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  • CPU-Kaufberatung 2016: Die besten AMD- und Intel-Prozessoren [Dezember] Updated
    Quelle: Intel

    CPU-Kaufberatung 2016: Die besten AMD- und Intel-Prozessoren [Dezember]

    Die Ergebnisse unserer Prozessor-Benchmarks und CPU-Tests mit AMD und Intel im Vergleich: Sie suchen eine neue CPU/APU zum Spielen oder möchten sich einfach über das derzeitige Angebot informieren? PC Games Hardware wirft einen Blick auf aktuelle Prozessoren und APUs von AMD und Intel und gibt konkrete Kaufempfehlungen für verschiedene Preisklassen.

    Aktuelle Änderungen hervorheben

    In unserer CPU-Kaufberatung stellen wir für empfehlenswerte CPUs mit Fokus auf PC-Gaming vor, sondern geben auch einen - gewährsfreien - Ausblick auf künftige Entwicklungen. Die reinen Leistungsdaten der aktuell getesteten Prozessoren haben wir in einen separaten Artikel mit CPU-Benchmark-Rangliste ausgegliedert. Weitere, vor allem ältere Modelle finden Sie ebenfalls in einem eigenständigen Artikel.

    • Sie suchen zusätzliche CPU-Modelle im Leistungsvergleich? Dann schauen Sie in unseren Archiv-Artikel mit knapp 60 Prozessoren aus den letzten 10 Jahren im 2015er-Leistungsindex.
    • Sie suchen eine Rangliste für Prozessoren, die sich rein mit den Leistungsdaten in aktuellen Spielen und Anwendungen wie Photoshop Lightroom auseinandersetzt? Schauen Sie in unsere CPU-Benchmark-Bestenliste, den Leistungsindex für Prozessoren
    • Sie vermissen die Einzelergebnisse der sechzehn Benchmarks? Die finden Sie ausführlich in der PCGH-Printausgabe 02/2016, wo wir den Leistungsindex inklusive Preis-Leistungswertung auf Seite 64 vorstellen.

    Aktuelle Marktlage: Prozessoren

          

    Athlon X4 860 Black Edition: Das Bastelprozessor für Schnäppchenjäger, die gern übertakten.Athlon X4 860 Black Edition: Das Bastelprozessor für Schnäppchenjäger, die gern übertakten.Quelle: PC Games HardwareBei AMD steht der Umbruch vor der Tür. Die von Grund auf neu entwickelte Zen-Architektur wird in Form der Summit-Ridge-CPUs im kommenden Jahr - AMD gibt nach wie vor Q1/2017 an - im Sockel AM4 Platz nehmen. Zudem hat die Firma bereits etliche Vorab-Details zu seiner kommenden CPU-Generation bekanntgegeben. Sind die natürlich mit Vorsicht zu genießenden AMD-Benchmarks repräsentativ, dürfte für Intels Core-CPUs eine echte Konkurrenz entstehen - die selbst für eingefleischte Intel-Fans ihr Gutes hat: Die Preise könnten sinken. Allerdings gab AMD-Chefin Lisa Su kürzlich auf einer Investoren-Konferenz der Credit Suisse zu Protokoll, dass man für die Zeit des Zen-Launches einen Anstieg in der durchschnittlichen Verkaufspreise (ASPs) erwarte.

    Während der Zen-Demonstration absolvierte ein AMD-Prototyp den Rendervorgang einer (allerdings reflexionsarmen und daher nicht sehr anspruchsvollen) Szene im Render- und Animationstool Blender bei gleicher Tatkfrequenz von 3 GHz etwas flinker als eine laut AMD vergleichbar konfigurierte Intel-CPUs mit ebenfalls acht physischen Kernen. Wenn dieser Wert repräsentativ ist, dann steht mit Zen erstmals seit langem wieder eine echte Alternative von AMD zur Verfügung, welche nicht allein über den Preis verkauft werden muss. Im Umkehrschluss bedeutet das, wie von AMD auch angedeutet, dass AMD-Prozessoren nicht mehr nur zum Schnäppchenpreis verschleudert werden. Dennoch: Ist eine CPU-Aufrüstung etwa aufgrund eines Defekts nicht unbedingt nötig, bietet es sich jetzt mehr denn je an, die nächsten Monate noch abzuwarten!

