PC-Marktanteile: Intel mit Comeback im vierten Quartal vorbei an AMD

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Quelle: AMD

Intel kann im vierten Quartal 2020 ein Comeback feiern und holt sich Marktanteile von AMD zurück. AMD leidet vor allem darunter, dass man nicht so viel liefern kann, wie man auch verkaufen könnte. Intel hat das im Moment besser im Griff, nachdem man das Problem selbst schon durchgemacht hat.

Intel kann sich laut den Zahlen von Mercury Research erstmals seit geraumer Zeit wieder Marktanteile von AMD schnappen. AMD hatte zuletzt wegen der Zen-Prozessoren Aufwind, doch für das vierte Quartal konnte Intel den Trend stoppen. Insgesamt verlor AMD im x86-Markt sogar ein bisschen Boden, konnte sich dafür aber im Server-Bereich positiv entwickeln. Es drängt sich natürlich die Frage auf, wie es dazu kam.

Das vierte Quartal wurde vor allem wieder von der Corona-Pandemie befeuert, die für die größten Wachstumsraten im PC-Markt seit geraumer Zeit sorgt. Intel konnte unter diesen Umständen einfach in mehr Komplettsystemen vertreten sein. Dabei kommt Intel im Desktop-Segment zugute, dass fast alle Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit ausgeliefert werden, während bei AMD nur die Ryzen-APUs eine integrierte Grafikeinheit haben. Komplettsystemausrüster können über Intel einfach eine größere Bandbreite abdecken und Intel dürfte auch eher eine Alternative bereitstellen können, wenn es irgendwo knapp ist.

Eigene Fertigung erweist sich als Vorteil

Durch das gute Wachstum des Gesamtmarktes von 20 Prozent ist das für AMD aber keine schlechte Nachricht. Insgesamt hat man mehr verkauft als noch im Jahr zuvor, nur eben im vierten Quartal etwas weniger als Intel. 50 Prozent legte AMD im Jahresvergleich zu; in einem um 13 Prozent gewachsenen Gesamtmarkt. Es hätte wohl auch besser laufen können, wenn man mehr Ware hätte liefern können, doch AMD ist von TSMC abhängig und vom Kontingent, das man dort ergattern kann. Schwerpunkt der Produktion sind die Konsolen-Chips für Playstation 5 und Xbox Series X/S. Folglich litt unter anderem auch die Auslieferung von kleineren Prozessoren. Genau da punktet Intel im vierten Quartal. Aber auch Prozessoren, die in Gaming-Systemen verschwinden, hätten besser verfügbar sein können. Am Ende steht es bei 19,3 Prozent Marktanteil im Desktop-Bereich; Minus 0,8 Prozent, Plus 1,0 Prozent (Quartal/Jahr).
Mercury Research: Marktdaten Quelle: Mercury Research / Intel Mercury Research: Marktdaten
Und so wird man mit einem etwas niedrigeren Marktanteil in einem Quartal bestraft, in dem Intel am Ende einfach eine bessere Verfügbarkeit der Prozessoren sicherstellen konnte, die für gewöhnlich in Home-Office-Systemen stecken. Versorgungsknappheit kennt man bei Intel selbst aus den vergangenen Tagen nur zu gut und hatte das Thema angepackt - das Gros der Prozessoren sind zwar nach wie vor in 14 nm produziert, aber nun weitestgehend erhältlich und man konnte sogar 10-nm-Modelle bekommen, wie sie in Tiger-Lake-Notebooks stecken. Am Ende hat AMD 19 Prozent Marktanteil; Minus 1,2, Plus 2,8 (Quartal/Jahr).

Aufgrund der ungewöhnlichen Marktlage muss hier aber kein genereller Trend vorliegen; im nächsten Quartal kann es bereits wieder anders aussehen. Insbesondere die Verfügbarkeit der Ryzen 5000 für Mobile könnte an Intel Käfig rütteln, da nun Zen-3-Technik verfügbar ist und der Notebookmarkt mit 60 Prozent den Markt noch mehr treibt als das Desktopsegment. Ausschlaggebend wird hier die Verfügbarkeit und die Adaptionsrate der Systemanbieter sein. Die kommenden Tage erscheint zudem mit Rocket Lake Intels Antwort auf Ryzen 5000 Desktop, der aber nur bis 8 Kerne kompetitiv sein wird.

