Intel gegen AMD: Kritik an Landing-Page von Alienware, lasse AMD überholt wirken
Eine vorgelagerte Landing-Page zu Alienware-Komplett-PCs erweckt den Eindruck, dass Systeme mit Intel-Prozessor mehr Features unterstützen und auch besser ausgestattet werden können. Die Produktbezeichnungen, R12 gegen R10, können ebenfalls zu diesem Eindruck führen. Daran wird Kritik laut.
Die Kollegen von Extremetech beklagen, dass Dell seine Alienware-Komplett-PCs der Aurora-Reihe mit Intels Rocket-Lake-Prozessor gegenüber solchen mit Ryzen-5000-CPU als überlegen erscheinen lässt. Diesen Eindruck suggeriere bereits die Produktbezeichnung, denn AMD-Systeme werden auch mit einem Ryzen 5000 weiterhin als Aurora R10 geführt, während für Rocket Lake-S die R12-Serie an den Start ging. Dabei wechselten Comet-Lake-Systeme bereits als Alienware Aurora R11 den Besitzer.
Außerdem bemängelt man eine den Produkten vorgeschaltete Landing-Page. Dort wird zum Beispiel das Intel-System mit PCI-Express 4.0 beworben, AMD jedoch nicht, obwohl der Standard von Ryzen-Prozessoren deutlich länger unterstützt wird. Darüber hinaus legt die Landing-Page nahe, dass die Aurora-R10-Reihe höchstens mit der Geforce RTX 3080 kombiniert werden kann, die R12-Reihe jedoch mit einer Geforce RTX 3090. Tatsächlich aber lassen sich auch die Ryzen-Systeme mit dem Ampere-Flaggschiff bestücken.
AMD angeblich mit weniger Arbeitsspeicher und schlechteren Netzteilen
Obwohl man beide Komplett-PC-Reihen mit bis zu 128 GiByte Arbeitsspeicher erhält, bewirbt Dell dies ebenfalls nur bei Intel, während die Landing-Page bei den AMD-PCs nur maximal 64 GB nennt. Auch verkauft Dell beide Produkte mit maximal DDR4-3400, behauptet aber auch hier zunächst, dass die Alienware-R10-Reihe nur mit maximal DDR4-3200 erworben werden kann. Überdies hebt Dell nur bei Intel das 80-Plus-Gold-Netzteil hervor, paart es laut Konfigurator jedoch sehr wohl mit AMD-Systemen.
Extremetech fühlt sich an Zeiten erinnert, als Intel PC-Hersteller dafür bezahlt haben soll, keine oder nur wenig AMD-Systeme zu verkaufen - was dem Konzern eine Milliardenstrafe wegen Wettbewerbsverzerrung einbrachte. Derartige Anschuldigungen sind im aktuellen Zusammenhang nicht zu belegen, zumal anzunehmen ist, dass ein gebranntes Kind vorsichtiger wird. Vermutlich werden Intel und AMD ihren Partnern unterschiedliche Vorgaben machen. So könnte Intel zum Beispiel auf ein Upgrade auf "R12" und das Herausstellen diverser Features bestanden haben, während sich der Unterschied auf der Landing-Page durch eine verschlafene Aktualisierung erklären lässt.
Mehr zum Thema: Umstrittener Userbenchmark: "Intel wird bei Tests gegenüber AMD benachteiligt"
Festzuhalten ist ferner, dass Intel immer noch deutlich mehr CPUs absetzt als AMD, der Markt für Selbstbauer ist da nicht stellvertretend. Aktuelle Ryzen-Prozessoren entstehen zudem bei Auftragsfertiger TSMC, der sich vor Aufträgen nicht retten kann und mit seinen Kapazitäten haushaltet. Intel indes produziert mit eignen Fabriken. Eine schlechtere Verfügbarkeit könnte, ebenso wie der im Mainstream weniger gefestigte Markenname, Ryzen-Systeme für Hersteller wie Dell schlicht uninteressanter machen mit entsprechenden Folgen für die Produktpflege. Ganz ohne böse Absichten.
