E-Sports erklärt: Optimierte Spiel- und OS-Settings für Einsteiger
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E-Sports erklärt: Optimierte Spiel- und OS-Settings für Einsteiger

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Special Philipp Reuther Richard Engel

Viel braucht es nicht

E-Sports-Titel wie VALORANT benötigen keinen starken Gaming-Rechner. Im Fokus stehen weniger hübsche Grafikeffekte als ansehnlicher Stil und vor allem Performance. Selbst ältere Einsteiger-PCs genügen daher für erste Probeversuche. Grundlegend sind stärkere CPU- und GPU-Modelle als Performance-Puffer (auch für andere Titel und Lastszenarien) nie eine schlechte Idee - das trifft insbesondere auf Content-Creator zu, wenn nebenher noch in hoher Qualität gestreamt oder nach der Spiele-Session Videos schneller geschnitten werden sollen.

Spannend wird der im Juli bevorstehende Engine-Wechsel zur Unreal Engine 5. Angesichts der in VALORANT fehlenden leistungsintensiven Bestandteile - wie Raytracing (Lumen) - sind mit dem Engine-Upgrade keine gravierend höheren Anforderungen oder abweichenden Grafikeinstellungen zu erwarten, nur der Technik-Unterbau dürfte moderner ausfallen. E-Sports-Titel wie VALORANT müssen, um langfristig erfolgreich zu bleiben, ein stabiles, performantes Engine-Fundament vorweisen; entsprechend spezifisch und umfänglich fallen Anpassungen des Entwicklerteams bei der Unreal-Engine-5-Basis aus. Quelle: PCGH Spannend wird der im Juli bevorstehende Engine-Wechsel zur Unreal Engine 5. Angesichts der in VALORANT fehlenden leistungsintensiven Bestandteile - wie Raytracing (Lumen) - sind mit dem Engine-Upgrade keine gravierend höheren Anforderungen oder abweichenden Grafikeinstellungen zu erwarten, nur der Technik-Unterbau dürfte moderner ausfallen. E-Sports-Titel wie VALORANT müssen, um langfristig erfolgreich zu bleiben, ein stabiles, performantes Engine-Fundament vorweisen; entsprechend spezifisch und umfänglich fallen Anpassungen des Entwicklerteams bei der Unreal-Engine-5-Basis aus.

Offizielle Systemanforderungen (für VALORANT) Minimum mit minimalen Einstellungen (für Full HD bei 30 Fps) Hardware für 60 Fps (Detailverzicht nötig) Hardware für über 144 Fps
Prozessor Intel Core 2 Duo E8400 oder AMD Athlon 200GE Intel Core i3-4150 oder AMD Ryzen 3 1200 Intel Core i5-9400F oder AMD Ryzen 5 2600X
Grafikkarte Intel HD 4000 oder AMD Radeon R5 200 Nvidia Geforce GT 730 oder AMD Radeon R7 240 Nvidia GTX 1050 Ti oder Radeon R7 370
Arbeitsspeicher 4 GiB RAM (beim Nutzen einer integrierten GPU ist zudem mindestens 1 GiB zugesicherter VRAM nötig) 4 GiB RAM (beim Nutzen einer integrierten GPU ist zudem mindestens 1 GiB zugesicherter VRAM nötig) 4 GiB RAM (beim Nutzen einer integrierten GPU ist zudem mindestens 1 GiB zugesicherter VRAM nötig)
Betriebssystem Windows 10 (Build 19045+) 64 Bit, oder Windows 11 64 Bit (mit TPM 2.0, Secure-Boot), DX 11 erforderlich Windows 10 (Build 19045+) 64 Bit, oder Windows 11 64 Bit (mit TPM 2.0, Secure-Boot), DX 11 erforderlich Windows 10 (Build 19045+) 64 Bit, oder Windows 11 64 Bit (mit TPM 2.0, Secure-Boot), DX 11 erforderlich
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Grafik-Settings erklärt

Wenn Sie Performance-Probleme haben und diese insbesondere auf die Grafikkarte zurückfallen, können Sie mit einigen Handgriffen im Grafikmenü gegenlenken. Im Folgenden gehen wir die Grafikeinstellungen von VALORANT mit Erklärungen exemplarisch durch.

