Hellblade 2 im Tech Test: Umwerfende Grafik, bodenständige Performance [Update: 30 GPUs]
Hellblade 2 erweist sich im PCGH-Test als audiovisuelles, verstörendes Meisterwerk. Das ist der erwartete Teil - die gute Performance ist die positive Überraschung. Unsere aktualisierten Benchmarks mit aktuellen Treibern verraten, welche Grafikkarte Sie für Hellblade 2 benötigen.
In diesem Artikel
Update vom 22. Mai, 11 Uhr: Wie versprochen, haben wir die letzten Stunden genutzt, um alle Geforce-Grafikkarten mit dem offiziellen Hellblade-2-Treiber 555.85 WHQL neu zu testen. Zwölf Nvidia-GPUs der Jahrgänge 2017 bis 2024 haben das Prozedere über sich ergehen lassen und sie alle profitieren vom Treiber-Update, wie der Vorher-nachher-Benchmark exemplarisch zeigt. Sie sehen somit die ersten wirklich vergleichbaren GPU-Benchmarks aus Senua's Saga: Hellblade 2 vor sich - PCGH wünscht viel Spaß mit den Daten der 30 getesteten Grafikkarten. Und wie läuft das Spiel bei Ihnen?
Update vom 21. Mai, 16 Uhr: Mittlerweile hat auch Nvidia den offiziellen "Game-ready"-Treiber für Hellblade 2 veröffentlicht, einige Stunden nach dem Start des Spiels. Wir haben bereits erste Testrunden mit dem Geforce GRD 555.85 WHQL absolviert und werden diesen Artikel morgen früh mit frischen Geforce-Benchmarkergebnissen aktualisieren. So viel vorweg: Der neue Treiber steigert die Leistung tatsächlich messbar, unsere Geforce RTX 4090 kann ein Leistungsplus im 5-Prozent-Rahmen für sich verbuchen. Die im Benchmarkteil dieses Artikels (noch) erläuterte Problematik mit reduziertem Speichertakt löst sich somit in Wohlgefallen auf. Unser Rat für alle Geforce-Nutzer, die Senua's Saga heute Abend bestmöglich erleben möchten, lautet somit, den neuen Treiber 555.85 zu installieren.
Mit Senua's Saga: Hellblade 2 erscheint am 21. Mai ein wahres Fest für Technikfreunde. PCGH erhielt vorab Zugriff auf eine Testversion von Hellblade 2 und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Welche Grafikkarten der Pracht gewachsen sind, erfahren Sie in unserem Techniktest.
Hellblade 2: Die Technik
Bereits seit Monaten macht Microsoft der Spielerschaft die Münder und Augen mittels Teasern und Trailern wässrig. Das gezeigte Material ließ auf die neue Grafikreferenz schließen. Tatsächlich erweist sich Senua's Saga: Hellblade 2 als die erhoffte Grafikbombe, die Inszenierung ist aus diversen Gründen zum Niederknien. Dafür ist nicht "nur" die fantastische Grafik auf Basis der Unreal Engine 5.3.2 verantwortlich, sondern das Gesamtwerk aus surrealer, verstörender Spielwelt und der dreidimensionalen Vertonung. Hellblade 2 nutzt, wie bereits der Erstling aus dem Jahr 2017, binaurales Audio, um die Atmosphäre zu verstärken - oder treffender formuliert: um in die Köpfe der Spieler vorzudringen. Die Protagonistin hört immerzu Stimmen, die sie, je nach Szene, antreiben, verspotten, maßregeln oder Tipps geben. Diese Stimmen wandern, wie auch die zahlreichen anderen Geräusche, dreidimensional im Raum herum und entfalten erst mit einem Kopfhörer oder Headset ihre volle Wirkung. Um in den Genuss dieser 360°-Vertonung zu kommen, sind keine speziellen Geräte notwendig, denn die "Magie" wird bei der Aufnahme gewirkt.
