Das erste DirectX-10-Spiel, die zweite APU-Generation, GK110-Technik und Diablo 3 (PCGH-Retro 15. Mai)

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Das erste DirectX-10-Spiel, die zweite APU-Generation, GK110-Technik und Diablo 3 (PCGH-Retro 15. Mai)
Quelle: PC Games Hardware

Das erste DirectX-10-Spiel kommt auf den Markt, AMD bringt die zweite APU-Generation, Nvidia gibt erste Details zum GK110 bekannt und Blizzard launcht Diablo 3 - all das geschah am 15. Mai. Jeden Tag wirft PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.

...2007: DirectX ist seit Jahren die wichtigste Programmschnittstelle für Windows-Spiele. Alternativen wie OpenGL oder 3dfx' Glide hat Microsofts API erfolgreich verdrängt, praktisch alle aktuellen Spiele laufen mit DirectX und die Grafikchip-Hersteller richten ihre Produkte nach diesem Standard aus. Mit Windows Vista ging im Januar 2007 eine neue DX-Version an den Start: DirectX 10 sollte kinoreife Effekte ermöglichen und Spieler so zum Wechsel auf das neue Betriebssystem bewegen - denn DirectX 10 gab und gibt es nicht für Windows XP.

Doch passende Hardware ist rar und DirectX-10-Spiele lassen auf sich warten. Microsoft liefert mit Shadowrun und Halo 2 zwar zwei Vista-exklusive Spiele, DX10-Effekte bieten diese aber nicht. Das erste spielbare DirectX-10-Programm erscheint an diesem 15. Mai des Jahres 2007: die Demo zu Capcoms Shooter 'Lost Planet', von Nvidia gepriesen als erstes Programm, das Gebrauch macht von den Fähigkeiten der Geforce-8-Reihe. Bald darauf folgen die Vollversion des Spiels und weitere DX10-Spiele wie Company of Heroes, World in Conflict und Crysis (siehe Übersicht DirectX-10-Spiele im PCGH-Forum). Doch auch sie ändern nichts daran, dass DirectX 10 bei Entwicklern und Spielern nur mäßigen Erfolg hat: Zu klein sind die Vorteile, denn DirectX 10 ermöglicht praktisch keine Effekte, die nicht auch mit DirectX 9 möglich wären - und zu groß ist die Hürde in Form von Windows Vista.

Lost Planet ist zwar nicht sonderlich innovativ, sieht aber auch Jahre später noch relativ ansprechend aus - den Demo-Download finden Sie bei uns (siehe unten).

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...2012.1: Erst wanderten die Grafikfunktionen in separate Steckkarten um den Prozessor zu entlasten, dann kommen sie wieder zurück um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Schaltkreisen zu vereinfachen und zu beschleunigen. AMD ist im PC-Bereich Vorreiter dieser Technik und nennt seine Technik, x86-CPU-Kerne und Radeon-HD-Shader zu verheiraten APU. Das ist die Kurzform für Accelerated Processing Unit und stellt die Tatsache in den Vordergrund, dass die Shader-Einheiten inzwischen so mächtig geworden sind, dass sie den x86-Kernen bei alltäglichen Aufgaben unter die Arme greifen können. Unter der Haube der zweiten, Trinity genannten APU-Generation steckt Piledriver- und VLIW4-Technik. Die Fertigung der Trinity-APUs erfolgt bei Global Foundries im 32-Nanometer-Verfahren samt Hi-K Metal Gate, alle Chips entstammen dem A1-Stepping (Llano war B0, Ivy Bridge gar E1). Mit 246 Quadratmillimetern Die-Fläche ist der Chip größer als eine Llano-APU mit seinen 228 Quadratmillimetern, dafür stecken aber auch 1.303 statt 1.178 Millionen Transistoren in der Accelerated Processing Unit. Weitere Details, etwa zur Leistungsfähigkeit oder zum Stromverbrauch finden Sie in unserem AMD-Trinity-Test.

