DirectX-11-Spiele unter Windows 7: Battleforge inklusive Benchmarks
EA Phenomcs Battleforge ist das erste DirectX-11-Spiel und kann auf dem kommenden Windows 7 bis zu 30 Prozent höhere Fps-Raten erreichen. PC Games Hardware zeigt den Weg dorthin in der Praxis.
Quelle: EA / Phenomic
Battleforge (Verkaufversion)
Das deckbasierte Strategiespiel Battleforge, in der Renegade-Edition als herunterladbare Free-to-Play-Version erhältlich, ist seit dem Patch, welcher pünktlich zum Launch der Radeon HD 5870/5850 erschien, das erste öffentlich erhältliche DirectX-11-Spiel - noch bevor das offizielle DirectX-11-Vehikel Windows 7 in der Retail-Version erhältlich ist. Im Praxis-Test zeigt PC Games Hardware, wie Sie DirectX-11-Beschleunigung erhalten, was sich an der Bildqualität und der Performance getan hat.
Battleforge in der DirectX 11-Version: Was brauche ich?
Neben den offiziellen Mindestvoraussetzungen für Battleforge, welche Sie weiter unten aufgelistet finden, benötigen Sie natürlich eine DirectX-11-fähige Grafikkarte (derzeit Radeon HD 5870, HD 5850, HD 5770 und HD 5750) und ein ebensolches Betriebssystem. Grundsätzlich kommen dabei Windows 7 und Vista in Frage, XP wird nach dem Fehlen von DirectX 10 kaum ein Update auf DirectX 11 erfahren. Während Sie für Windows 7 lediglich das DirectX-Update vom August 2009 aufspielen müssen (dieses ist erst nach der Produktionsreife von Windows 7 erschienen), ist Windows Vista etwas wählerischer.
Für die englische Version gibt es ein separates DirectX-11-Update (Beta). Nutzen Sie eine deutsche Version von Windows Vista, so haben Sie folgende Prozedur ausprobieren; Teile der Updates sind allerdings noch im Beta-Status, sodass Sie vorher ein Backup Ihrer Daten anfertigen und das Update nicht auf einem Produktivsystem ausprobieren sollten!
Quelle: PC Games Hardware
DirectX 11 Plattform Update (bei uns noch ohne Sprachumstellung)
Installieren Sie das englische Sprachpaket über Windows Update (leider nur für Ultimate- und Enterprise-Version von Vista offiziell verfügbar) und ändern Sie die Sprachversion in der Systemsteuerung auf Englisch. Installieren Sie den Registry-Eintrag für das Vista-Platform-Update von der Microsoft-Webseite unter KB 971644. Danach erscheint in der Windows-Update-Funktion ein neuer Punkt "Platform Upfdate for Windows Vista x64-based Systems (KB971644)" - installieren Sie dieses. Danach müssen Sie noch DirectX auf die aktuelle Version hieven und eventuell den Grafiktreiber neu installieren. Bei uns führte diese Prozedur zum Erfolg, eine Garantie können wir jedoch nicht übernehmen.
Alternativ gedulden Sie sich noch ein wenig, bis Microsoft das DirectX-11-Update auch für Windows Vista freigibt, da das oben genannte Update auch durch eine Umstellung des Sprachpakets in der Vista-Ultimate-Edition nicht zur korrekten Funktion zu bewegen war.
Battleforge: Offizielle Mindestvoraussetzungen
• Windows XP/Vista
• DVD-Laufwerk (nicht nötig für Ankauf durch Digital Download)
• Internetverbindung: 512 kb (DSL oder Kabel)
• CPU: 1,8GHz AMD64 oder Intel Core (oder vergleichbare CPU)
• 512 MB (XP), 1 GB (Vista)
• Grafikkarte mit 128 MB, NVidia GeForce 6000-Serie oder besser, ATI Radeon 9500 oder besser
• Mindestens 10 GB Festplattenspeicher für die Installation
• Anzeige: Mindestens 1024x768
Doch nun widmen wir uns der entscheidenden Frage:
Was bringt DirectX 11 in Battleforge?
