Preis-Leistung (Raster & Raytracing) & Fazit
In diesem Artikel
- Seite 1 Übersicht & Daten
- Seite 2 Technik: Features und Probleme (Deep Dive)
- Seite 3 Spiele-Benchmarks & Leistungsindex
- Seite 4 Raytracing-Benchmarks & Leistungsindex
- Seite 5 Der weltweit erste Pathtracing-Leistungsindex
- Seite 6 Lautheit, Leistungsaufnahme & Effizienz
- Seite 7 Preis-Leistung (Raster & Raytracing) & Fazit
- Seite 8 Bildergalerie
Das PCGH-Fazit zur Next-Gen-Grafikkarte Nvidia Geforce RTX 5090 - inklusive eines Blickes auf das Preis-Leistungs-Verhältnis zur offiziellen UVP der Founders Edition.
Geforce RTX 5090: Preis-Leistungs-Verhältnis
Nachdem die Leistung der Nvidia Geforce RTX 5090 sowohl beim Rasterizing als auch Raytracing dargestellt wurde, wird es Zeit für eine abschließende Preis-Leistungs-Analyse. Wir haben die aktuellen Leistungsindizes ins Verhältnis zu den aktuellen Marktpreisen (Stand: 23. Januar 2025) gesetzt.
Beachten Sie bitte, dass die Preise einem steten Wandel unterliegen, es handelt sich daher nur um eine Momentaufnahme respektive Stichprobe zum Testzeitpunkt. Zeitbegrenzte Einzelschnäppchen dienen nicht als Referenz, sondern der Mindestpreis bei mehreren seriösen Shops. Werfen wir einen Blick auf die Preis-Leistungs-Auswertung, beginnend beim Rasterizing:
Keine Überraschungen beim Preis-Leistungs-Verhältnis: Das absolute High-End punktet nicht mit vielen Fps pro Euro, sondern schlicht mit vielen Fps und den Möglichkeiten. Wie es beim Raytracing aussieht, zeigt der folgende Chart:
Beim Raytracing erzielen alle Geforce-Grafikkarten eine deutlich bessere PLV-Bilanz als beim Rasterizing, da hier bei gleichen Preisen eine bessere relative Leistung erzielt wird. So kommt es zu veränderten Platzierungen, bei denen AMD Federn lässt.
Geforce RTX 5090 vs. 64 andere Grafikkarten
Abschließend möchten wir Ihnen noch den Blick auf das große Ganze gewähren - den Spezial-Leistungsindex, welcher alte und neue PCGH-Indizes verrechnet. Auf diese Weise können Sie optimal abschätzen, ob sich das Aufrüsten der Grafikkarte lohnt. Die aktuelle (Rasterizing-)Rangliste inklusive der Geforce RTX 5090:
Geforce RTX 5090: PCGH-Fazit
Die Königin ist tot, lang lebe der König! Falls Sie auf der Suche nach der schnellsten Grafikkarte sind und diesen Wunsch über alles stellen, ist damit alles gesagt. Nvidia hat sich ein weiteres Mal selbst besiegt, die Geforce RTX 5090 beerbt die Geforce RTX 4090 und der Leistungsabstand zu AMD wächst weiter an. Ob sich ein Upgrade lohnt, hängt jedoch mehr denn je an Begleitfaktoren, welche wir an dieser Stelle zusammen mit weiteren Fakten und Impressionen aus dem Test erläutern möchten.
