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    Quelle: Intel

    CPU-Kaufberatung 2016: Die besten AMD- und Intel-Prozessoren [Juni]

    Die Ergebnisse unserer Prozessor-Benchmarks und CPU-Tests mit AMD und Intel im Vergleich: Sie suchen eine neue CPU/APU zum Spielen oder möchten sich einfach über das derzeitige Angebot informieren? PC Games Hardware wirft einen Blick auf aktuelle Prozessoren und APUs von AMD und Intel und gibt konkrete Kaufempfehlungen für verschiedene Preisklassen.

  • Aktuelle Änderungen hervorheben

    In unserer CPU-Kaufberatung stellen wir für empfehlenswerte CPUs mit Fokus auf PC-Gaming vor, sondern geben auch einen Überblick über die Entwicklungen am Markt und einen - gewährsfreien - Ausblick auf künftige Entwicklungen. Die reinen Leistungsdaten der aktuell getesteten Prozessoren haben wir in einen separaten Artikel mit CPU-Benchmark-Rangliste ausgegliedert. Weitere, vor allem ältere Modelle finden Sie ebenfalls in einem eigenständigen Artikel.

    • Sie suchen zusätzliche CPU-Modelle im Leistungsvergleich? Dann schauen Sie in unseren Archiv-Artikel mit knapp 60 Prozessoren aus den letzten 10 Jahren im 2015er-Leistungsindex.
    • Sie suchen eine Rangliste für Prozessoren, die sich rein mit den Leistungsdaten in aktuellen Spielen und Anwendungen wie Photoshop Lightroom auseinandersetzt? Schauen Sie in unsere CPU-Benchmark-Bestenliste, den Leistungsindex für Prozessoren
    • Sie vermissen die Einzelergebnisse der sechzehn Benchmarks? Die finden Sie in der PCGH-Printausgabe 04/2016, wo wir den Leistungsindex inklusive Preis-Leistungswertung auf Seite 52 vorstellen.

    Aktuelle Marktlage: Prozessoren

    Athlon X4 860 Black Edition: Das Bastelprozessor für Schnäppchenjäger, die gern übertakten.Athlon X4 860 Black Edition: Das Bastelprozessor für Schnäppchenjäger, die gern übertakten.Quelle: PC Games HardwareAMD hat mit der FX-Reihe an Desktop-CPUs bereits 2014 abgeschlossen, sodass außer den bekannten Modellen keine weiteren Varianten zu erwarten sind, bevor Ende 2016 oder Anfang 2017 die neue Prozessor-Architektur "Zen" übernimmt. Im APU-Bereich jedoch geht die Entwicklung derweil weiter und AMD füllt die Ränge mit immer neuen Kaveri-Modellen (der Aktualität halber mit neuem Codenamen "Godavari"). Für 2016 werden die Desktop-Ableger der Carrizo-Baureihe erwartet, welche mit modernisiertem CPU-Kern ("Excavator") und optimierter Video-Engine aufwarten - den Anfang macht mit dem Athlon X4 845 (zum PCGH-Test) jedoch eine CPU auf Excavator-Basis, die unser Preisvergleich derzeit ab knapp 60 Euro erwartet.

    Dennoch gibt es bei AMD mit dem FX 6300 nach wie vor eine CPU für rund 95 Euro, die aufgrund ihrer drei Module für die meisten Spiele immer noch ausreicht, es in Sachen Effizienz und Spieleleistung aber nicht mit den (deutlich teureren) Intel-Vierkernern aufnehmen kann. Sind Sie nicht auf durchgehende Höchstleistung angewiesen, können Sie hier jedoch eine Menge Geld sparen, denn in vielen Spielen limitiert ab Full-HD-Auflösung mit hoher Detailstufe meist die Grafikkarte und nicht der Prozessor! Etwas mehr Leistung und vor allem volle vier Module mit acht Integer-Kernen bietet der FX 8320E für circa 120 Euro. Kürzlich stellte AMD seinen neuen Boxed-Kühler mit dem klangvollen Namen "Wraith" zum Test bereit - mit für einen Boxed-Kühler bemerkenswert guten Resultaten.

