Doom The Dark Ages: Grafik und Technik
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Doom The Dark Ages baut auf eine runderneuerte Technik auf. Einige dieser neuen Einflüsse konnten bereits in Indiana Jones und der Große Kreis bewundert werden, denn bei dem Abenteuer bekam Entwickler Machine Games tatkräftige Unterstützung durch die Technik-Zauberer von id Software. Wie Indiana Jones und der Große Kreis setzt Doom: The Dark Ages fest auf Raytracing und setzt gar eine RT-fähige Grafikkarte voraus. Auch wenn der angekündigte Pathtracing-Support bislang nicht integriert wurde und erst zu einem späteren Zeitpunkt nach dem Launch erscheinen soll. Das "reguläre" Raytracing ist fest in die Darstellung integriert. Einen Software-RT-Fallback wie etwa bei Star Wars: Outlaws, der UE5 mit Software-Lumen oder Avatar: Frontiers of Pandora steht nicht zur Verfügung. Raytracing respektive eine Grafikkarte mit nativem Support für Shader Modell 6.0 ist demnach zwingend erforderlich. Grafikkarten ohne dedizierten Raytracing-Support werden nicht unterstützt! Es ist zwingend eine Raytracing-fähige Grafikkarte erforderlich!
Quelle: Bethesda
Doom The Dark Ages: Offizielle Systemanforderungen
Erforderlich ist laut offiziellen Systemanforderungen zudem eine NVMe-SSD, selbst für die Minimalvoraussetzungen. Es wird allerdings nicht zwingend eine PCI-E-4.0-SSD vorausgesetzt, allerdings ist laut offiziellen Systemanforderungen selbst für geringste Einstellungen eine PCI-E-SSD nötig. Dieser Umstand wird unseres Erachtens durch den Nutzen von Bindless Ressources begünstigt (die tendenziell etwas weniger flexible DX12-Variante der Bindless Ressources ist das bekannte "Direct Storage"). Doom: The Dark Ages setzt offenkundig stark auf diese, um Ressourcen wie Texturen, Materialien, Shader direkt und ohne Umwege (ohne "Binding", daher der Name Bindless Ressources) via GPU aus dem Massenspeicher zu laden. Nebeneffekt: Die Ladezeiten sind extrem kurz!
Das Optionsmenü ist wie erwähnt reichhaltig und lässt auf bezogen auf die Hardware und Grafiksettings vielfältige Individualisierungsmöglichkeiten zu. Das Raytracing wird indes nicht dediziert als solches gelistet, die Strahlverfolgung ist jedoch bei Schatten, Reflexionen sowie Globaler Beleuchtung fest integriert. Obendrein werden laut id Software respektive Billy Khan die Sichtlinien der Gegner sowie die Hitscans per Raytracing geprüft. Viel gewichtiger dürfte allerdings die feste Integration der Raytracing-GI für die Darstellung in Doom The Dark Ages und generell der neuen id Tech sein. Denn dank der Raytracing-Beleuchtung wird ein Pre-Baking-Ansatz für die GI überflüssig. Dies wiederum verleiht id Software den Freiraum, die Level weitaus dynamischer und flexibler zu gestalten.
Quelle: PCGH
Die Level von Doom The Dark Ages sind stellenweise spektakulär. Besonders beeindruckend ist angesichts der Grafikpracht allerdings die extrem geschmeidige, trotz Raytracing sehr hohe Performance.
Neben Bindless Ressources zum zeitnahen, direkten Landen benötigter Assets via GPU nutzt Doom: The Dark Ages offenkundig außerdem eine Form Virtualized Geometry, einen "Nanite-ähnlichen" Ansatz, um Modelle dynamisch zur Laufzeit in der passenden Qualität zu streamen.
Kurz: Die Raytracing-GI ist nicht nur sehr schick anzusehen und bindet viele Lichtquellen in die Berechnung ein. Die dynamische Raytracing-GI ermöglicht obendrein die vielleicht spektakulärste Neuentwicklung der neuen id Tech 8: Eine Vielzahl Level-Objekte, Gegenstände sowie Teile von Gebäuden können nun dynamisch zerstört werden. Der Verzicht auf einen (teil-)statischen Pre-Baked-Lighting-Ansatz, die feste Integration der Raytracing-GI erlaubt eine neue, bombastische, destruktive Dynamik.
Es ist ein Augenschmaus, wenn etwa Ihre wahnwitzigen Waffen, Ihre gewaltigen Schildangriffe neben allerlei Teufelsbrut die Umgebungen zerlegen. Wenn von den schick gestalteten Level und der fein-detaillierten Zierde nach dem blutigen Wüten des Slayers nichts als Ruinen, zertrümmerter Kollateralschaden, verbleiben. Oder wenn das schiere Gewicht des dick gepanzerten Slayers, der sich von einer Klippe mitten in eine Dämonenhorde stürzt, erdbebenähnliche Erschütterungen auslöst, wenn turmhohe, umherstampfende Dämonen unter den Hufen Gebäude zum Einsturz bringen.
