulasten. Fehlt ReBAR-Support, bricht die Leistung einer Arc Alchemist um bis zu 40 Prozent ein und ist keineswegs konkurrenzfähig zu einer aktuellen AMD Radeon oder Nvidia Geforce, mit dieser Tatsache geht Intel offen um. Wer einen wirklich alten PC aufrüsten möchte, sollte daher die Finger von Arc A770, Arc A750 und Arc A380 lassen. Im Gespräch erfuhren wir weiterhin, dass sich diese Tatsache für Alchemist (1. Arc-Generation) definitiv nicht ändern wird, allerdings arbeite Intel daran, dass die Einbrüche mittels Treiber-Tweaks geringer werden. Die 2. und 3. Arc-Generation (Battlemage und Celestial) könnten indes Verbesserungen des Speicher-Controllers mitbringen.

In der Steam-Demo isses aber noch net drin, ... wird wohl dort net eingepflegt!?
In Riftbreaker@gamepass isses auch noch net drin!?
A580 erhält dieselbe 256bit-Anbindung wie der größere A770.
(Dadurch evtl. ein Geheimtipp hinsichtlich P/L bei guten minFps.)
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Ideal wärs. wenn XeSS auch für den FS22 kommen würde, da hätte man dann sogar nen Bildqualitätsvgl.
vs. FSR 2.1
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MfG Föhn.