26 neue Haswell-Refresh-CPUs - im Test Core i7-4790 und i5-4690
Mit dem heutigen Tage stellt Intel nicht weniger als 26 neue CPUs vor - neu zumindest in der Hinsicht, als dass sie zuvor nicht in den offiziellen Händler-Preislisten auftauchten. Gegenüber dem ersten Schwung Haswell-Prozessoren hat sich bei den Haswell-Refresh-CPUs kaum etwas geändert, 100 bis 200 MHz Takt legt Intel bei den meisten Modellen drauf. PCGH macht den Test beim Core i7-4790 und i5-4690.
Wenn es auf dem aktuellen Desktop- beziehungsweise Mainstream-CPU-Markt nach Leistung geht, kommt an Intels aktuelle Haswell-Prozessoren kaum etwas heran; Konkurrent AMD kann höchstens im Bereich Performance pro Euro im niedrigeren Preisbereich punkten und kündigte auf seiner kürzlichen Core-Innovations-Pressekonferenz auch kaum für Spieler Relevantes an. Ein besonderer Anreiz besteht für den Prozessorriesen Intel also nicht, seine derzeitige Fertigungstechnik bis zum allerletzten MHz auszureizen. Vielmehr dürfte Gewinnmaximierung derzeit im Vordergrund stehen.
Da aber insbesondere Großserienhersteller des Öfteren nach einem Grund verlangen, ihre Produkte mit "Neu" und "aktuelle 2014er-Modelle" anzupreisen, gibt es in diesem Frühjahr einen eher lauen Refresh-Zyklus - weder ein neuer Codename noch ein neues CPU-Stepping - weiterhin C0 - ist Teil der neuen Haswell-Prozessoren, die inoffiziell Haswell-Refresh genannt werden und für die am heutigen 11. Mai der offizielle Mantel des Schweigens fällt, nachdem sie bereits seit dem 14. April in den Intel-Preislisten geführt wurden.
Auf dieser Seite
- 1 Haswell-Refresh - Core i7-4790 und i5-4690 im Test: Das ist neu
- 2 Haswell-Refresh - Core i7-4790 und i5-4690 im Test: Überblick Spezifikationen
- 3 Haswell-Refresh - Core i7-4790 und i5-4690 im Test: Kompatibilität zu älteren Mainboards
- 4 Haswell-Refresh - Core i7-4790 und i5-4690 im Test: Benchmark-Test
- 5 Haswell-Refresh - Core i7-4790 und i5-4690 im Test: Overclocking
- 6 Haswell-Refresh - Core i7-4790 und i5-4690 im Test: Fazit
Haswell-Refresh - Core i7-4790 und i5-4690 im Test: Das ist neu
Apropos Preise - hier gibt es dann wieder etwas versöhnlichere Nachrichten. Nachdem in den letzten Jahren, quasi seit Einführung der Core-ix-2000-Reihe, die Preise für Prozessoren von Intel größtenteils und auch nach den einzelnen Generationswechseln nahezu konstant geblieben sind, wird es auch diesmal so sein. Kostete ein i7-4770 laut Liste 303 US-Dollar (zu Großkundenkonditionen), werden auch für den neuen i7-4790 dieselben 303 US-Dollar fällig. So gibt es im Falle dieser CPU gratis 200 MHz oder knapp 6 Prozent mehr Takt. Das ist weniger Leistungsunterschied als bei einer neuen Architektur, aber immerhin. Analoges gilt für die meisten anderen Neuerscheinungen, auch wenn der Taktunterschied auch mal nur 100 MHz betragen kann. Das wohl größte Upgrade erhält der 35-Watt-Prozessor Core i5-4570T: Nicht nur bekommt er 6 statt 4 MiByte L3-Cache, auch arbeiten anstelle von zwei nun vier Prozessorkerne innerhalb des 35-Watt-Budgets, diese müssen allerdings auf Hyperthreading und 900 MHz Basis-Takt verzichten, beim Turbo fehlen nur noch 500 MHz.
Quelle: PC Games Hardware
UEFI: Spannungen Core i7-4790 (Haswell Refresh)
Temperaturen und Leistungsaufnahme hat Intel ebenfalls nicht substanziell gegenüber dem ersten Haswell-Schwung verändert. Der Stromverbrauch unserer Test-CPUs lag innerhalb der aufgrund variabler Voltage-ID zu erwartenden Werte - etwas sparsamer waren jedoch unsere alten i7-4770K und i5-4670K, welche wir aus dem Handel erhielten.
