X4 Timelines: GPU- und CPU-Benchmarks
Quelle: PCGH
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X4 Timelines: GPU- und CPU-Benchmarks

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Auf dieser Seite beschäftigen wir uns vornehmlich mit der Performance von X4 Timelines (v7.00): Wie läuft das Spiel auf gängigen Grafikkarten und Prozessoren?

X4 Benchmarks: Grafikkarten

Wir haben 23 Grafikkarten der Jahrgänge 2016 bis 2024 in den fünf Auflösungen Full HD, WQHD, UWQHD (21:9), Ultra HD sowie DQHD (32:9) für Sie getestet. Resizable BAR (rBAR) respektive Smart Access Memory (SAM) sind stets im UEFI unserer Systeme aktiv. Die Messungen erfolgen wie üblich via CapFrameX; aus dem Durchschnitt von drei Messungen errechnen wir unsere Ergebnisse. Selbstverständlich entsprechen die Grafiktreiber den zum Testzeitpunkt aktuellen Versionen, in diesem Fall die AMD Software Adrenalin 24.5.1 WHQL, Intel Game On Driver 5590 WHQL und Nvidia Game Ready Driver 555.99 WHQL.

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Für die Benchmarks setzen wir - wie immer - auf eine überdurchschnittlich anspruchsvolle Testsequenz, welche Sie im Video sehen können. Die hier anzutreffenden Bildraten liegen aufgrund von (subtilen, aber anspruchsvollen) volumetrischen Effekten deutlich tiefer als bei den meisten anderen Szenen im Universum von X4. Somit gilt, was bei PCGH-Benchmarks prinzipiell immer gilt: Erreicht eine Grafikkarte hier flüssige Bildraten, ist im übrigen Spiel nichts zu befürchten - und das ist gut zu wissen.

Obwohl wir eine außerordentlich GPU-lastige Testszene und eine potente Infrastruktur nutzen, werden die schnellsten Grafikkarten im Testfeld vom Prozessor ausgebremst. Wir blenden daher standardmäßig WQHD/1440p anstelle von Full HD/1080p ein - Sie können selbstverständlich jede der fünf getesteten Auflösungen anklicken. Damit genug der Vorrede, denn die Ergebnisse sind hochinteressant.

Geforce RTX 4090 auf Rang 1, gefolgt von der Radeon RX 7900 XTX auf Rang 2: Auf den ersten Blick sieht alles normal aus. Bei genauerem Hinsehen offenbart sich jedoch, dass X4 in Version 7.00 ein wahrer Radeon-Showcase ist. Dies lässt sich an jeder Radeon und ihrem Abstand zu ansonsten vergleichbar schnellen Geforce-Grafikkarten ablesen, die modernisierte X-Tech-Engine liebt AMD-GPUs. Woran das liegt, können wir jedoch beim besten Willen nicht herauslesen, denn ein klares Muster abseits von "Radeon" gibt es für die gute Performance nicht. Unsere erste Annahme, X4 v7.00 favorisiere vor allem RDNA 3, ist beim Vergleich zwischen Radeon RX 6800 XT und Radeon RX 7800 XT nicht haltbar. Das alte Modell wischt mit dem neuen den Boden auf, der Abstand ist sogar weit überdurchschnittlich, gemessen an anderen Spielen mit dieser Rangfolge. Somit freuen sich Besitzer jeglicher Radeon RX 6000 (RDNA 2) oder RX 7000 (RDNA 3) über die besten Bildraten ihrer Klasse.

X4 Timelines: Vergleich der Bildformate
32:9
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Das schwache Abschneiden von Ampere (Geforce RTX 3000) ist daneben besonders auffällig. Die übrigen Modelle rund um Intel Arc, Geforce GTX und die Vega-Ableger (GCN-Architektur) rangieren im Bereich zwischen schwach und akzeptabel. Die Zahlen zeigen, dass X4 bei bestimmten Szenen außerordentlich GPU-hungrig ist. Dennoch ist die Weltraum-Simulation bereits mit einer Geforce GTX 1070, Radeon RX Vega 56 oder aktuellen Einsteiger-Grafikkarte mit maximalen Details spielbar, sofern Sie mit 30 Fps zufrieden sind.

