Assassin's Creed Black Flag Resynced: Piraten segeln am besten, wenn das im PC steckt
Mit Black Flag Resynced kehrt der vielleicht beliebteste Teil der Assassin's-Creed-Reihe technisch umfassend modernisiert zurück. Wir klären nach unserem Benchmark-Test mit Technik-Analyse, mit welcher Hardware Aufrüster und Gaming-PC-Käufer am besten in See stechen.
Auf dieser Seite
- 1 Anvil Engine mit moderner Geometrie
- 2 Grafikkarten: Radeons stark, Auflösung vergleichsweise günstig
- 3 CPUs: Gute Skalierung und starke ältere Ryzen
- 4 PCGH-Sommer-Aktions-PC RX9070-Edition
- 5 PCGH-Performance-PC RX9070XT-Edition V2
- 6 Fazit: Technisch anspruchsvoll, aber skalierbar
- 7 PCGH-PCs: Gaming-PC konfigurieren für jedes Budget
Das ursprüngliche Assassin's Creed 4: Black Flag erschien 2013, doch Resynced ist keine lediglich aufgehübschte Neuauflage: Ubisoft hat Umgebungen umgebaut, Parkourmöglichkeiten ergänzt und zentrale Teile des Missions- und Kampfsystems überarbeitet. Die Gegenwartsabschnitte des Originals entfallen, während die offene Spielwelt, Unterwassergebiete und Schiffskämpfe erweitert wurden. Im Mittelpunkt steht weiterhin Edward Kenways Aufstieg vom Freibeuter zum Assassinen. Spielerisch orientiert sich Resynced stärker am klassischen Action-Adventure-Aufbau älterer Serienteile und reduziert die Rollenspielelemente der jüngeren Assassin's-Creed-Ableger.
Anvil Engine mit moderner Geometrie
Assassin's Creed Black Flag Resynced basiert auf der gleichen Version der Anvil-Engine, welche bereits für das letztjährige Assassin's Creed Shadows verwendet wurde. Die Neuauflage profitiert dadurch von Raytracing, einer aufwendigen Windsimulation und Virtualized Geometry. Dabei zerlegt die Engine die Spielwelt in kleine virtuelle Geometrieblöcke und passt deren Detailgrad abhängig von Entfernung und Sichtbarkeit an. Nicht sichtbare Bereiche müssen nicht vollständig berechnet werden. Das ermöglicht sehr detaillierte Städte, Felsen und Vegetation, ohne dass klassisches Level-of-Detail-Popping ständig auffällt.
Auch die Windsimulation trägt sichtbar zur Präsentation bei: Vegetation, Kleidung und Haare reagieren auf die Umgebung. Zudem bekam die Neuauflage modernisierte Haut-Shader, Materialien und Texturen spendiert.
Raytracing ist bei dem Piratenabenteuer (im Gegensatz zu Doom The Dark Ages Revelations) optional und lässt sich vollständig deaktivieren. Bereits die Standard-Stufe aktiviert eine per Raytracing berechnete globale Beleuchtung. Die erweiterte Stufe ergänzt RT-Spiegelungen, bildet aber nicht jedes Element vollständig über Raytracing ab. Figuren werden teilweise über Screen-Space-Reflections dargestellt, während bewegte Vegetation in Reflexionen durch statische Platzhalter repräsentiert werden kann, wodurch die Möglichkeiten nicht ganz ausgeschöpft werden.
Die Leistungskosten bleiben dafür überschaubar. Da die globale Beleuchtung einen sichtbaren Mehrwert bietet, dürfte die Standard-Stufe in vielen Fällen die interessanteste Einstellung darstellen. Das Grafikmenü überzeugt zudem mit vielen Presets und Detailoptionen. DLSS, FSR und XeSS sowie die jeweiligen Frame-Generation-Verfahren der GPU-Hersteller werden unterstützt.
Grafikkarten: Radeons stark, Auflösung vergleichsweise günstig
Unsere im Technik-Test von Assassin's Creed Black Flag Resynched genutzte GPU-Benchmarkszene erzeugt eine überdurchschnittlich hohe Last. Wer dort flüssige Bildraten erreicht, besitzt auch für viele andere Spielbereiche ausreichende Reserven. Auffällig ist, dass höhere Auflösungen vergleichsweise wenig zusätzliche Leistung kosten. Offenbar verursacht die komplexe Geometrieverwaltung hohe Grundkosten, während zusätzliche Pixel anschließend relativ effizient berechnet werden. Die Abstände zwischen Full HD und höheren Auflösungen fallen daher kleiner aus als in vielen anderen Spielen.