Quelle: PCGH
Mecha-Slayer vs Hellzilla: In The Dark Ages schlüpfen Sie nicht nur in den schweren Panzer des Doom-Guys, sondern dieser obendrein in turmhohe Mechs, um ebenfalls gewaltige Dämonen zu vermöbeln. Dank neuer, dynamischer Beleuchtung sowie umfangreicher Zerstörung geht dabei nahezu die gesamte Umgebung zu Bruch.
Die Umgebungen in The Dark Ages sind also nicht nur größer und detaillierter als in Doom und Doom Eternal, sondern dank Echtzeit-Beleuchtung samt Raytracing-Bounce-Light und -Schatten auch obendrein deutlich dynamischer. So können Teile der Level ebenfalls dynamisch ausfallen, die Umgebungen, Teile von Gebäuden, Zierobjekte, Bäume, Statuen, ebenso Stück für Stück in Einzelteile zerlegt, zusammengeschlagen werden, wie die höllischen Widersacher des Slayers. Dies kommt außerdem Triggern und kleinen Sequenzen zugute. So kann etwa eine Wand einstürzen, um einen Raum voller Gegner dahinter freizugeben - oder vielmehr vom Slayer zerschmettert werden, um die sich dahinter ängstlich verbergenden Dämonen zu schlachten. Die Level können überdies mit bombastischen, dynamischen Sequenzen ausgestattet werden, um zusätzlichen, explosiven Blickfang für den Spieler zu bieten. Und falls Sie nach den ersten Spielminuten dachten, Doom: The Dark Ages könne gar nicht mehr gewaltiger wirken, wie wäre es mit einer kurzen Mech-Einlage?
Die brachial-brutale, schwer gepanzerte Action ist also etwas weniger rasant, etwas weniger zappelig als Doom Eternal. Stattdessen stapft der Slayer in Panzerrüstung wie ein mittelalterlicher Ritter durch die Dämonenhorden und prügelt derweil stahlbehandschuht links und rechts die Ausgeburten der Hölle zurück in die Unterwelt. Dabei ist Doom: The Dark Ages allerdings beileibe nicht lahm oder zäh. Als träge kann man The Dark Ages schwerlich bezeichnen, erst recht, wenn es um die Performance geht.
Quelle: PCGH
This is SATA?! Nein, Doom: The Dark Ages setzt laut Systemanforderungen mindestens eine via PCI-E angebundene NVMe-SSD voraus.
Bereits in nativer Darstellung läuft das neue Doom beinahe unfassbar geschmeidig und wem das noch nicht ausreicht, der kann dem Doom-Slayer mit ein wenig Upsampling Beine machen. Mit einer Frame Generation sind selbst extrem hohe, dreistellige Bildraten kein Problem. Immer noch zu langsam? Dann drehen Sie doch einfach im Schwierigkeitsmenü die Spielgeschwindigkeit auf 150 Prozent. Mit einer potenten Grafikkarte, ein wenig Quality-Upsampling sowie MFG läuft The Dark Ages schließlich "überflüssig". Damit leiten wir zur Performance über.

Guter Typ, macht immer Spaß ihm zuzuhören.
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Aber davor muss man in der Regel erst mal ein paar Dämonenhorden entsorgen und generell scheucht einen Doom schon relativ schnell weiter bzw. in die nächste Arena. Da steht das Ballern und Bewegung schon weit oben. Allzu viel Leerlauf bzw. Freilauf hat man in Doom eher nicht. Geht man ein paar Meter weiter, läuft man häufig stracks in die nächste Dämonenhorde oder Arena.
Wenn du dagegen z.B. sowas wie Atomfall nimmst, hast du einen ganz anderen Fokus. Da sind Erkundung und das Mysterium der Umgebung, die Ergründung der Geschehnisse im Fokus. Und dafür lässt einem das Spiel dann auch Zeit und weiträumige Freiheit. Dafür ist da das Ballern bzw. die Shooter-Mechanik deutlich abgespeckt, das ist in Atomfall beinahe mehr "Mittel zum Zweck". Das würde ich allerdings auch nicht wirklich als Shooter bezeichnen. Selbst "RPG" trifft es eher grob. Atomfall erinnert mich trotz gewisser Fallout-Vibes tendenziell stärker an eine "Immersive Sim" wie Bioshock oder Deus Ex. Wobei es trotzdem noch etwas "anders" ist.
Anyway. Das wäre jedenfalls eher ein Spiel zum "in der Gegend rumgucken" und Entspannen.
Wenn ich chillen möchte, spiele ich auch eher andere Spiele als Doom. Wobei ich Dark Ages trotzdem cool finde.
Gruß,
Phil
Ändert sich das im späteren Spielverlauf?
Ist zwar etwas weniger hektisch als Eternal, aber trotzdem kein langsames Spiel. Und Zeit, sich da mit Muße in der Gegend rumzuschauen, hat man auch eher weniger.
Aber da gäbe es ja durchaus einige Alternativen.
Gruß,
Phil
Ist aber wirklich nicht so tough wie Eternal. Ich hab The Dark Ages auf Ultra-Violence probiert, das ist echt noch voll okay. Doom Eternal hat mir da schon ziemlich zugesetzt.
Ich kann's sogar auf 150 % Games-Speed noch ganz gut zocken, obwohl es dann schon sehr hektisch wird. Ich bin NOCH knapp näher an 40 als 50, aber auch nicht mehr so weit davon entfernt.