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X4 Benchmarks: Prozessoren

Die CPU-Benchmarks sind etwas Besonderes bei X4. Der Chefentwickler persönlich hat uns dabei geholfen, eine geeignete Szene zu finden, vielen Dank an dieser Stelle, Bernd! Primär ist X4 GPU-lastig. Doch wenn viele Faktionen mit ihren verschiedenen Raumschiffen gegeneinander kämpfen, und eine riesige Station auch noch mitmischt, dann steigt die CPU-Last immens. Zu sehen ist der CPU-Benchmark im folgenden Video, der unsere gesamten CPU-Benchmarks zusammenfasst. Bei Minute 12:06 geht es mit X4 los.

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Insgesamt haben wir 16 Modelle versammelt, mit verschiedenen Kernkonstellationen und Leistungsklassen. Besonders gut läuft das Spiel mit einem Ryzen 7 7800X3D, doch auch Raptor-Lake-Prozessoren sind dank ihrer vielen Kerne sehr flott unterwegs. Insgesamt zeigt sich an den unteren Rängen, wie CPU-lastig X4 sein kann. Ein Ryzen 9 5900X etwa liefert in unserer anspruchsvollen Szene gerade noch rund 40 Fps, während die P1-Fps sogar auf unter 30 Fps fallen. Wir empfehlen Ihnen einen Prozessor mit vielen Kernen und/oder 3D V-Cache, dann sind Sie den komplexeren Kämpfen gegenüber vorbereitet.

X4 Foundations: Fazit

Auch mit dem neuen Update 7.00, dem Timelines-DLC und den vielzähligen Einstiegshilfen, die Egosoft über die Jahre in die Weltraumsimulation hat einfließen lassen, wird aus X4 Foundations wohl kein massenkompatibler Mainstream-Titel. X4 Foundations ist ein hochkomplexes Spiel, das Ihnen nahezu ungebundene Freiheit gewährt. Im Gegenzug setzt dies gewissermaßen voraus, dass Sie sich mit der Vielzahl der Ihnen offenstehenden Möglichkeiten zumindest im Groben auseinandersetzen, um wirklich Potenzial aus X4 zu schöpfen.

Doch es lohnt sich! Nur wenige Spiele - und noch weniger Einzelspieler-Titel - bieten dermaßen viele Möglichkeiten zur freien Entfaltung, kaum ein Titel eine solch umfangreiche Wirtschaftssimulation, ohne dabei auf tausende Spieler zu setzen, die ebendiese Wirtschaft steuern und am Laufen halten. Und kaum ein Spiel gibt Ihnen solch vielseitige Möglichkeiten, die Spielewelt durch Ihr eigenes Handeln zu beeinflussen. Sie können nicht nur maßgebend auf die Wirtschaft einwirken, sondern mithilfe dieser gar Gedeih und Verderb einzelner Rassen, Faktionen und Sektoren bestimmen. Sie können Kriege erklären oder beenden. Sie können sich zum Retter eines bedrängten Volkes aufschwingen, welches zuvor von einer Alien-Invasion nahezu ausgelöscht wurde, indem Sie zuerst Truppen und darauf Ressourcen und Stationen für den Wiederaufbau stellen. Die Möglichkeiten mögen beinahe überwältigend wirken. Doch war der Einstieg in X4 Foundations niemals leichter, es gab noch keine bessere Zeit als heute, ein Weltraum-Abenteuer in X4 zu wagen.

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Dies gilt auch für Technik und Performance. Durch die stetig einfließenden Optimierungen, Verbesserungen und technischen Erweiterungen läuft X4 heute besser als je zuvor - nicht zuletzt auch dank potenterer Hardware, die seit dem Release im Jahre 2018 erschienen ist. X4 Foundations ist allerdings noch immer ein leistungshungriges Spiel, je nach Situation können sowohl CPU als auch Grafikkarte zum Nadelöhr werden. Mit ein wenig Detailverzicht lässt sich das Spiel allerdings in den allermeisten Fällen zu einer relativ geschwindigen Bildausgabe überreden - insbesondere volumetrische Effekte, Schatten, die höchsten Stufen bei der Umgebungsverdeckung, Reflexionen stellen hohe Ansprüche an die Grafikkarte. Der CPU wird über kurz oder vor allem lang allerdings so oder so etwas abverlangt.

