CPU-Benchmarks, Latenzen und Fazit
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CPU-Benchmarks, Latenzen und Fazit

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CPU-Benchmarks

Die Prozessor-Benchmarks finden ebenfalls im sechsten Kapitel (Siege - Part I) statt, bei den großen Belagerungen vor den Toren von Oblivion. Wir warten, bis sich das gigantische Tor weit geöffnet hat, und stürzen uns dann ins Getümmel. Diese Szene zählt zu den CPU-lastigsten Abschnitten, die wir in The Dark Ages ausfindig machen konnten. Den genauen Ablauf können Sie im Video nachvollziehen, ebenso die verwendeten Grafikeinstellungen. Wie immer laden wir Sie herzlich ein, unsere Szene nachzustellen - nicht nur, um unsere Zahlen nachzuvollziehen, sondern auch, um das eigene System besser einschätzen zu können. Der Benchmark wird jeweils wiederholt, indem der Checkpoint neu geladen wird.

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Insgesamt halten sich die Prozessoranforderungen von Doom: The Dark Ages in Grenzen. Laut den Entwicklern soll mindestens ein Core i7-10700K (vergleichbar mit dem 9900K) eingesetzt werden, doch diese Einschätzung können wir nicht ganz teilen. Selbst mit einem Core i7-8700K läuft das Spiel noch ausreichend schnell. Bedenkt man, wie alt die Skylake-Architektur inzwischen ist, zeigt sich: Für das neue Doom sollten zumindest sechs Kerne mit SMT an Bo(a)rd sein. Nach oben hin setzt dann die Grafikkarte die Limits: Bereits ein Ryzen 7 7800X3D wird in 332p (!) stellenweise von einer Geforce RTX 4090 gebremst. Je nach Aktualität Ihres Systems wird also eher die Grafikkarte zur Begrenzung, nicht der Prozessor.

Latenzmessungen mit und ohne (Multi) Frame Generation

Auch wenn der Doom-Slayer in The Dark Ages etwas behäbiger unterwegs ist, so ist eine schnelle Eingabe doch sehr vorteilhaft. Spätestens auf höheren Schwierigkeitsgraden müssen Sie beständig in Bewegung bleiben, um den auf Sie einprasselnden Gegnergeschossen, Sprungangriffen und Flammenwerfern zu entgehen. Und dabei müssen Sie natürlich auch die teuflischen Gegner im Visier behalten, was häufige und präzise Eingaben an der Maus erfordert. Gut, wenn die Bildrate hoch und die Frametime niedrig ist. Doch bis das berechnete Bild sch(l)ussendlich auf dem Monitor erscheint und Sie darauf reagieren können, vergeht je nach Display- und Refreshrate zusätzliche Zeit.

Eine Frame Generation kann die Bildrate erhöhen, indem sie aus zwei voll berechneten Frames interpolierte Zwischenbilder erzeugt. Dazu müssen die beiden Renderbilder allerdings nach der Berechnung zurückgehalten werden, bis aus diesen voll berechneten Bildern ein oder mehrere Zwischenbilder interpoliert wurden. Dies erzeugt die bekannte Latenz der FG, die AMD und Nvidia mit Reflex respektive Anti-Lag zu kompensieren versuchen.

Nach der Erzeugung der interpolierten Zwischenbilder werden die voll berechneten und FG-Frames nach und nach ausgegeben. Zuerst wird der erste Renderframe an das Display geschickt, danach der oder die interpolierten Frames, zuletzt wird der zweite Renderframe ausgegeben. Dabei werden die berechneten und interpolierten Frames "gepaced", in geregelter Frequenz ausgegeben. Dabei spielt die Refreshrate des Monitors eine große Rolle. Frame Gen und erst recht Multi Frame Gen kommen erst auf einem hochfrequenten Display wirklich gut zur Geltung.

Bei niederfrequenten Displays steigt die Latenz mit Frame Generation drastisch an. Selbst im Bestcase, wie wir ihn in unseren Ende-zu-Ende-Messungen abgebildet haben - Reflex und Anti-Lag sind nur beim Einsatz der FG aktiv, ansonsten sind die Latenzreduktionen deaktiviert -, steigt die Eingabelatenz insbesondere bei 60 und 120 Hertz empfindlich. Wirkliche Freude kommt erst ab 240 Hertz oder mehr auf. Dank hoher Refreshrate liegt die E2E-Latenz mit 240 Hertz selbst mit 4× MFG auf ähnlich niedrigem Niveau wie bei der 120-Hertz-Messung ohne FG.

