R9 7900X3D im Test: Fazit und Wertung
Auf der letzten Seite unseres AMD-7900X3D-Tests fassen wir noch einmal alles zusammen und vergeben schließlich die finale Wertung inklusive Testtabelle, die alle wichtigen Eigenschaften einer jeden CPU aufführt.
In diesem Artikel
Betrachten wir den Ryzen 9 7900X3D von außen, wird uns von AMD eine rasante CPU für Spiele-PCs geboten, die auch vor Content Creator nicht zurückschreckt. Die 12 Kerne erreichen im Mittel immer über 5 GHz und die Effizienz ist einfach der Wahnsinn, das kann man nicht anders sagen. Doch wo Licht scheint, gibt es auch Schatten. Wir konnten am 7900X3D zwei große Nachteile ausmachen. Zum einen wäre da die Verteilung der Kerne. Natürlich teilt die CPU die 12 Kerne in zwei CCDs auf jeweils sechs pro Seite auf, alles andere wäre aus Gründen der erhöhten Latenz auch Unsinn gewesen. Moderne Spiele sind allerdings dazu in der Lage, nahezu immer acht Kerne anzusprechen, insbesondere, weil die aktuelle Konsolen-Generation auch auf acht Kerne setzt. Engines sind demnach darauf programmiert und das erklärt beispielsweise auch die immer ausgezeichnete Performance von Acht-beziehungsweise 16-Kernern.
Nun ist es jedoch so, dass ein 7900X3D beim 3D-CCD nur auf sechs Kerne setzen kann. Der AMD 3D-V-Cache Optimizer, der auch bei der Chipsatz-Installation des 7900X3D mit auf das System aufgespielt wird, versucht händeringend, beim Spielen die Last auf die ersten sechs Kerne mit 3D-Cache zu lenken. Doch jedes Mal, wenn die Engine Aufgaben an acht Kerne verteilt, weil sie so programmiert ist und Windows schließlich einen 12-Kerner meldet, fallen Aufgaben für die Kerne an, die nicht auf den 3D-Cache zurückgreifen können. Da die CPU insgesamt etwas niedriger taktet als ein Ryzen 9 7900X, schrumpft der Abstand in der Mehrzahl der Benchmarks zu letzterem mehr zusammen, als AMD lieb ist. Ein 7950X3D hat dieses Problem nicht, weil dieser CPU schlichtweg ausreichend Kerne zur Verfügung stehen. Natürlich ist ein 7900X3D dank des 3D-Cache immer noch schneller als der gewöhnliche 7900X, doch die Verteilung der Kerne spricht gegen den 3D-12-Kerner, da wir in Zukunft eine immer bessere parallele Lastverteilung in Spielen erwarten.
Der zweite Punkt, den wir als Nachteil aufzählen möchten, ist der Preis. Ja, über den Release-Preis zu reden und zu urteilen, ist immer so eine Sache. Natürlich wird die CPU in wenigen Monaten schon günstiger angeboten. Dennoch können wir bewerten, was AMD uns für die aufgerufene UVP von 679 Euro bietet. Und das ist uns leider zu wenig. Der Käufer erhält zwar eine sensationelle Effizienz, die ihresgleichen sucht, jedoch sind es lediglich sechs Kerne, die aktiv auf den 3D-Cache zurückgreifen können. Wie unsere Messungen zeigen, bewegt sich ein 7900X3D damit auf dem Niveau eines Core i7-13700K. Intel kann die KF-Variante des 16-Kerner derzeit rund 260 Euro günstiger anbieten und hat aus Sicht der Preis-Leistung Stand heute damit das viel bessere Angebot parat. Wir empfänden einen Preis von 499 Euro für den 7900X3D als genau richtig.
