Intel Skylake-A: Asus ROG Dominus Extreme für übertaktbare 28-Kerner [Update mit neuen Bildern]
Intel hat auf seiner New-York-Keynote den Xeon W-3175X mit 28 Kernen angekündigt, der in einem Demo-System auf einem Asus-Mainboard saß. Ein Leak zeigt: Die Platine soll auf den Namen ROG Dominus Extreme hören. Klar ist, dass der riesige LGA-3647-Sockel mit 12 RAM-Bänken zum Einsatz kommt. Später sollten noch entsprechende Core-i9-CPUs folgen.
Update vom 09.10.18:
Im Nachgang des Intel-Livestreams konnte sich die anwesende Fachpresse einen Überblick über die neue Hardware inklusive einiger ausgestellter Mainboards verschaffen. Mit dabei waren zwei LGA-3647-Mainboards von Asus und Gigabyte. In ersterem Fall handelte es sich um das angesprochene ROG Dominus Extreme, im anderen um das "SKL-SP 1S" - eventuell noch ein Vorserienname.
Asus' Platine ist final und hat bereits eine Produktseite spendiert bekommen. Der Hersteller nennt das Format EEB/ATX, wobei das nicht ganz der Spezifikation entspricht. In Standard-Gehäuse passt das Mainboard jedenfalls nicht mit seinen 14 × 14 Zoll. Imposant ist derweil die üppige Spannungswandlung, die den oberen Rand ausfüllt. Asus spricht von 34 VRM-Phasen, wobei nicht bekannt ist, wie diese an die PWM-Controller angeschlossen sind. Der 28-Kerner Xeon W-3175X weist übrigens eine TDP von 255 Watt auf. Mit hohem Takt dürfte die Leistungsaufnahme noch deutlich steigen. Unter der Blende verstecken sich gleich vier Lüfter, die bei hoher Last laufen sollen. In einer Pressemitteilung spricht Asus klar die Endkundenfunktionen des ROG Dominus Extreme an. Am Ende soll es aber trotzdem ein - logisch - ein Nischenprodukt bleiben.
Bildergalerie
Originalartikel vom 08.10.18:
Schon im Rahmen der Computex 2018 kündigte Intel an, die bis zu 28 Kern umfassenden Prozessoren der Server-Sparte in den Endkundenbereich bringen zu wollen. Dort hören sie auf den Namen Skylake-SP, wie in Scalable Processor, und sollen in absehbarer Zukunft durch Cascade Lake-SP mit 14++-Fertigung ersetzt werden. Der Refresh bleibt Gerüchten zufolge für den Desktop erst einmal aus, stattdessen soll Skylake-A über Skylake-X aufgelegt werden.
Im Rahmen seiner New-York-Keynote hat Intel die neue Desktop-Reihe noch nicht konkret als Core i9 angekündigt. Stattdessen wurde der Xeon W-3175X als Workstation-CPU für "Content Creators" ins Rampenlicht gestellt. Wirkliche Unterschiede zu einem Core-i9-Prozessor gibt es nicht mehr wirklich, da der Xeon einen offenen Multiplikator zum Übertakten haben wird. Ab Werk soll die CPU mit einem maximalen Turbo-Takt von 4,3 GHz laufen.
Asus ROG Dominus Extreme zeigt sich
Interessant war die Demo vor allem wegen des verwendeten Mainboards. Viel war wegen der zwei eingebauten Grafikkarten und der Lichtverhältnisse zwar nicht zu sehen, ein angebliches Pressebild zeigt jedoch die Webseite videocardz.com, laut der die Platine auf den Namen ROG Dominus Extreme hören soll. In der Mitte oben sitzt offensichtlich der riesige LGA-3647-Sockel, der für die CPUs mit dem Extreme-Core-Count-Die ("XCC") notwendig wird. Dieser beherbergt die 28 Kerne und das Hexa-Channel-Interface, das mit 2 × sechs RAM -Bänken ausgeführt wird.
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Bemerkenswert sind die zwei 24-Pin-Stromstecker. Ob die notwendig sind oder optional das Übertakten erleichtern sollen, bleibt abzuwarten. Der interessanteste Teil ist leider nicht zu sehen - jener über dem Sockel. Prototypen auf der Computex waren für ein großes Areal an Spannungswandlern und deren Kühlung nach oben hin erweitert. Auf dem Pressebild deutet sich oben ein Kühler an, zu sehen ist der aber nicht richtig. Unklar ist deswegen, welchem Mainboard -Standard das ROG Dominus Extreme entsprechen soll. Im Ernstfall könnten Intel und dessen Boardpartner den SSI-MEB in den Desktop bringen.

Das sollte man bei der angenommenen Preislage zweimal drüber nachdenken.... könnte schnell was für die Schrankwand statt Mainboard werden.
Denen fällt auch nichts besseres mehr ein.
Also der Preis 800 - 1000€ das Brett, ~ 4000€ der Prozi (derW-2195 für 2066 kostet ja schon 3100€ ).
Moment mal Dominus Extreme und noch keine SM Anspielungen, da bin ich wohl gefragt:
Die Beinchen der Durchstechmontage-Komponenten sind nicht entgraten und die Farbton der Platine nennt sich Fifty Shades of Grey, sry musste sein.
P.S. Das Köpfen des Prozis gibt nochmal einen extra Kick... für Adrenalinjunkies.
Der eine oder andere hat ja auch schon behauptet dass er lieber eine nicht verlötete CPU hätte: weil die leichter zu köpfen sind und danach noch ein paar Grad weniger haben als mit Lot. Man kann es wohl nicht mehr allen recht machen.
Naja, das Ding hat ja auch eine derart große Die-Oberfläche dass ein besonders guter Wärmeübergang zum Kühler (abgesehen von Extrem-OC das ohnehin durch Stromaufnahme begrenzt sein wird) nicht nötig ist - die Wärmedichte (Watt pro mm^2) wird ausreichend klein.
Ist vergleichbar mit den großen GPUs (1080Ti, Turing und so) - die sind auch nur mit Paste am Kühler verpappt und trotzdem kühle ich nen 300W-Chip unter Wasser bei Vollast auf 40°C runter.