SSD-Turbo DirectStorage: Was bringt Version 1.1?

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Quelle: Microsoft

Microsoft ist in seinem Entwickler-Blog auf Direct Storage 1.1 eingegangen, das noch dieses Jahr ausgeliefert werden soll. Laut dem Hersteller soll es gleichermaßen Spielern wie auch Entwicklern nutzen und viel Arbeit der CPU an die GPU weiter delegieren. Dazu kommen neue Dekomprimierungstechniken wie Nvidias GDeflate zum Einsatz, die die maximale Effizienz durch Parallelisierung erreichen sollen. Lesen Sie dazu im Folgenden mehr.

Direct Storage gilt als Technik mit viel Potenzial und soll schnelle SSDs dazu nutzen, die CPU zu entlasten und die Ladezeiten der Spiele weiter zu verringern. Laut Microsoft ist mit einem Roll-out von Direct Storage 1.1 bereits Ende 2022 zu rechnen, sodass die Entwickler bald erste echte Erfahrungen mit der Technik sammeln können. Zwischenzeitlich versucht Microsoft die Vorteile der Technik für die jeweiligen Zielgruppen aufzudröseln und sie damit zu einem Upgrade auf Windows 11 zu animieren.

Die zwei großen relevanten Gruppen sind die Spieler und die Spieleentwickler. Erstere sollen vor allem durch die schnellere Dekompression von Inhalten profitieren können. In heutigen Spielen werden riesige Datenmengen genutzt, um Charaktere und Welten so realistisch wie möglich erscheinen zu lassen und die Daten aus Platzgründen komprimiert. Die Dekomprimierung erfolgt, indem die Daten in den Arbeitsspeicher geladen, von der CPU bearbeitet und dann in den Grafikspeicher geladen werden. Dadurch entstehen lange Ladezeiten und die Geschwindigkeit ist von Arbeitsspeicher und CPU abhängig.

Dabei soll Direct Storage Abhilfe schaffen und diesen Prozess auf die GPU auslagern, die sowieso eine höhere Rechenleistung bietet und ca. dreimal schneller als eine CPU sein soll. Gleichzeitig sinkt die CPU-Last und diese kann sich anderen Aufgaben zuwenden. Als Voraussetzung für die Technik gilt Windows 11, wenngleich Windows 10 eingeschränkt ebenfalls genutzt werden kann. Dazu kommen eine NVMe-SSD und eine DX12-Grafikkarte, die mindestens Shader Model 6.0 unterstützt.

Auch die Entwickler der Spiele sollen durch Techniken wie Nvidias neues GDeflate profitieren können. Dazu steht Microsoft mit AMD, Intel und Nvidia in engem Kontakt und versucht, eine möglichst gute Implementierung und Verkürzung der Ladezeiten zu erreichen. Die Entwickler müssen durch die Parallelisierung und die Nutzung der Grafikkarte zu Dekomprimierung ihren Content nicht künstlich verkleinern, sondern können wichtige Details beibehalten und Welten kreativ ausgestalten, ohne dass die Ladezeiten dadurch zu lang werden.

Microsoft hat bereits angekündigt, dass bei Release von Direct Storage 1.1 ein SDK mit Beispielen, umfangreicher Dokumentation, einem Tool für GDeflate und einer Anwendung zur Durchführung der Dekomprimierung durch Update zur Verfügung gestellt werden soll, während die Hardware-Hersteller ihre kompatiblen Treiber in den nächsten Wochen verteilen sollen. Allerdings steht hinter PC-Spielen, die DirectStorage nutzen, bisher ein riesiges Fragezeichen.

Quelle: Microsoft

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MrX1980 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        DirectStorage 1.1 Now Available
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von h_tobi Kokü-Junkie (m/w)
        Freue mich aufs Update und in Folge die ersten gelöschten SSDs ...
      • Von JTRch Software-Overclocker(in)
        Ich denke Microsoft Flight Simulator dürfte ein Kandidat sein, weil A) von Microsoft selber, B) ein technisches Vorzeigeprojekt C) jede Performancesteigerung dort gelegen kommt.
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