AMD Ryzen 7 5800X3D im Jubiläums-Test: Der AM4-Altmeister gegen die Moderne

Zehn Jahre AM4, zehn Jahre Aufrüstbarkeit und eine CPU, die dem Sockel zum Legendenstatus verhilft. Der Ryzen 7 5800X3D gilt bis heute als einer der einflussreichsten Gaming-Prozessoren unserer Zeit. Zum Jubiläum der Plattform jagen wir den Achtkerner durch unseren Testparcours.

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AMD Ryzen 7 5800X3D im Jubiläums-Test: Der AM4-Altmeister gegen die Moderne
Quelle: AMD, Montage mit ChatGPT

Hinweis: Eine erste Listung bei Mindfactory zeigt einen Europreis von 369 Euro. Wir sind gespannt, ob andere Anbieter nachziehen und zu welchem Preis. Bei Geizhals gibt es noch keine Listungen.


AMD feiert zehn Jahre Sockel AM4, zumindest technisch gesehen, denn die ersten OEM-Rechner mit diesem Sockel wurden tatsächlich ab September 2016 verkauft. Endkunden dagegen konnten erste Mainboards erst ab März 2017 erwerben. Damals war Bristol Ridge noch am Markt - der Vorgänger von Zen - und konkurrierte mit Intels Skylake-Architektur. Damals konnte noch niemand ahnen, wie lange der Sockel AM4 schließlich am Leben bleiben würde, denn sogar noch heute lassen sich zahlreiche Modelle erwerben (laut PCGH-Preisvergleich sind 76 Boards "lagernd"). AMD hat sich das alles zum Anlass genommen, den legendären Ryzen 7 5800X3D neu aufzulegen. Und das nehmen wir als Anlass, den Achtkerner erneut zu testen.

Der 'neue' AMD Ryzen 7 5800X3D ist ab dem 25.06.2026 verfügbar und hat einen von AMD empfohlenen Preis von 349 US-Dollar für Online-Händler. Ein Europreis liegt uns noch nicht vor, doch der dürfte sich auf ganz ähnlichem Niveau bewegen. Quelle: AMD Der "neue" AMD Ryzen 7 5800X3D ist ab dem 25.06.2026 verfügbar und hat einen von AMD empfohlenen Preis von 349 US-Dollar für Online-Händler. Ein Europreis liegt uns noch nicht vor, doch der dürfte sich auf ganz ähnlichem Niveau bewegen.

Technische Daten: Was ist neu?

Hier fallen wir direkt mit der Tür ins Haus: Es gibt technisch nichts Neues bei der Neuauflage. Gegenüber Tom's Hardware soll David McAfee, Vice President und General Manager von Radeon und Ryzen bei AMD, zwar erklärt haben, dass eine Rückkehr des Prozessors nicht so simpel gewesen sei, wie es auf den ersten Blick wirken könnte (AMD habe den Ryzen 7 5800X3D für einen neueren Stackingprozess erneut anpassen und qualifizieren müssen). Doch Chancen, beispielsweise die 2. Generation des 3D V-Cache zu verbauen, wie sie die Ryzen-9000-X3D-Prozessoren nutzen, oder erweiterte Tuning-Möglichkeiten freizuschalten, sind verstrichen. So entspricht die Jubiläumsversion des 5800X3D eins zu eins der Launch-Version von 2022. PCGH hat sich um ein Sample bemüht, um dies zweifelsfrei bestätigen zu können, jedoch bisher leider keines erhalten. Die Tests finden daher mit dem Original-5800X3D statt.

AMD betreibt Cherry-Picking vom Feinsten und sieht den 5800X3D durchschnittlich zehn Prozent oberhalb eines Intel Core i9-14900K, und im besten Fall sogar 26 Prozent in Cyberpunk 2077. Unser Test prüft, was an diesen Aussagen dran ist. Quelle: AMD AMD betreibt Cherry-Picking vom Feinsten und sieht den 5800X3D durchschnittlich zehn Prozent oberhalb eines Intel Core i9-14900K, und im besten Fall sogar 26 Prozent in Cyberpunk 2077. Unser Test prüft, was an diesen Aussagen dran ist. Ein Ryzen 7 5800X3D bietet somit acht Kerne und 16 Threads durch SMT. Als Arbeitsspeicher werden maximal 128 GiB DDR4 unterstützt. Die offiziell unterstützte DDR4-Frequenz hängt dann von Bestückung und Rank-Anzahl ab. Die zwei Module (2× 1 R oder 2× 2 R) sind DDR4-3200 spezifiziert. Bei vier Modulen sinkt der Takt je nach Aufbau auf DDR4-2933 (4× 1R) bzw. DDR4-2667 (4× 2R). R steht hierbei für Rank. Die TDP beträgt 105 Watt, was eine PPT von 142 Watt unter Last bedeutet. AMD gibt die Unterstützung für Mainboards mit den Chipsätzen X570, X470, B550, B450 und A520 an. Die CPU sollte nach einem BIOS-Update jedoch auch ohne Probleme auf B350 oder X370 funktionieren. Lediglich A320 könnte nicht laufen. Prüfen Sie dazu bitte die Support-Seite Ihres Mainboards und schauen Sie unter der CPU-Unterstützung nach. Das Besondere an dieser CPU ist der 3D V-Cache: Zu den regulären 32 MiB L3-Cache kommen weitere 64 MiB dazu. Das beschleunigt insbesondere Spiele, Anwendungen jedoch weniger.