    Intel Core i7 6950X (ES) - 10 Kerne á 170 Euro (extreme 1700 Euro insgesamt)Intel Core i7 6950X (ES) - 10 Kerne á 170 Euro (extreme 1700 Euro insgesamt)Quelle: PC Games HardwareIntel hat gerade den Refresh-Schwung für die Sockel-2011-v3-Generation vorgestellt. Mit dem Core i7-6950X (PCGH-Test) ging zugleich der Desktop-Prozessor mit den meisten (echten wie virtuellen) Kernen sowie dem höchsten Preis ins Rennen: Für derzeit knappe, aber rekordverdächtige 1.700 Euro wechselt die 10-Kern-CPU den Besitzer. Auch die kleineren Modelle, sofern man im High-End-Desktop-Bereich von klein sprechen kann, sind auf dem Markt: Der i7-6900K mit acht Kernen (1.080 Euro), der sechskernige i7-6850K für 630 Euro und der kleinste, ebenfalls sechskernige i7-6800K (450 Euro). Damit ist der Achtkerner der einzige der neuen, auf der Broadwell-Architektur basieren Prozessoren, der keinen deutlichen Aufpreis gegenüber den Haswell-basierten Vorgängern kostet.

    Intel hat nach dem beinahe-Überspringen der Broadwell-Generation im Desktop-Bereich sein Skylake-Lineup platziert - inzwischen auch inklusive der Xeon-E3-Modelle, welche sich dank UEFI-Sperre für den Betrieb in Consumer-Desktop-Boards disqualifizieren, den teureren K-Modellen für Übertakter, etwas günstigeren Vierkern-Modellen wie dem Core i5-6500 mit genügend Spieleleistung für die meisten Anwender, dem gut 110 Euro teuren Core i3-6100, der sich als Zweikerner mit Hyperthreading dank Sparsamkeit und hoher Pro-MHz-Leistung noch für fast alle Spiele eignet, sowie Einsteiger-Modellen wie dem etwas über 55 Euro teuren Pentium G4400, welcher im Test im Rahmen seines Preises ebenfalls überzeugen konnte, bei dem jedoch bereits erste Abstriche bei der Spieletauglichkeit gemacht werden müssen.

    Aufrüster mit Haswell-Plattform, also DDR3-Speicher und Z97-Chip, können auch zu "Devil's Canyon" in Form des i7-4790K und i5-4690K greifen, sofern Ihnen der Sinn nach Übertakten steht. Deren Vorgänger sind nicht preiswerter als ihre flotteren Nachfolger. Für Einsteiger/Spieler nach wie vor empfehlenswert: Der Core i5-4460, mit rund 160 Euro einer der günstigsten Intel-Vierkerner, der wie seine Haswell-Geschwister darüber hinaus auch eventuell schon vorhandenen DDR3-Speicher weiternutzen kann.

    APU-Fans, denen es nicht primär auf den Preis ankommt, werden mit dem Core i5-5675C dank potenter integrierter Iris-Pro-Grafik glücklich, zahlen gegenüber AMDs Topmodell A10-7870K aber beinahe das Doppelte, beim noch flotteren i7-5775C sogar fast das Dreifache. Zu den beiden letztgenannten APUs finden Sie die Testergebnisse der integrierten Grafik unter diesem Link. Der größte Vorteil der Broadwell-Modelle ist deren aufgebohrte Grafikeinheit namens Iris Pro Graphics. Diese ist sogar flotter als die HD Graphics 530 in den aktuellen Desktop-Skylake-Prozessoren, beherrscht aber im Gegensatz zu jenen nur DirectX 11.2 Feature-Level 11_1 und nicht DirectX 12 Feature-Level12_1.

    05:46
    Core i5-6500 im Test-Video: Ein neuer Preisleistungstipp?


    Unsere Preisangaben im Heft wie den Online-Artikeln sind Momentaufnahmen. Wo immer möglich, geben wir auch die direkten Links in unseren Preisvergleich für die jeweils empfohlenen Prozessoren mit an. Durch einen simplen Klick können Sie so die aktuell gültigen Preise erfahren. Tipp: Achten Sie auf sofortige Lieferbarkeit und eine gute Durchschnittsbewertung der einzelnen Shops.