    AMD hat mit der FX-Reihe an Desktop-CPUs bereits 2014 abgeschlossen, sodass außer den bekannten Modellen keine weiteren Varianten mehr kommen, bevor im Frühjahr 2017 die oben genannte neue Prozessor-Architektur "Zen" übernimmt. Im APU-Bereich haben die Desktop-Ableger der Carrizo-Baureihe übernommen, welche mit modernisiertem CPU-Kern ("Excavator") und optimierter Video-Engine aufwarten - den Anfang machte mit dem Athlon X4 845 (zum PCGH-Test) jedoch eine CPU auf Excavator-Basis, die unser Preisvergleich derzeit ab knapp 60 Euro erwartet. Echte APUs wie die Bristol-Ridge-A10, welche bereits auf den neuen AMD-Sockel setzen, gibt es bislang im freien Handel nur im Rahmen von Komplett-PCs (zum PCGH-Test).

    Mit dem FX 6300 gibt es von AMD nach wie vor eine CPU für gut 90 Euro, die aufgrund ihrer drei Module für die viele Spiele immer noch ausreicht, es in Sachen Effizienz und Spieleleistung aber nicht mit den (deutlich teureren) Intel-Vierkernern aufnehmen kann. Sind Sie nicht auf durchgehende Höchstleistung angewiesen, können Sie hier jedoch eine Menge Geld sparen, denn in vielen Spielen limitiert ab Full-HD-Auflösung mit hoher Detailstufe meist die Grafikkarte und nicht der Prozessor! Etwas mehr Leistung und vor allem volle vier Module mit acht Integer-Kernen bietet der FX 8320E für circa 125 Euro. Beachten sollten Sie allerdings, dass Sie hier in eine "tote" Plattform investieren, welche nicht weitergeführt werden wird und die im Gegensatz zu modernen Chips kein PCI-Express 3.0 und kein natives USB 3.0/3.1 unterstützt. Peripherie, Datenträger und Grafikkarten werden also mehr oder minder stark unterhalb ihrer Möglichkeiten betrieben.

    Intel Core i7 6950X (ES) - 10 Kerne á 160 Euro (extreme ~1.600 Euro insgesamt)Intel Core i7 6950X (ES) - 10 Kerne á 160 Euro (extreme ~1.600 Euro insgesamt)Quelle: PC Games HardwareIntel hat im Sommer den Refresh-Schwung für die Sockel-2011-v3-Generation vorgestellt. Mit dem Core i7-6950X (PCGH-Test) ging zugleich der Desktop-Prozessor mit den meisten (echten wie virtuellen) Kernen sowie dem höchsten Preis ever ins Rennen: Für derzeit rekordverdächtige 1.720 Euro wechselt die 10-Kern-CPU den Besitzer. Auch die kleineren Modelle, sofern man im High-End-Desktop-Bereich von klein sprechen kann, sind keine Schnäppchen: Der i7-6900K mit acht Kernen kostet 1.100 Euro, der sechskernige i7-6850K 625 Euro und der kleinste, ebenfalls sechskernige i7-6800K wechselt für 440 Euro den Besitzer. Damit ist der Achtkerner der einzige der neuen Prozessoren, der keinen allzu deutlichen Aufpreis gegenüber den Haswell-basierten Vorgängern kostet.

    Xeon E3 - ein toter Geheimtipp. Intel hat nach dem beinahe-Überspringen der inzwischen nicht mehr weitergeführten Broadwell-Generation im Desktop-Bereich sein Skylake-Lineup inklusive der Xeon-E3-Modelle platziert. Letztere disqualifizieren sich dank UEFI-Sperre für den Betrieb in Consumer-Desktop-Boards. Mit dabei sind auch die etwas teureren K-Modelle für Übertakter, die etwas günstigeren Vierkern-Modelle wie der Core i5-6500 mit genügend Spieleleistung für die meisten Anwender, und der rund 115 Euro teuren Core i3-6100, der sich als Zweikerner mit Hyperthreading dank Sparsamkeit und hoher Pro-MHz-Leistung noch für fast alle Spiele eignet. Einsteiger-Modelle wie der rund 55 Euro teuren Pentium G4400, welcher im Test im Rahmen seines Preises ebenfalls überzeugen konnte, weisen jedoch bereits erste Abstriche bei der Spieletauglichkeit auf.

