Doom: The Dark Ages Revelations mit dämonischem Hardware-Hunger? Darauf kommt es an
Das neueste Werk von id Software benötigt trotz Raytracing-Pflicht keine High-End-Hardware, doch Pathtracing frisst GPUs zum Frühstück. Wir fassen für Aufrüster und Zocker auf der Suche nach einem neuen Gaming-PC zusammen, was unsere Benchmarks und Technik-Analyse ergeben haben.
Auf dieser Seite
- 1 id Tech 8: Raytracing ist Pflicht
- 2 Grafikkarten: Radeons stark, aber Pathtracing in Geforce-Hand
- 3 CPUs: Auch ältere Sechskerner reichen
- 4 PCGH-Sommer-Aktions-PC RX9070-Edition
- 5 PCGH-Performance-PC RX9070XT-Edition V2
- 6 Fazit: Technisch anspruchsvoll, aber skalierbar
- 7 PCGH-PCs: Gaming-PC konfigurieren für jedes Budget
Mit Revelations gibt es eine neue Story-Erweiterung für Doom: The Dark Ages mit frischen Schauplätzen, Gegnern und Geheimnissen. Parallel dazu ist mit "Ripatorium 3.0" ein kostenloses Update für Besitzer des Hauptspiels erschienen. Technisch bleibt sich der Shooter treu: Auch der DLC nutzt die hauseigene id-Tech-8-Engine, verpflichtendes Raytracing und Vulkan statt DirectX (oder gar OpenGL). Da seit dem Release des Hauptspiels mehrere Updates und neue Grafikkartentreiber erschienen sind, war es für die PCGH-Redaktion spannend zu sehen, welche Ergebnisse der Benchmark-Test mit 33 Grafikkarten und 30 Prozessoren zutage förderte.
id Tech 8: Raytracing ist Pflicht
Die von Doom: The Dark Ages - Revelations genutzte Engine id Tech 8 ist auf große Areale, zahlreiche Gegner, umfangreiche Zerstörung und hohe Bildraten ausgelegt. Raytracing ist dabei kein optionaler Grafikeffekt, sondern ein fester Bestandteil der Darstellung. Die Strahlenberechnungen betreffen unter anderem Beleuchtung, Schatten und Reflexionen. Darüber hinaus nutzt das Spiel Raytracing auch für Sichtlinien und Hitscan-Abfragen. Einen klassischen Rastermodus oder Software-Fallback gibt es nicht.
Entsprechend startet der Titel ausschließlich auf Grafikkarten mit Hardware-Raytracing und moderner Shader-Unterstützung. Unterstützt werden Geforce-RTX-Modelle ab der RTX-2000-Serie, Radeon-Grafikkarten ab RX 6000 sowie Intel Arc. Ältere Modelle wie eine Geforce GTX 1080 Ti oder Radeon RX 5700 XT bleiben dadurch außen vor.
Die fest integrierte Raytracing-Beleuchtung ist eng mit dem Spieldesign verknüpft. Gebäude, Statuen, Bäume und andere Objekte können zerstört werden, während Licht und Schatten dynamisch auf die veränderte Umgebung reagieren. Raytracing ist hier also mehr als ein optisches Extra. Das optionale Pathtracing erhöht die Anforderungen massiv.
Hinzu kommen moderne Streaming-Techniken, virtualisierte Geometrie und sehr kurze Ladezeiten. Eine NVME-SSD gehört daher zu den Voraussetzungen. Für die Bildrekonstruktion stehen DLSS, FSR und XeSS zur Verfügung, je nach Grafikkarte ergänzt um Frame Generation. Auch das spieleigene TAA liefert eine gute Bildqualität.
Grafikkarten: Radeons stark, aber Pathtracing in Geforce-Hand
Für unsere Grafikkarten-Benchmarks verwenden wir das fest integrierte Raytracing zusammen mit dem spieleigenen TAA in nativer Auflösung. Gegenüber Doom Eternal fällt der GPU-Hunger deutlich höher aus. Angesichts der größeren Umgebungen, der dynamischen Beleuchtung und der umfangreichen Zerstörung stellt das keine Überraschung dar. Nur mit schnellen Grafikkarten lassen sich mit maximalen Details dreistellige Bildraten erzielen. Oberhalb von Full HD wird Upsampling jedoch schnell sinnvoll, insbesondere wenn ein Monitor mit hoher Bildwiederholrate ausgereizt werden soll.