    Vorsicht bei reinen Zwei- oder Dreikern-CPUs!

          

    Was aus Leistungssicht schon länger klar war, machen nun nach Far Cry 4 und Dragon Age Inquisition immer mehr Spiele zu einem Fixpunkt. Anstatt lediglich langsamer zu laufen, verweigern diese beiden Titel aus dem Hause Ubisoft respektive EA auf CPUs mit weniger als vier (FC4, FC Primal, The Divison) respektive drei (DA:I) Threads glattweg den Start. Niedrige Performance ist eine Sache, aber vollständige Inkompatibilität zu Spielen und/oder Anwendungen sind für uns ein Ausschlusskriterium. Betroffen sind davon neben einigen Stromspar-Prozessoren beider Lager auch und insbesondere Intels Pentium- und Celeron-Reihen, sowie AMD-APUs mit nur einem Modul. Speziell Intels Pentium G3258AE (zwei Kerne, aber kein Hyperthreading) verkommt so zu einem zugegeben günstigen Spielzeug für Übertakter. Intel-Core-i3- und AMD-FX-Prozessoren dagegen starten bislang noch alle getesteten Programme, sind aber für einige aktuelle Titel schon etwas schwach auf der Brust.

    Aktueller PCGH-Preisleistungs-Index Prozessoren

          

    Intel Haswell: Auch in einigen Dual-Core-Versionen mit Hyperthreading noch empfehlenswert.Intel Haswell: Auch in einigen Dual-Core-Versionen mit Hyperthreading noch empfehlenswert.Quelle: PC Games HardwareDie Basis für die Preis-Leistungsbewertung bildet unser aktueller Leistungsindex, der die Performance in acht Spielen und acht Anwendungen erfasst und gewichtet sowie normiert abbildet. Diesen finden Sie in unserem gesonderten Artikel "Leistungsindex Prozessoren".

    Bei der Preis-Leistungswertung setzen wir diese erreichte Prozentnote ins Verhältnis zum Preis des jeweiligen Prozessors. Sie können sich Ihre individuelle Prozessorenauswahl aus unserem Datenbestand zusammenklicken. Weitere Details erfahren Sie in unserer Video-Anleitung.

    CPUs 2016

    Based on PC Games Hardware's 2016 CPU-Testing protocol

    • Price/Performance-Ratio
    Info Icon
    Games Anno 2205, Assassin's Creed Syndicate, Crysis 3, Dragon Age Inquisition, F1 2015, Far Cry 4, Starcraft 2 Legacy of the Void, The Witcher 3
    Game-Resolution 1.280 x 720, no AA/AF, minimal or no Post-Processing (i.e. Ambient Occlusion or Bloom)
    Applications 7-Zip 15.12, Fritz Chessbench, 3DMark Fire Strike Physics Test, Adobe Lightroom 5.7.1, Blender 2.76, Cinebench R15, x264 r2638-10b, y-Cuncher 0.6.9.9462
    • Produkte ein-/ausblenden