    Aufrüster mit Haswell-Plattform (und nur solche!), also DDR3-Speicher und Z97-Chip, können auch zu "Devil's Canyon" in Form des i7-4790K und i5-4690K greifen, sofern Ihnen der Sinn nach Übertakten steht. Deren Vorgänger (i7-4770K/i5-4670K) sind nicht preiswerter als ihre flotteren Nachfolger.

    APU-Fans, denen es nicht auf den Preis ankommt, werden mit dem Core i5-5675C dank potenter integrierter Iris-Pro-Grafik glücklich, zahlen gegenüber AMDs Topmodell A10-7870K jedoch deutlich mehr als das Doppelte, beim noch flotteren, aber teuren i7-5775C sogar gut das Dreifache. Zu den beiden letztgenannten APUs finden Sie die Testergebnisse der integrierten Grafik unter diesem Link. Der größte Vorteil der Broadwell-Modelle ist deren aufgebohrte Grafikeinheit namens Iris Pro Graphics. Diese ist sogar flotter als die HD Graphics 530 in den aktuellen Desktop-Skylake-Prozessoren, beherrscht aber im Gegensatz zu jenen nur DirectX 11.2 Feature-Level 11_1 und nicht DirectX 12 Feature-Level12_1.

    05:46
    Core i5-6500 im Test-Video: Ein neuer Preisleistungstipp?


    Bitte beachten Sie: Unsere Preisangaben im Heft wie den Online-Artikeln sind Momentaufnahmen. Wo immer möglich, geben wir auch die direkten Links in unseren Preisvergleich für die jeweils empfohlenen Prozessoren mit an. Durch einen simplen Klick können Sie so die aktuell gültigen Preise erfahren. Tipp: Achten Sie auf sofortige Lieferbarkeit und eine gute Durchschnittsbewertung der einzelnen Shops.

    Vorsicht bei reinen Zwei- oder Dreikern-CPUs!

          

    Was aus Leistungssicht schon länger klar war, machen nun nach Far Cry 4 und Dragon Age Inquisition immer mehr Spiele zu einem Fixpunkt. Anstatt lediglich langsamer zu laufen, verweigern diese beiden Titel aus dem Hause Ubisoft respektive EA auf CPUs mit weniger als vier (FC4, FC Primal, The Divison) respektive drei (DA:I) Threads glattweg den Start. Niedrige Performance ist eine Sache, aber vollständige Inkompatibilität zu Spielen und/oder Anwendungen sind für uns ein Ausschlusskriterium. Betroffen sind davon neben einigen Stromspar-Prozessoren beider Lager auch und insbesondere Intels Pentium- und Celeron-Reihen, sowie AMD-APUs mit nur einem Modul. Speziell Intels Pentium G3258 AE (zwei Kerne, aber kein Hyperthreading) verkommt so zu einem zugegeben günstigen Spielzeug für Übertakter. Intel-Core-i3- und AMD-FX-Prozessoren dagegen starten bislang noch alle getesteten Programme, sind aber für einige aktuelle Titel schon etwas schwach auf der Brust.

    Aktueller PCGH-Preisleistungs-Index Prozessoren

          

    Intel Haswell: Auch in einigen Dual-Core-Versionen mit Hyperthreading noch empfehlenswert.Intel Haswell: Auch in einigen Dual-Core-Versionen mit Hyperthreading noch empfehlenswert.Quelle: PC Games HardwareDie Basis für die Preis-Leistungsbewertung bildet unser aktueller Leistungsindex, der die Performance in acht Spielen und acht Anwendungen erfasst und gewichtet sowie normiert abbildet. Den Leistungsindex ohne Berücksichtigung des Preises finden Sie in unserem gesonderten Artikel "Leistungsindex Prozessoren".

    Bei der Preis-Leistungswertung setzen wir diese erreichte Prozentnote ins Verhältnis zum Preis des jeweiligen Prozessors. Sie können sich Ihre individuelle Prozessorenauswahl aus unserem Datenbestand zusammenklicken. Weitere Details erfahren Sie in unserer Video-Anleitung.

