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Viel braucht es nicht
E-Sports-Titel wie VALORANT benötigen keinen starken Gaming-Rechner. Im Fokus stehen weniger hübsche Grafikeffekte als ansehnlicher Stil und vor allem Performance. Selbst ältere Einsteiger-PCs genügen daher für erste Probeversuche. Grundlegend sind stärkere CPU- und GPU-Modelle als Performance-Puffer (auch für andere Titel und Lastszenarien) nie eine schlechte Idee - das trifft insbesondere auf Content-Creator zu, wenn nebenher noch in hoher Qualität gestreamt oder nach der Spiele-Session Videos schneller geschnitten werden sollen.
Quelle: PCGH
Spannend wird der im Juli bevorstehende Engine-Wechsel zur Unreal Engine 5. Angesichts der in VALORANT fehlenden leistungsintensiven Bestandteile - wie Raytracing (Lumen) - sind mit dem Engine-Upgrade keine gravierend höheren Anforderungen oder abweichenden Grafikeinstellungen zu erwarten, nur der Technik-Unterbau dürfte moderner ausfallen. E-Sports-Titel wie VALORANT müssen, um langfristig erfolgreich zu bleiben, ein stabiles, performantes Engine-Fundament vorweisen; entsprechend spezifisch und umfänglich fallen Anpassungen des Entwicklerteams bei der Unreal-Engine-5-Basis aus.
| Offizielle Systemanforderungen (für VALORANT) | Minimum mit minimalen Einstellungen (für Full HD bei 30 Fps) | Hardware für 60 Fps (Detailverzicht nötig) | Hardware für über 144 Fps |
|---|---|---|---|
| Prozessor | Intel Core 2 Duo E8400 oder AMD Athlon 200GE | Intel Core i3-4150 oder AMD Ryzen 3 1200 | Intel Core i5-9400F oder AMD Ryzen 5 2600X |
| Grafikkarte | Intel HD 4000 oder AMD Radeon R5 200 | Nvidia Geforce GT 730 oder AMD Radeon R7 240 | Nvidia GTX 1050 Ti oder Radeon R7 370 |
| Arbeitsspeicher | 4 GiB RAM (beim Nutzen einer integrierten GPU ist zudem mindestens 1 GiB zugesicherter VRAM nötig) | 4 GiB RAM (beim Nutzen einer integrierten GPU ist zudem mindestens 1 GiB zugesicherter VRAM nötig) | 4 GiB RAM (beim Nutzen einer integrierten GPU ist zudem mindestens 1 GiB zugesicherter VRAM nötig) |
| Betriebssystem | Windows 10 (Build 19045+) 64 Bit, oder Windows 11 64 Bit (mit TPM 2.0, Secure-Boot), DX 11 erforderlich | Windows 10 (Build 19045+) 64 Bit, oder Windows 11 64 Bit (mit TPM 2.0, Secure-Boot), DX 11 erforderlich | Windows 10 (Build 19045+) 64 Bit, oder Windows 11 64 Bit (mit TPM 2.0, Secure-Boot), DX 11 erforderlich |
Grafik-Settings erklärt
Wenn Sie Performance-Probleme haben und diese insbesondere auf die Grafikkarte zurückfallen, können Sie mit einigen Handgriffen im Grafikmenü gegenlenken. Im Folgenden gehen wir die Grafikeinstellungen von VALORANT mit Erklärungen exemplarisch durch.
| Grafiksetting | Häufig genutzte Einstellung der Profis | Auswirkung/Effekt |
|---|---|---|
| Auflösung | Wählen Sie die native Auflösung und Refresh-Rate Ihres Monitors | Grundlage für saubere Darstellung. |
| Bildformatmethode | Vollbild | Die native Vollbilddarstellung liefert die höchsten Fps. |
| Mehrsträngiges Rendern (Multithreading) | Bei Vielkernern aktivieren | Nutzt Multithreading, um Mehrkern-CPUs besser auszulasten. |
| Materialqualität | Niedrig | Generell recht anspruchsvoll, für kompetitives Gaming aber nicht erheblich. Steuert Komplexität von Shadern und Materialien. |
| Texturqualität | Mittel | Kaum Auswirkungen auf die Performance bei stärkeren Systemen. Verringerte Einstellung bei sehr schwacher Hardware wählen und um Grafikspeicher zu entlasten (weniger als 4 GiByte VRAM). |
| Detailqualität | Niedrig | Unter anderem Vegetationsdetails, die recht anspruchsvoll ausfallen. Reduziert zudem optische Störfaktoren, Clutter erhöht Performance und Bildklarheit. |
| Qualität der Benutzeroberfläche | Mittel | Betrifft HUD-Elemente und Menüs, Charakterportraits nahezu keine Auswirkung auf die Spiel-Performance. |
| Vignette | Aus | Vignette ist eine leichte Verdunkelung in den Bildschirmecken. Ein Ausschalten erhöht die Bildklarheit. |
| Vsync | Aus (nur mit aktivem G-Sync/Freesync anschalten) | Ausschalten, um Latenz zu reduzieren, falls kein G-Sync/Freesync zum Einsatz kommt. Kann jedoch Tearing/Bildrisse hervorrufen! |
| Antialiasing | 2× MSAA | Kantenglättung, um pixelige Umrisse zu vermeiden. Erhöht Bildklarheit. |
| Anisotropes Filtern | 4× (bis 16×) | Bestimmt die Sauberkeit bei schrägen Oberflächen (Texturen). Geringe Auswirkungen auf Bildklarheit und Performance. |