Wie bereits mehrfach beschrieben, nutzt Battleforge-Entwickler EA Phenomic die DirectX-11-Schnittstelle lediglich zur Beschleunigung der Darstellung. Die Bildqualität bleibt zwischen den Schnittstellen grundsätzlich gleich, lediglich die mit dem Update vom 23. September 2009 hinzugekommene Option Screen-Space Ambient-Occlusion auf "Sehr hoch" zu setzen, verbessert die Battleforge-Optik, indem auch die optisch durch Normal-Maps erzeugten Vertiefungen per Ambient Occlusion verschattet werden. Diese Option gibt es allerdings auch für DirectX-10- und -10.1-kompatible Grafikkarten.
In unseren Benchmarks, die lediglich einen Eindruck vom Verhältnis der Leistungsunterschiede vermitteln sollen, können wir bis zu 30 Prozent Leistungsvorteil für den DirectX-11-Pfad auf der Radeon HD 5870 messen. Das ist in 2.560 x 1.600 Pixeln ohne Kantenglättung der Fall, wenn die Hauptlast auf den Recheneinheiten der Grafikkarte liegt. Wird Kantenglättung hinzugeschaltet, verschiebt sich der Flaschenhals in Richtung Speicherbandbreite und der DX11-Profit schrumpft.
Was Sie im Benchmark nicht sehen: Der DirectX-10.1-Pfad bringt in der SSAO-Einstellung "Sehr hoch" kaum noch einen Vorteil gegenüber 10.0. Dieser bewegt sich in unseren Messungen zufolge, die wir entsprechend den im Benchmark abgebildeten Werten durchgeführt haben, im Bereich von 0,1 bis 1,2 Fps sowohl für die HD 5870 als auch für die HD 4890. Kurioserweise verliert letztere in einem einzelnen Setting (2.560 x 1.600, 8s MSAA, 16:1 AF) mit Minus 23 Prozent sogar deutlich Performance, wenn der DX10.1-Pfad aktiv ist. Die HD 4890 erreicht mit dem vermeintlich langsameren DX 10.0 in dieser Einstellung statt 11,7 Bilder pro Sekunde 15,1 Fps.
Was sagen Sie zu DirectX 11? Ist es für Sie wie für AMD - verständlicherweise - der heilige Gral der Grafiktechnik oder halten Sie es mit Nvidia, die das Thema DX11 (notgedrungen) etwas gemächlicher angehen, bis die eigenen DirectX-11-tauglichen Grafikkarten Ende des Jahres verfügbar sind? Nutzen Sie die Kommentarfunktion.
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Die gurkigen paar FPS mehr in vielen anderen nicht DX11 Spielen in solchen Einstellungen sind dagegen leider nicht so prickelnd.
Nö, Stormrise reloaded kann man dazu nur sagen.
Scheint ein neuer Marketingtrend zu werden, hat man ein Spiel mit Schrottgrafik macht man einfach ein Riesenwirbel um exklusiven DX10 oder 11 Firlelanz, der dann in Artikeln dazu auf Newsseiten noch extra rot eingerahmt werden muss.
Aber wie man sieht zieht das Marketing...
Hat man da bei AMD an der falschen Stelle optimiert?
Ich finde, die Optik der meisten Spiele leidet klar an der zu niedrigen Texturauflösung und genau da sollte man mal ansetzen!
Von der Optik her, sieht es aus wie Warcraft III von vor ein paar Jahren drückt aber selbst die aktuellesten Grafikkarten bei einer humanen Auflösung von 1680x1050 und 4xAA (darunter spielt sicher kaum einer noch ) auf bis zu 10-12 fps.
Klasse Leistung!
Super auch, dass der Vorteil der 5870 bei hoher Auflösung und zugeschaltetem AA verloren geht.
Hat man da bei AMD an der falschen Stelle optimiert?