Und bei 480 Hertz fühlt sich das Spielgeschehen mit Frame Generation trotz FG-Latenz nahezu doppelt so geschmeidig an wie auf einem 60-Hertz-Monitor - bei nahezu gleicher Frametime, wohlgemerkt. Bei einer Radeon RX 9070 XT liegen mit FSR (2×) Frame Generation sowohl mit 480 als auch 60 Hertz 4,0 ms Ø-Frametime an; dies entspricht in beiden Fällen einer durchschnittlichen Bildrate von 250 Fps. Die Latenz liegt bei 480 Hz allerdings nur bei 36 ms, bei 60 Hz ist die Verzögerung mit 65,0 ms wesentlich höher, das Spielgeschehen deutlich merklich träger. Es lohnt sich demnach beim Einsatz einer FG ganz besonders, tüchtig Hertz zu fassen!

Doom: The Dark Ages - Fazit

Der Slayer ist zurück! Und doch spielt sich Doom abermals anders als das Doom davor. Nach dem sehr zackigen Doom Eternal wirkt The Dark Ages schwerer, abermals mächtiger, noch durchschlagskräftiger und gewaltiger. Auch die Fähigkeiten, Waffen und Monster sind gegenüber Doom (2016) und Doom Eternal etwas abgewandelt, doch die bekannte und liebgewonnene DNS ist ebenso wie beim Gameplay weiterhin erkennbar. Und trotz aller spielerischen, gepanzerten Durchschlagskraft, trotz in Stahl gerüsteter Schwerfälligkeit, ist Doom: The Dark Ages kein behäbiges Spiel.

Es sind weiterhin sehr präzise Reaktionen, es ist ständige Bewegung nötig, um dem gegnerischen Bullet-Hell-Geschosshagel zu entgehen. Obendrein setzt The Dark Ages einen starken Fokus auf Paraden und den Einsatz des Schildes. Zudem müssen Sie für die volle Durchschlagskraft Synergie-Effekte Ihrer diversen Schießeisen nutzen und diese obendrein mit gut platzierten Nahkampfangriffen kombinieren - zumindest auf höheren Schwierigkeitsgraden.

Viel Feind, viel Ehr': Doom The Dark Ages setzt Ihnen gegenüber den Vorgängern deutlich größere Gegnerhorden vor. Allerdings ist auch Ihr Waffenarsenal abermals durchschlagskräftiger und mit einem gezielten Faustschlag oder einem Schildangriff sind Trash-Mobs schnell zu blutigem Klump geprügelt. Quelle: PCGH Viel Feind, viel Ehr': Doom The Dark Ages setzt Ihnen gegenüber den Vorgängern deutlich größere Gegnerhorden vor. Allerdings ist auch Ihr Waffenarsenal abermals durchschlagskräftiger und mit einem gezielten Faustschlag oder einem Schildangriff sind Trash-Mobs schnell zu blutigem Klump geprügelt. Bei diesen nimmt Doom: The Dark Ages ein wenig Druck vom Spieler: Ganz so brutal und unverzeihlich wie Doom Eternal (und insbesondere die nochmals härteren Ancient-Gods-DLCs) ist The Dark Ages nicht. Während Ultra-Violence in Doom Eternal bereits ziemlich schweißtreibend ausfällt, ist der gleiche Schwierigkeitsgrad in Doom: The Dark Ages vielmehr eine gehobene Herausforderung, die sich auch mit etwas geringerer Frusttoleranz angehen lässt. Allerdings können Sie den Schwierigkeitsgrad im neuen Doom deutlich feingranularer und nach Ihren Wünschen justieren, falls Ihnen die aktuelle Dämonenhatz zu wenig abverlangt.

