RDNA 3 ist offiziell: AMD stellt Radeon RX 7900 XTX mit 24 GiB und 7900 XT mit 20 GiB vor
AMD hat die RDNA-3-Grafikarchitektur offiziell gemacht und zugleich die ersten beiden Desktop-Grafikkarten vorgestellt, die auf den Navi-31-Chip setzen. Es handelt sich dabei um die Flaggschiffe Radeon RX 7900 XTX mit 24 GiB GDDR6-Speicher und die Radeon RX 7900 XT mit 20 GiB VRAM.
Der Livestream zur Vorstellung der RDNA-3-Architektur unter dem Motto "together we advance_gaming" ist soeben beendet worden und AMDs CEO Dr. Lisa Su präsentierte die ersten Modelle der Radeon-RX-7000er-Serie, mit dem man ein Gegengewicht zu Nvidias RTX-40er-Serie und Ada Lovelace etablieren möchte. Den Start macht der größte RDNA-3-Chip Navi 31 im XTX-Vollausbau sowie in einer abgespeckten XT-Variante. Verbaut ist dieser in den ersten Desktop-Grafikkarten Radeon RX 7900 XTX bzw. 7900 XT, die mit 24 respektive 20 GiByte ausgestattet sind.
RDNA 3: Die neue Architektur im Überblick
AMD spricht bei RDNA 3 von der "World's first chiplet gaming GPU". Wie im Vorfeld bereits korrekt spekuliert wurde, besteht der Chip aus einem GCD, gefertigt in 5 nm, und sechs MCDs in 6 nm. Zur Ausstattung zählen 61 TFLOPS, eine interne Transferrate von stolzen 5,3 TB/s sowie 58 Milliarden Transistoren. Gegenüber RDNA 2 sieht AMD einen Performance-Anstieg pro Watt von 54 Prozent sowie eine 15 Prozent höhere Frequenz. Der GCD (also der rechnende Chip) ist 300 mm² groß und die sechs MCDs (die Speicher-Controller inkl. L3-Cache) jeweils 37 mm². Das ergibt eine Gesamt-Chipgröße von 522 mm². Jeder Cache-Die verfügt über Infinity Cache der zweiten Generation und einen 64-Bit-Speichercontroller, insgesamt verfügt eine Radeon RX 7900 XTX somit über 96 MiB L3-Cache sowie eine 384-Bit-Speicherschnittstelle. AMD gibt an, dass der GCD 165 Prozent mehr Transistoren pro Quadratmillimeter aufweisen soll als Navi 21.
Quelle: AMD
Chipaufbau von RDNA 3.
Pro Compute-Einheit gibt es neuerdings zwei KI-Beschleuniger mit neuen Instruktionen sowie einem verbesserten Durchsatz. Die Rede ist hierbei von einer bis 2,7-fach höheren Performance. Der Raytracing-Beschleuniger ist ebenfalls aus der zweiten Generation und soll eine um 50 Prozent höhere Performance pro Compute Units (CUs) erzielen - zusammen mit den deutlich zahlreichen CUs ergibt das mutmaßlich eine stattliche Leistungssteigerung. Auf dem GCD sitzt zudem eine "Radiance Display Engine", mit der eine Display-Link-Bandbreite von 54 Gbit/s erreicht werden können soll. Außerdem kommt eine neue Dual Media Engine mit gleichzeitiger Encodierung/Decodierung für AVC/HEVC sowie mit einer durch KI verbesserten Video-Encodierung zum Einsatz.
Radeon RX 7900 XTX und Radeon RX 7900 XT
Das erste Modell, welches AMD vorstellt, ist die Radeon RX 7900 XTX, die auf den Vollausbau von Navi 31 setzt. Diese ist ausgestattet mit 96 Compute Units, 24 GiByte Speicher, einer 384 Bit breiten Speicheranbindung und kommt auf einen Spieltakt von 2,3 GHz (Frontend: 2,5 GHz) bei einer TBP von 355 Watt. Unterstützung für Displayport 2.1 und AV1-Encodierung und -Decodierung ist ebenfalls gegeben. AMDs Referenzdesign der 7900 XTX ist 287 mm lang, belegt 2,5 Slots, benötigt keine neuen Stromstecker und weiß laut Hersteller auch in Sachen Gaming zu überzeugen.