    2m/4t, 3,8-4,0 GHz
    100.0
    2m/4t, 3,5-3,8 GHz
    84.9
    3m/6t, 3,5-4,1 GHz
    74.0
    2m/4t, 3,1-3,8 GHz
    70.9
    2c/4t, 3,7 GHz
    69.3
    4m/8t, 3,2-4,0 GHz
    64.2
    3m/6t, 3,9-4,2 GHz
    62.2
    4m/8t, 4,0-4,2 GHz
    55.7
    2m/4t, 3,5-3,9 GHz
    50.4
    4m/8t, 4,0-4,3 GHz
    49.8
    2m/4t, 4,1-4,4 GHz
    49.3
    4c/4t, 3,2-3,6 GHz
    48.9
    4m/8t, 4,7-5,0 GHz
    47.5
    4c/8t, 3,4-3,8 GHz
    46.7
    2m/4t, 3,9-4,1 GHz
    45.2
    4c/4t, 3,5-3,9 GHz
    44.3
    4c/4t, 3,5-3,9 GHz
    42.3
    4c/8t, 4,0-4,2 GHz
    41.3
    4c/4t, 3,1-3,6 GHz
    40.6
    4c/4t, 3,3-3,7 GHz
    40.2
    4c/8t, 4,0-4,4 GHz
    39.4
    6c/12t, 3,3-3,6 GHz
    37.1
    4c/8t, 3,3-3,7 GHz
    36.8
    4c/4t, 3,4-3,8 GHz
    33.7
    4c/8t, 3,4-3,8 GHz
    32.4
    4c/8t, 3,7-3,9 GHz
    32.0
    4c/8t, 3,5-3,9 GHz
    28.8
    6c/12t, 3,5-3,7 GHz
    25.9
    8c/16t, 3,2-3,7 GHz
    15.9
    8c/16t, 3,0-3,5 GHz
    15.1
    6c/12t, 3,6-4,0 GHz
    12.3
    10c/20t, 3,0-3,5 GHz
    10.7
    0
    10
    20
    30
    40
    50
    60
    70
    80
    90
    100
    Name
    Overall (Normalized Performance (more is better))

    Hardware

    Geforce GTX 980 Ti @ 1.380/3.900 MHz, 8 GiByte per memory channel with max. speeds according to each CPUs' specification

    Software

    Windows 10 (64 Bit); Geforce 359.06 WHQL (HQ); Turbo & SMT on

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews


    Führend ist aufgrund des enorm günstigen Preises von nur 55 Euro in der Tray-Version AMDs FX-4300. Die Leistung des Zweimodulers reicht noch knapp für moderne Spiele aus, auch wenn bisweilen schon etwas Leidensfähigkeit gefragt ist. Besser sind Spieler mit CPUs aus mindestens dem 100-Euro-Bereich wie dem FX 6300 oder 8320E beraten. Auf der derzeit sicheren Seite ist man ab circa 190 Euro, die für Intels Core i5-6500 minimal fällig werden.

    Kauf-Tipps für AMD-CPUs: Kategorie bis 100 Euro

          

    Der FX-6300 mit drei Modulen ist eine der flotteren AMD-CPUs für Spieler und kostet rund 95 Euro - der Preis schwankt wechselkursabängig allerdings häufiger. Die Anwendungsleistung des 95-Watt-Chips liegt bei Multithreading weit über der ähnlich teurer Intel-Prozessoren, weshalb der AMD-FX-6300-Chip eine sehr ausgewogene Mischung bietet, wenn Sie mit dem PC nicht nur Spielen und im Web surfen wollen. Der nur wenig schnellere FX-6350 kostet gleich heftige 20 Prozent mehr; der FX-8320E (s. folgender Abschnitt) ebenfalls, bietet dafür aber vier anstelle von drei Modulen.

    Dafür gibt es mit dem A8-7600 den eigentlich sinnvollsten Kombiprozessor, wenn Sie einen Media-PC mit etwas Spieletauglichkeit aufbauen wollen, schon für rund 70 Euro - damit er unser APU-Preistipp für den HTPC-Bereich! Wer seine APU lieber übertaktet anstatt Strom spart, erhält für den 10 Euro Aufpreis alternativ auch den A8-7650K - mit freiem Multi und 100 MHz mehr Takt, aber höherer TDP. Etwas mehr CPU-Leistung mit aktueller Plattform bietet der Athlon X4 845 für knapp 60 Euro - der aber ohne integrierte Grafik daherkommt. Auch das ehemalige Kaveri-Spitzenmodell ist inzwischen im 100-Euro-Bereich angekommen. Als reine CPU lohnt er sich im Vergleich zum FX-6300 jedoch nicht und als APU bietet der A8-7600 ein besseres Preis-Leistungsverhältnis.

    Kauf-Tipps für AMD-CPUs: Kategorie über 100 Euro

          

    In Sachen CPU-Leistung zwar keine Offenbahrung, dank moderner Grafikeinheit und HSA-Features jedoch eine spannende und als Kombiprozessor auch flotteste Option ist nach wie vor der A10-7870K, welcher wie seine A-7000-Geschwister nur in Sockel-FM2+-Boards passen.