Die Kämpfe in den vielfältigen, abwechslungsreich gestalteten und oft riesigen Leveln machen einen Heidenspaß. Dabei mischt Doom: The Dark Ages große, weitläufige Gebiete und Gefechte mit großen Gegnerhorden mit eher "klassisch" anmutenden Korridoren und begrenzten Arenen und streut obendrein bereits in den ersten Spielstunden eine Vielzahl Auflockerungspassagen ein, darunter Mech-Keilereien, Boss-Kämpfe und Geschützsequenzen. Gleich auf welche Weise Sie der Höllenbrut den Garaus machen, The Dark Ages feuert dabei aus allen Rohren, der Bildschirm erbebt unter beständigem Effektgewitter, dank neuer Zerstörung bleibt dabei kaum ein Stein auf dem anderen.

The Dark Ages setzt Ihnen nicht nur Kanonenfutter vor die Flinte, sondern fordert Sie regelmäßig mit besonders dicken Brocken. Dabei ist zunächst das Herausfinden der richtigen Taktik hilfreich. Quelle: PCGH The Dark Ages setzt Ihnen nicht nur Kanonenfutter vor die Flinte, sondern fordert Sie regelmäßig mit besonders dicken Brocken. Dabei ist zunächst das Herausfinden der richtigen Taktik hilfreich.

Bei der musikalischen Untermalung macht The Dark Ages dagegen einen Schritt zurück. Der Soundtrack ist beileibe nicht schlecht und gefällt mit einigen typischen, fetten Gitarrenriffs. Doch gegenüber den meisterhaft komponierten, musikalischen Schlachtplatten in Doom (2016) und Doom Eternal bleibt der von Finishing Moves kreierte Soundtrack etwas blass. Während sich die ultra-fetten Metal-Tracks des Ausnahmekünstlers Mick Gordon sofort ins Gedächtnis brennen, kann sich der Soundtrack von Doom: The Dark Ages nicht allzu lange in Erinnerung halten. Es ist sehr schade, dass sich id Software und Mick Gordon überworfen haben. Dem neuen Doom fehlt deshalb ein wenig der musikalischen Klasse, welche die beiden Vorgänger auszeichnete.

Bei der Grafik und insbesondere der Performance zieht Doom: The Dark Ages dagegen sämtliche Register - selbst ohne das noch fehlende Pathtracing. Das oft düstere Setting macht aufgrund der starken Kontraste, dem oft bildschirmfüllenden Effektgewitter, den unzähligen gegnerischen Geschossen und farbkodierten Angriffen obendrein in HDR besonders viel her. Dass dabei oft sehr hohe Bildraten erzielt werden, das Spielgeschehen außerdem, von keinerlei Stottern gestört, ultra-geschmeidig abläuft, ist nochmals beeindruckender. Die Vulkan-Voodoo-Priester von id Software haben es abermals geschafft, uns in ungläubiges Staunen zu versetzten - Hut ab! Die Performance ist spitze, wenngleich die von Doom Eternal bekannten Bildraten jenseits von 200 oder gar 300 Fps nur mit Multi Frame Generation erreicht werden.

Story-Time: The Dark Ages erzählt eine recht aufwendige, komplexe Hintergrundgeschiche, gespickt mit der 'Lore', der Vorgeschichte des Doom Slayers. Die Echtzeitzwischensequenzen sind schick gerendert und laufen obendrein sehr geschmeidig - und ohne nervigen Fps-Lock. Quelle: PCGH Story-Time: The Dark Ages erzählt eine recht aufwendige, komplexe Hintergrundgeschiche, gespickt mit der "Lore", der Vorgeschichte des Doom Slayers. Die Echtzeitzwischensequenzen sind schick gerendert und laufen obendrein sehr geschmeidig - und ohne nervigen Fps-Lock. Entsprechend positiv fällt damit auch unser Fazit aus: Wenn Sie sich nur einen Hauch für Ego-Shooter interessieren, sollten Sie Doom: The Dark Ages eine Chance geben. Das Gameplay ist fabelhaft, die Grafik prächtig, die Performance tadellos. Und auch, wenn ein Doom im Grunde keine großangelegte Story bräuchte, ist sogar die Hintergrundgeschichte aufwendig und wird in schicken Echtzeit-Zwischensequenzen erzählt. Diese laufen zudem mit freigeschalteten Bildraten und ebenfalls extrem geschmeidig - zur Hölle mit anachronistischen 30-Fps-Ruckelsequenzen!