Hatten wir bereits die fantastische Grafik erwähnt? Diese ist zweifellos der Elefant im Raum, seit Hellblade 2 das erste Mal gezeigt wurde. Das Endergebnis gleicht einer spielbaren Tech-Demo, die selbst Ark: Survival Ascended zu Teilen aussticht. Hellblade 2 bietet die beste Charakterdarstellung, die wir jemals in einem Videospiel gesehen haben, was nicht nur am aufwendigen Motion Capturing liegt, sondern auch an den Errungenschaften der Unreal Engine 5. Die Oberflächendetails sind bemerkenswert, nicht nur bei den Gesichtern, sondern auch bei den Schauplätzen, welche mittels Fotogrammetrie auf Island eingefangen wurden. Die neue Geometrie-Pipeline Nanite zeichnet unzählige Polygone ohne LoD-Pop-in, während die (Software-)Raytracing-Beleuchtung Lumen für edle Akzentuierung sorgt. Die Ausleuchtung ist, so surreal sie oft wirkt, glaubwürdig und leistet sich trotz der großen Dynamik keine Fehltritte. Licht gelangt in Häusern durch Fenster hinein und verteilt sich dort sanft. Lichtquellen werfen weiche Schatten, volumetrische Effekte wie Nebel und God Rays sorgen für die richtige Stimmung. Die bereits im ersten Teil zuhauf genutzten Linseneffekte werden indes nicht jedermanns Geschmack treffen, passen jedoch zur Thematik rund um Psychosen.
Sie ahnen sicher, dass die Grafikpracht einen gewissen Obolus erfordert. Hier haben wir gute Neuigkeiten: Obwohl Hellblade 2 Maßstabe bei einigen Disziplinen setzt, ist dafür kein Super-Computer nötig. Dies wird unter anderem durch die nur auf den ersten Blick weitläufigen, tatsächlich aber sehr begrenzten Areale erreicht. Sieht man genauer hin, fällt außerdem auf, dass die Entwickler am Rand des Pfads die Darstellungsqualität deutlich herunterfahren, sowohl Geometrie als auch Texturen werden hier gröber dargestellt. Die Last liegt bei alldem - Unreal-typisch - auf der Grafikkarte, doch selbst 200-Euro-Modelle wie die Radeon RX 6600, Arc A580 oder Geforce RTX 3050 8GB erlauben flüssiges Spielen in Full HD. Dafür müssen Sie jedoch mit Upsampling leben. Die Zeiten nativer Auflösungen sind mit der Unreal Engine 5 gezählt, die komplexen Shader skalieren stramm mit der Pixelmenge. Um die Grafikkarte zu entlasten, bietet Hellblade 2 alle modernen Upsampling-Verfahren. Neben Epics Temporal Super Resolution (TSR) warten die Verfahren AMD FSR (3.0), Intel XeSS (1.3.0.28) sowie Nvidia DLSS (3.5.10) auf ihren Einsatz. Unverständlich ist, dass Entwickler Ninja Theory zwar DLSS (3) Frame Generation für RTX-4000-GPUs implementiert hat, jedoch auf FSR (3) Frame Generation verzichtet, obwohl AMD für die UE5 längst ein entsprechendes Plugin veröffentlicht hat. Nichtsdestotrotz lässt sich die Bildrate mit den vorhandenen Upscalern deutlich anheben, ohne dass Hellblade 2 viel von seinem Bombast einbüßt. Auf der nächsten Seite erfahren Sie, welche Fps-Raten in Hellblade 2 zu erwarten sind.

Bitte zurück zum Thema... sind hier ja nicht bei einer Monitor Kaufberatung. Wenn da bedarf besteht kann natürlich im passenden Unterforum ein Thread erstellt werden.