...2012.2: Nvidia stellt an diesem Tage das Flaggschiff seiner Kepler-Generation, den GK110, auf der Hausmesse und Entwicklerkonferenz GPU-Technology Conference 2012 vor. Der über 550 mm² große Chip soll mit bis zu 6 Gigabyte GDDR5-Speicher ausgestattet und zunächst in Supercomputern verwendet werden, wo seine 7,1 Milliarden Transistoren und bis zu 2.880 Shader-Einheiten auch im schnellen Double-Precision-Modus mit über 1 TFLOPS/Sek. arbeiten können. Die entsprechende Geforce-Karte namens GTX Titan übrigens kommt erst im Februar des Folgejahres auf den Markt (großer Nachtest elf Jahre später).

...2013.3: Blizzard startet mit Diablo 3 durch und der Fehler 37 wird zum unrühmlichen Synonym für den holprigen Start eines Spiels, das auf eine dauerhafte Onlineverbindung setzt. Die Log-in-Probleme des dritten Diablos beschäftigen Spieler und Presse die folgenden Tage gleichermaßen und durch später aktivierte und sehr umstrittene Features wie dem Echtgeld-Auktionshaus sorgt Blizzard nicht nur für gute Laune bei Spielern. Dem Erfolg scheint das keinen Abbruch zu tun, denn Diablo 3 verkauft sich trotzdem weiter gut und mittlerweile sind auch zahlreiche Patches erschienen, die mit vielen Problemen aufräumen.

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    • Kommentare (51)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von JanJake BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Scandro1d
        War Tesselation damals nicht das Ding? Wo kleine Texturen plötzlich so riesig wurden?

        Da gab es doch mal ein Bild mit einem Stoffteddy.

        Oder die ganzen Stalker-Techdemos.
        Das kam mit DX11 und der Radeon HD5XX0 zu erst auf den Markt. DX10 bot damals so gut wie nichts mehr, auser das massiv leistung gefressen hat.
      • Von JanJake BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Scandro1d
        War Tesselation damals nicht das Ding? Wo kleine Texturen plötzlich so riesig wurden?

        Da gab es doch mal ein Bild mit einem Stoffteddy.

        Oder die ganzen Stalker-Techdemos.
        Das kam mit DX11 und der Radeon HD5XX0 zu erst auf den Markt. DX10 bot damals so gut wie nichts mehr, auser das massiv leistung gefressen hat.
      • Von Scandro1d Freizeitschrauber(in)
        War Tesselation damals nicht das Ding? Wo kleine Texturen plötzlich so riesig wurden?

        Da gab es doch mal ein Bild mit einem Stoffteddy.

        Oder die ganzen Stalker-Techdemos.
      • Von Colonel Faulkner
        Irgendwo im Schrank liegt noch eine Ur-GTX Titan herum, frage mich, ob ich die versuchen sollte zu verkaufen ... Und wenn ja, was könnte man da realistisch ansetzen?
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Auf der CPU und der PCIe Anbindung ist Tesselation ressourcenschonender. Aber auf der GPU ist es letztlich egal, woher die Geometrie kommt - sie muss berechnet werden. Und genau dieser Punkt ist limitierend, bei den ersten beiden haben Systeme, auf denen man über Tesselation nachdenken kann, meist Reserven ohne Ende.
      • Von Spinal BIOS-Overclocker(in)
        Die nächste Antwort kommt dann 2015? :p

        Ach ich klinke mich auch einfach nochmal ein. Ich hoffe, dass mit der aktuellen Konsolengeneration und der zugehörigen Möglichkeit von Tesselation auch die Modelle besser werden. Ich denke, die bisherige Verwendung von Tesselation hat sich sehr auf eben dieses punktuelle verbessern konzentriert. Das war sicher auch nötig, damit auch non-tesselation Hardware brauchbare Modelle anzeigen kann.
        Wenn man nun diese alte Hardware einfach außen vor lässt, so könnte man Modelle erschaffen die ohne Tesselation gar nicht funktionieren und somit wirklich ein Performancevorteil und damit einhergehend ein optikvorteil entsteht.

        bye
        Spinal
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