Grafiksetting Häufig genutzte Einstellung der Profis Auswirkung/Effekt
Auflösung Wählen Sie die native Auflösung und Refresh-Rate Ihres Monitors Grundlage für saubere Darstellung.
Bildformatmethode Vollbild Die native Vollbilddarstellung liefert die höchsten Fps.
Mehrsträngiges Rendern (Multithreading) Bei Vielkernern aktivieren Nutzt Multithreading, um Mehrkern-CPUs besser auszulasten.
Materialqualität Niedrig Generell recht anspruchsvoll, für kompetitives Gaming aber nicht erheblich. Steuert Komplexität von Shadern und Materialien.
Texturqualität Mittel Kaum Auswirkungen auf die Performance bei stärkeren Systemen. Verringerte Einstellung bei sehr schwacher Hardware wählen und um Grafikspeicher zu entlasten (weniger als 4 GiByte VRAM).
Detailqualität Niedrig Unter anderem Vegetationsdetails, die recht anspruchsvoll ausfallen. Reduziert zudem optische Störfaktoren, Clutter erhöht Performance und Bildklarheit.
Qualität der Benutzeroberfläche Mittel Betrifft HUD-Elemente und Menüs, Charakterportraits nahezu keine Auswirkung auf die Spiel-Performance.
Vignette Aus Vignette ist eine leichte Verdunkelung in den Bildschirmecken. Ein Ausschalten erhöht die Bildklarheit.
Vsync Aus (nur mit aktivem G-Sync/Freesync anschalten) Ausschalten, um Latenz zu reduzieren, falls kein G-Sync/Freesync zum Einsatz kommt. Kann jedoch Tearing/Bildrisse hervorrufen!
Antialiasing 2× MSAA Kantenglättung, um pixelige Umrisse zu vermeiden. Erhöht Bildklarheit.
Anisotropes Filtern 4× (bis 16×) Bestimmt die Sauberkeit bei schrägen Oberflächen (Texturen). Geringe Auswirkungen auf Bildklarheit und Performance.
Deutlichkeit erhöhen An Verbessert Kontraste/Dynamik der Beleuchtung um Bildklarheit zu erhöhen. Relativ geringe Auswirkungen, kann bei einigen Systemen aber die Performance reduzieren. Ein Ausprobieren ist ratsam.
Experimentelle Unscharfmaskierung Eher an Mäßige Übersetzung: Es ist eine Nachschärfung. Erhöht Bildklarheit, betont Umrisse, kann jedoch zu Krümeln/Flimmern führen. Noch experimentell!
Bloom Aus Glühender, leuchtender Nachbearbeitungseffekt für helle Bildelemente (Blend-Effekt). Ausschalten für erhöhte Bildklarheit.
Verzerrung Aus Jedwede Verzerrung sollte für kompetitives Spielen vermieden werden. Ausschalten!
Schlagschatten Aus Betrifft dynamische Schatten, etwa der Spielfiguren. Zuschalten bringt kaum kompetitiven Vorteil (außer in sehr speziellen Fällen, falls der Schatten etwa eine verdeckte Figur „verrät“). Hohe Performance-Kosten. Ausschalten.

Ob die GPU ein limitierender Faktor ist, erkennen Sie, wenn Sie die Framerate freischalten (deaktivieren Sie Vsync und Fps-Limit), die Auflösung reduzieren und einen Fps-Zähler hinzuschalten (etwa vom Treiber oder mit Software wie CapFrameX). Steigt die Framerate (stark) an, ist die GPU limitierender Faktor. Passiert nichts bis wenig, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein CPU-Limit vor. In letzterem Fall bleibt wenig anderes möglich, als Hintergrundprozesse zu reduzieren und, wenn alle anderen Optionen ins Leere führen, den Prozessor zu ersetzen.

