RTX 3060 8GB vs. RTX 3060 12GB: Preis-Leistung und Fazit
Auf Seite 3 werfen wir einen Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis aktueller Gaming-Grafikkarten und ziehen ein Fazit zur Geforce RTX 3060 8GB.
In diesem Artikel
Preis-Leistungs-Verhältnis
Fast alle Grafikkarten wurden in den vergangenen Monaten günstiger, außerdem besteht durch die zahlreichen Neuerscheinungen eine größere Auswahl im High End - jetzt ist somit ein guter Zeitpunkt, um aufzurüsten. Doch welche Grafikkarten liefern wie viel Leistung pro Euro? Um diese naheliegende Frage zu beantworten, haben wir den aktuellen Marktpreis (Stand: 21. März 2023) ins Verhältnis zu den Leistungsindizes gesetzt. Der Fokus liegt natürlich auch hier auf der preislich interessanten Grafikkarten-Mittelklasse zwischen rund 250 und 400 Euro.
Beachten Sie bitte, dass die Preise einem steten Wandel unterliegen, es handelt sich daher nur um eine Momentaufnahme respektive Stichprobe zum Testzeitpunkt. Zeitbegrenzte Einzelschnäppchen dienen nicht als Referenz, sondern der Mindestpreis bei mehreren seriösen Shops. Werfen wir einen Blick auf die Preis-Leistungs-Auswertung, beginnend beim Rasterizing (20 Spiele, 4 Auflösungen):
Die Geforce RTX 3060 8GB wechselt derzeit ab 320 Euro den Besitzer. Zusammen mit dem Rasterizing-Leistungsindex von 24,5 Prozentpunkten bildet sie das Schlusslicht - nicht etwa, weil sie langsam ist, sondern weil das Preisschild etwas zu selbstbewusst ausfällt. Die vergleichbar schnelle Radeon RX 6600 kostet 60 Euro weniger und rangiert damit auf Platz 3 der Preis-Leistungs-Charts. Unangefochten an der Spitze thront Intels Arc A750, welche dank emsiger Treiberarbeit und einem Preis von derzeit 260 Euro attraktiver denn je ist. Wie es beim Raytracing aussieht, dokumentiert die folgende Aufstellung:
In diesem Chart finden Sie weitere Grafikkarten vor, da der Raytracing-Leistungsindex halb so zeitintensiv ist wie der reguläre und wir somit mehr Grafikkarten durchtesten konnten. Auffällig ist die deutlich veränderte Platzierung gegenüber dem Rasterizing: Da Radeon-Grafikkarten eine schwächere Raytracing-Leistung aufweisen als Arc- und Geforce-Modelle, büßt AMD hier trotz guter Preise einige Plätze ein. So kommt es, dass die Radeon RX 6600 trotz günstiger 260 Euro deutlich an Attraktivität verliert und von der Geforce RTX 3060 8GB überholt wird. Letztere erreicht beim Raytracing ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als beim Rasterizing (wie jede Geforce), doch auch hier liefert die RTX 3060 12GB mehr Leistung pro Euro. Doch all das ist nichts gegenüber der Arc A750, welche ihren Abstand beim Raytracing weiter ausbaut und damit konkurrenzlos viel Leistung fürs Geld liefert.
Geforce RTX 3060 8GB im Test: Fazit
Die Geforce RTX 3060 8GB ist eine sehr attraktive 250-Euro-Grafikkarte. Ihr Problem: Sie kostet derzeit mindestens 320 Euro. Mit diesem Preisschild befindet sie sich so nah an ihrer großen Schwester Geforce RTX 3060 12GB (ab ca. 340 Euro), dass sie als Portfolio-Ergänzung wenig Sinn ergibt. Dabei handelt es sich keineswegs um eine schlechte Grafikkarte, sondern um ein ausgewogenes Modell für gepflegtes Full-HD-Gaming - wie die Radeon RX 6600 und Arc A750 auch. Gegenüber der RTX 3060 12GB agiert die RTX 3060 8GB um rund zehn Prozent langsamer und distanziert damit die nächstkleinere Geforce - die RTX 3050 (PCGH-Test) - deutlich. Unser Muster aus dem Hause KFA2, die Geforce RTX 3060 8GB 1-Click OC, erreicht in den gut 300 Messungen eine durchschnittliche Leistungsaufnahme von lediglich 150 Watt und ist damit ein effizientes Gerät, das kein Netzteil schocken kann. Zum Vergleich: Die von uns verwendete Geforce RTX 3060 12GB (PCGH-Test) arbeitet mit durchschnittlich 160 Watt, während eine Radeon RX 6600 (PCGH-Test) bei gut 130 Watt rangiert. Intels Arc A750 (PCGH-Test) liefert zwar mehr Leistung - sowohl absolut als auch pro Euro -, ist mit einer Leistungsaufnahme von circa 200 Watt jedoch bei der Effizienz abgeschlagen.
Quelle: PC Games Hardware
Nvidia Geforce RTX 3060 8GB Review - KFA2 Geforce RTX 3060 8GB 1-Click OC
Im Nvidia-Portfolio und für alle, die explizit nach einer Geforce suchen, ergibt die RTX 3060 8GB durchaus Sinn, sie könnte jedoch eine Preissenkung auf 280 Euro vertragen. Die Mittelklasse-Grafikkarte hat in den neuen Benchmarks erneut unter Beweis gestellt, dass Nvidias Treiber das Optimum aus dem vorhandenen Speicher holt. Die Unterschiede gegenüber den Mitbewerbern sind durchaus bemerkenswert. Wenn Arc mit 8 GiByte den Startpunkt darstellt, entspricht eine Radeon ungefähr einer 8,5-GiByte-Grafikkarte und Nvidia einem 9-GiByte-Modell - bezogen auf die Standfestigkeit bei hoher Speicherlast. Das bedeutet zwar, dass eine Geforce mit 8 GiByte VRAM seltener unter sicht- wie fühlbaren Speichermangelerscheinungen leidet als eine Radeon oder Arc mit der gleichen Kapazität, sie alle sind jedoch mehrfach angezählt. Die erste Grafikkarte mit 8 GiByte Speicher erschien im Jahr 2014, was zu denken geben sollte. Allein die Spiele-Releases des noch jungen Jahres 2023 deuten in eine klare Richtung: Grafikkarten mit 10 oder mehr GiByte Speicher gehört die Zukunft. Wir empfehlen Neukäufern daher, nicht in die besagten 8-GiByte-Grafikkarten zu investieren, sondern mindestens in eine Radeon RX 6700 (PCGH-Test), Geforce RTX 3060 12GB oder Arc A770 16GB. Das gilt ausdrücklich auch für Leute, die nur in Full HD spielen und selbst dann, wenn Sie die erläuterten Streaming-Qualitätsprobleme nicht sehen. Irgendwann kommt der Punkt bzw. ein Spiel, wo es nicht bloß zu oberflächlichen Problemen kommt.
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Nach dem Fazit und den Benches würde ich Nvidia empfehlen, die Karte umbenennen..
in RTX 3060 NFNF (NichtFisch-NichtFleisch) - Edition.
Nunja..irgendwie wird auch diese Karte seinen Weg zu den Dum...ähm...MediaMarkt oder Saturn - Kunden finden, soviel ist sicher.
RX 6600 oder Arc A750 bei einem Budget bis allerbestenfalls 300 Euro (Spartipps).
Nach Gusto RX 6700, 6700 XT, RTX 3060 12GB oder A770 16GB bei bis zu 400 Euro Budget.
MfG
Raff