Zu den wohl effektivsten Tuning-Möglichkeiten zählt allerdings das TAA. Die temporale Kantenglättung kommt der Weltraumsimulation und deren Performance sehr zugute. Denn zuvor war das Kantenflimmern selbst mit Multisampling-Kantenglättung sehr ausgeprägt (MSAA zeigt obendrein einige sichtbare Nebeneffekte bei den Shadern/deren Ausleuchtung und Verschattung - siehe Vergleichsbilder). Einzig SSAA beziehungsweise Downsampling, also die Berechnung des kompletten Bildes in höherer Auflösung, war bis dato effektiv. Nur mit SSAA - in hohen Stufen - gelang es bisher, dem sehr feinen, oft kontraststarken und daher sehr flimmeranfälligen Content von X4 Herr zu werden - beim Einsatz von SSAA/Downsampling mit gewohnt horrenden Leistungskosten beziehungsweise mit nahezu maximaler Brute-Force-Ineffizienz. Das TAA kommt zwar mit einigen leichten (Ghosting-/Smearing-)Nebeneffekten und zeichnet das Bild etwas weniger scharf und knackig, doch dank zeitlicher Komponente ist das TAA ähnlich potent darin, lästiges Pixelflimmern zu unterdrücken, wie SSAA in vierfacher Stufe und dabei leistungstechnisch deutlich effizienter.

X4: Viele besondere Eindrücke

Generell sind die Änderungen und Verbesserungen, die mit Update 7.00 in X4 eingeflossen sind, sehr positiv zu werten. Der Timelines-DLC stößt bislang auf gemischte Resonanz, insbesondere Veteranen kritisieren die Abkehr vom gewohnten Konzept, welche den jüngsten DLC im Vergleich zu den Content-Erweiterungen der vorherigen bietet. Dabei bietet auch Timelines neuen Content für die Sandbox, nicht zuletzt neue Schiffe und neue Sektoren, inklusive eines neuen Startpunkts samt frischer Faktion, die sich von den bisherigen unterscheidet - diese Inhalte müssen allerdings zuerst durch das Spielen der Timelines-Missionen freigeschaltet werden. Der Lore-Content und die "historischen" Missionen dürften darüber hinaus zumindest für an der Hintergrund-Geschichte interessierte X-Veteranen einen Blick wert sein. Ansonsten ist Timelines wohl in erster Linie für Neueinsteiger interessant, da es mit der Missionsauswahl eine Art Überblick über vieles bietet, was Sie in der Sandbox bezüglich Gameplay erwartet - wenn Sie es in den Weiten des X-Universums denn finden, aufspüren können. X4 Timelines dürfte nicht wenigen Spielern dabei helfen, eine Art Überblick zu schaffen. Eine Art Ausblick, eine mundgerechte Verheißung, wonach sie überhaupt suchen sollten, welche Schätze in den geheimnisvollen Tiefen des Weltraum-Sandkastens für abenteuerliche Naturen vielleicht zu finden wären, würden sie doch bloß ein wenig danach suchen.

Wenn Sie komplexe Spiele, Simulationen, den Weltraum, Wirtschaft und Aufbau mögen und Sie einer gewissen Herausforderung nicht abgeneigt sind, ein wenig Frustration nicht scheuen, nun ist die beste Zeit, den Einstieg zu wagen. Technisch wie spielerisch, ein Eintauchen in die Weiten von X4 ist so günstig wie nie zuvor, noch nie war die Gelegenheit besser, nie zuvor hat die nötige Einarbeitungszeit naheliegenderen Ertrag versprochen. Was halten Sie von X4? Haben Sie sich bereits an das Komplexitätsmonster aus Deutschland gewagt? Schildern Sie uns gerne Ihre Erfahrungen, auch bezüglich des jüngsten Updates und DLCs. Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion!

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  1. Seite 1 X4 Timelines: Übersicht Teil 1
  2. Seite 2 X4 Timelines: Übersicht Teil 2
  3. Seite 3 X4 Timelines: Grafik und Technik
  4. Seite 4 X4 Timelines: GPU- und CPU-Benchmarks
    • Kommentare (38)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Berti84 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Khabarak
        Danke für den Test.
        X war ja schon immer ein Hardwarefresser.
        Schön, dass Egosoft es trotz vergleichsweise kleinem Team schafft, ihre eigene Engine beizubehalten und auch noch mit neuen Features zu versehen.
        Ja schön ,dass Egosoft ihr Spiel 2018 in einem desolaten Zustand rausgebracht haben (zum Vollpreis Kein EA) und es bis heute 7.0 (6 Jahre später) nicht geschafft haben Kern-Spiele Mechaniken auf ein akzeptables Niveau zu bringen.