Thema Tuning: Stabilität ist zu bevorzugen

Massive Übertaktungsvorhaben (gerade mit scharfen RAM-Timings) können zwar die Performance teils massiv beflügeln, jedoch im Kontext des E-Sports auch zu Stabilitätsproblemen führen, die abseits von Abstürzen gerade für Einsteiger nicht unbedingt offensichtlich sind (andere Latenzen, Mini-Ruckler etc.). Anfängern und Spielern mit E-Sports-Fokus raten wir - abgesehen von unbedenklichen herstellerseitigen OC-Profilen von GPUs, RAM-Kits und Co. - bei den üblichen Systemparametern zu bleiben; beim E-Sports gilt es, stärkeres Hardware-Tuning zu meiden.

Beispiel-PCs für E-Sports-Spieler

Neugierige Einsteiger in den E-Sports-Bereich benötigen keine teure Hardware. Je nach Vorhaben empfiehlt sich jedoch mehr Leistung, etwa für Streamer oder für Spieler, die auch abseits von E-Sports anspruchsvolleres Gaming in den Fokus rücken möchten.

Für ca. 630 Euro

  1. GPU: Radeon RX 7600 mit 8 GiB für ca. 215 Euro
  2. CPU: AMD Ryzen 5 5600 für ca. 90 Euro
  3. Kühler: Boxed (mitgelieferter Kühler)
  4. Arbeitsspeicher: Corsair Vengeance LPX 32 GiB DDR4-3600, CL18 für ca. 60 Euro
  5. Mainboard: Gigabyte B550M DS3H für ca. 80 Euro
  6. SSD: Kingston NV3 mit 1 TByte für ca. 55 Euro
  7. Netzteil: Be Quiet Pure Power 12 550 W für ca. 75 Euro
  8. Gehäuse: Deepcool CC560 V2 für ca. 55 Euro

Alle Einzelteile des günstigeren Beispiels hier in einem Warenkorb.

Für ca. 1.125 Euro

  1. GPU: Geforce RTX 5070 mit 12 GiB für ca. 500 Euro
  2. CPU: Ryzen 5 7500F für ca. 130 Euro
  3. Kühler: Arctic Freezer 36 Black für ca. 30 Euro
  4. Arbeitsspeicher: Corsair Vengeance 32 GiB, DDR5-6000, CL36 für ca. 100 Euro
  5. Mainboard: Asus TUF Gaming B650-Plus für ca. 150 Euro
  6. SSD: Kingston NV3 mit 1 TByte für ca. 55 Euro
  7. Netzteil: Be Quiet Pure Power 12 650 W für ca. 80 Euro
  8. Gehäuse: Phanteks XT Pro Ultra für ca. 80 Euro

Alle Einzelteile des stärkeren Beispiels hier in einem Warenkorb.

PCGH-Orientierungshilfe: GPU-Rangliste und CPU-Indizes

Mehr beispielhafte Rechner-Konfigurationen und allgemeine Infos zu Gaming-PCs finden Sie auch hier in unserer umfänglicheren PC-Kaufberatungs-Übersicht.

Übung macht den Meister. Als Einsteiger im E-Sports ist es normal, anfangs überfordert zu sein - ob mit der Steuerung, Spielabläufen oder dem Zusammenspiel im Team. Quelle: PCGH Übung macht den Meister. Als Einsteiger im E-Sports ist es normal, anfangs überfordert zu sein - ob mit der Steuerung, Spielabläufen oder dem Zusammenspiel im Team.

Training und Zeit führen zum Erfolg

Wer besser werden will, sollte regelmäßig trainieren. Aufwärmroutinen, gezielte Aim-Übungen, das Einüben von Bewegungsmustern sowie das Erlernen von Map-Callouts (Positionen) sind die zentralen Bausteine. Der Rest wie Präzision, Reaktionszeit, Map-Awareness und strategisches Verständnis kommt ganz automatisch mit der Zeit. Online finden sich unzählige Community-Guides und Tutorials. Lassen Sie sich von Niederlagen nicht entmutigen - Fehler sind Teil des Lernprozesses. Wer reflektiert, analysiert und gezielt an Schwächen arbeitet, wird konstant besser. Genau diese stetige Verbesserung macht den E-Sports-Reiz überhaupt aus: Der Weg ist das Ziel!

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