Doom: The Dark Ages im Test - 35 Grafikkarten, 18 Prozessoren, 5 Auflösungen [Update]

Update: Mit Doom - The Dark Ages geht die Saga um den Slayer in die nächste Runde. Befeuert von der neuen id Tech 8, der Vulkan-API und Raytracing kitzelt The Dark Ages fette Grafik sowie super-geschmeidige Performance aus aktueller Hardware. Wir öffnen die Tech-Test-Höllenpforten!

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Doom: The Dark Ages im Test - 35 Grafikkarten, 18 Prozessoren, 5 Auflösungen
Quelle: PCGH
Update vom 14. Mai

Doom: The Dark Ages wurde in der Nacht vom 12. auf den 13. Mai bei Steam freigeschaltet - zumindest für Besitzer der Premium-Edition, welche einen zweitägigen Vorabzugang genießen. Wie versprochen, haben wir die Veröffentlichung abgewartet, um unsere Benchmarks mit der frischen Spielversion sowie neuen Grafiktreibern zu aktualisieren. Dem kommen wir hiermit nach: Sie finden nun 35 Grafikkarten - getestet in fünf Auflösungen von 16:9 bis 32:9 - sowie 18 Prozessoren der Baujahre 2014 bis 2025 in den Benchmarks. PCGH wünscht viel Spaß beim Schmökern und Ballern! Und falls Sie mehr zum Spiel ansich lesen möchten, erfahren Sie alles im Test unserer Kollegen der PC Games.

Endlich ist es so weit, der jüngste Teil der kultigen Ego-Shooter-Reihe, die lang erwartete Dämonenhatz Doom: The Dark Ages erscheint offiziell am 15. Mai 2025. Besitzer der Premium Edition können dank Advanced Access schon am 13. Mai loslegen. Wir haben bereits vorab Zugang erhalten und konnten uns schon geraume Zeit mit dem neuen Doom beschäftigen, uns mit Gameplay und Technik vertraut machen - und beide haben es in sich. Doom: The Dark Ages bietet eine Vielzahl frischer, weitläufiger Umgebungen, eine ganze Reihe neuer, wahnwitziger Waffen sowie eine ganze Horde neuer dämonischer Gegner und Gegnertypen. Befeuert wird die höllisch gute Teufelsjagd von der runderneuerten id Tech 8. Letztere wartet dabei mit einer ganzen Reihe neuer, fortschrittlicher Technik-Kniffen auf. Dabei ist - wie bereits in Doom (2016) und Doom Eternal - nicht nur die Grafik fantastisch, sondern außerdem die Performance.

Doch der Reihe nach: Die Entwicklung von Doom: The Dark Ages begann kurz nach dem Release der beiden Erweiterungen respektive Ancient-Gods-DLCs von Doom Eternal im Jahre 2021. Die kreative Leitung beziehungsweise den Posten als Creative Director übernahm abermals Hugo Martin (Doom Eternal, Doom 2016). Statt den nach Doom, Doom Eternal sowie den beiden Ancient-Gods-DLCs prinzipiell abgeschlossenen, zum Höhepunkt getriebenen Handlungsfaden abermals aufzugreifen und fortzuführen, entschloss sich id Software, das Setting des neuen Dooms stärker an die düsteren Fantasy-Wurzeln der Serie anzulehnen. Das Gameplay sollte zudem "bodenständiger", erdverbundener gestaltet werden, nachdem zumindest einigen Spielern die Jump-&-Run-Einlagen in Doom Eternal sauer aufgestoßen waren.

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Leider nicht mit von der Partie ist im Übrigen der für die Soundtracks von Doom (2016) sowie Doom Eternal gefeierte Mick Gordon. Der für die meisterhaft gelungenen, von ultra-fetten, schwermetalligen Riffs erbebenden und von schrägen, industriellen Synthesizer-Klängen durchzogenen Soundtracks verantwortliche Künstler hat sich mit id Software verkracht, vornehmlich mit der Person Marty Stratton, der in Doom Eternal als Executive Producer fungierte. Das ganze Drama lässt sich auf Reddit nachvollziehen, wo sich beide Parteien öffentliche Gefechte lieferten, die schließlich in einem juristischen Streit mündeten. Eine kurze Zusammenfassung (inklusive weiterführender Links) finden Sie hier. Um es kurz zu machen: Mick Gordon verabschiedete sich mit den Worten "Go to hell".