        Travel drive ,Fleet AI, Destroyer AI, IS/OOS , Station Managment, UI... noch nichtmal die ingame Enzyklopädie ist vollständig beschriftet. (Nur um ein paar wenige zu nennen)

        Da werden wesentlich kleinere Indie Studios im Early Access komplett Review zerlegt für W.I.P. Arbeit...

        Warum wird hier so etwas relativiert und noch gelobt?

        Nationalstolz?
        Da kenne ich zwei DEUTSCHE Software Ingenieure die alleine dafür veranwortlich sind ,dass "seamless" Planetentransitionen in einem gewissen Projekt möglich sind.

        Egosoft ist und bleibt ein Schandfleck in der DE Software Engineering Landschaft´und das liegt am CEO Lügenbaron Lehahn.
      • Von Berti84 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von Khabarak
        Danke für den Test.
        X war ja schon immer ein Hardwarefresser.
        Schön, dass Egosoft es trotz vergleichsweise kleinem Team schafft, ihre eigene Engine beizubehalten und auch noch mit neuen Features zu versehen.
        Ja schön ,dass Egosoft ihr Spiel 2018 in einem desolaten Zustand rausgebracht haben (zum Vollpreis Kein EA) und es bis heute 7.0 (6 Jahre später) nicht geschafft haben Kern-Spiele Mechaniken auf ein akzeptables Niveau zu bringen.

        Travel drive ,Fleet AI, Destroyer AI, IS/OOS , Station Managment, UI... noch nichtmal die ingame Enzyklopädie ist vollständig beschriftet. (Nur um ein paar wenige zu nennen)

        Da werden wesentlich kleinere Indie Studios im Early Access komplett Review zerlegt für W.I.P. Arbeit...

        Warum wird hier so etwas relativiert und noch gelobt?

        Nationalstolz?
        Da kenne ich zwei DEUTSCHE Software Ingenieure die alleine dafür veranwortlich sind ,dass "seamless" Planetentransitionen in einem gewissen Projekt möglich sind.

        Egosoft ist und bleibt ein Schandfleck in der DE Software Engineering Landschaft´und das liegt am CEO Lügenbaron Lehahn.
      • Von Jaffech BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Raff
        auch wenn der Titel älter ist.
        Das Alter spielt keine so große Rolle, die Last muss passen und die Skalierung auch
        Sind ja generell einige ältere Spiele dabei.

        Im GPU Index: FH5 (2021) oder CP2077 (2020) und bei RT Metro Exodus (2019, EE 2021)

        Im CPU Index: MSFS (2020), Anno 1800 (2019), Stellaris (2016), X4 (2018), CP2077 (2020).

        Aber genau das ist es was eure Benches so toll macht. Es werden nicht nur neue Spiele, sondern eben auch ältere und alltime klassiker aufgenommen.

        Dass ältere Spiele, besonders mit Simulationen die im Spiellauf anspruchsvoller werden, sich auch Jahre später für CPU Tests eignen bedingt der Sache selbst. Stellaris ist da ein Musterbeispiel. Dass das bei GPUs nicht so einfach ist, ist auch völlig verständlich, daher auch der vergleichsweise geringe Anteil alter Spiele. Außer halt Metro Exodus EE. Das Ding heizt die Bude wie ein Kohlekraftwerk
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Schön, dass ihr euch das wünscht – die Chance, dass X4 in den GPU-Leistungsindex 2024 H2 kommt, ist tatsächlich groß. Gibt viele gute Gründe dafür (Vulkan-API, Eigenbau-Engine, anspruchsvoll, DRM-frei dank GOG, bisschen Nationalstolz ... ), aber noch ist die finale Selektion nicht getroffen. Ich bin ein großer Freund davon, Nischenspiele mit in den Index zu packen, sofern der Rest stimmt, auch wenn der Titel älter ist.

        MfG
        Raff
      • Von Khabarak Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Dave
        X4 war bereits ziemlich lange Teil des CPU-Index. Hat das niemand bemerkt? ^^
        Im CPU Index hab ich es tatsächlich ab und an gesehen (ich les nicht jeden CPU Artikel).
        Es wäre schön, das Spiel auch häufiger bei GPU Benchmarks zu finden - allerdings seh ich da durchaus Potential für Konflikte mit dem CPU Limit.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        X4 war bereits ziemlich lange Teil des CPU-Index. Hat das niemand bemerkt? ^^
      Direkt zum Diskussionsende
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