Spiele schneller laden: Microsoft veröffentlicht DirectStorage 1.4
Microsoft hat DirectStorage 1.4 mit neuer Kompressions- und Dekompressionstechnologie veröffentlicht. Die Low-Level-API soll für noch schnellere Ladezeiten in Spielen sorgen und Inhalte noch zügiger an den Grafikprozessor liefern.
Nachdem Microsoft seine Programmierschnittstelle DirectStorage für schnellere Ladezeiten von und in Spielen bereits im März 2022 in der Version 1.0 vorgestellt und noch im Oktober desselben Jahres mit DirectStorage 1.1 nachgelegt hatte, folgten die Versionen 1.2 und 1.3 im April 2024 und Juli 2025. Jetzt hat das US-Unternehmen aus Redmond mit DirectStorage v1.4 noch einmal nachgelegt und mit ZStandard ("Zstd") eine neue Kompressions- und Dekompressionstechnologie veröffentlicht, welche Spielinhalte ("Assets") noch schneller entpacken und an den Grafikprozessor ausliefern soll. Das dürfte vor allem ein Vorgriff auf die neue Xbox sein.
DirectStorage 1.4 adressiert das Project Helix
Denn während DirectStorage auf dem Windows-PC und in Spielen nach wie vor ein absolutes Nischendasein fristet, soll die neue Generation der Xbox alias Project Helix nicht nur FSR 'Next' alias FSR 'Diamond', sondern auch die kommende Generation von Microsofts Grafik-API DirectX unterstützen. Da Microsoft versucht, Spielkonsole und Windows-PC zu verschmelzen, ist DirectStorage ein probates Mittel, um an einem Gaming-PC die Illusion einer "Spielkonsolenerfahrung" vermitteln zu können.
Assets schneller dekomprimieren und laden
Seit der Veröffentlichung von DirectStorage 1.1 werden die Spieldaten durch den Grafikprozessor dekomprimiert, was deutlich schneller als über die CPU erfolgt und daher potenzielle Leistungsvorteile bietet. In DirectStorage 1.1, 1.2 und 1.3 kommt dafür die Dekompressionstechnologie Deflate zum Einsatz, welche mit dem Release von DirectStorage 1.4 durch ZStandard ("Zstd") abgelöst wird.
Zstandard zeichnet sich vor allem durch seine wettbewerbsfähige Kompressionsraten und Dekomprimierungsleistung, breite Verfügbarkeit auf Hardware und Software verschiedener Betriebssysteme sowie weite Verbreitung in Betriebssystemen, Cloud-Umgebungen und Webanwendungen aus. — Microsoft
Microsoft integriert die neue Dekompressionstechnologie in das mehrstufige Dekomprimierungs-Framework von DirectStorage 1.4, welches sowohl von der CPU als auch GPU genutzt werden kann, und teilt mit, dass man aktuell sehr eng mit den GPU-Herstellern zusammenarbeite, um die Low-Level-API auf den verschiedensten Hardware-Konfigurationen zu evaluieren. AMD und Nvidia haben bereits erste Treiberaktualisierungen für die zweite Jahreshälfte in Aussicht gestellt.
DirectStorage wird kaum genutzt
Aufgrund der Tatsache, dass Microsofts DirectStorage vergleichsweise schwer zu implementieren ist und in den wenigen Spielen, welche von der Technologie bislang Gebrauch machen, eher enttäuschende Ergebnisse geliefert hat, wird es bisher kaum genutzt. Auch unter Linux ist DirectStorage verfügbar, kommt aber bislang nur in einer handvoll Spiele wie Forspoken, Forza Motorsport und Horizon Forbidden West zum Einsatz. Auch in Ratchet & Clank: Rift Apart sinken die Fps durch DirectStorage.
Weitere Informationen zu DirectStorage 1.4 und Zstandard liefert der ausführliche Beitrag auf dem DirectX Developer Blo g von Microsoft.
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Quelle: Microsoft

Gruß T.
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Für den Microsoft Flight Simulator würde ich es mir wünschen, und wenn es nur die Ladezeiten verkürzt.
Und seit wann kostet Direct Storage Leistung? Davon höre/lese ich zum ersten Mal.