Der Soundtrack von Doom: The Dark Ages stammt aus diesem Grund nicht von dem Ausnahmekünstler, sondern von dem Composer-Team Finishing Moves. Diese sind unter anderem für Arbeiten an den Soundtracks von Borderlands 3, The Callisto Protocol, Halo Wars 2 oder auch dem Microsoft Flight Simulator bekannt. Der Soundtrack von Doom: The Dark Ages kann durchaus gefallen und lässt obendrein Anleihen zu Doom und Doom Eternal erkennen. Doch wird es schon bald nach dem Start des Spiels offenkundig, dass der Abgang von Mick Gordon einen deutlichen Verlust für die Doom-Reihe und ihre Fans darstellt - schade.

Neues bei Gameplay und Setting

Bei The Dark Ages handelt es sich um ein Prequel; eine Vorgeschichte zu den Ereignissen in Doom (2016) und Doom Eternal. Ihren Protagonisten, den Doom-Slayer, verschlägt es auf die Welt Argent D'Nur, mitten in die Schlacht zwischen den Nachtwächtern und den dämonischen Legionen der Hölle. Ohne eigenen, freien Willen, unter kontrolliertem Zwang, stehen Sie im Dienste der Maykr, einer gottähnlichen, überdimensionalen Rasse, die Sie und den gepanzerten Wüterich als eine Art Superwaffe gegen die dämonischen Horden nutzen. Um ihre selbst unter Dämonen gefürchtete Waffe, den Slayer, möglichst verheerend unter den höllischen Widersachern wüten zu lassen, rüsten die Maykr den willensberaubten Dämonenschlächter mit einer Vielzahl durchschlagskräftiger Waffen und mächtiger Fähigkeiten aus. Ob sich das nicht noch als ein gewaltiger Fehler herausstellt?

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Wie der Name schon andeutet, setzt Doom: The Dark Ages beim Szenario auf eher düstere, "mittelalterliche" Umgebungen und mischt diese mit Sci-Fi- und Horror-Einflüssen und einer tüchtigen Dosis Okkultismus. Zwar sind optisch wie spielerisch deutliche Gemeinsamkeiten sowie Anleihen zu Doom (2016) und Doom Eternal klar erkennbar, allerdings überwiegt bei The Dark Ages ein teils sehr düsterer Techno-Gothic-Einfluss. Dieser steht in gewissem Kontrast zu dem höllischen Sci-Fi-Setting auf dem Mars in Doom sowie der post-apokalyptischen Erde in Doom Eternal und beschwört hier und dort gar einige Assoziationen zu Quake 1 oder dem ersten Hexen herauf. Dazu sind die Areale umfang- und abwechslungsreicher. Die Karten sind größer geworden und auch die Schlachten mit den Höllenscharen sind nun nochmals gewaltiger.

Während das Gameplay in The Dark Ages etwas bodenständiger und gewichtiger ausfällt, der schwer gepanzerte Slayer etwas weniger losgelöst durch die Level fliegt, als in Doom Eternal, ist Doom: The Dark Ages noch immer ein schneller, extrem flüssiger Shooter, bei dem es auf geschickte, präzise Eingaben ankommt. Ein Schildwurf lähmt etwa dicke Brocken. Quelle: PCGH Während das Gameplay in The Dark Ages etwas bodenständiger und gewichtiger ausfällt, der schwer gepanzerte Slayer etwas weniger losgelöst durch die Level fliegt, als in Doom Eternal, ist Doom: The Dark Ages noch immer ein schneller, extrem flüssiger Shooter, bei dem es auf geschickte, präzise Eingaben ankommt. Ein Schildwurf lähmt etwa dicke Brocken. So ist auch beim Gameplay eine gewisse Evolution festzustellen: Nachdem sich das schnelle und präzise Run-and-Gun-Gameplay von Doom (2016) in zumeist recht beschränkten Arealen konzentriert hatte und Doom Eternal auf Jump-&-Run-Einlagen sowie Waffen- und Fähigkeitsketten setzte, baut The Dark Ages verstärkt auf Nahkampf sowie Blocken und zeitlich geschickt getimte Paraden. Letztere können bei bestimmten Gegnerattacken dazu genutzt werden, besonders starke Konter auszulösen. Dazu können Sie Ihr neues Schild - bald aufgerüstet mit einem Sägeblatt - zum Stürmen auf Gegnerhorden nutzen oder werfen, um Gegner zu lähmen. Dazu können Sie heiße Oberflächen mit einem Schildwurf zum Zerbersten bringen, etwa die zuvor mit der Schrotflinte "vorgeglühte" Rüstung Ihrer Widersacher.

