AMD Ryzen 9 7900X3D im Benchmark-Test: Sind sechs Kerne die Macht?

Im Schatten des großen 16-Kerners hat auch der 12-Kerner Ryzen 9 7900X3D das Licht der Welt erblickt. Wir prüfen die Leistung in Spielen, Anwendungen und interessieren uns auch für die Effizienz: kann der 7950X3D hier geschlagen werden? Das und mehr erfahren Sie jetzt im großen Test zum AMD Ryzen 9 7900X3D.

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AMD Ryzen 9 7900X3D im Benchmark-Test: Sind sechs Kerne die Macht?
Quelle: PCGH

Zur CES Anfang Januar 2023 hat AMD die neuen Ryzen-7000X3D-Modelle angekündigt. Seit dem 28.02. sind der 16-Kerner Ryzen 9 7950X3D (PCGH-Test) und der 12-Kerner Ryzen 9 7900X3D am Markt erhältlich. Der offizielle Start für die beiden Ryzen-9-Prozessoren ist aber gefühlt nur auf dem Papier erfolgt. In einem separaten Artikel auf PCGH berichten wir im Quasi-Liveticker über Händler, die den 7950X3D und 7900X3D anbieten. Von einer flächendeckenden Lieferfähigkeit ist bisher nichts zu sehen. Caseking zeigt für den Ryzen 9 7950X etwa den 9.3. als Liefertermin. Immerhin weiß man nun auch, wie viel der 12-Kerner 7900X3D in Deutschland kostet. Bei Mindfactory sieht man den von AMD verkündeten Preis von 679 Euro. Auch bei Caseking wird dieser Preis kommuniziert. Wir sind gespannt, ob sich die Verfügbarkeit noch bessert.

Wir bedanken uns herzlich bei unserem Partner Zed Up für die Bereitstellung des Testmusters des AMD Ryzen 9 7900X3D. Die CPU war bei Ankunft versiegelt und entspricht damit einem gewöhnlichen Box-Modell, wie Sie es im Handel antreffen. Von AMD gab es bislang kein Sample, gleichwohl auch kein weiteres NDA, was den 7900X3D angeht. Wir können somit aus vollen Rohren feuern, was wir jetzt auch machen.

AMD Ryzen 9 7900X3D: Übersicht und technische Daten

Mit dem 12-Kerner 7900X3D macht AMD etwas, das es noch nie vorher gab. Ryzen 7 5800X3D und Ryzen 9 7950X3D können jeweils acht Kerne mit 3D-Cache einspannen. Da ein 7900X(3D) jedoch nur insgesamt zwölf Kerne besitzt, die sich auf jeweils ein CCD verteilen, stand vor dem Launch die große Frage im Raum, wie AMD beim 3D-Modell die Kerne verteilt: Eine Kombination aus 8+4 oder 6+6 waren realistisch. Erst vor ein paar Tagen wurde das Geheimnis gelüftet, was wir inzwischen auch bestätigen können: Ryzen 9 7900X3D setzt auf eine Kombination aus zwei mal sechs Kernen. Das bedeutet, dass "nur" sechs Kerne auf den 3D-V-Cache setzen, während die anderen sechs Kerne vom 7900X übernommen werden. Daraus ergibt sich eine interessante Kombination, die sich Leser und Nutzer aus der PCGH-Community schon zu Ryzen-5000-Zeiten gewünscht haben: eine 3D-Cache-CPU mit sechs Kernen. Wir prüfen den 7900X3D einmal ab Werk und liefern auch einen simulierten "7600X3D", also eine Zen-4-3D-CPU, die nur auf sechs Kerne mit 3D-V-Cache setzt (letzteren werden Sie jedoch erst in einem späteren Artikel bewundern können). AMD hat einen "Ryzen 5 7600X3D" bisher nicht angekündigt und es steht zur Frage, ob es diese CPU jemals geben wird. Dennoch erlauben wir uns in den kommenden Tagen eine Simulation, da auch uns brennend interessiert hat, wie gut eine 3D-CPU mit nur sechs Kernen funktioniert.