    PC Processors 2016

    Based on PC Games Hardware's 2016 CPU-Testing protocol

    • Price/Performance-Ratio
    Info Icon
    Games Anno 2205, Assassin's Creed Syndicate, Crysis 3, Dragon Age Inquisition, F1 2015, Far Cry 4, Starcraft 2 Legacy of the Void, The Witcher 3
    Game-Resolution 1.280 x 720, no AA/AF, minimal or no Post-Processing (i.e. Ambient Occlusion, Bloom or FXAA)
    Applications 7-Zip 15.12, Fritz Chessbench, 3DMark Fire Strike Physics Test, Adobe Lightroom 5.7.1, Blender 2.76, Cinebench R15, x264 r2638-10b, y-Cuncher 0.6.9.9462
    • Benchmarks (1 von 2)

    • Produkte ein-/ausblenden

    2m/4t, 3,8-4,0 GHz
    100.0
    2m/4t, 3,5-3,8 GHz
    82.0
    3m/6t, 3,5-4,1 GHz
    75.5
    2c/4t, 3,7 GHz
    73.4
    2m/4t, 3,1-3,8 GHz
    64.2
    3m/6t, 3,9-4,2 GHz
    61.6
    4m/8t, 3,2-4,0 GHz
    56.5
    4m/8t, 4,0-4,2 GHz
    55.2
    2m/4t, 3,5-3,9 GHz
    51.3
    2m/4t, 4,1-4,4 GHz
    49.8
    4m/8t, 4,0-4,3 GHz
    48.9
    4c/4t, 3,2-3,6 GHz
    45.4
    4m/8t, 4,7-5,0 GHz
    44.6
    4c/8t, 3,4-3,8 GHz
    42.5
    2m/4t, 3,9-4,1 GHz
    42.3
    4c/4t, 3,5-3,9 GHz
    40.3
    4c/4t, 3,3-3,7 GHz
    40.0
    4c/8t, 4,0-4,2 GHz
    39.6
    4c/4t, 3,5-3,9 GHz
    38.4
    4c/4t, 3,1-3,6 GHz
    37.3
    4c/8t, 3,3-3,7 GHz
    35.2
    4c/8t, 4,0-4,4 GHz
    34.3
    4c/4t, 3,4-3,8 GHz
    33.9
    6c/12t, 3,3-3,6 GHz
    31.6
    4c/8t, 3,4-3,8 GHz
    31.1
    6c/12t, 3,4-3,8 GHz
    29.8
    4c/8t, 3,7-3,9 GHz
    29.7
    4c/8t, 3,5-3,9 GHz
    27.9
    6c/12t, 3,5-3,7 GHz
    21.6
    8c/16t, 3,2-3,7 GHz
    12.9
    8c/16t, 3,0-3,5 GHz
    12.1
    6c/12t, 3,6-4,0 GHz
    10.9
    10c/20t, 3,0-3,5 GHz
    8.5
    0
    10
    20
    30
    40
    50
    60
    70
    80
    90
    100
    Name
    Gaming (games only!) (Normalized Price-Performance-Ratio (more is better))

    Hardware

    Geforce GTX 980 Ti fixed via BIOS @ 1.380/3.900 MHz, 8 GiByte per memory channel with max. speeds according to each CPUs' specification

    Software

    Windows 10 (64 Bit); Geforce 359.06 WHQL (HQ); Turbo & SMT on

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews


    Wir haben zusätzlich für unsere Leser auch das reine Preis-Leistungsverhältnis für die Spiele-Leistung mit angegeben!

    Führend ist aufgrund des enorm günstigen Preises von nur 55 Euro in der Tray(!)-Version in beiden Fällen AMDs FX-4300, dahinter ergeben sich kleinere Verschiebungen, speziell teure Hyperthreading-Modelle bringen in Spielen weniger Extra-Leistung als in Anwendungen, sodass deren PLV schlechter ausfällt. Die Leistung des AMD-Zweimodulers reicht noch knapp für moderne Spiele aus, auch wenn bisweilen schon etwas Leidensfähigkeit oder der Verzicht auf maximale Details gefragt ist. Besser sind Spieler mit CPUs aus mindestens dem 100-Euro-Bereich wie etwa dem FX 6300 oder dem rund 125 Euro teuren 8320E beraten. Auf der derzeit sicheren Seite ist man leider erst ab knapp über 200 Euro, die für Intels Core i5-6500 minimal fällig werden.