    Die integrierte Radeon R7-Series-Grafik ermöglicht flüssiges Spielen selbst in Full HD ... wenn Sie bereit sind, sich auf mittlere, selten auch niedrige Details einzulassen. Dazu kann die Grafikeinheit bei einigen geeigneten Programmen ihre Rechenkraft auch für allgemeine Berechnungen zur Verfügung stellen und die CPU unterstützen. Deutlich günstiger, aber kaum langsamer als der 120 teure A10-7870K ist der A10-7850K, welcher für rund 100 Euro nahezu gleichschnell arbeitet.

    AMD FX 8320E: Eines der vernünftigsten FX-Modelle vereint gute Anwendungsleistung, bessere Energieeffizienz als die Standard-Modelle und einen vergleichsweise günstigen Preis.AMD FX 8320E: Eines der vernünftigsten FX-Modelle vereint gute Anwendungsleistung, bessere Energieeffizienz als die Standard-Modelle und einen vergleichsweise günstigen Preis.Quelle: PC Games HardwareFür 120 Euro und damit 10 Euro günstiger als der FX-8320 gibt es den FX-8320E, eine etwas gemächlichere Stromspar-Version mit 95 Watt Nominalverbrauch. Sind Sie rein an der Spieleleistung interessiert, greifen Sie besser zum Core i5, auch wenn der deutlich teurer ist - ansonsten bietet AMDs FX-8320E eine gute, allroundtaugliche Mischung. Der mit einem CPU-Modul weniger ausgestattete FX-6350 ist nicht günstiger als der FX-8320E und damit nicht mehr zu empfehlen.

    Ausblick: AMD-Prozessoren 2016

          

    Schnellere High-End-Desktop-Prozessoren der FX-Reihe finden sich nicht auf einer offiziellen AMD-Roadmap und mit Zen steht eine neue x86-Architektur für frühestens Ende 2016 auf dem Plan. Bleibt der APU-Refresh mit Bristol Ridge und dem neuen AM4-Sockel, der für die kommenden Jahre der Standard bei AMD und bereits zur Computex vorgestellt werden soll. Schlagen die versprochenen Verbesserungen 1:1 durch, könnten die APUs auch dank moderner Plattform wieder sehr interessant werden.

    Kauf-Tipps für Intel-CPUs: Kategorie bis 100 Euro - de facto leer

          

    In diesem Preisbereich hat AMD die - vom Stromverbrauch abgesehen - attraktiveren CPUs. Für einen Intel-basierten Gaming-PC in der Preisklasse unter 100 Euro hätten wir noch vor wenigen Monaten zum problemblos übertaktbaren Pentium G3258 Anniversary Edition (zum Test), der für rund 65 Euro schneller als alle Core 2 Duo ist, geraten. Allerdings starten inzwischen nicht mehr alle Spiele auf einem reinen Zweikerner, sodass wir diesen Prozessor nur Anwendern empfehlen würden, die sich genau über diese Konsequenzen im Klaren sind.

    Die Intel-Kategorie unter 100 Euro ist damit de facto leer. Ursprünglich gab es für rund 100 Euro den Core i3-4150 (der 100 MHz langsamere Vorgänger i3-4130 kostet dasselbe) mit Haswell-Architektur und zwei Kernen samt SMT; dieser ist im Mittel unserer Spiele-Benchmarks so schnell wie ein FX-8350 mit vier Modulen/acht Threads und dabei weitaus sparsamer. Er gerät bei modernen Titeln und besonders bei intensiven Multiplayer-Schlachten etwa in Battlefield 3/4 oder Crysis 3 aber immer mehr ins Hintertreffen, ist also keine langfristig sinnvolle Investition. Der Preis des Core i3-4150/70 ist inzwischen bei nur noch knapp 105 Euro angelant und passt daher möglicherweise großzüzig abgerundet noch in diesen Bereich. Auch die neuen Skylake-Core-i3 wie der i3-6100 (PCGH-Test) beginnen bei immer noch gut 110 Euro.

