Battlefield 6: Grafikkarten-Benchmarks
Wie gut läuft Battlefield 6 mit Radeon-, Geforce- und Arc-Grafikkarten? PCGH hat Antworten!
Inhaltsverzeichnis
Was ist die beste Grafikkarte und welcher der beste Prozessor für Battlefield 6? Diese Frage beantworten wir anhand einer breiten Spanne von Gaming-Hardware der Jahrgänge 2014 bis 2025. Wir testen 40 Grafikkarten in jeweils fünf Auflösungen von Full HD bis Ultra HD respektive Dual-QHD (32:9). Das Superultrabreitbildformat hat bereits einige Freunde - Grund für uns, die cineastische Darbietung mitzutesten, sofern das behandelte Spiel eine ordentliche Unterstützung dafür bietet. Battlefield 6 ist ein solcher Titel, sodass wir Ihnen gerne Ergebnisse in DQHD präsentieren.
Battlefield 6: GPU-Benchmarks in 5 Auflösungen
Für die Benchmarks setzen wir, wie üblich, auf zwei verschiedene Szenen: eine mit überdurchschnittlich hoher CPU- und eine mit markanter GPU-Last. Beide Szenen haben wir als Videos in diesem Artikel platziert. Die Performance-Metriken ermitteln wir wie üblich via CapFrameX, für die Benchmarks errechnen wir die Mittelwerte von drei Durchgängen, jeweils für die Durchschnitts-Fps sowie das P1-Perzentil (Durchschnitt des niedrigsten Ein-Prozent-Werts). Selbstverständlich entsprechen die Grafiktreiber den zum Testzeitpunkt aktuellen Versionen, in diesem Fall die AMD Software 25.10.1, Intel GOD 8136 und der Nvidia Game-Ready-Driver 581.42. Damit Sie die Ergebnisse bestmöglich nachvollziehen können, geben wir auch die während der Messungen durchschnittlich anliegenden Taktraten an und zeigen die Benchmarkszene im Video. Falls Sie unsere Benchmarks am eigenen Rechner nachstellen möchten, sind Sie herzlich dazu eingeladen.
GPU-Benchmarks ohne Upsampling
Battlefield 6 machte während unserer gesamten Testphase einen guten, optimierten, flüssigen Eindruck. Daher testen wir die Grafikkarten in zwei Einstellungen für Sie: einmal mit TAA in nativer Auflösung und einmal mit 67-Prozent-Upsampling, was in den meisten Fällen dem Modus "Qualität" (Quality) entspricht. Unsere GPU-Benchmarkszene spielt in der sechsten Mission des Singleplayer-Modus, ist perfekt reproduzierbar und bildet eine weit überdurchschnittliche Grafiklast ab. Wir haben uns in zahlreichen Multiplayer-Matches davon überzeugt, dass wir hier ein Worstcase-Szenario gefunden haben. Mit anderen Worten: Erreicht eine Grafikkarte hier eine tadellose Vorstellung, ist sie für das Schlachtfeld gerüstet. Kommen wir nun zu den Ergebnissen mit TAA, das eine identische Last und Bildqualität auf allen Grafikkarten erzeugt:
60 Fps in Full HD? Kein Problem ab der Leistungsklasse Geforce RTX 2080 Ti, RTX 3070 und Radeon RX 6800. Selbst mit dem High-End des Jahres 2017 ist ordentliches, wenngleich nicht tadellos flüssiges Spielen möglich. Für WQHD mit 60 Fps ist die Leistungsklasse des 2020er High-Ends fällig, das in Gestalt der Geforce RTX 3080, Radeon RX 6800 XT und auch der neueren Modelle Geforce RTX 4070 sowie Radeon RX 7800 XT abgebildet wird. Erst Ultra HD erfordert eine High-End-Grafikkarte - Freunde der nativen Darstellung haben in Battlefield 6 somit ein schönes Leben. Das gilt auch für Besitzer einer RTX-5000-Grafikkarte: Nvidias Blackwell-Generation hatte in vielen Spielen der letzten Monate Probleme, sich von der RTX-4000-Reihe abzusetzen, in Battlefield 6 entfalten die neuen Chips jedoch ihr Potenzial. Das ist unter anderem am gesunden Abstand der RTX 5080 gegenüber der RTX 4080 Super erkennbar und auch die RTX 5090 kann sich um bis zu 30 Prozent von der RTX 4090 absetzen.
GPU-Benchmarks mit Upsampling
Wer sich mehr Bilder pro Sekunde wünscht, kann entweder die Details reduzieren oder Upsampling aktivieren. Wir tun Letzteres: Jede Grafikkarte rechnet mit dem für Sie optimalen Verfahren, sprich DLSS für Geforce-RTX-Grafikkarten, FSR für Radeon und ältere Nvidia-GPUs sowie XeSS für Arc-Chips. In jedem Fall wird intern mit 67 Prozent der eingestellten Auflösung gearbeitet, sodass der Grundaufwand gleich ist - die spatiotemporale Aufbereitung ist es jedoch nicht, auch die Bildqualität ist unterschiedlich.