AMD am Servermarkt im Aufwind

Im Servermarkt läuft es für AMD nach Plan: 7,1 Prozent Anteil; Plus 0,5/2,6 Prozent (Quartal/Jahr). Man kann sich in kleinen Stücken Anteile von Intel sichern; das könnte nach dem Verständnis der Manager sicher schneller gehen, aber hier zahlt sich Geduld aus. Mittelfristig wird das Angebot an Epyc-Prozessoren von AMD, das insbesondere mit "Milan" durchaus attraktiv ist, auch weitere Kunden finden. Eine Serverfarm tauscht man eben selten an einem Nachmittag aus.

Quelle: Mercury Research via Tom's Hardware Guide

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    • Kommentare (61)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von derneuemann Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Don-71
        Wie kann man eigentlich als Redakteuer nur so verblendet sein?

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        Der 7700k liegt im Schnitt 50-55% hinter einem 5600x in 720p

        und das holt natürlich ein 6700k auf, in dem er statt mit 2666 MHZ RAM mit 3200MHZ bestückt wird.
        Was du dir für Bias Posting leistest geht wirklich auf gar keine Kuhhaut mehr, man muss sich echt für so etwas schämen!
        Wo liegt der denn, wenn der Speicher mit 3200MHz statt 2400MHz betrieben wird und dann die Kerne auch gleich hoch takten. Also ein 7700k@4,6GHz (Cache gleich auch mit 4,6GHz) und dazu 3200MHz Ram.

        Dann dürfte der 7700K auch gut nur noch 35% hinter dem 5600X liegen. Was für fünf Jahre und 50% mehr Kerne zu wenig erscheint. Das gilt natürlich auch für alle anderen CPUs, egal ob Intel, oder AMD drauf steht.

        Klar gibt es heute Spiele, in denen die 4Kerner mit 8 Threads an die Grenzen kommen, aber im Schnitt ist die Mehrleistung in Spielen traurig, für das was an Zeit vergangen ist und wie viele Kerne heute zu Werke gehen.

        Wenn man diese angenommenen 35% Vorsprung sich so anschaut, dann die Mehrkerne abzieht, dann landet man schon bei vergleichbarer Leitung, bei selben Takt und Speicher.

        Das ist doch auch die Aussage des Redakteurs gewesen, oder nicht.
        Zitat von Don-71
        Ganz ehrlich, geht es eigentlich noch Wahrheitsverdrehter?
        Also der Sprung von einem Intel i7 2600k zu einem i7 4790k oder 6700k und von da zu einem 10600k waren also deutlich höher? Wann ging denn deutlich mehr in 5 Jahren, im gleichen Preisbereich die letzten 10 Jahre?
        Außerdem schlagen sich 50% mehr Kerne nicht in 50% mehr Leistung in Spielen nieder, was die letzten Jahre wohl bewiesen haben vor allen dingen nicht in 720p und Drawcalls Abarbeitung. Die IPC des 5600x ist in Spielen massiv höher auch mit gleichem RAM als bei einem 6700k, das belegen nun mal alle Tests und er taktet dabei (Allcore Takt) nur unwesentlich höher als ein 6700k oder 7700k.
        PCGH hat mal getestet, das ein 6700K bei gleichem Takt fast 30% schneller war, als ein 2600k. (Beide @3,2GHz)

        Bei gleich vielen Kernen.

        Ich denke auch, das die Aussage mit den fünf Jahren sich eher auf die Zeit vor 2010 bezieht, bevor AMD damals den Anschluss verloren hatte.

        Ich würde weniger kritisch darüber denken, wenn eine heutige CPU bei gleicher Kernzahl und Takt wieder fast 30% vor einem 7700k liegen würde.

        Vielleicht hast du auch Recht...
        Mir geht es auch nicht um "bla bla 5 Jahre", sondern das man eigentlich mehr erwartet.

        Kannst du einen Test verlinken, der einen 5600X@Stock mit einem 7700K @4,6GHz und 3200MHz Ram beinhaltet, oder generell bei gleichem Takt. Wäre sehr interessant für mich.

        Nicht falsch verstehen, das die neuen AMD´s richtig gut (gemessen an dem, was man so kaufen kann) sind bestreitet keiner, aber mehr erwartet hätte ich die letzten fünf Jahre, von neuen CPUs schon.
        Zitat von Don-71
        Du solltest dich mal zurückhalten mit deinem Geschreibsel, die Mehrnachfrage in 2020 wurde vollkommen gedeckt und auch noch Marktanteile hinzugewonnen, anscheinend bist du nicht in der Lage simpelste mathematische Berechnungen auszuführen!
        Hast du nicht gerade noch geschrieben, das man die Nachfrage nur knapp nicht bedienen konnte Will dich nicht ärgern, aber nicht gedeckt und vollkommen gedeckt geht schon noch auseinander.