    Kauf-Tipps für Intel-CPUs: Kategorie 100 bis 300 Euro - Quadcores ab 160 Euro

          

    Intels Quad-Core-Riege startet bei rund 160 Euro - doch dafür gibt's nur recht niedrig getaktete Vierkerner ohne echte Übertaktungschancen. Sinnvoll ist der Einstieg erst mit dem Core i5-4460 (Test in PCGH 02/2015). Deren Platz in modernem Gewand nimmt seit kurzem der Core i5-6500 ein, welcher in unserem Test seine gute Performance bestätigen konnte. Mit rund 195 Euro ist der Core i5-6500 preislich angemessen, wenn auch kein Schnäppchen.

    Für um die 220 Euro schlägt der Core i5-4690K sowohl seinen Vorgänger, den i5-4670K als auch den älteren Core i5-3570K und bietet mit seinem offenen Multiplikator und verbessertem Wärmeübergang zum Heatspreader gute OC-Möglichkeiten - trotz des hohen Preises noch knapp unser Tipp für Spieler zumal mit dem i5-4670K der Vorgänger nicht günstiger ist. Ist das Budget etwas freizügiger, könnte auch der i5-5675C für rund 250 Euro noch hineinpassen, er läuft allerdings erst auf Platinen mit 9er-PCH und passendem UEFI. Steht gleichzeitig auch der Umstieg auf eine neue Plattform an, bietet sich der Skylake-Prozessor i5-6600K an - er kostet mit rund 225 Euro merkbar weniger als der Broadwell, bedingt aber auf jeden Fall ein neues Z170-Mainboard, von denen es nur wenige mit DDR3-Support gibt.

    Die Skylake-Xeon-E3-Modelle passen nur auf Boards mit C232/236-PCH, welche im Schnitt etwas teurer sind als ihre Desktop-Pendants, sodass der Preisvorteil hier bereits wieder abgeknabbert wird.

    Kauf-Tipps für Intel-CPUs: Kategorie über 300 Euro

          

    Sie bekommen einen Sechskerner mit Hyperthreading für 380 Euro Wenn Ihnen als Anwender das Beste vom Besten gerade genug ist, greifen Sie zu Intels aktueller Sockel-2011-v3-Plattform. Die wurde, wie in der Einleitung erwähnt, gerade mit frischen, auf der Broadwell-Architektur basierenden Prozessoren aufgewertet. Dank 14-nm-Fertigung und optimierter Mikroarchitektur arbeiten die neuen CPUs durchweg etwas sparsamer und zugleich schneller - dabei hilft ihnen auch ihr im Schnitt 100 bis 200 MHz höherer Takt, sowie der offizielle Support für DDR4-2400, welches nun optional anstelle des langsameren DDR4-2133 genutzt werden kann. Übertakter lächeln hier jedoch nur müde. Außerdem neu: Mit Turbo Boost Max 3.0 steht ein profilbasiertes Tool zusammen mit einem Treiber bereit, welches Single-Core-Anwendungen (und Spiele) mit bis zu 4 GHz laufen lässt.

    Die Preise der neuen CPUs sind allerdings durchweg gesalzen (und gepfeffert). Das zehnkernige Topmodell kostet rekordverdächtige 1.700 Euro, der i7-6900K mit acht Kernen 1.080 Euro (und damit als einziger Neuling nicht deutlich mehr als sein direkter Vorgänger) der sechskernige i7-6850K ist für 630 Euro zu haben und bietet, wie schon in der i7-5800/5900-Reihe lediglich 200 MHz mehr Takt und Extra-PCI-E-Lanes gegenüber dem i7-6800K für 450 Euro - das fällt höchstens auf, wenn Sie den Rechner mit weiteren Grafik- oder zusätzlichen PCI-Express-Karten außer der normalen, ersten Grafikkarte bestücken möchten. Positiv anzumerken ist, dass nach einem UEFI-Update so gut wie alle Sockel-2011-v3-Platinen auch zu den neuen CPU kompatibel sind.

