Battlefield 6: CPU-Benchmarks und Fazit
Wie gut läuft Battlefield 6 im Zusammenspiel mit Prozessoren und wie sieht das Fazit aus?
Inhaltsverzeichnis
Prozessoren testen wir im Singleplayer-Modus, aus guten Gründen. Der Multiplayer wäre zwar die naheliegendere Wahl, doch durch das chaotische Durcheinander und die Map-Rotation wären wir nicht in der Lage, konsistente Ergebnisse zu liefern, die für einen fairen Vergleich unter den CPUs nötig sind. Wir haben innerhalb der Review-Phase Stichproben mit diversen Prozessoren durchgeführt und sind im Multiplayer auf eine vergleichbare Performance gestoßen. Sie können die Singleplayer-CPU-Benchmarks daher für bare Münze nehmen. Getestet werden alle CPUs während der Eingangsszene in der Mission "No Sleep". Sie finden ansonsten alle weiteren Informationen im Video.
Battlefield 6: CPU-Benchmarks mit 30 Prozessoren
Auf den ersten Blick wird klar, dass Sie keinen mächtigen Prozessor für Battlefield 6 benötigen. Die Kernauslastung ist dabei so ausgezeichnet wie kaum bei einem anderen Spiel. Das hat allerdings auch zur Folge, dass Dual-CCD-CPUs von AMD ins Staucheln geraten. Das flüssigste Bild berechnet ein Ryzen 7 9800X3D. Der Achtkerner ist so schnell in BF6, dass das interne Fps-Limit von 300 erreicht wird. Das bedeutet, dass die CPU eigentlich sogar noch höhere Werte hätte. Aber selbst unsere Spartipps Core i5-12400F oder Ryzen 5 5600 liefern weit über 100 Fps. Wichtiger ist in der Regel die Grafikkarte.
Battlefield 6: Fazit
Wir möchten uns noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, denn natürlich ist der große Ansturm auf EAs Server bislang ausgeblieben. Der Tag der Entscheidung, wenn sich erweisen wird, ob auch die Logistik den hochgesteckten Zielen gerecht wird, steht mit dem 10. Oktober noch bevor. Auch wenn wir während des Testzeitraums keinerlei Verbindungsprobleme, Disconnects oder auch nur Wartezeiten zu ertragen hatten: Den Mehrspieler und insbesondere die Serverstabilität zu bewerten, war angesichts der Bot-Schwemme, die uns während des Testzeitraums nur selten mit einem anderen Spieler konfrontierte, bislang nicht vollumfänglich möglich.
Wir stießen allerdings auf einige kleinere Probleme: So funktionierte etwa die personalisierte Spielesuche nicht vollständig verlässlich: Als wir versuchten, zwecks Benchmark beziehungsweise Vergleichsmessung mit der RTX 4060 ausschließlich die Map Liberation Peak sowie den Spielmodus Conquest Large zu wählen, setzte uns das Spiel mehrfach die Map Manhatten vor - immerhin mit korrektem Spielmodus. Mit mehreren Karten in der Listung scheint die Auswahl allerdings zu funktionieren.
Quelle: PCGH
Das Ergebnis unserer Test-Runde mit der RTX 4060: Die "Intelligenz" der Bots ist extrem unausgewogen. Im CQB und auf kleineren Maps können sie halbwegs herausfordernd sein - mit einigen Aussetzern.
Auf größeren Maps, wie etwa in diesem Fall die Karte Liberation Peak im Conquest-Large, "spielen" sie allerdings wie lobotomiert und lassen sich nahezu ohne Gegenwehr in Horden über den Haufen schießen. Sie wollen XP farmen? So geht's schnell und einfach.
Es gibt auch einige kleinere, allerdings eher amüsante Clipping- und Animationsfehler, die auch die Einzelspieler-Kampagne betreffen. Diese sorgten in der Redaktion - oder zumindest bei dem betreffenden Autor - eher für zusätzliche Unterhaltung, auch wenn diese natürlich etwas immersionsbrechend waren. Die Entwickler haben für den Launch im Übrigen einen Day-1-Patch angekündigt, der sich dieser Umstände annehmen soll. Ansonsten, und dies betrifft alle Tester inklusive der PC-Games-Kollegen, stießen wir auf keinerlei größere technische Probleme. Den TPM-2.0-Umstand einmal vorbehalten. Dieser kann insbesondere bei älteren Systemen Ärger bereiten. Doch beim Spiel an sich?