Quelle: Extremetech, via Golem.de


So wie du es beschreibst, kann ich deinen Unmut durchaus verstehen, aber das Problem hat nur bedingt was mit Intel und AMD zu tun, sondern eher mit eurer lokalen IT. Und selbst der würde ich mit dieser HighLevel-Beschreibung keinen pauschalen Vorwurf machen, denn die Beschaffungs-Richtlinien und zu berücksichtigen Faktoren sind da schon ein wenig komplexer als dass es nur darum geht speziell dich glücklich zu machen.
Zu den Preisen sei zudem angemerkt, dass man da seltenst ein einzelnes Gerät kauft, sondern mit einem Zwischenhändler (oder gar Dell direkt?) einen Rahmenvertrag für Geräte, Servicedienstleistungen, Support und Ersatz, etc. abschließt und dieser inkludiert dann eine gewisse Modellpalette.
Zumeist ist es nicht ganz einfach da mit einem Verantwortlichen in einer größeren IT zu sprechen, insbesondere, da es bei denen Gang und Gäbe ist, dass die mit exotischen Sonderwünschen a la "ich hätte aber lieber dieses oder jenes, weil viel cooler, ähm ich meine natürlich das würde meine Produktivität gleich noch mal um 20 % erhöhen" ... la, la, la ...
Weitere Versuche einer Ferndiagnose erspare ich mir mal (weil in der Form unsinnig), aber ich kenne da beide Seiten zu genüge und das ist längst nicht alles so einfach wie für einen Privatmann, der sich informiert, ein Produkt ins Auge fasst und es mal eben einfach kauft.
Zu den Konzequenzen: Mag sein, aber deine "Drohung" greift ins Leere, da das schlicht deren Entscheidung ist. Die müssen selbst am besten wissen, womit sie besser fahren. Mit der Zeit wird sich das sicherlich ändern, dauert halt nur etwas.
AMD lässt den Retailmarkt bzgl. etlicher nur als Ryzen Pro angebotener Produkte derzeit auch links liegen und hat bspw. den TR Pro Lenovo-exklusiv eingeführt (der hier sogar noch mit einem Vendor-Lock versehen ist), schlicht weil sie es mussten. Da kam auch keiner auf die Idee unlauteres Geschäftsgebahren zu implizieren, weil man Märkte und Kunden benachteiligt.
Und ihre PCIe4- und Zen3-nur-auf-500ern-Strategie hat man ihnen ebenso überaus nachsichtig verziehen, obwohl es hier nur um den Profit ging, also das, was man gemeinhin den "bösen" Konkurrenten so gerne vorwirft. Am Ende ist sich hier jeder selbst der nächste. Das gilt für die Anbieter/Hersteller ebenso, wie für die Konsumenten ... und den Rest bzgl. dieser hier und da reichlich merkwürdig anmutenden Stilblüten erklärt die Brand-Psychologie.
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Und anhand von dieser Marktmacht werden dann Kaufentscheidungen durch Verbindungen mit Werbung und Werbeaussagen getroffen. Was der nette Mann in der Werbung sagt, muss doch gut sein und alle anderen kaufen es doch auch ..
Ich meine, die scheinen ja nicht mal irgend eine Scham zu bekommen, dass sie Firmen bzw. deren Meinungen kaufen. Wurde ja auch hier kein großer Heel draus gemacht, oder?
Schon klar, dass sich AMD das auch bei jedem Anbieter von Komplettsystem in jedem Land der Welt für jeden verlangten Preis leisten könnte ... bei ihrem ... Bugdet?
Ein Glück, dass Werbung bei mir immer ein negatives Gefühl eines Beeinflussungsversuches hervor ruft und ich mir meine Meinung meist erst nach dem Lesen mehrerer Meinungen beider Seiten bilde.
Der PCGH-Mainboard Guru hat mich zB. im kaufbaren Heft letztens durchaus auch umgestimmt: meine anscheinend veraltete oder falsche Vorstellung, dass man bei Intel bei einem Prozessor-Gen-Wechsel häufiger einen Mainboardwechsel einplanen muss als bei AMD, existiert so nicht mehr.
Allerdings hatte er mir auch kein Geld für dieses Umdenken gegeben ...