Der Stil bleibt sich treu, in The Dark Ages trumpft Doom allerdings mit einer Extraportion 'Techno-Gothic' und düsterem 'Grim-Dark' auf. Der im übrigen frappierend an das erste Hexen erinnernde Handschuh ist Ihre neue Nahkampf-Attacke, die ikonische Kettensäge wandert in den Schild, mit dem Sie Gegner bewerfen können.<br><br>Viele Waffen kommen in Variationen, tragen allerdings ihre klassische DNA und können modifiziert werden. Von der Schrotflinte über Rocket-Launcher, Chain- oder Plasma-Gun, jedes der Schießeisen ist ein brutales Schlachtwerkzeug. Rip and Tear. Quelle: PCGH Der Stil bleibt sich treu, in The Dark Ages trumpft Doom allerdings mit einer Extraportion "Techno-Gothic" und düsterem "Grim-Dark" auf. Der im übrigen frappierend an das erste Hexen erinnernde Handschuh ist Ihre neue Nahkampf-Attacke, die ikonische Kettensäge wandert in den Schild, mit dem Sie Gegner bewerfen können.

Viele Waffen kommen in Variationen, tragen allerdings ihre klassische DNA und können modifiziert werden. Von der Schrotflinte über Rocket-Launcher, Chain- oder Plasma-Gun, jedes der Schießeisen ist ein brutales Schlachtwerkzeug. Rip and Tear.

Beim Spieltempo nimmt Doom: The Dark Ages gegenüber Doom Eternal und insbesondere dessen beiden Ancient-Gods-DLCs ein wenig das Tempo heraus. Statt durch die Arenen zu hetzen, zu springen und mit dem Greifhaken herumzuschwingen, während Sie unablässig Fähigkeitskombos abfeuern, um Gesundheits- und Rüstungs-Drops auszulösen, bewegen Sie sich in The Dark Ages etwas behäbiger, schwerer. Nicht falsch verstehen, auch Doom The Dark Ages ist ein sehr rasanter, fordernder und extrem zackiger Ego-Shooter mit einem starken Schwerpunkt auf dem spielerischen Geschick. Zuweilen prasseln gegnerische Angriffe dermaßen dicht konzentriert auf Sie ein, sind in solchem Maße Ausweichen, Parieren und Gegenangriffe nötig, dass man sich beinahe an einen Bullet-Hell-Shooter erinnert fühlt. Doch ist das Gameplay nicht ganz so unerbittlich, Doom: The Dark Ages ein wenig zugänglicher, einsteigerfreundlicher und leichter verdaulich, etwas weniger "Blut und Schweiß" als Doom Eternal und insbesondere die sehr harten Ancient-Gods-DLCs.

Bullet Hell. Spätestens auf den höheren Schwierigkeitsgraden ist die Hölle los. Wer nicht beständig in Bewegung ist, im richtigen Zeitpunkt das Schild für Paraden und Würfe nutzt und obendrein die passende Waffe für den jeweiligen Gegner zückt, beißt schnell ins Gras. Ganz so gnadenlos hart wie Doom Eternal und insbesondere Ancient Gods wirkt The Dark Ages allerdings nicht. Quelle: PCGH Bullet Hell. Spätestens auf den höheren Schwierigkeitsgraden ist die Hölle los. Wer nicht beständig in Bewegung ist, im richtigen Zeitpunkt das Schild für Paraden und Würfe nutzt und obendrein die passende Waffe für den jeweiligen Gegner zückt, beißt schnell ins Gras. Ganz so gnadenlos hart wie Doom Eternal und insbesondere Ancient Gods wirkt The Dark Ages allerdings nicht. Zumindest auf "Ultra-Violence", dem "klassischen", mittleren Schwierigkeitsgrad. Wir haben kaum Zweifel, dass The Dark Ages mit uns den Boden aufwischen würde, würden wir ein Spielchen mit einem der beiden höchsten oder gar dem Perma-Death-Modus Ultra-Nightmare wagen. Doch es ist relativ offenkundig, dass id Software für Doom: The Dark Ages ein wenig Extra-Einsteigerfreundlichkeit gewähren wollte. Dies spiegelt sich obendrein in dem sehr umfangreichen, vielfältig individualisierbaren Menü und nicht zuletzt beim personalisierbaren Herausforderungsgrad wider:

In Doom: The Dark Ages können Sie nicht nur das Spieler-Interface Ihren Wünschen anpassen sowie die Darstellung, Farben und Kontraste für Pick-ups und Gegner tunen, sondern obendrein beim Schwierigkeitsgrad Hand anlegen. So können Sie etwa das Zeitfenster für Blocks und Paraden erweitern oder verkürzen, den von Ihnen und Ihren Gegnern angerichteten Schaden justieren, die Geschwindigkeit der Gegnergeschosse, die Anzahl der Pick-ups und sogar die gesamte Spielgeschwindigkeit feinjustieren. Kommen wir zur Technik.