| Deutlichkeit erhöhen | An | Verbessert Kontraste/Dynamik der Beleuchtung um Bildklarheit zu erhöhen. Relativ geringe Auswirkungen, kann bei einigen Systemen aber die Performance reduzieren. Ein Ausprobieren ist ratsam. |
| Experimentelle Unscharfmaskierung | Eher an | Mäßige Übersetzung: Es ist eine Nachschärfung. Erhöht Bildklarheit, betont Umrisse, kann jedoch zu Krümeln/Flimmern führen. Noch experimentell! |
| Bloom | Aus | Glühender, leuchtender Nachbearbeitungseffekt für helle Bildelemente (Blend-Effekt). Ausschalten für erhöhte Bildklarheit. |
| Verzerrung | Aus | Jedwede Verzerrung sollte für kompetitives Spielen vermieden werden. Ausschalten! |
| Schlagschatten | Aus | Betrifft dynamische Schatten, etwa der Spielfiguren. Zuschalten bringt kaum kompetitiven Vorteil (außer in sehr speziellen Fällen, falls der Schatten etwa eine verdeckte Figur „verrät“). Hohe Performance-Kosten. Ausschalten. |
Ob die GPU ein limitierender Faktor ist, erkennen Sie, wenn Sie die Framerate freischalten (deaktivieren Sie Vsync und Fps-Limit), die Auflösung reduzieren und einen Fps-Zähler hinzuschalten (etwa vom Treiber oder mit Software wie CapFrameX). Steigt die Framerate (stark) an, ist die GPU limitierender Faktor. Passiert nichts bis wenig, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein CPU-Limit vor. In letzterem Fall bleibt wenig anderes möglich, als Hintergrundprozesse zu reduzieren und, wenn alle anderen Optionen ins Leere führen, den Prozessor zu ersetzen.
Thema Tuning: Stabilität ist zu bevorzugen
Massive Übertaktungsvorhaben (gerade mit scharfen RAM-Timings) können zwar die Performance teils massiv beflügeln, jedoch im Kontext des E-Sports auch zu Stabilitätsproblemen führen, die abseits von Abstürzen gerade für Einsteiger nicht unbedingt offensichtlich sind (andere Latenzen, Mini-Ruckler etc.). Anfängern und Spielern mit E-Sports-Fokus raten wir - abgesehen von unbedenklichen herstellerseitigen OC-Profilen von GPUs, RAM-Kits und Co. - bei den üblichen Systemparametern zu bleiben; beim E-Sports gilt es, stärkeres Hardware-Tuning zu meiden.
Beispiel-PCs für E-Sports-Spieler
Neugierige Einsteiger in den E-Sports-Bereich benötigen keine teure Hardware. Je nach Vorhaben empfiehlt sich jedoch mehr Leistung, etwa für Streamer oder für Spieler, die auch abseits von E-Sports anspruchsvolleres Gaming in den Fokus rücken möchten.
Für ca. 630 Euro
- GPU: Radeon RX 7600 mit 8 GiB für ca. 215 Euro
- CPU: AMD Ryzen 5 5600 für ca. 90 Euro
- Kühler: Boxed (mitgelieferter Kühler)
- Arbeitsspeicher: Corsair Vengeance LPX 32 GiB DDR4-3600, CL18 für ca. 60 Euro
- Mainboard: Gigabyte B550M DS3H für ca. 80 Euro
- SSD: Kingston NV3 mit 1 TByte für ca. 55 Euro
- Netzteil: Be Quiet Pure Power 12 550 W für ca. 75 Euro
- Gehäuse: Deepcool CC560 V2 für ca. 55 Euro
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Für ca. 1.125 Euro
- GPU: Geforce RTX 5070 mit 12 GiB für ca. 500 Euro
- CPU: Ryzen 5 7500F für ca. 130 Euro
- Kühler: Arctic Freezer 36 Black für ca. 30 Euro
- Arbeitsspeicher: Corsair Vengeance 32 GiB, DDR5-6000, CL36 für ca. 100 Euro
- Mainboard: Asus TUF Gaming B650-Plus für ca. 150 Euro
- SSD: Kingston NV3 mit 1 TByte für ca. 55 Euro
- Netzteil: Be Quiet Pure Power 12 650 W für ca. 80 Euro
- Gehäuse: Phanteks XT Pro Ultra für ca. 80 Euro
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Quelle: PCGH
Übung macht den Meister. Als Einsteiger im E-Sports ist es normal, anfangs überfordert zu sein - ob mit der Steuerung, Spielabläufen oder dem Zusammenspiel im Team.
Training und Zeit führen zum Erfolg
Wer besser werden will, sollte regelmäßig trainieren. Aufwärmroutinen, gezielte Aim-Übungen, das Einüben von Bewegungsmustern sowie das Erlernen von Map-Callouts (Positionen) sind die zentralen Bausteine. Der Rest wie Präzision, Reaktionszeit, Map-Awareness und strategisches Verständnis kommt ganz automatisch mit der Zeit. Online finden sich unzählige Community-Guides und Tutorials. Lassen Sie sich von Niederlagen nicht entmutigen - Fehler sind Teil des Lernprozesses. Wer reflektiert, analysiert und gezielt an Schwächen arbeitet, wird konstant besser. Genau diese stetige Verbesserung macht den E-Sports-Reiz überhaupt aus: Der Weg ist das Ziel!