Modell Kerne Takt RAM IGP L3-Cache TDP / PPT in Watt Preis in Euro
Ryzen 9 7950X 16c/32t Bis zu 5,7 GHz DDR5-5200 RDNA 2, 2 CU 64 MiByte 170 / 230 599
Ryzen 9 7950X3D 16c/32t Bis zu 5,7 GHz DDR5-5200 RDNA 2, 2 CU 128 MiByte 120 / 162 789
Ryzen 9 7900X 12c/24t Bis zu 5,6 GHz DDR5-5200 RDNA 2, 2 CU 64 MiByte 170 / 230 490
Ryzen 9 7900X3D 12c/24t Bis zu 5,6 GHz DDR5-5200 RDNA 2, 2 CU 128 MiByte 120 / 162 679
Ryzen 9 7900 12c/24t Bis zu 5,4 GHz DDR5-5200 RDNA 2, 2 CU 64 MiByte 65 / 88 445

Laut AMD kommt ein Ryzen 9 7900X3D mit 12 Kernen, die dank SMT bis zu 24 Threads bereitstellen können. Der maximale Takt beträgt 5,6 GHz und gilt für den Single-Core-Boost. Der Basistakt beträgt 4,4 GHz und die TDP 120 Watt. Wie der große Bruder Ryzen 9 7950X3D setzt der 12-Kerner auf den zusätzlichen 3D-Cache, der zu den regulären 32 MiByte L3-Cache (pro CCD) weitere 64 MiByte dazu packt, was dem Prozessor insgesamt den Zugang zu 128 MiByte ermöglicht. Auch ein 7900X3D muss mit einer geringeren Maximaltemperatur von 89 °C auskommen. Identisch ist die Konnektivität, die CPU kommt mit 24 PCI-Express 5.0 Lanes, der Unterstützung von bis zu 128 GiByte DDR5-Speicher (max. DDR5-5200) und der integrierten RDNA2-Grafikeinheit. Nutzen Sie dagegen alle DIMMs auf dem Mainboard, fällt die maximale Geschwindigkeit für den Arbeitsspeicher auf DDR5-3600 zurück.

Natürlich setzt ein 7900X3D auch auf das asymmetrische Design: Das CCD mit 3D-Cache taktet unter Last mit etwa 5.0 GHz und kann Spiele mithilfe des üppigeren L3-Cache Spiele beschleunigen. Das andere CCD verhält sich ganz so wie beim 7900X: Die sechs Kerne takten mit bis zu 5,6 GHz und kommen zum Einsatz, wenn eine hohe Taktfrequenz gefragt ist. AMD verbindet so beide Vorteile in einer CPU. Damit das Betriebssystem erkennt, ob gerade ein Spiel oder eine Anwendung ausgeführt wird, setzt AMD auf eine Kombination aus einem neuartigen Chipsatz-Treiber, der mit einem "AMD 3D V-Cache Performance Optimizer" und dem dazugehörigen Treiber für Windows 10/11 ausgeliefert wird und der aktuellen Version XBOX Game Bar, welche in Kombination mit dem Spielmodus von Windows meldet, ob sich der Nutzer in einem Spiel befindet oder nicht. Weitere Informationen dazu finden Sie im Test zum Ryzen 9 7950X3D, auf Seite 1, unterhalb.

Auf der kommenden Seite beschäftigen wir uns mit der Performance des neuen 12-Kerners. Wir haben ja schon erwähnt, dass AMD hier gute Arbeit geleistet hat, doch die Zahlen in den Benchmarks sind noch einmal etwas anderes. Danach behandeln wir noch die Effizienz und ziehen schließlich ein Fazit. Sind sechs Kerne ausreichend für moderne Spiele?

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  1. Seite 1 R9 7900X3D im Test: Übersicht
  2. Seite 2 R9 7900X3D im Test: Benchmarks Spiele/Anwendungen
  3. Seite 3 R9 7900X3D im Test: Effizienz und Leistungsaufnahme
  4. Seite 4 R9 7900X3D im Test: Fazit und Wertung
    • Kommentare (99)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Supie12 Freizeitschrauber(in)
        Meine Frage ist zum Teil nun beantwortet, ist das Teil zum Gaming brauchbar? Im echt CPU-lastigen MSFS 2020 liegt er sogar knapp auf Platz 2. Also sollten die 6 Kerne + Cache momentan fürs Zocken gut funktionieren.