Auffällig ist die starke Vorstellung der Radeon-Modelle. Sowohl Modelle aus den Serien RX 6000 als auch RX 7000 schneiden im regulären Raytracing-Betrieb gut ab. So kann es eine Radeon RX 9070 beispielsweise fast mit einer RTX 5070 Ti aufnehmen und eine RX 9060 XT 16 GB liegt auf Augenhöhe mit einer RTX 5060 Ti 16 GB. Die zum Dark-Ages-Launch beobachteten Auffälligkeiten bei Nvidias Blackwell-Grafikkarten sind inzwischen behoben, sodass das zu erwartende Kräfteverhältnis zwischen Geforce RTX 50 und RTX 40 wiederhergestellt ist.
Deutlich härter fällt der Pathtracing-Test aus. Der Modus erhöht den Rechenaufwand so stark, dass wir ihn nicht in nativer Auflösung messen. Stattdessen verwenden wir eine interne Renderauflösung von 67 Prozent: DLSS Quality auf Geforce, FSR Quality auf Radeon und XeSS Ultra Quality auf Intel Arc. Beim Pathtracing verschiebt sich das Kräfteverhältnis klar zugunsten von Nvidia. Besonders die Geforce-RTX-5000-Serie profitiert von ihrer hohen Raytracing-Leistung. Eine Geforce RTX 5070 Ti sehen wir als sinnvollen Einstieg, wenn Pathtracing ohne allzu große Kompromisse genutzt werden soll. Wer mit weniger GPU-Power antritt, benötigt aggressiveres Upsampling, Frame Generation oder reduzierte Einstellungen.
Ein weiterer kritischer Punkt ist der Grafikspeicher. Unsere Messungen zeigen, dass 8 GiByte (wie erwartet) für Pathtracing nicht ausreichen - für diesen Modus empfehlen wir mindestens 16 GiByte. Das Texture-Streaming-Budget lässt sich zwar reduzieren, allerdings werden Texturen dann teilweise sichtbar nachgeladen.
CPUs: Auch ältere Sechskerner reichen
Während der Ego-Shooter die Grafikkarte stark fordert, hält sich der CPU-seitige Leistungshunger in Grenzen. Für unsere CPU-Leistungsmessungen im Benchmark-Test von Doom: The Dark Ages - Revelations nutzen wir eine besonders rechenintensive Szene aus dem sechsten Kapitel des Hauptspiels, in der zahlreiche Gegner gleichzeitig verarbeitet werden müssen. Bereits ein Ryzen 5 3600 erreicht dort rund 60 Fps, die 100 Fps wurden mit einem Ryzen 5 7600X geknackt. Für über 120 Fps reicht ein Core Ultra 5 225F aus und die schnellsten getesteten CPUs erzielten über 150 Fps. Dazu gibt es gleichmäßige Frametimes und keine Auffälligkeiten bei der Latenz.
Das ist angesichts der großen Areale, der zahlreichen Gegner und der umfangreichen Zerstörung bemerkenswert: Die id Tech 8 nutzt moderne Prozessoren effizient und vermeidet viele der CPU-Limits, die bei anderen aktuellen Spielen auftreten. Für eine Aufrüstung sollte die Grafikkarte daher in den meisten Fällen Priorität haben. Besonders in Auflösungen ab WQHD und mit Pathtracing wird die GPU deutlich früher zum Flaschenhals.
PCGH-Sommer-Aktions-PC RX9070-Edition
Bei diesem in limitierter Stückzahl gebauten Gaming-PC für 1.830 Euro kommt ein Ryzen 7 7800X3D zum Einsatz, der in unserem Benchmark-Test durchschnittlich 136 Fps erzielte und selbst bei den P1-Fps noch sehr gute 107 Fps ablieferte. Der energieeffizienten CPU stehen im PCGH-Sommer-Aktions-PC RX9070-Edition 32 GiByte DDR5-6000-RAM mit CL 30 zur Seite.
Von der verbauten Radeon RX 9070 kann man ca. 94 Fps in Full HD und 68 Fps in WQHD mit maximalen Details erwarten - Werte, die fast auf dem Niveau einer deutlich teureren Geforce RTX 5070 Ti liegen. Spätestens in Ultra HD sollte man aber auf Upsampling oder eine gezielte Detailreduktion setzen, da wir hier nur noch 37 Fps erzielen konnten. Für Pathtracing ist die Karte dank des 16 GiByte großen Grafikspeichers zwar grundsätzlich auch geeignet, für gut spielbare Bildraten muss man aber einige Kompromisse eingehen, weshalb wir explizit für diesen Grafikmodus zu einem leistungsfähigeren Rechner mit Nvidia-Grafikkarte raten.