    Kauf-Tipps für AMD-CPUs: Kategorie bis 100 Euro

          

    Der FX-6300 mit drei Modulen ist eine der flotteren AMD-CPUs für Spieler und kostet derzeit etwas mehr als 90 Euro - der Preis schwankt wechselkursabängig allerdings häufiger. Die Anwendungsleistung des 95-Watt-Chips liegt bei Multithreading weit über der ähnlich teurer Intel-Prozessoren, weshalb der AMD-FX-6300-Prozessor eine sehr ausgewogene Mischung bietet, wenn Sie mit dem PC nicht nur Spielen und im Web surfen wollen. Der nur wenig schnellere FX-6350 kostet gleich über 20 Prozent Aufpreis; der FX-8320E (s. folgender Abschnitt) sogar mehr als 25 Prozent, bietet dafür aber immerhin vier anstelle von drei Modulen.

    Der A8-7600 als eigentlich sinnvollster Kombiprozessor, wenn Sie einen Media-PC mit etwas Spieletauglichkeit aufbauen wollen, kostet rund 75 Euro - damit er unser APU-Preistipp für den HTPC-Bereich! Wer seine APU lieber übertaktet anstatt Strom spart, erhält für circa 5 Euro Aufpreis alternativ auch den A8-7650K - mit freiem Multi und 100 MHz mehr Takt, aber höherer TDP. Etwas mehr CPU-Leistung mit aktueller Plattform bietet der Athlon X4 845 für knapp 60 Euro - der aber ohne integrierte Grafik daherkommt. Auch das ehemalige Kaveri-Spitzenmodell A10-7850K ist inzwischen im 100-Euro-Bereich angekommen. Als reine CPU lohnt er sich im Vergleich zum FX-6300 jedoch nicht und als APU bietet der A8-7600 ein besseres Preis-Leistungsverhältnis.

    Kauf-Tipps für AMD-CPUs: Kategorie über 100 Euro

          

    In Sachen CPU-Leistung zwar keine Offenbahrung, dank moderner Grafikeinheit und HSA-Features jedoch eine spannende und als Kombiprozessor auch sehr flotte Option ist nach wie vor der A10-7870K, welcher wie seine A-7000-Geschwister nur in Sockel-FM2+-Boards läuft.

    Die integrierte Radeon R7-Series-Grafik ermöglicht flüssiges Spielen selbst in Full HD ... wenn Sie bereit sind, sich auf mittlere, selten auch niedrige Details einzulassen. Dazu kann die Grafikeinheit bei einigen geeigneten Programmen ihre Rechenkraft auch für allgemeine Berechnungen zur Verfügung stellen und die CPU unterstützen. Deutlich günstiger, aber kaum langsamer als der 120 teure A10-7870K ist der A10-7850K, welcher für rund 95 Euro nahezu gleichschnell arbeitet.

    AMD FX 8320E: Eines der vernünftigsten FX-Modelle vereint gute Anwendungsleistung, bessere Energieeffizienz als die Standard-Modelle und einen vergleichsweise günstigen Preis.AMD FX 8320E: Eines der vernünftigsten FX-Modelle vereint gute Anwendungsleistung, bessere Energieeffizienz als die Standard-Modelle und einen vergleichsweise günstigen Preis.Quelle: PC Games HardwareFür 125 Euro und damit ein paar Euro günstiger als den FX-8320 gibt es den FX-8320E, eine etwas gemächlichere Stromspar-Version mit 95 Watt Nominalverbrauch. Sind Sie rein an der Spieleleistung interessiert, greifen Sie besser zum Core i5, auch wenn der deutlich teurer ist - ansonsten bietet AMDs FX-8320E eine gute, allroundtaugliche Mischung. Der mit einem CPU-Modul weniger ausgestattete FX-6350 ist nicht günstiger als der FX-8320E und damit nicht mehr zu empfehlen.

    Ausblick: AMD-Prozessoren 2016/2017

          

    Wie eingangs beschrieben steht mit Zen eine neue x86-Architektur für 2017 auf dem Plan. Der soll, geht es nach AMD, im ersten Quartal (wir tippen gen Ende desselben) auf den Markt kommen und auf der dann topmodernen AM4-Plattform ein Heim im Desktop-PC finden. Je konkurrenzfähiger die Performance, desto schlechter stehen allerdings die Chancen auf Schnäppchenpreise, wieviel AMD Intel anfänglich trotzdem wird unterbieten müssen.