So sollen mit Displayport 2.1 bei Auflösungen von 1080p, 4K und 8K jeweils Bildwiederholraten von 900, 480 und 165 Hz ermöglicht werden können, mehr als das Doppelte im Vergleich zur 6950 XT mit Displayport 1.4. AMD zeigt zudem in diversen Diagrammen, welche Framerates mit FSR und bestimmten Auflösungen bei diversen Spielen erzielt werden können. Dabei soll die 7900 XTX die Framelimits mit Displayport 1.4 locker übersteigen. Die Radeon RX 7900 XTX ist laut AMD des Weiteren bis zu 1,7-mal schneller als die Radeon RX 6950 XT bei 4K. Die zweite Grafikkarte im Bunde ist die Radeon RX 7900 XT, die abgespeckte Variante der XTX. Diese kommt mit 84 Compute-Einheiten, einem Takt von 2 GHz, 20 GiByte Speicher angebunden an 320 Bit und einer TBP von 300 Watt
FSR 3 und AMD HYPR-RX
Fürs nächste Jahr bestätigt ist außerdem FSR-Version 3, welche mittels "Fluid Motion Frames" bis zu zweimal so viele Fps im Gegensatz zu FSR 2 herausholen können soll. Für das erste Halbjahr ist zudem die HYPR-RX-Technologie angekündigt. Hier verspricht AMD schnellere Frameraten und eine niedrigere Latenz über einen Klick. Als Beispiel nimmt AMD Dying Light 2 her und gibt mit HYPR-RX 166 Fps in 11 ms an. Demgegenüber stehen bei abgeschalteter Technologie 90 Fps in 30 ms
Preise und Verfügbarkeit für die Radeon RX 7900 XTX/XT
Beide Grafikkarten sind noch vor Weihnachten 2022 verfügbar und erscheinen offiziell am 13. Dezember. Die UVPs betragen laut AMD 999 US-Dollar für die Radeon RX 7900 XTX und 899 US-Dollar für die Radeon RX 7900 XT. Unverbindliche Preisempfehlungen in Euro sind noch nicht bekannt, werden aber sicherlich nachgereicht.
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Quelle: AMD

Trotzdem find ich AMDs RDNA3 Line-up soweit beeindruckend. Die Entscheidung die TBP auf Vorgängerniveau zu belassen und dennoch bis 61 TFLOPs zu bieten, was das dreifache meiner 6800 XT ist... Hut ab!
Dazu HYPR-RX und FSR 3, welche im Gegensatz zu DLSS3 nicht auf die neue Hardware beschränkt sind oder Innovationen wie das Multi Chiplet Design. Klasse!
Raffs Kommentar gibt mir aber abseits der Euphorie zu denken und lässt mich mit Hochspannung auf die unabhängigen Benches blicken.
Das Wort enttäuscht kommt doch in keinem deiner Zitate vor.
Was herauslesen gilt nicht und einfach nur gemecker auch nicht. Enttäuscht ist man erst wenn man seine Erwartungen nicht erfüllt bekommen hat. Diese User klingen und schreiben nicht so als wenn sie großartiges erwartet hätten.
Mit dieser schlechten RT-Performance (und anders kann man das leider nicht sagen, man wird hier sogar gegen GA102 verlieren bei nur ~1.6x (up to?) Steigerung, real vielleicht sogar weniger) kann man auch nicht besonders viel zeigen, was positiv stimmt.
Die 7900XTX wird mehr als die 4080 verbrauchen, in Raster dafür ein gutes Stück schneller sein und in RT dafür allerdings massiv abstinken. Letzteres wird für AMD noch zum Problem, zumindest bei den High-End-Karten und auch, wenn viele immer noch erzählen, dass RT ja so unwichtig ist. Ist es - zurecht - nicht mehr.
Der Preis liegt dort, weil sie schlicht nicht mehr verlangen können. Das weiß AMD, sonst hätten sie mit der Raster-Performance auch $1200 ansetzen können. Da sind sie ja schneller als die 4080 und bieten sogar mehr Speicher. Da RDNA3 aber bei RT immer noch derart zurückfällt, bremst natürlich alle Möglichkeiten beim Preis nach oben.
-> Gehyped bin ich nicht.
Zumindest der Preis passt mit 999,99 USD für die 7900 XTX.
WOZU dann 1400€ wenn man eh auf alles verzichtet? Lieber gleich gebrauchte 3090ti für unter 1000€
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