Die Temperaturen lagen ebenfalls in dem Rahmen, welchen wir von den bereits getesteten Haswell-Modellen kannten: Mit ruhiger Luftkühlung betrieben, waren auch im offenen Aufbau Temperaturen zwischen 60 und 70 Grad Celsius durchaus üblich; unter Volllast ließen sie sich weiter in die Höhe treiben.
Hier bringt wohl erst der Wechsel auf ein neues Wärmeleitmittel zwischen CPU-Die und der Metallkappe (Heatspreader) Besserung, die für die K-Prozessoren mit freiem Multiplikator angekündigt ist - diese sind allerdings noch nicht im Handel.
Haswell-Refresh - Core i7-4790 und i5-4690 im Test: Überblick Spezifikationen
Wie bereits angesprochen, sind die Unterschiede zu den Haswell-Refresh-Vorgängern zum größten Teil überschaubar. Wir haben in unserer Tabelle daher lediglich die wichtigsten Daten der neu in den Handel kommenden Prozessoren zusammengefasst, aufsteigend sortiert nach Produktklasse.
| Reihe | Modell | TDP (Watt) | Kerne/Threads | Basis-Takt | Turbo (1c) | Integrierte Grafik | Multi offen | L3-Cache | Speicher | Sonstiges |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Celeron | G1840 | 53 | 2/2 | 2.800 MHz | - | HD Graphics (bis 1.050 MHz) | Nein | 2.048 KiByte | DDR3-1333 | Kein AVX/AVX2/AES |
| Celeron | G1840T | 35 | 2/2 | 2.500 MHz | - | HD Graphics (bis 1.050 MHz) | Nein | 2.048 KiByte | DDR3-1333 | Kein AVX/AVX2/AES |
| Celeron | G1850 | 53 | 2/2 | 2.900 MHz | - | HD Graphics (bis 1.050 MHz) | Nein | 2.048 KiByte | DDR3-1333 | Kein AVX/AVX2/AES |
| Pentium | G3240 | 53 | 2/2 | 3.100 MHz | - | HD Graphics (bis 1.100 MHz) | Nein | 3.072 KiByte | DDR3-1333 | Kein AVX/AVX2/AES |
| Pentium | G3240T | 35 | 2/2 | 2.700 MHz | - | HD Graphics (bis 1.100 MHz) | Nein | 3.072 KiByte | DDR3-1333 | Kein AVX/AVX2/AES |
| Pentium | G3440 | 53 | 2/2 | 3.300 MHz | - | HD Graphics (bis 1.100 MHz) | Nein | 3.072 KiByte | DDR3-1600 | Kein AVX/AVX2/AES |
| Pentium | G3440T | 35 | 2/2 | 2.800 MHz | - | HD Graphics (bis 1.100 MHz) | Nein | 3.072 KiByte | DDR3-1600 | Kein AVX/AVX2/AES |
| Pentium | G3450 | 53 | 2/2 | 3.400 MHz | - | HD Graphics (bis 1.100 MHz) | Nein | 3.072 KiByte | DDR3-1600 | Kein AVX/AVX2/AES |
| Core i3 | 4150 | 53 | 2/4 | 3.500 MHz | - | HD Graphics 4400 (bis 1.150 MHz) | Nein | 3.072 KiByte | DDR3-1600 | Kein TSX |
| Core i3 | 4150T | 35 | 2/4 | 3.000 MHz | - | HD Graphics 4400 (bis 1.150 MHz) | Nein | 3.072 KiByte | DDR3-1600 | Kein TSX |
| Core i3 | 4350 | 53 | 2/4 | 3.600 MHz | - | HD Graphics 4600 (bis 1.150 MHz) | Nein | 4.096 KiByte | DDR3-1600 | Kein TSX |
| Core i3 | 4350T | 35 | 2/4 | 3.100 MHz | - | HD Graphics 4600 (bis 1.150 MHz) | Nein | 4.096 KiByte | DDR3-1600 | Kein TSX |
| Core i3 | 4360 | 53 | 2/4 | 3.700 MHz | - | HD Graphics 4600 (bis 1.150 MHz) | Nein | 4.096 KiByte | DDR3-1600 | Kein TSX |
| Core i5 | 4460 | 84 | 4/4 | 3.200 MHz | 3.400 MHz | HD Graphics 4600 (bis 1.100 MHz) | Nein | 6.144 KiByte | DDR3-1600 | Kein TSX |
| Core i5 | 4460S | 65 | 4/4 | 2.900 MHz | 3.400 MHz | HD Graphics 4600 (bis 1.100 MHz) | Nein | 6.144 KiByte | DDR3-1600 | Kein TSX |