Quelle: PCGH
Only in Battlefield? Der Kamerad im Hintergrund übt sich im Springen ohne Fallschirm - mutig. Einige kleinere Aussetzer bei Animationen, Kollisionsabfrage und Rag-Doll-Physik gibt es. Doch diese sind eher erheiternder, denn wirklich ärgerlicher Natur.
Falls am Freitag, zum Launch der Massen, dem Tag der Entscheidung, wenn sich herausstellen wird, ob die Server der Belastung des Ansturms standhalten werden, nicht alles in sich zusammenfällt: Es könnte tatsächlich sein, dass mit Battlefield 6 der vielleicht sauberste und fehlerärmste Start eines neuen Battlefields seit Dekaden gelingt. Wenn wir uns zurückentsinnen: Nicht einmal das heute in hohen Ehren gehaltene Battlefield 4 zog damals, anno 2013, ohne technisches Stolpern in die Schlacht, tormentierte Tester wie Spieler mit einer Vielzahl kleinerer und größerer Macken.
Battlefield 6 dagegen wirkt technisch beinahe schon unheimlich solide. Gäbe es einige Clipping-, Rag-Doll- und Animationsfehler sowie einige Seltsamkeiten beim Bedienen des User-Interface nicht, hätte man nahezu nichts zu kritisieren. Raytracing fehlt, das ist natürlich speziell für Grafik-Fans und Einzelspieler etwas ärgerlich. Zumindest dort hätte eine Strahlenverfolgung einen Platz, wenn schon weniger im fetzigen, performancekritischen Multiplayer. Man kann allerdings nicht alles priorisieren, und es wirkt, als hätten die Entwickler bei der Zielsetzung die richtigen Schwerpunkte gesetzt und erfolgreich in Angriff genommen. In diesem Sinne: Daumen hoch, Battlefield 6!
Battlefield 6: "Maxed out"-Impressionen
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Sowas ähnliches wie Reflex, allerdings hat genau das FFR noch bei Battlefield 5 und insbesondere auf Nvidia-Karten hohe CPU-Auslastung und tendenziell schlechtere Performance bedeutet. Nicht zuletzt ein Grund dafür, weshalb Nvidia Reflex so gepusht hat (u. a. laut Nvidia; wenn vielleicht auch nicht hochoffiziell).
Das "tut" allerdings im Prinzip das Gleiche: Die zurückgehaltenen CPU-Frames reduzieren, also den Prozessor anweisen, so schnell wie möglich neue Renderanweisungen an die GPU zu senden, um Latenzen zu vermeiden (tendenziell auf Kosten einer niedrigeren GPU-Auslastung und einer höheren CPU-Belastung, sowie einem direkteren, aber weniger gleichmäßigem Spielgefühl.)
Einen sehr ähnlichen Effekt hat man, wenn man im CPU-Limit spielt: Die Latenzen sind tendenziell niedriger, weil die CPU sowieso schon, so schnell sie kann, Anweisungen an die GPU liefert. Daher bringt Reflex auch im CPU-Limit nix. Der Prozessor rechnet eh schon am Limit, da ist dann mit FFR/Reflex/Anti-Lag/"Latenzreduktion" nichts mehr zu holen.
Gruß,
Phil
Spielst du in Ultra HD oder einer vergleichbar fiesen Auflösung? Anscheinend hat das Spiel ein Speicherleck, sodass nach langer Spielzeit sogar 16er-Grafikkarten kurz Schluckauf kriegen, aber bei "normalen" Sessions problemlos laufen. Nach welcher Zeit es knallt, hängt von den Map-Wechseln und auch dem Nutzerverhalten ab (Settings-Änderungen, Raustabben, Hintergrundprogramme etc.).
MfG
Raff