Falls Sie darüber hinwegsehen können, dann greifen Sie ruhig zu, denn Leistung bekommen Sie trotz der angesprochenen Nachteile mehr als genug für die kommenden Jahre; vor allem, wenn man bedenkt, dass Sie mit passendem Mainboard auch für PCI-Express 5.0 fähige Grafikkarten und M2-SSDs gerüstet sind. Da AMD den Sockel AM5 noch bis ins Jahr 2025 unterstützen möchte, kann es sogar passieren, dass die nächste Generation der 3D-Prozessoren auch noch auf den Sockel passt. Spätestens dann haben Sie ein sehr gutes Geschäft gemacht.
| Prozessor | AMD Ryzen 9 7900X3D |
|---|---|
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/2872157 |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 680,-/ausreichend |
| Für Mainboards mit … | Sockel AM5 |
| Codename | Zen 4 Raphael-X |
| Anzahl Kerne/Threads | 12c/24t |
| Basistakt (Turbo für alle und einen Kern) | 4,4 GHz, (5,1-5,6 GHz) |
| L1-Cache (Daten/Befehle, je Kern) | 32 KiByte/32 KiByte |
| L2-Cache (je Kern)/LLC (gesamt) | 1.024 KiByte/128 MiByte |
| Heatspreader, Fertigung | Metall (verlötet), TSMC N5 |
| Ausstattung (20 % der Endnote) | 1,32 |
| Grafikeinheit | RDNA2 (2 CU) |
| Befehlssätze und Erweiterungen (Auswahl) | bis AVX512F, bis SSE4.2, SSSE3, SSE4A, x86-64, FMA3, AES, AMD-V |
| Integrierte PCI-Express-Lanes | 24× PCI-Express 5.0 |
| Eigenschaften (20 % der Endnote) | 1,49 |
| Offener Multiplikator* | Nicht vorhanden |
| Speicherkanäle (u. max. Geschw.*/**) | 2× DDR5-5200 |
| ECC-Support | Unterstützt |
| TDP laut Hersteller** | 120 Watt |
| TDP (Boost) | 162 Watt |
| Leistungsaufnahme (Callisto/Dying/TW3)** | 50,57/70,83/65,3 Watt |
| Leistungsaufnahme Spiele (Durchschnitt)** | 64 Watt |
| Leistungsaufnahme Anwendungen (Durchschnitt)** | 107 Watt |
| Effizienz Gesamt (Normiert) | 95,1% |
| Leistung (60 % der Endnote) | 1,64 |
| Spiele-Index | 92,6 % |
| Anwendungs-Index | 79,5 % |
| Endnote | Wertung: 1,55 |
* Setzt Unterstützung durch das Mainboard voraus **Angabe dient nur der Information, gewertet wird die Effizienz über alle Spiele und Anwendungen
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Nur wieviel wird er in nächster Zeit, wenn Games auf 8 Kerne optimiert sind, dann verliehren? Die 2 CCD Kommunikation kostet ja etwas Leistung, wieviel ist das genau, wenn mehr als 6 Kerne / 12 Threads verlangt werden? Ist das wirklich spührbar, wenn man von einem reinen 6 Kerner ohne Cache kommt?
Nun noch den 8 Kerner abwarten. Wird das von der Performance her ein "halber 16 Kerner"? Mehr oder weniger (so ohne Verwaltungsoverhead) bringen?
Mal schaun und dann am Schluss sauber abwägen und kaufen.
Grüsse.
Nach den Werten solltest du gehen, hier hat jeder Benchmark den gleichen prozentualen Anteil am finalen Wert:
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100/68 ~= 1.47 > 92.6/64 ~=1.45!
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Edit: ich hör immer mehr und mehr dass auch Leute ohne Geköpfte x3d Probleme haben mit ihrer CPU … ich glaub AMD sollte da mal dringend nachhelfen …
Edit²: die ersten 10Min von Jay's Video sind halt zu 1000000% genau die selben "probleme" wie Ich Sie habe auch schon vor dem Köpfen mit dem 7900X hierbei ist das Board auch gefuehlt bei jedem Booten Stundenlang in Postcode 15 bevor Er ins Windows bootet.