Intel Core i9-13900K, i7-13700K und i5-13600K im Test: Befreiungsschlag für den Chipriesen

Intel und AMD haben es schon wieder getan - die schnellsten CPUs der Welt gebaut. PCGH hat Raptor Lake in Form des Core i9-13900K, Core i7-13700K und Core i5-13600K im Test genauestens unter die Lupe genommen und prüft Spielleistung, Effizienz und Alltagstauglichkeit. Ist Zen 4 besiegt? Oder gelingt Intel das erneut nur mit der TDP-Keule?

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Intel Core i9-13900K, i7-13700K und i5-13600K im Test: Befreiungsschlag für den Chipriesen
Quelle: PCGH

Erst vor wenigen Wochen mussten sich die Ryzen-7000-Prozessoren im Test beweisen und nur einen Monat später legt Intel nach. Raptor Lake heißt die 13. Core-Generation und diese ist der Nachfolger zu Alder Lake, jener Hybrid-Architektur, die vor etwa einem Jahr eine neue Ära bei Intel eingeleitet hat. Mit Raptor Lake führt der Chipriese diese Entwicklung weiter: Es gibt mehr Effizienz-Kerne, mehr Cache, mehr von allem. Die neue Raptor-Cove-Architektur wurde in vielen Bereichen optimiert und modernisiert und auch die Effizienz-Kerne wurden verbessert. Wir haben uns die drei Topmodelle Core i9-13900K, Core i7-13700K und Core i5-13600K geschnappt, sie durch unseren umfangreichen Test-Parcours geschickt und vergleichen die Leistung mit dem Vorgänger, Zen 3 und natürlich den Ryzen-7000-Prozessoren.

Wir bedanken uns herzlich bei Intel für die Bereitstellung des Core i9-13900K und Core i5-13600K sowie bei Asus für die Bereitstellung des Core i7-13700K und des Mainboards, das für die Tests zum Einsatz kommt: ein Asus ROG Z790 Hero. Es wurde die zum Testzeitpunkt aktuelle UEFI-Version genutzt. Ein Einfluss fand nicht statt, es galt bis zum 20.10.2022, 15 Uhr nur ein weltweites NDA, was die Veröffentlichung der Leistungsdaten von Raptor Lake umfasst.

Wenn Sie auf ein Mainboard mit Z790-Chipsatz setzen, etwa das im Bild gezeigte Asus ROG Z790 Hero, läuft Raptor Lake garantiert ab dem ersten Tag. Chipsätze der 600er-Reihe benötigen ein UEFI-Update. Quelle: PCGH Wenn Sie auf ein Mainboard mit Z790-Chipsatz setzen, etwa das im Bild gezeigte Asus ROG Z790 Hero, läuft Raptor Lake garantiert ab dem ersten Tag. Chipsätze der 600er-Reihe benötigen ein UEFI-Update.

Intel Raptor Lake im Test: Übersicht

Bei den Desktop-CPUs der 13. Generation packt Intel noch einmal deutlich mehr Effizienz-Kerne in die Ausstattung, sodass es 24 Kerne (8 P- und 16 E-Kerne) sowie 32 Threads beim Core i9-13900K zu bestaunen gibt. Der maximale Turbotakt beträgt, dank des wieder eingeführten Thermal Velocity Boost, bis zu 5.8 GHz. Zusätzlich sind die Prozessoren mit erweiterten L2- und L3-Caches ausgestattet, bieten einen verbesserten Speicher-Controller, der offiziell bis zu DDR5-5600 unterstützt und wartet mit einer höheren Pro-Watt-Leistung auf.

