Fünf Jahre Radeon Vega: Fazit
Am Schluss unseres Vega-Specials zum 5. Geburtstag ziehen ein Fazit.
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Fünf Jahre Vega: Fazit
Tempus fugit - Zeit fliegt. Vor nunmehr fünf Jahren blickte die Welt hoffnungsvoll auf die Radeon Technologies Group (RTG), welche unter der Führung von Raja Koduri den Vega-Grafikprozessor ins Rennen schickte. Die Erwartungen waren groß und die Chancen standen zumindest auf dem Papier gut, dass Vega der hellste Stern am Grafikkartenhimmel werden und Nvidias Pascal-Riege den Rang ablaufen könnte. Mit dem Release der Radeon Vega Frontier Edition Ende Juni 2017 begann die Hoffnung zu bröckeln, der Chip hatte Probleme, seine hohe Rechenleistung in Fps umzumünzen. Mit dem Mitte August 2017 erfolgten Release der RX-Vega-Modelle war schließlich klar: AMD ist zurück in der Oberklasse und kann der Geforce GTX 1080 sowie GTX 1070 Paroli bieten - gegen die GTX 1080 Ti und Titan X (Pascal) ist jedoch kein Kraut gewachsen.
Fünf Jahre später haben die Aussagen immer noch Bestand. Vega 10 warf mit High-Bandwidth Memory, Shader Intrinsics, Rapid Packed Math & Co. nicht nur Hightech, sondern auch clevere Ideen in den Ring. Das hilft jedoch wenig, wenn die Software nicht Schritt hält und all die schönen Dinge ungenutzt bleiben - einige davon für immer. Dennoch handelt es sich bei den Vega-Modellen um potente Gaming-Grafikkarten, die selbst Mitte 2022 noch zum Spielen geeignet sind. Die jüngsten Fortschritte auf dem Gebiet des Upscalings - FSR 2.0 - kommen auch Vega zugute, welcher als erster AMD-Chip die dafür nötigen FP16-Berechnungen mit doppeltem Durchsatz stemmt. Damals wie heute ist die Energie-Effizienz der wohl größte Kritikpunkt. Vega-Nutzer praktizierten schon damals emsiges Undervolting, um dem Durst Herr zu werden - etwas, das Geforce-Nutzer spätestens seit Ampere (RTX 30) gut nachfühlen können.
Quelle: PC Games Hardware
Fünf Jahre Radeon Vega: Die letzte GCN-Iteration mit bis zu 16 GiByte Speicher (11)
Doch die letzte Ausbaustufe von Graphics Core Next (GCN) ist mehr als das. Mit der Frontier Edition stieß AMD in neue Geschäftsbereiche vor und lieferte einzigartige Grafikkarten, die irgendwo zwischen Profi und Gamer zu verorten sind. Nicht nur Sammler erfreuen sich daran, denn wie unsere frischen Benchmarks zeigen, ist eine Vega FE selbst heutzutage noch ein valider Spielpartner - einer, den selbst moderne Datenmengen nicht aus der Ruhe bringen. Vega ist außerdem die letzte Endkunden-Grafikkartenserie, die High-Bandwidth Memory (HBM) einsetzt. Dieses Experiment fing 2015 mit Fiji an und gipfelte in Vega 20, welcher mit vier HBM-Stacks an 4.096 Bit erstmals die Marke von 1 TByte/s Speicherdurchsatz sprengte. Mit im Gepäck ist stets der High-Bandwidth Cache Controller (HBCC), welcher Vega-Grafikkarten eine einzigartige und effiziente Ansteuerung des Systemspeichers erlaubt. Wir sind gespannt, ob diese Idee jemals zurückkehren wird und welche Vorteile sich bei echten Next-Gen-Spielen einstellen werden.
Mittlerweile hält Raja Koduri das Heft bei Intels Grafiksparte in der Hand, welche unter Hochdruck die Markteinführung der Arc-Desktop-Grafikkarten vorbereitet. Diesmal sind die Hoffnungen und technischen Möglichkeiten ungleich größer. Ein sattes Blau bietet sich bei Intel als Grafikkarten-Hersteller aber auch diesmal an. Wir sind gespannt, wie diese Geschichte ausgeht - und Sie? Hatten Sie eine Vega-Grafikkarte? So oder so: Happy Birthday, Vega! Und viel Glück, Intel - ihr werdet's brauchen!

Das ist eine Karte für Bastler und Tweaker. Man kann viel aus der Karte rausholen bei massiver Verbrauchssenkung.
Out of the Box war die richtig Kacke.
?? Bei jeder Karte kann man einiges rausholen.