Zu wenig Videospeicher für Spiele: Da war ich wohl etwas voreilig - Ein Kommentar von Raffael Vötter
Spiele werden schöner, Hardware wird schneller - es ist ein ewiges Wettrüsten. Alle paar Jahre sorgt eine neue Konsolen-Generation für einen besonders großen Schub bei allen Multiplattform-Entwicklungen. Oder auch nicht. In seiner Kolumne gesteht PCGH-Grafikkartentester Raffael "Raff" Vötter seine etwas voreiligen Schlüsse, sieht aber Licht am Horizont.
"Einmal dachte ich, ich hätte Unrecht, aber da hatte ich mich geirrt." So ein Typ bin ich nicht. Es ist gut, wenn man getätigte Aussagen mit neuen Informationen abgleicht und dann zugeben kann, dass es anders gekommen ist. In meinem Arbeitsalltag rettet mich die Kombination aus großer Probenmenge und Erfahrung vor allzu kühnen, undichten Aussagen. Dabei will die Erfahrung, welche eine perspektivische Einordnung der Fakten ermöglicht, als Multiplikator wohldosiert sein. Beim Blick auf das Thema "Grafikkarte vs. Spiele" hatte ich eine andere Entwicklungskurve antizipiert, als es sie tatsächlich gab.
Ende 2020 standen die Zeichen auf Neuanfang: Brandneue GPUs von AMD und Nvidia sowie eine frische Konsolengeneration ließen eine wunderschöne Next-Gen-Zukunft erwarten. Was wir stattdessen bekamen, ist bis heute eher unspektakulär. Sars-CoV-2 wütet immer noch, Bauteilemangel, Krypto-Humbug und jetzt auch noch ein völlig unnötiger, hirnverbrannter Krieg bremsen die Verbreitung neuer Hardware. Ohne die wird für alte, millionenfach installierte Komponenten optimiert. Das hat auch etwas Gutes: Grafikkarten, die ich Ende 2020 als "auf Kante genäht" ansah, sind heute immer noch ordentlich (8 GiB) bis sehr gut (10 GiB) nutzbar.
Ich schiele beim Schreiben dieses Texts natürlich auf Nvidias Geforce RTX 3080, welche zum Release zweifellos schnell war, aber weniger Speicher mitbrachte als das vorherige Topmodell RTX 2080 Ti. Nein, Nvidias offizielle Begründung, wonach die RTX 3080 der Nachfolger der RTX 2080 sei, lasse ich immer noch nicht als Ausrede für mangelnden Fortschritt gelten. Die folgenden Jahre spielten der RTX 3080 10GB in die Hände und Nvidia versteht es mithilfe einer aggressiven Speicherverwaltung wirklich gut, Mangelsymptome hinauszuzögern. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Aus meinen letzten Tests kann ich ungefähr herleiten, dass sich 10 "Geforce-GiByte" in etwa so verhalten wie 12 "Radeon-GiByte". Kommt es durch nicht-streambare Hochlast zu einer echten Befüllung des Speichers, helfen aber auch Treiber-Tricks nicht. RTX 3080 10GB, RTX 3070 (Ti) und Konsorten haben für ihre Leistung einfach zu wenig Kapazität. Es gibt gute Gründe dafür, dass die meisten neuen Grafikkarten über 12 GiByte verfügen. Auch Nvidia weiß das. Die RTX 2060 12GB, RTX 3060, RTX 3080 12GB und RTX 3080 Ti sind der eindeutige Beweis und allesamt speicherseitig "safe". Dass AMD den Nutzen echten Speichers verstanden hat, dürfte spätestens seit dem Fiji-Desaster klar sein. Die Radeon-Macher vergessen das zwar manchmal (u. a. RX 5600 XT, RX 6500 XT), aber das sind keine High-End-Karten, sondern offizielle Sparbrötchen.
Die Aussage, dass die nächste Spiele-Generation so manches "Kantnaht-Modell" umhauen wird, hat immer noch Bestand. Jetzt wirklich, könnte man sagen, denn die Sache kommt endlich ins Rollen. Erste Spiele schneiden Old-Gen-Zöpfe ab (keine Xbox-One- und PS4-Unterstützung mehr), die Unreal Engine 5 nimmt Anlauf und mit Direct Storage steht eine große Innovation beim Daten-Streaming an. Wenn uns die vergangenen zwei Jahre eines lehren, dann aber, nicht voreilig zu sein. Gerade Direct Storage wird nicht über Nacht implementiert - wir reden hier von vielen Jahren bis zu einer flächendeckenden Nutzung. War ich also voreilig? Ja. War diese Entwicklung abzusehen? Nein. Ist eine Grafikkarte mit mehr Speicher besser, standhafter, zukunftssicherer und beim Wiederverkauf wertvoller als eine mit wenig Speicher? Das ist eine rhetorische Frage.

Also bis da mal der grafikspeicher die fps limitieren hat man andere Probleme. Meine Schmerzgrenze ist also weit tiefer als so manche andere User hier.
Ich zocke ja auch mit einem 27 " full hd. Damit keine Probleme. Pixeldichte ist egal, weil wenn sie zu hoch sind sieht man ja eh nix mehr vom game. Ich muss es ja wissen weil ich zwischenzeitlich mal höhere Auflösung verwendet hatte. Aber alle diese Bildschirme am Ende mit Verlusten verkauft.
Als Fernseher habe ich sogar einen 24 " HD Bildschirm. Also das als native Auflösung.
Wenn es also hart auf hart kommt, könnte ich nen weiteren downgrade machen. Somit kann mich kein hersteller der Welt dazu bringen mir mehr zu gönnen.
Die hersteller wollen das man ein Schritt nach vorne geht. Aber wenn man dann ein schritt zurück geht, das erwartet nimand von denen. So umgeht man hohe gpu Preise. Solange bis nix mehr geht. Ich fahre also die harte Schine. Wenn das game sich nicht mehr starten lässt dann wird es Zeit für ne neue gpu.
Mal sehen wie lange ich damit noch fahren kann, vielleicht bis neue Konsolen erschienen sind.
Bis dahin juckt mich der geringe grafikspeicher weniger.
Aktuelle games gehen auf jedenfall noch super. Bestes Beispiel diablo 4,hogwarts. Ich lache also drüber, alles wird gut.
Auch Golem meint: Nichts unter 12 GiB kaufen!
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8GB VRam können für FHD noch gut ausreichen. Mindestens noch die nächsten 2 Jahre.
Meine nächste Grafikkarte, welche ich mir im Sommer hole, wird aber 12GB haben.