Blickt man auf die klassische Metrik der Rohleistung und das, was in Spielen umgesetzt wird, liefert Nvidia zweifellos die schnellste Grafikkarte der Welt. Der generationale Sprung ist jedoch historisch niedrig, niemals zuvor lieferte eine neue GPU-Generation ein geringeres Leistungsplus - obwohl die Zeit zwischen RTX 4000 und RTX 5000 mit 27 Monaten diesmal besonders lang war. Blickt man auf den PCGH-GPU-Leistungsindex 2025, erreicht die Geforce RTX 5090 ein Gesamtplus von 22 Prozent und 28 Prozent in Ultra HD. Selbst Turing, besser bekannt als Geforce RTX 2080 Ti und 2018 zu Unrecht als schwache Generation abgetan, lieferte plus 30 respektive 35 Prozent in zeitgenössischen Spielen. Hätten wir uns für Blackwell mehr gewünscht? Selbstverständlich. Wäre mehr gegangen? Zweifellos, wenn Nvidia auf ein aktuelles GPU-Fertigungsverfahren gewechselt hätte. Doch wie man es dreht und wendet, die Zeiten der althergebrachten Leistungsexplosionen alle paar Monate sind aufgrund von physikalischen Limits vorbei. Dieses Problem beschränkt sich nicht auf Nvidia, alle Prozessorschmieden haben damit zu kämpfen und suchen nach Lösungen. An diesem Punkt hebt sich Nvidia und somit auch die Geforce RTX 5090 ab. Die Kalifornier sind führend im Bereich der Software-Innovationen, allen voran KI-Lösungen, um Antworten auf die beschriebenen Widrigkeiten zu haben.
Bildergalerie
Die Diskussion, inwiefern Frames echt, nativ, künstlich, erfunden oder gar biologisch-dynamisch sind, wird sicherlich noch ein paar Jahre andauern. Fakt ist: Um fühlbar mehr Leistung zu erhalten, führt kein Weg daran vorbei, traditionelles Rendering mit KI-Technologien zu supplementieren. Dabei geht es nicht um die Frage, was besser ist - native, im ganzen Game Loop vorliegende Frames sind zweifellos besser als KI-generierte Zwischenbilder. An dieser Tatsache wird sich so schnell nichts ändern, angesichts der immensen Fortschritte des Machine Learning würden wir es jedoch nicht gänzlich ausschließen. Die Frage im Hier und Jetzt lautet vielmehr: Bereichern KI-Technologien unseren Alltag, oder nicht? Die Antwort lautet gerade im Gaming-Kontext rund um DLSS ganz klar "ja". Spätestens mit DLSS 4 ist ein Punkt erreicht, bei dem natives Rendering im Vergleich wie Verschwendung aussieht. Das neue Transformer-Modell ist beeindruckend stabil und holt derart viel Qualität aus wenigen Pixeln heraus, dass sich mehr als ein verstohlener Blick lohnt - und dieses Feature funktioniert auf allen RTX-Grafikkarten.
Blackwell-, also RTX-5000-exklusiv, ist hingegen die neue Multi Frame Generation (MFG), welche Nvidia aus gutem Grund als Hauptargument für eine Geforce RTX 5090 positioniert. Wenn Ihnen ein Leistungsplus von knapp 30 und bestenfalls 50 Prozent aus naheliegenden Gründen nicht genügt, dann zünden Sie einfach den KI-Turbo. Nvidia hat nicht nur den seit Ende 2022 verfügbaren Frame-Generation-Modus verbessert, RTX-5000-GPUs dürfen außerdem die neuen MFG-Modi 3× und 4× verwenden. Zwar arbeitet keiner davon absolut perfekt, allerdings muss man bei neutraler, blind testender Herangehensweise eines konstatieren: Sie sind gut genug. Gut genug für das Auge, das eine flüssigere Bildfolge wahrnimmt. Gut genug für die Hand, welche dank Reflex (2) keine übermäßige Latenz zu fühlen bekommt. Wären viermal so viele native Frames besser? Zweifellos - und dennoch stellt MFG einen klaren Mehrwert dar, welcher das Spielerlebnis verbessert. Pathtracing in Ultra HD mit 200 Fps ist auf der Geforce RTX 5090 kein Problem. Dazu gibt es endlich wieder ein Speicher-Upgrade, das vor allem bei Produktivzwecken gerne gesehen ist. Bis Spiele 32 GiByte tatsächlich benötigen (und nicht bloß allozieren), wird noch mindestens eine Dekade vergehen.