    Kauf-Tipps für Intel-CPUs: Kategorie bis 100 Euro - de facto leer

          

    In diesem Preisbereich hat AMD die - vom Stromverbrauch abgesehen - attraktiveren CPUs. Für einen Intel-basierten Gaming-PC in der Preisklasse unter 100 Euro (für die CPU) hätten wir noch vor wenigen Monaten zum problemlos übertaktbaren Pentium G3258 Anniversary Edition (zum Test), der für rund 65 Euro schneller als alle Core 2 Duo ist, geraten. Allerdings starten inzwischen nicht mehr alle Spiele auf einem reinen Zweikerner, sodass wir diesen Prozessor nur Anwendern empfehlen können, die sich genau über die Konsequenzen dieser Einschränkung im Klaren sind.

    Die Intel-Kategorie unter 100 Euro ist damit de facto leer. Ursprünglich gab es einst für rund 100 Euro den Core i3-4150 mit Haswell-Architektur und zwei Kernen samt SMT; dieser war im Mittel unserer Spiele-Benchmarks so schnell wie ein FX-8350 mit vier Modulen/acht Threads und dabei weitaus sparsamer. Er gerät bei modernen Titeln und besonders bei intensiven Multiplayer-Schlachten etwa in Battlefield 3/4/1 oder Crysis 3 aber auch in Rennspielen wie F1 2015/2016 jedoch immer mehr ins Hintertreffen, ist also keine langfristig sinnvolle Investition. Auch die neuen Skylake-Core-i3 wie der i3-6100 (PCGH-Test) beginnen bei immer noch gut 115 Euro.

    Kauf-Tipps für Intel-CPUs: Kategorie 100 bis 300 Euro - Quadcores ab 170 Euro

          

    Intels Quad-Core-Riege startet bei rund 175 Euro - doch dafür gibt's nur recht niedrig getaktete Vierkerner ohne echte Übertaktungschancen. Sinnvoll ist der Einstieg erst mit dem Core i5-6500 ein, welcher in unserem Test seine gute Performance bestätigen konnte. Mit rund 205 Euro ist der Core i5-6500 schon kein Schnäppchen mehr.

    Für um die 250 Euro schlägt der Core i5-4690K sowohl seinen Vorgänger, den i5-4670K als auch den älteren Core i5-3570K und bietet mit seinem offenen Multiplikator und verbessertem Wärmeübergang zum Heatspreader gute OC-Möglichkeiten - trotz des hohen Preises noch knapp unser Tipp für Spieler, sofern bereits ein passendes Mainboard und RAM bereitliegen. Steht gleichzeitig auch der Umstieg auf eine neue Plattform an, bietet sich der Skylake-Prozessor i5-6600K an - er kostet mit rund 245 Euro sogar etwas weniger, lässt sich aber nur mit Z170/Z270-Mainboards und sinnvollerweise DDR4-RAM voll ausfahren.

    Die Skylake-Xeon-E3-Modelle passen - oder vielmehr starten - nur auf Boards mit C232/236-PCH, welche im Schnitt etwas teurer sind als ihre Desktop-Pendants, sodass der Preisvorteil hier bereits wieder abgeknabbert wird. Hinzu kommt, dass der E3-1230 v5 mit seinen Rund 275 Euro auch kein Schnäppchen mehr ist, wenn man die Einschränkungen wie die stark eingeschränkte Mainboard-Auswahl für den Endanwender bedenkt - daher keine Empfehlung mehr für die ehemaligen Geheimtipps der Xeon-E3-Reihe.

    Kauf-Tipps für Intel-CPUs: Kategorie über 300 Euro

          

    Sie bekommen einen Sechskerner mit Hyperthreading für 380 Euro Wenn Ihnen als Anwender das Beste vom Besten gerade genug ist, greifen Sie zu Intels aktueller Sockel-2011-v3-Plattform. Die wurde zwischenzeitlich mit auf der Broadwell-Architektur basierenden Prozessoren aufgewertet. Dank 14-nm-Fertigung und optimierter Mikroarchitektur arbeiten die neuen CPUs durchweg etwas sparsamer und zugleich schneller - dabei hilft ihnen auch ihr im Schnitt 100 bis 200 MHz höherer Takt, sowie der offizielle Support für DDR4-2400, welches nun optional anstelle des langsameren DDR4-2133 genutzt werden kann. Übertakter lächeln darüber jedoch nur müde. Außerdem neu: Mit Turbo Boost Max 3.0 steht ein profilbasiertes Tool zusammen mit einem Treiber bereit, welches Single-Core-Anwendungen (und Spiele) mit bis zu 4 GHz laufen lässt.