Auch lesenswert: Verfügbarkeits-Ticker: Hier lassen sich i9-13900K, i7-13700K, i5-13600K kaufen

Modell Kerne Takt RAM IGP L3-Cache PBP / MTP in Watt Preis
Core i9-13900K 24c/32t 5,8/4,3 GHz DDR5-5600 G2/DDR4-3200 G1 UHD 770 @ 1,65 GHz 36 MiByte 125/253 749 Euro
Core i9-12900K 16c/24t 5,2/3,9 GHz DDR5-4800 G2/DDR4-3200 G1 UHD 770 @ 1,55 GHz 30 MiByte 125/241 600 Euro
Core i7-13700K 16c/24t 5,4/4,2 GHz DDR5-5600 G2/DDR4-3200 G1 UHD 770 @ 1,55 GHz 30 MiByte 125/253 539 Euro
Core i7-12700K 12c/20t 5,0/3,8 GHz DDR5-4800 G2/DDR4-3200 G1 UHD 770 @ 1,50 GHz 25 MiByte 125/190 430 Euro
Core i5-13600K 14c/20t 5,1/3,9 GHz DDR5-5600 G2/DDR4-3200 G1 UHD 770 @ 1,50 GHz 24 MiByte 125/181 399 Euro
Core i5-12600K 10c/16t 4,9/3,70 GHz DDR5-4800 G2/DDR4-3200 G1 UHD 770 @ 1,45 GHz 20 MiByte 125/150 325 Euro

Intel Raptor Lake im Test: i9-13900K, i7-13700K und i5-13600K vorgestellt

Mit 24 Kernen, davon acht Performance- und 16 Effizienz-Kerne, kommt das neue Topmodell 13900K (ab 719 Euro bei Mindfactory) mit einem hohen All-Core-Boost von 5,5 beziehungsweise 4,3 GHz, im Single-Core-Boost liegen bis zu 5,8 GHz (Thermal Velocity) an. Mit an Bord ist die Unterstützung für DDR5-5600 und DDR4-3200, PCI-Express 5.0 für die Grafikkarte und PCI-E-4.0 für M.2-SSDs. Die integrierte Grafikeinheit (IGP) hat Intel vom (Vor-)Vorgänger übernommen, taktet sie im Fall des i9-13900K aber mit 1,65 GHz. Die Prozessor Base Power (PBP) beläuft sich auf 125 Watt, während die Maximum Turbo Power (MTP), die seit Alder Lake jederzeit anliegt, wenn der Nutzer sie nicht begrenzt, bei 253 Watt liegt (Alder Lake: 241 Watt). Laut der Intel-Datenbank büßt ein Core i9-13900K gegenüber seinem Vorgänger jedoch Sicherheits-Features ein, darunter Total Memory Encryption, One Click Recovery und Hardware Shield Manageability. Auch Intels Optane-Speicher wird nicht mehr unterstützt.

Den vollendeten Core i9-12900K stellt der neue Core i7-13700K dar (aktuell ab 519 Euro bei Mindfactory). Mit 16 Kernen, die jeweils acht P-Cores und acht E-Cores besetzen, ist der 13700K genauso bestückt wie das Alder-Lake-Topmodell und bietet somit ganze vier E-Cores mehr als ein Core i7-12700K. Nicht nur die Anzahl der Kerne hat sich erhöht, sondern auch der Takt. Der All-Core-Boost beträgt 5,3 beziehungsweise 4,2 GHz und die Performance-Kerne können im Single-Core-Boost bis zu 5,4 GHz ausfahren. Genau wie ein i9-13900K setzt der i7 auf die Unterstützung für DDR5-5600/DDR4-3200 und PCI-Express 5.0, die IGP taktet etwas niedriger mit 1,60 GHz. Die PBP beträgt 125 Watt und die MTP, wie beim i9, 253 Watt. Wir klären später, ob es eine kluge Entscheidung von Intel war, den beiden Prozessoren die gleiche MTP zu geben.

MSI soll erste DDR4-Mainboards mit Z790 und B670 einstellen Quelle: PC Games Hardware Intel Core i9-13900K, Core i7-13700K und Core i5-13600K im Test: Befreiungsschlag für den Chipriesen. (1)