        Außerdem lässt sich die Nachfrage schlecht greifen.
      • Von derneuemann Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Don-71
        Wie kann man eigentlich als Redakteuer nur so verblendet sein?

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        Der 7700k liegt im Schnitt 50-55% hinter einem 5600x in 720p

        und das holt natürlich ein 6700k auf, in dem er statt mit 2666 MHZ RAM mit 3200MHZ bestückt wird.
        Was du dir für Bias Posting leistest geht wirklich auf gar keine Kuhhaut mehr, man muss sich echt für so etwas schämen!
        Wo liegt der denn, wenn der Speicher mit 3200MHz statt 2400MHz betrieben wird und dann die Kerne auch gleich hoch takten. Also ein 7700k@4,6GHz (Cache gleich auch mit 4,6GHz) und dazu 3200MHz Ram.

        Dann dürfte der 7700K auch gut nur noch 35% hinter dem 5600X liegen. Was für fünf Jahre und 50% mehr Kerne zu wenig erscheint. Das gilt natürlich auch für alle anderen CPUs, egal ob Intel, oder AMD drauf steht.

        Klar gibt es heute Spiele, in denen die 4Kerner mit 8 Threads an die Grenzen kommen, aber im Schnitt ist die Mehrleistung in Spielen traurig, für das was an Zeit vergangen ist und wie viele Kerne heute zu Werke gehen.

        Wenn man diese angenommenen 35% Vorsprung sich so anschaut, dann die Mehrkerne abzieht, dann landet man schon bei vergleichbarer Leitung, bei selben Takt und Speicher.

        Das ist doch auch die Aussage des Redakteurs gewesen, oder nicht.
        Zitat von Don-71
        Ganz ehrlich, geht es eigentlich noch Wahrheitsverdrehter?
        Also der Sprung von einem Intel i7 2600k zu einem i7 4790k oder 6700k und von da zu einem 10600k waren also deutlich höher? Wann ging denn deutlich mehr in 5 Jahren, im gleichen Preisbereich die letzten 10 Jahre?
        Außerdem schlagen sich 50% mehr Kerne nicht in 50% mehr Leistung in Spielen nieder, was die letzten Jahre wohl bewiesen haben vor allen dingen nicht in 720p und Drawcalls Abarbeitung. Die IPC des 5600x ist in Spielen massiv höher auch mit gleichem RAM als bei einem 6700k, das belegen nun mal alle Tests und er taktet dabei (Allcore Takt) nur unwesentlich höher als ein 6700k oder 7700k.
        PCGH hat mal getestet, das ein 6700K bei gleichem Takt fast 30% schneller war, als ein 2600k. (Beide @3,2GHz)

        Bei gleich vielen Kernen.

        Ich denke auch, das die Aussage mit den fünf Jahren sich eher auf die Zeit vor 2010 bezieht, bevor AMD damals den Anschluss verloren hatte.

        Ich würde weniger kritisch darüber denken, wenn eine heutige CPU bei gleicher Kernzahl und Takt wieder fast 30% vor einem 7700k liegen würde.

        Vielleicht hast du auch Recht...
        Mir geht es auch nicht um "bla bla 5 Jahre", sondern das man eigentlich mehr erwartet.

        Kannst du einen Test verlinken, der einen 5600X@Stock mit einem 7700K @4,6GHz und 3200MHz Ram beinhaltet, oder generell bei gleichem Takt. Wäre sehr interessant für mich.

        Nicht falsch verstehen, das die neuen AMD´s richtig gut (gemessen an dem, was man so kaufen kann) sind bestreitet keiner, aber mehr erwartet hätte ich die letzten fünf Jahre, von neuen CPUs schon.
        Zitat von Don-71
        Du solltest dich mal zurückhalten mit deinem Geschreibsel, die Mehrnachfrage in 2020 wurde vollkommen gedeckt und auch noch Marktanteile hinzugewonnen, anscheinend bist du nicht in der Lage simpelste mathematische Berechnungen auszuführen!
        Hast du nicht gerade noch geschrieben, das man die Nachfrage nur knapp nicht bedienen konnte Will dich nicht ärgern, aber nicht gedeckt und vollkommen gedeckt geht schon noch auseinander.