Ihre Meinung ist gefragt!

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  1. Seite 1 Einleitung
  2. Seite 2 Grafik und Technik
  3. Seite 3 GPU-Benchmarks + VRAM-Beratung
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    • Kommentare (191)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PKD-NeXuS PC-Selbstbauer(in)
        Digital Foundry Interview mit Billy Khan, Lead Engine Programmierer von id Software zur id Tech 8.
        Guter Typ, macht immer Spaß ihm zuzuhören.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von PCGH_Phil BIOS-Overclocker(in)
        Nicht unbedingt. Die Level sind ja teilweise recht weitläufig und man hat auch öfter Gelegenheit, ein bisschen umherzulaufen, um Secrets etc. aufzustöbern.

        Aber davor muss man in der Regel erst mal ein paar Dämonenhorden entsorgen und generell scheucht einen Doom schon relativ schnell weiter bzw. in die nächste Arena. Da steht das Ballern und Bewegung schon weit oben. Allzu viel Leerlauf bzw. Freilauf hat man in Doom eher nicht. Geht man ein paar Meter weiter, läuft man häufig stracks in die nächste Dämonenhorde oder Arena.

        Wenn du dagegen z.B. sowas wie Atomfall nimmst, hast du einen ganz anderen Fokus. Da sind Erkundung und das Mysterium der Umgebung, die Ergründung der Geschehnisse im Fokus. Und dafür lässt einem das Spiel dann auch Zeit und weiträumige Freiheit. Dafür ist da das Ballern bzw. die Shooter-Mechanik deutlich abgespeckt, das ist in Atomfall beinahe mehr "Mittel zum Zweck". Das würde ich allerdings auch nicht wirklich als Shooter bezeichnen. Selbst "RPG" trifft es eher grob. Atomfall erinnert mich trotz gewisser Fallout-Vibes tendenziell stärker an eine "Immersive Sim" wie Bioshock oder Deus Ex. Wobei es trotzdem noch etwas "anders" ist.

        Anyway. Das wäre jedenfalls eher ein Spiel zum "in der Gegend rumgucken" und Entspannen.
        Wenn ich chillen möchte, spiele ich auch eher andere Spiele als Doom. Wobei ich Dark Ages trotzdem cool finde.

        Gruß,
        Phil
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Phil
        Und Zeit, sich da mit Muße in der Gegend rumzuschauen, hat man auch eher weniger.
        Ich habe bisher nur das erste Level gespielt, weil ich noch auf den Pathtracing Patch warte, aber da konnte man sich ganz entspannt umgucken nachdem die Gegner getötet wurden.

        Ändert sich das im späteren Spielverlauf?
      • Von PCGH_Phil BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Thomas5010
        Ich habe den Game Speed auf 50% heruntergestellt. Es geht mir aber nur um die Grafik. Doom ist nicht mein Genre. Zu düster, wenig erbaulich. Taugt für mich zum entspannen nicht. Geschmäcker sind aber bekanntlich verschieden.
        Primär zum Entspannen würde ich Doom jetzt vielleicht auch nicht wählen.^^

        Ist zwar etwas weniger hektisch als Eternal, aber trotzdem kein langsames Spiel. Und Zeit, sich da mit Muße in der Gegend rumzuschauen, hat man auch eher weniger.

        Aber da gäbe es ja durchaus einige Alternativen.

        Gruß,
        Phil
      • Von Thomas5010 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Phil
        Du kannst auch den Game-Speed auf 50 (Prozent) stellen^^

        Ist aber wirklich nicht so tough wie Eternal. Ich hab The Dark Ages auf Ultra-Violence probiert, das ist echt noch voll okay. Doom Eternal hat mir da schon ziemlich zugesetzt.

        Ich kann's sogar auf 150 % Games-Speed noch ganz gut zocken, obwohl es dann schon sehr hektisch wird. Ich bin NOCH knapp näher an 40 als 50, aber auch nicht mehr so weit davon entfernt.
        Ich habe den Game Speed auf 50% heruntergestellt. Es geht mir aber nur um die Grafik. Doom ist nicht mein Genre. Zu düster, wenig erbaulich. Taugt für mich zum entspannen nicht. Geschmäcker sind aber bekanntlich verschieden.
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