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  1. Seite 1 Einleitung
  2. Seite 2 Grafik und Technik
  3. Seite 3 GPU-Benchmarks + VRAM-Beratung
  4. Seite 4 CPU-Benchmarks, Latenzen und Fazit
    • Kommentare (191)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PKD-NeXuS PC-Selbstbauer(in)
        Digital Foundry Interview mit Billy Khan, Lead Engine Programmierer von id Software zur id Tech 8.
        Guter Typ, macht immer Spaß ihm zuzuhören.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von PCGH_Phil BIOS-Overclocker(in)
        Nicht unbedingt. Die Level sind ja teilweise recht weitläufig und man hat auch öfter Gelegenheit, ein bisschen umherzulaufen, um Secrets etc. aufzustöbern.

        Aber davor muss man in der Regel erst mal ein paar Dämonenhorden entsorgen und generell scheucht einen Doom schon relativ schnell weiter bzw. in die nächste Arena. Da steht das Ballern und Bewegung schon weit oben. Allzu viel Leerlauf bzw. Freilauf hat man in Doom eher nicht. Geht man ein paar Meter weiter, läuft man häufig stracks in die nächste Dämonenhorde oder Arena.

        Wenn du dagegen z.B. sowas wie Atomfall nimmst, hast du einen ganz anderen Fokus. Da sind Erkundung und das Mysterium der Umgebung, die Ergründung der Geschehnisse im Fokus. Und dafür lässt einem das Spiel dann auch Zeit und weiträumige Freiheit. Dafür ist da das Ballern bzw. die Shooter-Mechanik deutlich abgespeckt, das ist in Atomfall beinahe mehr "Mittel zum Zweck". Das würde ich allerdings auch nicht wirklich als Shooter bezeichnen. Selbst "RPG" trifft es eher grob. Atomfall erinnert mich trotz gewisser Fallout-Vibes tendenziell stärker an eine "Immersive Sim" wie Bioshock oder Deus Ex. Wobei es trotzdem noch etwas "anders" ist.

        Anyway. Das wäre jedenfalls eher ein Spiel zum "in der Gegend rumgucken" und Entspannen.
        Wenn ich chillen möchte, spiele ich auch eher andere Spiele als Doom. Wobei ich Dark Ages trotzdem cool finde.

        Gruß,
        Phil
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von PCGH_Phil
        Und Zeit, sich da mit Muße in der Gegend rumzuschauen, hat man auch eher weniger.
        Ich habe bisher nur das erste Level gespielt, weil ich noch auf den Pathtracing Patch warte, aber da konnte man sich ganz entspannt umgucken nachdem die Gegner getötet wurden.

        Ändert sich das im späteren Spielverlauf?
      • Von PCGH_Phil BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Thomas5010
        Ich habe den Game Speed auf 50% heruntergestellt. Es geht mir aber nur um die Grafik. Doom ist nicht mein Genre. Zu düster, wenig erbaulich. Taugt für mich zum entspannen nicht. Geschmäcker sind aber bekanntlich verschieden.
        Primär zum Entspannen würde ich Doom jetzt vielleicht auch nicht wählen.^^

        Ist zwar etwas weniger hektisch als Eternal, aber trotzdem kein langsames Spiel. Und Zeit, sich da mit Muße in der Gegend rumzuschauen, hat man auch eher weniger.

        Aber da gäbe es ja durchaus einige Alternativen.

        Gruß,
        Phil
      • Von Thomas5010
        Zitat von PCGH_Phil
        Du kannst auch den Game-Speed auf 50 (Prozent) stellen^^

        Ist aber wirklich nicht so tough wie Eternal. Ich hab The Dark Ages auf Ultra-Violence probiert, das ist echt noch voll okay. Doom Eternal hat mir da schon ziemlich zugesetzt.

        Ich kann's sogar auf 150 % Games-Speed noch ganz gut zocken, obwohl es dann schon sehr hektisch wird. Ich bin NOCH knapp näher an 40 als 50, aber auch nicht mehr so weit davon entfernt.
        Ich habe den Game Speed auf 50% heruntergestellt. Es geht mir aber nur um die Grafik. Doom ist nicht mein Genre. Zu düster, wenig erbaulich. Taugt für mich zum entspannen nicht. Geschmäcker sind aber bekanntlich verschieden.
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