| Core i5 | 4460T | 35 | 4/4 | 1.900 MHz | 2.700 MHz | HD Graphics 4600 (bis 1.100 MHz) | Nein | 6.144 KiByte | DDR3-1600 | Kein TSX |
| Core i5 | 4590 | 84 | 4/4 | 3.300 MHz | 3.700 MHz | HD Graphics 4600 (bis 1.150 MHz) | Nein | 6.144 KiByte | DDR3-1600 | - |
| Core i5 | 4590S | 65 | 4/4 | 3.000 MHz | 3.700 MHz | HD Graphics 4600 (bis 1.150 MHz) | Nein | 6.144 KiByte | DDR3-1600 | - |
| Core i5 | 4590T | 35 | 4/4 | 2.000 MHz | 3.000 MHz | HD Graphics 4600 (bis 1.150 MHz) | Nein | 6.144 KiByte | DDR3-1600 | - |
| Core i5 | 4690 | 84 | 4/4 | 3.500 MHz | 3.900 MHz | HD Graphics 4600 (bis 1.200 MHz) | Nein | 6.144 KiByte | DDR3-1600 | - |
| Core i5 | 4690S | 65 | 4/4 | 3.200 MHz | 3.900 MHz | HD Graphics 4600 (bis 1.200 MHz) | Nein | 6.144 KiByte | DDR3-1600 | - |
| Core i5 | 4690T | 35 | 4/4 | 2.500 MHz | 3.500 MHz | HD Graphics 4600 (bis 1.200 MHz) | Nein | 6.144 KiByte | DDR3-1600 | - |
| Core i7 | 4785T | 35 | 4/8 | 2.200 MHz | 3.200 MHz | HD Graphics 4600 (bis 1.200 MHz) | Nein | 8.192 KiByte | DDR3-1600 | - |
| Core i7 | 4790 | 84 | 4/8 | 3.600 MHz | 4.000 MHz | HD Graphics 4600 (bis 1.200 MHz) | Nein | 8.192 KiByte | DDR3-1600 | - |
| Core i7 | 4790S | 65 | 4/8 | 3.200 MHz | 4.000 MHz | HD Graphics 4600 (bis 1.200 MHz) | Nein | 8.192 KiByte | DDR3-1600 | - |
| Core i7 | 4790T | 45 | 4/8 | 2.700 MHz | 3.900 MHz | HD Graphics 4600 (bis 1.200 MHz) | Nein | 8.192 KiByte | DDR3-1600 | - |
Falls Ihnen der Vergleich zu anderen Prozessoren fehlt, empfehlen wir Ihnen wärmstens unsere CPU-Datenbank. Dort können Sie selbst entscheiden, welche aktuellen Prozessormodelle von AMD sowie Intel Sie direkt vergleichen möchten!
Parallel zur neuen Prozessorenpalette hat Intel auch die passenden Mainboard-Chips der 9er-Serie vorgestellt. Dazu hat Kollege Loske bereits ein einen ersten Test online stellen können, welchen Sie hier finden. Ganz grob gesagt gibt es auch hier behutsame Modellpflege: M.2-Speicheranschlüsse beseitigen endlich einen der Flaschenhälse im System, die langsame SATA-6-Gbps-Anbindung schneller Massenspeicher. Zudem statten einige Hersteller ihre Z97-Boards auch mit SATA-Express-Ports aus, einem Feature, welches angeblich zunächst in den 9er-Chips enthalten sein sollte, dann aber doch gestrichen wurde.
Haswell-Refresh - Core i7-4790 und i5-4690 im Test: Kompatibilität zu älteren Mainboards
Quelle: PC Games Hardware
Wie alle Haswell-Prozessoren für den Desktop-Einsatz, so erfordern auch die neu veröffentlichten Modelle ein Mainboard mit Sockel 1150. Allerdings sind nicht zwingend solche mit den 9er-PCH nötig; auch Hauptplatinen mit Z87, H87 & Co. sind prinzipiell dazu in der Lage, einem der neuen Haswell-CPUs eine Heimstatt zu bieten. Doch für viele, wenn nicht gar alle älteren Platinen ist dafür ein Update des BIOS/UEFI sowie - und das ist wichtig - der ME nötig, also der Management Engine, welche mit dem UEFI/BIOS fest verbandelt ist. MSI teilt uns mit, dass mindestens Version 9.0.30.1482 der ME nötig ist (siehe Bild).