Die kleinste Raptor-Lake-CPU im Test ist ein besonderer Prozessor, der 13600K liegt aktuell bei 389 Euro (Mindfactory). Einerseits verfügt der 14-Kerner über acht E-Cores, die mit bis zu 3,9 GHz takten und sechs P-Cores, die im Boost mit bis zu 5,1 GHz arbeiten. Des Weiteren beträgt die MTP "nur" 181 Watt, während die PBP weiterhin das 125-Watt-Schild hochhält. Am Ende ergeben sich daraus 20 Threads und die Mischung all dieser Variablen lassen eine CPU mit hohem Preis-Leistungs-Verhältnis vermuten. Wir werden die Zahlen später gemeinsam analysieren, doch so viel sei gesagt, Sie werden staunen, wie schnell der Kleine ist. Natürlich bringt auch ein i5-13600K die Fähigkeiten bezüglich des IMCs und der IGP mit, allerdings taktet Letztere im Fall des i5 mit 1,50 GHz noch einmal etwas niedriger. Wer auf die interne Grafikeinheit Wert legt, kann sie sicherlich übertakten. Auf der kommenden Seite beschäftigen wir uns mit der Raptor-Cove-Architektur.

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  1. Seite 1 Raptor Lake im Test: Übersicht
  2. Seite 2 Raptor Lake im Test: Raptor Cove Architektur
  3. Seite 3 Raptor Lake im Test: Benchmarks Spiele/Anwendungen - Teil 1
  4. Seite 4 Raptor Lake im Test: Benchmarks Spiele/Anwendungen - Teil 2
  5. Seite 5 Raptor Lake im Test: Effizienz, Fps pro Watt
  6. Seite 6 Raptor Lake im Test: Spezial-Benchmarks mit Core i9-13900K
  7. Seite 7 Raptor Lake im Test: Fazit und Wertung
    • Kommentare (260)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von restX3 BIOS-Overclocker(in)
        i9-13900K grade geordert. Schönes Ding.
      • Von restX3 BIOS-Overclocker(in)
        i9-13900K grade geordert. Schönes Ding.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] : Ok. Alles klar. Danke für die Erklärung.

        Zitat von PCGH_Dave
        Weil "höhere Effizienz" nicht "geringere Leistungsaufnahme" bedeutet, sondern "Leistung pro Watt".
        Ja das war mir klar...

        Zitat von PCGH_Dave
        Weil der 7700X mit der Radeon-GPU mehr Fps generiert und dabei sogar noch die Leistungsaufnahme sinkt, sind die Fps pro Watt, die nicht(!) normiert werden, etwas höher, als beim 13600K. Mit einer Geforce-GPU ist es genau andersherum, da hat der 13600K die Nase vorn.
        Daran hat´s wohl gelegen das ich das nicht ganz verstanden hatte.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von RyzA
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] :

        Warum schneidet der 13600K besser im Effizienz-Index ab als der 7700X, obwohl der 7700X weniger Strom verbraucht?
        Sowohl in Spielen als auch in Anwendungen?
        Bei den FPS/Watt ist der 7700X auch davor.

        Intel Raptor Lake im Test: Leistungsaufnahme und Effizienz-Index
        Weil "höhere Effizienz" nicht "geringere Leistungsaufnahme" bedeutet, sondern "Leistung pro Watt".
        Hier mal die Daten im Direktvergleich:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Anno 1800 ist der Worst Case für den 7700X, aber dieser Wert wird am Ende nur mit etwas über acht Prozent in die Gesamtwertung gerechnet.

        Beachte zudem, dass der 7700X mithilfe einer Radeon-GPU im Hinblick auf Effizienz ordentlich zulegt (oben ist mit Geforce):

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Weil der 7700X mit der Radeon-GPU mehr Fps generiert und dabei sogar noch die Leistungsaufnahme sinkt, sind die Fps pro Watt, die nicht(!) normiert werden, etwas höher, als beim 13600K. Mit einer Geforce-GPU ist es genau andersherum, da hat der 13600K die Nase vorn.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Cleriker
        Ich denke mal, weil der Leistungsvorteil des 13600k im Spielemittel durch die krassen Differenzen in Anno, CP und GoW größer ist als der energetische Nachteil.
        Im Schnitt sind es nur 4%.

        Und wie gesagt liegt der 7700X im "FPS pro Watt" Index vor dem 13600K:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Ich denke mal, weil der Leistungsvorteil des 13600k im Spielemittel durch die krassen Differenzen in Anno, CP und GoW größer ist als der energetische Nachteil.
      Direkt zum Diskussionsende
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