    Die Preise der neuen CPUs sind allerdings durchweg gesalzen. Das zehnkernige Topmodell kostet rekordverdächtige 1.720 Euro, der i7-6900K mit acht Kernen 1.100 Euro (und damit als einziger Neuling nicht deutlich mehr als sein direkter Vorgänger) der sechskernige i7-6850K ist für 625 Euro zu haben und bietet, wie schon in der i7-5800/5900-Reihe lediglich 200 MHz mehr Takt und Extra-PCI-E-Lanes gegenüber dem i7-6800K für 440 Euro - das fällt höchstens auf, wenn Sie den Rechner mit weiteren Grafik- oder zusätzlichen PCI-Express-Karten außer der normalen, ersten Grafikkarte bestücken möchten. Positiv anzumerken ist, dass nach einem UEFI-Update so gut wie alle Sockel-2011-v3-Platinen auch zu den neuen CPU kompatibel sind.

    Preistipp in diesem Bereich ist jedoch nach wie vor der Core i7-5820K. Hier bekommen Sie einen Sechskerner mit Hyperthreading für 400 Euro anstelle von 440 Euro beim i7-6800K. Alles weitere erfahren Sie auch in unserem ausführlichen Testbericht. Intel Core i7-5820K: Der Sockel-2011-v3-Prozessor mit dem nach wie vor bestem Preis-LeistungsverhältnisIntel Core i7-5820K: Der Sockel-2011-v3-Prozessor mit dem nach wie vor bestem Preis-LeistungsverhältnisQuelle: PC Games Hardware
    Dank Hyperthreading meistert der Core i7-6700K (Skylake, Sockel 1151) wie Intels andere Desktop-i7-Modelle, auch Anwendungen mit Bravour, muss sich hier aber meist "echten" Sechs- und Achtkernern geschlagen geben. in Spielen zeigt er sich den Sockel-2011-CPUs meist aber mehr als gewachsen. Der Core i7-6700 ohne K taktet mit 3,4 gegenüber 4,0 GHz in der Basis wesentlich niedriger als das K-Modell, kostet dabei allerdings nicht so furchtbar viel weniger. Darum ist der non-K auch nicht in unseren Empfehlungen enthalten. Wenn Sie mit Hyperthreading aus Gründen der Anwendungsperformance liebäugeln, sollten Sie überlegen, ob die wenigen gesparten Euro den Takt- und damit Leistungunterschied wert sind. Die i7-Modelle aus der Has- und Broadwell-Generation, 4770/4790K sowie 5775C, kosten nicht weniger als der 6700K und lohnen sich daher höchstens, wenn die Plattform (Board und RAM) bereits vorhanden ist.

    Der teuerste AMD-Prozessor für Normalnutzer, der FX-9590 ist mit seinem hohen Stromverbrauch bei nicht entsprechend hoher Leistung keine gute Investition - soll es eine AMD-CPU sein, sind die deutlich interessanteren Modelle wie der FX-8320E und der FX-6300 im Bereich um 120 respektive 100 Euro zu finden und weiter oben bereits besprochen.

    Ausblick: Intel-Prozessoren 2016/2017

          

    Der Skylake-Nachfolger beziehungsweise -Refresh Kaby Lake kommt Anfang 2017 im Desktop-Bereich an. So ist die CES als Launchplattform für Intels Refresh quasi gesetzt, auch wenn entsprechende Prozessoren schon bereitstehen und Intel dieser gerade beinahe komplett selbst verraten hat. Auch AMD wird auf der CES wohl noch ein paar weitere Zen-Häppchen verteilen.