    Preistipp in diesem Bereich ist jedoch nach wie vor der Core i7-5820K. Hier bekommen Sie einen Sechskerner mit Hyperthreading für 380 Euro anstelle von 450 Euro beim i7-6800K. Alles weitere erfahren Sie auch in unserem ausführlichen Testbericht. Intel Core i7-5820K: Der Sockel-2011-v3-Prozessor mit dem nach wie vor bestem Preis-LeistungsverhältnisIntel Core i7-5820K: Der Sockel-2011-v3-Prozessor mit dem nach wie vor bestem Preis-LeistungsverhältnisQuelle: PC Games Hardware

    Intel Core i7-5775C mit Broadwell-Architektur und EDRAM.Intel Core i7-5775C mit Broadwell-Architektur und EDRAM.Quelle: PC Games HardwareDer Core i7-5775C kostet gerade einmal 20 Euro weniger als Intels kleinster Sechskerner. Zu ihm sollten Sie nur greifen, wenn sie entweder die integrierte Grafik nutzen, ein besonders stromsparendes aber gleichzeitig leistungsfähiges System aufbauen wollen und/oder ein vorhandenes Mainboard mit PCH der 9er-Serie sowie DDR3-Speicher weiternutzen können. Ansonsten bietet der i7-5820K die bessere Multithreading-Leistung und mit DDR4-RAM dieselbe, zukunftsträchtigere Speicherschnittstelle, welche dank vier Kanälen (und meist acht RAM-Sockeln) einen größeren Speicherausbau erlaubt.

    Dank Hyperthreading meistert der Core i7-6700K (Skylake, Sockel 1151) wie Intels andere i7-Modelle, auch Anwendungen mit Bravour, muss sich hier aber meist "echten" Sechs- und Achtkernern geschlagen geben. in Spielen zeigt er sich den Sockel-2011-CPUs meist aber mehr als gewachsen.

    Sparsamere Spieler (sofern man in diesem Preisbereich davon noch sprechen kann) die vielleicht auch weniger Wert auf extreme Anwendungsleistung legen oder Aufrüster mit vorhandenem Z97-Board greifen zum Core i7-4790K für rund 310 Euro, der in Spielen dank hohen Taktes sogar flotter als die Haswell-E-Modelle ist - denn Spiele skalieren nicht so gut wie Anwendungen mit der Kernzahl. Dessen Vorgänger, der i7-4770K ist kaum günstiger, sodass sich hier kein Schnäppchen machen lässt. Dasselbe gilt auch für die meisten Sockel-2011-Modelle der vorigen Generation.

    Der teuerste AMD-Prozessor für Normalnutzer, der FX-9590 ist mit seinem hohen Stromverbrauch bei nicht entsprechend hoher Leistung keine gute Investition - soll es eine AMD-CPU sein, sind die deutlich interessanteren Modelle wie der FX-8320E und der FX-6300 im Bereich um 120 respektive 100 Euro zu finden und weiter oben bereits besprochen.

    Ausblick: Intel-Prozessoren 2016

          

    Den Skylake-Nachfolger beziehungsweise -Refresh Kaby Lake erwarten wir nicht vor Ende 2016, je nach Konkurrenztduck, den AMD auf Intel ausüben kann, könnte der Termin auch nach 2017 rutschen - wonach es, Gerüchten aus Asien zufolge, derzeit jedoch aussieht. So ist die CES als Launchplattform sowohl für Intels Refresh als auch für AMDs Neustart in Form von Zen im Gespräch.

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    CPU-Tests 2016: Benchmark-Bestenliste - Leistungsindex für Prozessoren [Juni]
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CPU-Kaufberatung 2016: Die besten AMD- und Intel-Prozessoren [Juni]
Die Ergebnisse unserer Prozessor-Benchmarks und CPU-Tests mit AMD und Intel im Vergleich: Sie suchen eine neue CPU/APU zum Spielen oder möchten sich einfach über das derzeitige Angebot informieren? PC Games Hardware wirft einen Blick auf aktuelle Prozessoren und APUs von AMD und Intel und gibt konkrete Kaufempfehlungen für verschiedene Preisklassen.
http://www.pcgameshardware.de/CPU-Hardware-154106/Tests/CPU-Test-Benchmark-AMD-Intel-675663/
09.06.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2014/12/Westmere_die_shot-pcgh_b2teaser_169.jpg
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