*Geforce RTX: DLSS Quality, Radeon & Geforce GTX: FSR Quality, Arc: XeSS Ultra Quality
Das Upsampling steigert die durchschnittliche Bildrate um bis zu 40 Prozent und befähigt somit auch betagte sowie schwächere Grafikkarten zu flüssigen Bildfolgen. Die 60-Fps-Marke wird bereits von der Gewichtsklasse Radeon RX 5700 XT, Geforce GTX 1080 Ti und RTX 2070 Super geknackt, 120 Fps sind mit einer Geforce RTX 4070 Super, RTX 3090 Ti, Radeon RX 9070 und RX 6950 XT möglich. Immerhin neun der 35 getesteten Grafikkarten erzielen selbst in WQHD noch dreistellige Bildraten. Genügt Ihnen das nicht, besteht stets die Wahl eines höheren Upsampling-Modus. Alternativ geben Sie Frame Generation eine Chance.
Battlefield 6: Moderater Speicherhunger
Den Werten ist nicht auf den ersten Blick der Speicherbedarf von Battlefield 6 zu entnehmen. Basierend auf unseren Messungen raten wir zu einer Grafikkarte mit mindestens 12 GiByte VRAM, um maximale Details ohne fühlbare Nachladeruckler zu erleben. Mit 8 GiByte kommt es gerade bei längerer Spielzeit zu Hängern, insbesondere mit nativen Auflösungen jenseits von 1440p und auf großen Multiplayer-Karten. Mit 10 GiByte, etwa auf einer Geforce RTX 3080 oder Arc B570 zu finden, treten die Probleme deutlich milder auf. Auf der sicheren Seite sind Sie mit 16 GiByte, obwohl Battlefield 6 auf noch besser bestückten Modellen zuweilen mehr alloziert.
BF6 Beta vs. BF6 Final
Da wir bereits in der offenen Beta ein Match auf Liberation Peak in nativer Full-HD-Auflösung gebencht hatten, reproduzieren wir das gleiche Match noch einmal mit unserer Review-Version. Wir bauen mit der Gigabyte RTX 4060 Gaming OC/8G dieselbe Grafikkarte in dasselbe Testsystem, und reproduzieren - soweit möglich - die gleichen Voraussetzungen. Statt des neuen Presets "Hemmungslos" kommen also die Ultra-Settings zum Einsatz. Beachten Sie, dass wir bei der neuen Messung ausschließlich gegen Bots antreten, obendrein das gesamte Match von vorn bis hinten aufgezeichnet haben, zu sehen im verlinkten Video (wie auch die eher schwache Bot-KI). Bei der Messung während der offenen Beta fehlt der Beginn der Runde, wir sind erst kurz nach Rundenstart hinzugestoßen. Außerdem nutzen wir natürlich den jeweils aktuellen "Game-Ready"-Treiber.
Auch werden die Entwickler an einigen Einstellungen, Details und Feinheiten geschraubt haben. Trotz nicht völlig gleicher Lastsituation ist das Ergebnis ziemlich eindeutig: Die Review-Fassung läuft wesentlich besser. Wenn Sie die Frametimes betrachten, können Sie zudem erkennen, dass die Ruckler, die beim Ableben und anschließendem Respawn in der Beta noch auftraten (auch auf einer Geforce RTX 5090), nun nahezu in Gänze verschwunden sind. Die wenigen Frametime-Spikes in der neuen Messung gehen auf den knappen 8-GiByte-Speicher sowie die beschnittene 8x-PCIe-Anbindung der Grafikkarte zurück, sind allerdings verschmerzbar.

Sowas ähnliches wie Reflex, allerdings hat genau das FFR noch bei Battlefield 5 und insbesondere auf Nvidia-Karten hohe CPU-Auslastung und tendenziell schlechtere Performance bedeutet. Nicht zuletzt ein Grund dafür, weshalb Nvidia Reflex so gepusht hat (u. a. laut Nvidia; wenn vielleicht auch nicht hochoffiziell).
Das "tut" allerdings im Prinzip das Gleiche: Die zurückgehaltenen CPU-Frames reduzieren, also den Prozessor anweisen, so schnell wie möglich neue Renderanweisungen an die GPU zu senden, um Latenzen zu vermeiden (tendenziell auf Kosten einer niedrigeren GPU-Auslastung und einer höheren CPU-Belastung, sowie einem direkteren, aber weniger gleichmäßigem Spielgefühl.)
Einen sehr ähnlichen Effekt hat man, wenn man im CPU-Limit spielt: Die Latenzen sind tendenziell niedriger, weil die CPU sowieso schon, so schnell sie kann, Anweisungen an die GPU liefert. Daher bringt Reflex auch im CPU-Limit nix. Der Prozessor rechnet eh schon am Limit, da ist dann mit FFR/Reflex/Anti-Lag/"Latenzreduktion" nichts mehr zu holen.
Gruß,
Phil
Spielst du in Ultra HD oder einer vergleichbar fiesen Auflösung? Anscheinend hat das Spiel ein Speicherleck, sodass nach langer Spielzeit sogar 16er-Grafikkarten kurz Schluckauf kriegen, aber bei "normalen" Sessions problemlos laufen. Nach welcher Zeit es knallt, hängt von den Map-Wechseln und auch dem Nutzerverhalten ab (Settings-Änderungen, Raustabben, Hintergrundprogramme etc.).
MfG
Raff