Mit meinem Ryzen 5600 und der RX6800 habe ich am 1440p Monitor gespielt und musste es aber auch am 65" OLED probieren. Am Ende habe ich mittlere Settings gewählt und TSR mit automatischer Renderanpassung und die ZielFPS auf 45 festgelegt. FPS Cap bei 50 und zum großen Teil sah es echt gut aus. Zim Schluss hat man aber deutlich gemerkt, dass die Renderauflösung sehr niedrig gewesen sein muss. Egal, ein Grund mit dickerer GPU später nochmal zu spielen.
Mit unter 45 FPS wird es doch arg ruckelig und nervt mich.
Das Game erzielt genau das was es soll. Es lässt den Spieler etwas erleben und entführt in eine oft unverstandene Welt.
Es ist aber wirklich notwendig das Game mit vernünftigen Kopfhörern zu spielen und das bessere Erlebnis hatte ich definitiv auf dem OLED.
Ich habe meine Eindrücke mal mit meiner Schwiegermutti besprochen. 47 Jahre Arbeitserfahrung in einer Psychiatrie. Ich musste nicht viel sagen und fand das was ich erzählte sehr interessant. Sie erzählte ein wenig über Stimmen im Kopf, Psychosen, Angst und es deckte sich mit der Erfahrung aus dem Spiel.
Der Spieler muss es nur zulassen und sich auf die Reise mitnehmen lassen. Die Umsetzung ist wirklich toll. Die Stimmen, die Riesen und die Welt wurden wahnsinnig gut genutzt um Angst und Stress auszulösen und um psychische Krankheiten fühlbar zu machen. Mega gut.
Auch die Spielzeit reicht hier völlig aus. 👍
So, jetzt muss ich meine Zeit damit verbringen, mir einen 32zoll OLED für den Schreibtisch zu suchen. 😅
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Muss schon sagen. Bin emotional jetzt schon noch doch bisschen hin und her gerissen. Einerseits freut man sich darüber, dass man Senuas blonde Häärchen im Gesicht hinbekommen hat, dann findet es man wieder Schade, dass die Charaktere manchmal in die Luft starren als wären sie blind wenn sie mit einem Reden.
Dann ist man überrascht, dass die Entwickler trotz der geringen Spielzeit, das ganze doch noch mit Spaziergängen in die Länge ziehen.
Die Kämpfe findet man anfangs super inszeniert und animiert. Doch schnell merkt man, dass es immer das gleiche ist. Man schlägt den einen in gewohnter Kombo um, während der nächste von hinten aus dem Off kommt und einen packt oder niederschlägt. Und wieder von vorne, und so weiter...
Das Ende ist nicht episch. Aber gut und befriedigend. Man hat absolut nicht das Gefühl, dass zum Schluss die Ideen ausgingen und man schnell alles fertig bekommen wollte.
Aber die ganze Zeit kommt man sich selbst am Eingabegerät so unnötig vor. Die Tasten betätigt man eher so wie nen Totmannschalter. Ja bin noch da.
Die besten Stellen in dem Spiel wünscht man sich woanders als Ladeschirmersatz.
Während den Spaziergängen blendete ich irgendwann auch die Stimmen im Kopf aus und dachte mir, dass das alles als Vorgeschichte für ein richtiges Spiel geeignet wäre. Irgendwas mit einem Nachfahren von Senua, im gleichen Setting nur wirklich als sinnvolles Game. Und spätestens da kam ich zum Schluss, dass zwei Sachen unfair sind. Zum einen dafür 50€ zu verlangen (Der Gamepass hat dem Ding glaub wirklich den Arsch gerettet) und zum anderen dass ich das in dem Augenblick wie ein Spiel bewerte. Man sollte das ganze eher wie eine Art Mini Live-Action-Serie betrachten. Nur Techdemo wäre auch zu hart. Und wenn man sich mit dem Gedanken anfreunden kann, dann geht das schon klar.
Aber auf das NG+ Angebot habe ich dann verzichtet und mich für eine Deinstallation entschieden.
Also einerseits: Ja, das Spiel fühlt sich wirklich so an.
Andererseits: Sowas real erlebt zu haben macht es auf gar keinen Fall weniger aufwühlend, ganz im Gegenteil.