Quelle: Nvidia (Screenshot: PCGH)
DLSS 4 und MFG to the rescue
Das Produkt Geforce RTX 5090 ist unter dem Strich völlig konkurrenzlos, aber keineswegs perfekt. Neben der unerhört hohen Leistungsaufnahme, welche sowohl die Belüftung als auch Netzteile von Gaming-PCs auf eine harte Probe stellt, leistet sich Nvidia ungewohnt viele kleine, in Summe aber störende Schnitzer. Die Quote der Grafikfehler und Kompatibilitätsprobleme, welche uns beim Test der RTX 5090 FE begegnete, kann es durchaus mit Intel-Grafikkarten aufnehmen - und das ist nichts, womit man sich rühmt. Auch das neue Design, optisch und haptisch über jeden Zweifel erhaben, weist bei genauerer Analyse Probleme auf. Der Kühler ist innovativ und beeindruckend potent für seine Größe, unter Dauerlast aber dennoch überfordert - wir tippen auf eine Triple-Slot-Variante für die nächste Generation. Zumal der Ansatz mit der Kompaktbauplatine nebst Tochterboards zu Nebenkriegsschauplätzen führt. Wir hörten von Problemen in Kombination mit PCI-Express 5.0. Diese hatten wir zwar in unzähligen Teststunden nicht, derzeit ist jedoch kein Tool in der Lage, den tatsächlichen Durchsatz zu messen. Ein Lichtblick für beide Probleme sind die Custom-Designs der Board-Partner, welche laut aktuellem Kenntnisstand allesamt normale Platinen und wuchtige Kühler verwenden. Die hohe Leistungsaufnahme bleibt jedoch.
Quelle: PCGH
32 GiByte GDDR7-Speicher, 21.760 Shader-Rechenwerke und mehr als 100 Tera-FLOPS Rechenleistung: Nvidia Geforce RTX 5090 im Mega-Test (2)
Wie viele Next-Generation-Grafikkarten zuvor hat jedoch auch die Geforce RTX 5090 ein weiteres Problem: Sie ist "zu" schnell. Kein Prozessor dieser Welt - auch kein ausgereizter AMD Ryzen 7 9800X3D oder Intel Core i9-14900KS - kann den GPU-Boliden in weitverbreiteten Auflösungen auslasten. Das Potenzial für vierstellige Bildraten wird nicht praktisch umgesetzt, da die Prozessorleistung fehlt. Zwar ist eine Geforce RTX 5090 auch für Full-HD- und WQHD-Spieler ein lohnenswertes Upgrade, da der Nvidia-Treiber die allermeisten Spiele optimal versorgen kann, richtig lohnenswert ist eine RTX 5090 jedoch vor allem für Besitzer eines Ultra-HD-Bildschirms mit hoher Refresh Rate. 4K240, am besten mit G-Sync, OLED und HDR, ist das perfekte Gegenstück.
Die Geforce RTX 5090 geht ab dem 30. Januar in den offiziellen Verkauf. Neben der Nvidia Founders Edition besteht direkt die Auswahl zwischen zahlreichen Custom-Designs der Board-Partner. Bis dahin empfehlen wir Ihnen unsere weiteren Artikel zum Thema Geforce RTX 5090: DLSS 4 und MFG analysiert, die besten Netzteile für die RTX 5090 und RTX 5090 im ersten Test mit KI- und Produktivbenchmarks. Es folgt der Test der ersten Custom-Designs - und viele weitere Artikel sowie Videos! Was halten Sie von der Geforce RTX 5090? Werden Sie zuschlagen? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre Meinung und Gedanken! Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie bisher noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die geltenden Forenregeln.
- Seite 1 Übersicht & Daten
- Seite 2 Technik: Features und Probleme (Deep Dive)
- Seite 3 Spiele-Benchmarks & Leistungsindex
- Seite 4 Raytracing-Benchmarks & Leistungsindex
- Seite 5 Der weltweit erste Pathtracing-Leistungsindex
- Seite 6 Lautheit, Leistungsaufnahme & Effizienz
- Seite 7 Preis-Leistung (Raster & Raytracing) & Fazit

Free-Sync und G-Sync compatible sind G-Sync mit Module gleichgestellt.