        Nur wieviel wird er in nächster Zeit, wenn Games auf 8 Kerne optimiert sind, dann verliehren? Die 2 CCD Kommunikation kostet ja etwas Leistung, wieviel ist das genau, wenn mehr als 6 Kerne / 12 Threads verlangt werden? Ist das wirklich spührbar, wenn man von einem reinen 6 Kerner ohne Cache kommt?

        Nun noch den 8 Kerner abwarten. Wird das von der Performance her ein "halber 16 Kerner"? Mehr oder weniger (so ohne Verwaltungsoverhead) bringen?

        Mal schaun und dann am Schluss sauber abwägen und kaufen.

        Grüsse.
      • Von Supie12 Freizeitschrauber(in)
        Meine Frage ist zum Teil nun beantwortet, ist das Teil zum Gaming brauchbar? Im echt CPU-lastigen MSFS 2020 liegt er sogar knapp auf Platz 2. Also sollten die 6 Kerne + Cache momentan fürs Zocken gut funktionieren.

        Nur wieviel wird er in nächster Zeit, wenn Games auf 8 Kerne optimiert sind, dann verliehren? Die 2 CCD Kommunikation kostet ja etwas Leistung, wieviel ist das genau, wenn mehr als 6 Kerne / 12 Threads verlangt werden? Ist das wirklich spührbar, wenn man von einem reinen 6 Kerner ohne Cache kommt?

        Nun noch den 8 Kerner abwarten. Wird das von der Performance her ein "halber 16 Kerner"? Mehr oder weniger (so ohne Verwaltungsoverhead) bringen?

        Mal schaun und dann am Schluss sauber abwägen und kaufen.

        Grüsse.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Bei den "nackten" Fps pro Watt musst du bedenken, dass die Werte nicht normiert sind. Hat ein Benchmark einen viel höheren (oder niedrigeren) Wert als die anderen, geht das zulasten des durchschnittlichen Wertes.

        Nach den Werten solltest du gehen, hier hat jeder Benchmark den gleichen prozentualen Anteil am finalen Wert:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Gelöschtes Mitglied 217606
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Irgendwas stimmt da mit deinen Zahlen nicht. Der 7900X3D verbraucht 64W, der 7950X3D 68W. Die Performance ist aber vom Verhältnis höher (100 zu 92.6 = 8%), so dass der 16-Kerner eigentlich effizienter sein muss.

        100/68 ~= 1.47 > 92.6/64 ~=1.45!
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Maexen Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Na grundsätzlich liest sich das hier auch ganz ordentlich, was die Effizenz angeht. 6 Kerne mit V-Cache ist ein interessanter Versuch bzw. Verwertung von "Resten". Man darf wirklich auf den 7800X3D gespannt sein.
      • Von B4C4RD! Software-Overclocker(in)
        Zitat von theodizee
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] schau dir mal das aktuelle video von JayzTwoCents an. Er hat zwar einen 7950X3D, aber wie es scheint das gleiche verhalten mit den Postcodes und random crashes an verschiedenen Stellen. Bei ihm lag es letztendlich am MB.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Das hab ich jetzt tatsächlich schon von mehreren gehört ich verfolg Ihn selber bester Mann guck Mir das Video nachher mal an aber geb Dir Hoffnung nicht auf dass es bei Mir „nur“ am fehlenden Anpressdruck lag.

        Edit: ich hör immer mehr und mehr dass auch Leute ohne Geköpfte x3d Probleme haben mit ihrer CPU … ich glaub AMD sollte da mal dringend nachhelfen …

        Edit²: die ersten 10Min von Jay's Video sind halt zu 1000000% genau die selben "probleme" wie Ich Sie habe auch schon vor dem Köpfen mit dem 7900X hierbei ist das Board auch gefuehlt bei jedem Booten Stundenlang in Postcode 15 bevor Er ins Windows bootet.
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