Anspruchslos ist Black Flag Resynced dennoch nicht: Bei maximaler Rastergrafik und nativer Auflösung ließen sich nur mit einer RTX 5090 dreistellige Bildraten erzielen. Eine so hohe Framerate benötigt man für ein gutes Spielgefühl aber auch nicht. Auffällig ist das starke Abschneiden der Radeon-Modelle, insbesondere wenn man deren Preis berücksichtigt:
AMDs Radeon RX 9060 XT mit 16 GiByte hat Nvidias Geforce RTX 5060 Ti mit 16 GiByte mit Rasterizing im Griff und ist selbst mit Raytracing mindestens ebenbürtig. Im höheren Preissegment hat eine Radeon RX 9070 XT die Nvidia-Alternative Geforce RTX 5070 Ti stets im Griff und liegt sogar selbst mit Raytracing fast auf Augenhöhe mit einer Geforce RTX 5080.
Zwischen den manuell maximierten Einstellungen und dem Preset "Extrem hoch" liegen nur wenige Prozent Leistung. Da auch der sichtbare Unterschied gering ist, stellt das höchste reguläre Preset meist den sinnvolleren Kompromiss dar.
Den Einfluss des Grafikspeichers sollte man nicht unterschätzen: In Full HD belegt das Spiel mit maximalen Details und erweitertem Raytracing in einer komplexen Szene durchschnittlich rund 8,4 GiByte. Ohne Raytracing und mit dem Preset "Extrem hoch" sind es ungefähr 7,6 GiByte. Grafikkarten mit 8 GiByte sind Black Flag Resynced also grundsätzlich gewachsen, geraten mit Raytracing und hohen Details jedoch schnell unter Druck. Frame Generation benötigt zusätzlichen Speicher und kann die Situation weiter verschärfen.
Für Raytracing bis WQHD empfehlen wir daher mindestens 12 GiByte. Wer in höheren Auflösungen spielt oder Multi Frame Generation verwenden möchte, sollte besser zu 16 GiByte greifen. Upsampling reduziert zwar die Rechenlast, beseitigt aber nicht automatisch mögliche Speicherengpässe.
CPUs: Gute Skalierung und starke ältere Ryzen
Für die CPU-Tests nutzen wir einen stark prozessorlastigen Marktplatz in Havanna. Die Auflösung wird dabei deutlich reduziert, um das Grafikkartenlimit so weit wie möglich zurückzudrängen. Selbst eine Geforce RTX 5090 kann die schnellsten Prozessoren stellenweise noch limitieren.
Überraschend gut schneiden ältere Zen-Prozessoren ab. Ein Ryzen 5 2600X überholt in unserer Testszene nicht nur den Core i7-4790K, sondern auch den Core i7-7700K, was in Gaming-Benchmarks normalerweise nicht zu beobachten ist. Dreistellige Bildraten sind in unserer Testszene ab der Leistungsklasse Ryzen 7 5800X3D und Core Ultra 5 225F möglich, womit die CPU eher zweitrangig ist: Die meisten Spieler werden das Ubisoft-Abenteuer im GPU-Limit erleben.
PCGH-Sommer-Aktions-PC RX9070-Edition
Bei diesem in limitierter Stückzahl gebauten Gaming-PC für 1.830 Euro kommt ein Ryzen 7 7800X3D zum Einsatz, der in unserem Benchmark-Test durchschnittlich 127 Fps erzielte. Der energieeffizienten und auf dem Asus-Mainboard Prime B850-Plus Wifi verbauten CPU stehen im PCGH-Sommer-Aktions-PC RX9070-Edition 32 GiByte DDR5-6000-RAM mit CL 30 zur Seite.
Die installierte Radeon RX 9070 verspricht eine Leistung, die mit Rasterizing auf dem Niveau einer deutlich teureren Geforce RTX 5070 Ti liegt: 71 Fps in Full HD und 59 Fps in WQHD sind in der fordernden Testszene bei maximalen Details drin, selbst in 4K UHD erzielten wir noch 40 Fps. Erst mit Raytracing fällt die Radeon hinter das Nvidia-Gegenstück zurück, die erzielten 59 Fps in Full HD und 41 Fps in WQHD stellen aber trotzdem eine solide Basis dar, da kaum eine Spielsituation die Bildrate so weit drückt.