PCGH-Performance-PC RX9070XT-Edition V2
Eine hervorragende Wahl ist beispielsweise der PCGH-Enthusiast-PC RTX5070Ti-Edition V2 für 2.520 Euro. Als CPU ist der Core Ultra 7 270K Plus verbaut, der für seine hohe Anwendungsleistung zum fairen Preis bekannt ist, aber auch eine exzellente Wahl für Doom: The Dark Ages - Revelations darstellt: Bereits der 265K nahm es in den Benchmarks mit 158 vs. 157 Fps mit einem Ryzen 9 9950X3D auf und der 270K Plus bietet eine noch höhere Gaming-Leistung.
Der eigentliche Grund, warum Doom-Fans zu diesem Rechner greifen sollten, ist aber die leistungsfähige Geforce RTX 5070 Ti, welche der Radeon-Riege mit Pathtracing keine Chance lässt: Wir ermittelten gegenüber dem aktuellen AMD-Topmodell RX 9070 XT eine von Full HD nach 4K UHD zunehmende Mehrleistung von rund 50 bis 80 Prozent. (Das Nonplusultra für Pathtracing-Gaming ist aber natürlich Nvidias sündhaft teures Flaggschiff Geforce RTX 5090, das im PCGH-Extreme-PC RTX5090-Edition V2 verbaut ist.)
Fazit: Technisch anspruchsvoll, aber skalierbar
Doom: The Dark Ages - Revelations zeigt erneut, wie effizient id Software moderne Rendering-Technik umsetzen kann. Die id-Tech-8-Engine erfordert Raytracing-Hardware, bietet dafür aber auch große zerstörbare Umgebungen und hohe Detaildichte mit überzeugenden Bildraten. Im normalen Raytracing-Betrieb bleibt das Spiel auf vielen aktuellen Grafikkarten gut spielbar.
Pathtracing ist dagegen eine kompromisslose High-End-Option. Die bessere Beleuchtung kostet massiv Leistung und Speicher. Nvidia liegt hier klar vorn, es sollten aber mindestens 16 GiByte Grafikspeicher vorhanden sein. Auf CPU-Seite gibt sich Revelations genügsam: Selbst ältere AM4-Sechskerner ermöglichen über 60 Fps. Wer gezielt für den DLC aufrüstet, sollte sein Budget deshalb vor allem in eine schnelle Raytracing-Grafikkarte mit ausreichend Speicher investieren. Wer dagegen einen neuen Gaming-PC kaufen möchte, hat bereits vor dem Fazit zwei Empfehlungen von uns erhalten.
Quelle: Krotus Computer
Krotus Computer bietet bei allen PCGH-PCs einen umfangreichen Service: Stresstest, Lüfterkurven, aktuelle UEFI- und Treiberversionen etc.
Was meinen Sie? Spielen Sie Doom: The Dark Ages - Revelations bereits und wie empfinden Sie die Hardware-Anforderungen und die gebotene Optik?
PCGH-PCs: Gaming-PC konfigurieren für jedes Budget
Im PC-Konfigurator von Krotus Computer haben Sie die Möglichkeit, jeden PCGH-PC umfassend zu individualisieren, bevor Sie ihn bestellen. Sollte ein bestimmtes Merkmal Ihren Wünschen nicht entsprechen, können Sie die Konfiguration des PCGH-Gaming-PCs anpassen, um ihn optimal auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen. So können Sie etwa ein anderes Gehäuse und mehr RAM auswählen oder eine zusätzliche SSD hinzufügen.
Quelle: PCGH
Doom: The Dark Ages Revelations mit dämonischem Hardware-Hunger? Darauf kommt es an
Alle PCGH-PCs basieren auf der zur Verfügung stehenden Auswahl an Komponenten sowie unseren Tests und Empfehlungen aus der Redaktion. Die PC-Zusammenstellungen werden regelmäßig aktualisiert. Sie können diese auch als Bauvorschläge für den Selbstbau nutzen, als Komplett-PC bestellen oder im PC-Konfigurator bei unserem Partner Krotus Computer Ihren Wünschen anpassen.