Unterstützt das Board die neue CPU aufgrund veralteten UEFIs nicht, wird es Ihnen schlimmstensfalls wie uns ergehen: Keine Reaktion des Rechners, keine Initialisierung beim Einschalten. Wir gingen aufgrund des eigentlich (aber eben ohne ME!) aktualisierten BIOS schon von einer defekten Test-CPU aus!
Ein "einfaches" BIOS/UEFI-Update via DOS-Tool und USB-Stick hat bei uns nämlich nicht ausgereicht. Im UEFI des MSI-Boards Z87-G43 mussten wir im M-Flash Menü den Punkt auswählen, der nicht nur BIOS, sondern auch ME aktualisiert. Obacht: Während der Aktualisierungsprozedur startet der Rechner einmal neu und schreibt erst dann die ME neu - ziehen Sie auf keinen Fall verfrüht den USB-Stick ab!
Asus teilt uns für das Maximus VI Extreme mit, das UEFI müsse per USB-BIOS-Flashback (Hardware-Funktion per USB-Stick) oder mit dem Tool "BIOS-Updater" aktualisiert werden. Andere Methoden (beispielsweise Ez Update direkt im UEFI-Menü) reichten dagegen nicht, wie wir ebenfalls feststellen mussten.
Informieren Sie sich also beim Hersteller der in Frage kommenden Hauptplatine, welche Schritt nötig sind, damit Sie nicht auf dem Trockenen und vor einem schwarzen Bildschirm sitzen.
Haswell-Refresh - Core i7-4790 und i5-4690 im Test: Benchmark-Test
Quelle: PC Games Hardware
Intel Core i5-4690 (Haswell-Refresh)
Für die Leistungseinschätzung stellen wir Ihnen eine Auswahl aus dem umfangreichen PCGH-Parcours zur Verfügung. Weitere Spiele wie Crysis 3 oder Starcraft 2 Heart of the Swarm bietet Ihnen der große Test in der kommenden PCGH-Ausgabe 07/2014; dort finden Sie auch die Resultate der Anwendungsbenchmarks wie zum Beispiel x264-Encoding, Bildbearbeitung mit Lightroom oder 3D-Rendering mit Luxmark. Soviel sei vorab gesagt: Die Anwendungen skalieren in der Regel ziemlich linear mit dem CPU-Takt.
Da es sich bei unseren Test-Prozessoren um reine Takt-Upgrades handelt, haben wir uns entschlossen, in den Benchmarks lediglich die direkten Vorgänger i7-4770(K) beziehungsweise i5-4670(K) aufzunehmen; zwei exemplarisch ausgewählte, ältere Prozessoren von AMD und Intel sollen zeigen, wieviel Leistungssteigerung Aufrüster erwarten können. Hierfür dienen uns der Core i7-920 (mit X58-Chipsatz) und AMDs FX-8150 (auf 990FX) als Wertelieferanten.
Bitte beachten Sie, dass die Werte nicht direkt vergleichbar mit denen aus vergangenen Prozessortests sind. Da einige der Spiele inzwischen mehrfach aktualisiert wurden, haben wir für diesen Test neben den frische Spielversionen auch gleich einen neuen Geforce-Treiber verwendet. Diese beiden Faktoren sorgen dafür, dass sich einige Werte verändert haben.
Quelle: PC Games Hardware
Intel Core i7-4790 - bitte beachten Sie, dass die Versorgungsspannung nicht immer korrekt ausgelesen wird (links, rechts)
Haswell-Refresh - Core i7-4790 und i5-4690 im Test: Overclocking
Dieser Abschnitt fällt bei Nicht-K-Haswells leider ziemlich enttäuschend aus. Denn beiden uns vorliegenden CPUs geht ein offener Multiplikator ab, der zum (ordentlichen) Übertakten auf aktuellen Intel-Plattformen zwingend nötig ist. Hier unsere OC-Erlebnisse mit dem i7-4790.
Im aktualisierten UEFI unseres Test-Mainboards, dem MSI Z87-G43, konnten wir lediglich von dynamischem auf fixen Multiplikator umschalten, was aber die beiden höchsten Turbo-Stufen 3.900 und 4.000 MHz deaktivierte. Die reine Multiplikator-Übertaktung stellte uns also vor die Wahl zwischen bis zu 4 GHz Single-Core-Turbo und 3,6 GHz All-Core-Takt oder 3,8 GHz All-Core-Turbo bei "fixem" Multi. Overclocking mittels BCLK-Manipulation kann bei aktuellen Intel-Plattformen nur das Tüpfelchen auf dem i sein, da sich hier nur wenig bewegen lässt. Uns gelang zwar das Booten in Windows mit bis zu 104 MHz Referenztakt, stabiler Betrieb war jedoch höchstens mit 102,98 MHz, also knapp 4.120 MHz Turbo-Takt möglich. Die nicht einmal 3 Prozent höhere Taktrate war uns dann aber keinen eigenen Benchmarkdurchlauf wert.