Spannend für DDR4-Aufrüster

Warum bringt AMD den Ryzen 7 5800X3D zurück? Wir erinnern uns: Rund zwei Jahre nach dem Launch des 5800X3D brachte AMD den Ryzen 7 5700X3D auf den Markt. Mit ca. 400 MHz weniger Takt war diese Version des 5800X3D etwas langsamer in Spielen als der große Bruder, konnte dies jedoch durch ihren geringen Preis von stellenweise höchstens 170 Euro mehr als wettmachen (zum Vergleich: Den 5800X3D bot AMD nie unter 250 Euro an). Die Crux: Der 5700X3D hat den 5800X3D abgelöst, letzterer verschwand nach und nach vom Markt. Schließlich musste der 5700X3D dasselbe Schicksal erleiden. Für den Sockel AM4 gab es bis heute somit kaum noch Anreize für Gamer als Aufrüstziel. AMD macht sich jedoch die Situation rund um die derzeitige Krise zunutze und bringt den 5800X3D mit DDR4-Support zurück. Alle, die jetzt noch immer einen Ryzen 1000 bis 3000 nutzen und vor den hohen Kosten für Sockel AM5 mit DDR5-Speicher zurückschrecken, haben nun die Möglichkeit, mehr Prozessorleistung zu erhalten, ohne teuren, neuen Speicher kaufen zu müssen. Unser Performance-Test wird nun die Frage klären, ob sich das lohnt.

Auf der kommenden Seite beschäftigen wir uns rein mit der Spieleleistung des Ryzen 7 5800X3D. Wir möchten herausfinden, ob sich der Griff zu günstigen AM5-Prozessoren oder Intel Arrow Lake eher lohnt als ein doch recht kostspieliges Upgrade für einen veralteten Sockel. Mit dabei sind 16 Benchmarks, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

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  1. Seite 1 Übersicht
  2. Seite 2 Benchmarks
  3. Seite 3 Effizienz + Fazit
    • Kommentare (37)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DevouringKing Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Dave
        Quelle?
        Jetzt nicht mega seriös, aber gibt sowas hier.
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Demnach die kleinen Novas erst anfang 2027 und der große 52 Kerner erst im Sommer 2027 zur Computex.
      • Von KevinSimulinski Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Kindercola
        Preislich ist das Ding schon ziemlich hart... also für eine rel. alte CPU und Plattform
        Ich hätte mir den Preis eher erklären können, wenn bei der "Anpassung":
        Zitat

        (AMD habe den Ryzen 7 5800X3D für einen neueren Stackingprozess erneut anpassen und qualifizieren müssen)
        auch analog 9800X3D das Cache-Chiplet nach unten gewandert wäre.

        Durch die bessere Wärmeabgabe des CPU-Die wären somit etwas höhere Leistungswerte als beim alten 5800X3D möglich geworden.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von rhalin
        Feuer frei
        Ein 9800X3D ist keine 20 Euro teurer. AMD ist echt krass drauf.
      • Von rhalin Software-Overclocker(in)
      • Von balduin2 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von PCGH_Dave
        Ja, und das macht es ja noch schlimmer, als es ohnehin schon ist. Der Raptor ist dennoch die deutlich mächtigere CPU, selbst mit "nur" DDR4.
        Kennst du nicht zufällig einen CPU Test Redakteur der das einfach mal testen kann?

        Dann erspart man sich auch die rumraterei im Artikel, weil die Antwort dann klar wird, wenn man mal Richtung CB schielt - die haben den 5800X3D mit DDR4 vor dem 14600K mit DDR4 - sogar um +11%. Was übrigens ungefähr der Abstand von 14600K -> 14900K ist....
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