    Intel verrät quasi sämtliche Kaby-Lake-Modelle vorab.Intel verrät quasi sämtliche Kaby-Lake-Modelle vorab.Quelle: Intel
    Kaby Lake wird im wesentlichen also ein Takt-Upgrade von 200-300 MHz gegenüber Skylake sein und die integrierte Grafik bekommt HDR-Fähigkeit, bessere Video-Beschleunigung inklusive Kopierschutz-Support (Microsoft Playready 3.0 SL3000) für Netflix-4K und vermutlich auch Display-Port 1.3/1.4-Fähigkeiten spendiert.

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    AMD Zen ab 2017: Alles zu Release-Termin, CPU-Sockel, technische Daten [Update]
      • Von sonny1606 Kabelverknoter(in)
        Zitat von zerrocool88
        Hey sry habe mich wie ich gerade sehe echt bescheiden ausgedrückt xD.

        Ich wollte einfach wissen wie viel Unterschied von einem 4670k zu einer heutigen cpu ist. Man sagt ja immer das eine cpu meist 3-4 Jahre hält weil sich dort nicht so schnell was ändert wie es bei GPUs der Fall ist.


        Du wirst in der Praxis nicht viel merken. Die GPU ist wichtiger. Bei mir werkelt ein ca 6 Jahre alter core I7 870 mit einer gtx 970.
        Passt super zusammen. Fast alles zocke ich in 4k.
      • Von simons700 PCGHX-HWbot-Member (m/w)
        Der Wind dreht sich!
      • Von zerrocool88 Software-Overclocker(in)
        Hey sry habe mich wie ich gerade sehe echt bescheiden ausgedrückt xD.

        Ich wollte einfach wissen wie viel Unterschied von einem 4670k zu einer heutigen cpu ist. Man sagt ja immer das eine cpu meist 3-4 Jahre hält weil sich dort nicht so schnell was ändert wie es bei GPUs der Fall ist.
      • Von Prozessorarchitektur Volt-Modder(in)
        Der post klang aber so als wolle er diesen kaufen.
        Wenn er diesen schon hat lohnt nur ein update auf nen 6 Kerner
        Den quad mit smt würde ich nur dann wechseln wenn man diesen für etwa 50€ nach verkauf des i5 bekommt.
        mehr ist das smt nicht wert ja es ist besser als ohne aber keine 330€ zusätzlich zum damaligen kauf des i5 mit 250€
        Später bei Gebrauchverkauf etwa 2018 bekommt man die CPu für unter 100€
        ich erwarte bei x99 auch etwa 2018 2019 den 8 core für stolze 200€ weil es keine x99 Bretter mehr gibt siehe aktuelle Situation bei so 2011, abgelöst seit 2014
        nach nur 2 Jahren gibt es keine so 2011 Bretter mehr, ansonsten wäre ein c i7 3930k oder besser der xeon e5 1650v2 bei mir reingekommen.
        Anstatt x99
        ich habe schlicht kein mainboard gefunden zu normalen preisen. cpu gingen so um die 200€ weg
        mainboards ab 300€ selbst Server boards waren rar gesät. mittlerweile bekommt man nichts mehr.
        Die CPu sind quasi Schlüsselanhänger und das obwohl die Leistung der x79 CPu quasi gleich ist wie bei x99.
        Schöner Stillstand außer mehr Cores tut sich da nichts.
      • Von Cleriker PCGH-Community-Veteran(in)
        Deinen zweiten Absatz verstehe ich nicht richtig. Der zerrocool88 hat den anscheinend schon und möchte wissen ob er den noch behalten kann, oder z.B. auf einen i7 upgraden sollte. Deine Antwort verstehe ich so, dass du denkst, er will sich den erst holen. Oder wie ist das mit dem für unter hundert Euro gemeint?

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CPU
CPU-Kaufberatung 2016: Die besten AMD- und Intel-Prozessoren [Dezember]
Die Ergebnisse unserer Prozessor-Benchmarks und CPU-Tests mit AMD und Intel im Vergleich: Sie suchen eine neue CPU/APU zum Spielen oder möchten sich einfach über das derzeitige Angebot informieren? PC Games Hardware wirft einen Blick auf aktuelle Prozessoren und APUs von AMD und Intel und gibt konkrete Kaufempfehlungen für verschiedene Preisklassen.
http://www.pcgameshardware.de/CPU-Hardware-154106/Tests/CPU-Test-Benchmark-AMD-Intel-675663/
08.12.2016
cpu,intel,amd
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