PCGH-Performance-PC RX9070XT-Edition V2
Angesichts des starken Abschneidens der Radeon-Grafikkarten stellt auch der PCGH-Performance-PC RX9070XT-Edition V2 eine hervorragende Wahl dar, die mit 1.935 Euro auch kaum teurer ausfällt. Den verbauten Prozessor Core Ultra 5 250KF haben wir zwar nicht vermessen, doch da die Modelle 245K und 265K mit durchschnittlich 119 und 127 Fps stark abschneiden, ist von dem 18-Kerner keine geringere Leistung zu erwarten.
Das eigentliche Highlight bei diesem PC stellt aber die Radeon RX 9070 XT dar, die sich in Assassin's Creed Black Flag Resynched hervorragend schlägt: Mit maximalen Rasterizing-Details liegt die Karte in Full HD mit 85 zu 86 Fps zwar noch einen Hauch hinter der fast doppelt so teuren Geforce RTX 5080, kann sich in WQHD mit 72 zu 69 Fps und in 4K UHD mit 49 zu 46 Fps hingegen durchsetzen. Selbst mit Raytracing handelt es sich um ein Kopf-an-Kopf-Rennen, welches erst in 4K UHD mit 56 zu 50 Fps klar zugunsten der Nvidia-Karte ausgeht. Aus Preis-Leistungs-Sicht ist die Radeon aber der klare Gewinner.
Fazit: Technisch anspruchsvoll, aber skalierbar
Assassin's Creed Black Flag Resynced überführt das Piratenabenteuer überzeugend in eine moderne Version der Anvil-Engine. Virtualized Geometry, dynamische Beleuchtung, aufwendige Windsimulation und optionales Raytracing sorgen für eine deutlich detailliertere und lebendigere Karibik als beim 13 Jahre alten Original. Das Verhältnis zwischen Bildqualität und Performance gefällt: Raytracing ist sinnvoll skalierbar, höhere Auflösungen verursachen vergleichsweise moderate Zusatzkosten und das Grafikmenü bietet zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten.
Die wichtigste Einschränkung bleibt der Videospeicher. Für hohe Details ohne Raytracing sind 8 GiByte noch nutzbar, für den RT-Betrieb sollten es jedoch mindestens 12 GiByte sein. 16 GiByte sind für hohe Auflösungen und Frame Generation die deutlich bessere Wahl. Die CPU-Anforderungen sind vergleichsweise niedrig: Mit modernen Mittelklasseprozessoren lassen sich ohne Mühe dreistellige Bildraten erzielen, in der Praxis wird man nahezu durchgehend im GPU-Limit hängen.
Quelle: Krotus Computer
Krotus Computer bietet bei allen PCGH-PCs einen umfangreichen Service: Stresstest, Lüfterkurven, aktuelle UEFI- und Treiberversionen etc.
Was meinen Sie? Spielen Sie Assassin's Creed Black Flag Resynced bereits und wie empfinden Sie die Hardware-Anforderungen und die gebotene Optik?
PCGH-PCs: Gaming-PC konfigurieren für jedes Budget
Im PC-Konfigurator von Krotus Computer haben Sie die Möglichkeit, jeden PCGH-PC umfassend zu individualisieren, bevor Sie ihn bestellen. Sollte ein bestimmtes Merkmal Ihren Wünschen nicht entsprechen, können Sie die Konfiguration des PCGH-Gaming-PCs anpassen, um ihn optimal auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen. So können Sie etwa ein anderes Gehäuse und mehr RAM auswählen oder eine zusätzliche SSD hinzufügen.
Quelle: PCGH
Assassin's Creed Black Flag Resynced: Piraten segeln am besten, wenn das im PC steckt
Alle PCGH-PCs basieren auf der zur Verfügung stehenden Auswahl an Komponenten sowie unseren Tests und Empfehlungen aus der Redaktion. Die PC-Zusammenstellungen werden regelmäßig aktualisiert. Sie können diese auch als Bauvorschläge für den Selbstbau nutzen, als Komplett-PC bestellen oder im PC-Konfigurator bei unserem Partner Krotus Computer Ihren Wünschen anpassen.