Wohl zur Computex Ende Mai/Anfang Juni wird Intel die bereits angekündigten K-Prozessoren - also Modelle mit freiem Multiplikator - mit dem Codenamen Devil's Canyon auf den Markt bringen. Als zusätzlicher Bonus soll bei diesen Prozessoren auch der Wärmeübergang zwischen Silizium-Die und dem Heatspreader verbessert worden sein. Aktuelle Haswell-Prozessoren inklusive unserer Testmuster neigen zu hoher Kerntemperatur unter starker Belastung, die minderwertigem Wärmeleitmaterial geschuldet ist.
Haswell-Refresh - Core i7-4790 und i5-4690 im Test: Fazit
Quelle: PC Games Hardware
Haswell-Refresh im Test
Das Ergebnis fällt zwiegespalten aus. Rein objektiv muss man den neuen Prozessoren eine nach wie vor hohe Leistungsfähigkeit bei vergleichsweise geringem Stromverbrauch attestieren, die zudem keinen Aufpreis im Vergleich zu den 100 bis 200 MHz langsameren Vorgängermodellen kostet - auch wenn sich die Preise im Online-Handel sicherlich in den ersten Tagen noch einpendeln müssen. Aufgrund der milden Takterhöhung arbeiten die neuen CPUs geringfügig schneller als ihre Vorgänger.
Subjektiv ist der Haswell-Refresh - zumindest ohne die noch angekündigten K-Modelle sowie die Xeon-E3-Prozessoren mit Iris-Pro-Grafik (wohl nur von HP) - allerdings enttäuschend. Nach einem Jahr hatten sich nicht nur die Optimisten sicherlich etwas mehr, möglicherweise gar schon die Nachfolgegeneration "Broadwell", versprochen. Doch Intel schaut als börsennotiertes Unternehmen leider nicht nur auf die Enthusiasten-Community, sondern vor allem auf die Zahlen. Und da reicht mangels Konkurrenz derzeit leider schon ein ganz kleiner Schritt für eine neue Produktrunde.
Weiterführende Informationen zum Thema Haswell-Refresh finden Sie auch in der kommenden Ausgabe 07/2014 der PC Games Hardware - darunter zusätzliche Benchmarks, Testtabellen und weitere Tests rund um die Infrastruktur.
Quelle: Intel
Haswell Refresh Value Proposition Presentation 02


ABe
Mir ist schon klar was du meinst. Aber alles immer nur auf Intel zu schieben geht mmn auch nicht. Es gibt noch ein paar andere.
Zudem: Recht machen kann man es euch ja dann auch nicht. Wie wird die Forschung rumheulen wenn wir erst am Ende der Shrinks angekommen sind und die Quantencomputer immernoch nicht da sind?
@Topic:
Bei Intel nichts neues.
Einige Forscher aus dem Bereich sehen die ganze Disziplin ja durchaus als gefährdet an, einfach weil die Flops wohl nicht billig genug werden.
Verlöten ist besser als WLP, da das Lötzinn das Intel für die Sandy Bridge verwendet hat einen viel höheren Wärmeleitwert hat als jede WLP´s am Markt.
Selbst Flüssigmetall hat keine Chance. Lötzinn ist um den Faktor 4 - 6 besser was enorm viel ist !
also, du kannst gerne anderer meinung sein, aber ganz ohne heatspreader ist immernoch besser als mit; lötzinn hin oder her. so wars gemeint, aber da intel mich ja unbedingt zwingen will mir so eine k-version zuzulegen (kein limited oc mehr), hm, ja, sicherlich bequemer wenn da noch ein heatspreader drauf ist. da ich aber gar nicht soviel OC brauche (evtl schon zu alt für) wäre wlp wohl auch ok für mich. und diejenigen die ganz hoch hinaus wollen freuen sich dann über mehr als 10° weniger, weil der heatspreader ganz wegfällt. und soviel ich weiß kommt das auch erst bei sehr hohen frequ. zum tragen, kaum über 4ghz sinds nur ein paar grad. mein non-k wird bei 3,8ghz und uv gerade 53° warm, also unter prime95, sinnvoll wirds erst ab 4,5ghz denk ich.
Irgendwie gibts da keine wirklichen Entwicklungssprünge atm. Wahrscheinlich gibt es interessantere Entwicklungszweige als Desktop PCs?!