        Außerdem lässt sich die Nachfrage schlecht greifen.
      • Von Unrockstar85 Software-Overclocker(in)
        Zitat von Rollora
        und wo ist was ich schreibe Unsinn?
        Der Markt ist gewachsen, TSMC kommt aus Gründen mit der Lieferung nicht hinterher, OEMs haben damit ihre liebe Not.
        So ist das nunmal.
        Schlimmer noch.. Es kommen ja keine Substrate von den Herstellern, also selbst wenn die EU nun 100 Mrd an TSMC zahlt für ne Fab, bringt diese erstmal nichts.
        Ich muss deiner und Dons Diskussion nicht folgen, denn fakt ist nun mal. Ohne Corona hätte AMD ähnliche Zahlen gezeigt, Aber der Gesamtmarkt wäre kleiner gewesen. Ich bleibe dabei. 2020 kann man nicht als Grundlage für die Berechnung nehmen (4,5 Mio PS5 sprechen Bände) und erst wenn die Pandemie vorbei ist, werden wir sehen, ob AMD die 30% Marketshare schon hat. Denn der Markt wird nach der Pandemie wieder schrumpfen..
        Und da brauch ich euch beiden nichts vorzutanzen, das ist einfach Realität.

        Und AMD erfüllt scheinbar gut die Verträge, sonst gäb es sowas wie 3400G oder Renoir zu kaufen
        Aber auch Dell und Lenovo haben nun Lieferzeiten von 10-12 Wochen, wenn du als IT Haus bestellst. Bei uns (Zugegeben Siemens ist nicht klein), haben wir derzeit noch Lagerware für die Kollegen und dann heisst es minimum 8 Wochen warten.

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        Wenn man das aber mal weiterspinnt, wieso hat NVidia dann auch so viel Lieferprobleme? Ich meine, AMD soll angeblich nur 11% für Ryzen und RX reservieren, aber Nvidia hat ja mit Samsung einen anderen Fertiger?
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Vllt ist Igors Version der Story doch dichter an der Wirklichkeit.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von RyzA
        Naja, sie hätten aber noch mehr verkaufen können.
        Gerade was Grafikkarten angeht.
        CPUs aber auch.
        jap. So ziemlich alle in der Branche hätten mehr verkaufen können, überall hat man den zusätzlichen Bedarf gemerkt. Selbst Apple misste Produkte verschieben und die zahlen schon extra, damit sie exklusive Deals haben.
        Wir hatten im ersten Lockdown plötzlich Bestellung einer Firma von knapp 1000 PCs, da waren aber grad nur 30 der vorgesehenen CPUs lieferbar.
        Und wir hatten plötzlich mehrere 10.000 Laptops in Auftrag, aber natürlich geht das nicht so schnell, auch hier misste dann das Mpdell gewechselt werden und man war mit Intel nicht nur besser, sondern auch günstiger dran
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Dafür müsste man die internen Zahlen kennen. Mehr Chips zu höheren Preisen zu verkaufen ist für AMD garantiert kein Schritt in die falsche Richtung.

        Die Frage ist, wieviel zusätzlich möglichen Umsatz sie im Moment wegen mangelnder Produktion liegen lassen und wie teuer es zu welchem Zeitpunkt gewesen wäre, diese Kapazitäten nachzukaufen. Langfristig buchen ist natürlich günstiger und Corona hätte AMD erst vor 12 Monaten in die Planungen einfließen lassen können; wie lange vorher sie die Konkurrenzstärke von Zen 2 und Zen 3 gegenüber Intels 2020er Aufgebot korrrekt einschätzen konnten, wissen wir nicht. Aber aus Privat- wie auch Geschäftskundensicht geht es nicht darum, wie teuer oder wie riskant es für AMD gewesen wäre, bessere Angebote machen zu können. Da zählt nur, was es auf dem Markt gibt – oder eben nicht.
        Naja, sie hätten aber noch mehr verkaufen können.
        Gerade was Grafikkarten angeht.
        CPUs aber auch.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Don-71
        Du solltest dich mal zurückhalten mit deinem Geschreibsel, die Mehrnachfrage in 2020 wurde vollkommen gedeckt und auch noch Marktanteile hinzugewonnen, anscheinend bist du nicht in der Lage simpelste mathematische Berechnungen auszuführen!
        Dafür hätte ich gerne eine Quelle, du widersprichst dir ja selbst (aus der Hand gerissen) wie auch den offiziellen Aussagen von AMD, aber mir ist das eh egal. Wir hatten Bestellungen die nicht erfüllt wurden. Pech gehabt mit deiner fantasierten Mathematik
      Direkt zum Diskussionsende
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