Fünf Jahre Radeon Vega: Die letzte GCN-Iteration mit bis zu 16 GiByte HBM [Update: RX Vega wird fünf]

Update zum 5. Geburtstag von RX Vega: Am 27. Juni 2017 erblickte mit der Radeon Vega Frontier Edition die erste Grafikkarte mit Vega-10-Chip das Licht der Händlerregale. Im August folgten die offiziellen Gaming-Modelle Radeon RX Vega 64 und RX Vega 56. PCGH wirft zum fünften Geburtstag einen Blick zurück und zeigt, was Vega im Jahr 2022 leistet.

74
Test Raffael Vötter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Fünf Jahre Radeon Vega: Die letzte GCN-Iteration mit bis zu 16 GiByte HBM
Quelle: PC Games Hardware

Update vom 14. August 2022: Am heutigen Tag vor fünf Jahren fiel der Startschuss für die Gaming-Modelle mit Vega-GPU - die Radeon RX Vega 64 und Radeon RX Vega 56. Wir feiern den letzten "Graphics Core Next" daher ein weiteres (und letztes) Mal und Sie sind natürlich herzlich eingeladen!

Original vom 01.07.2022: Eine moderne IT-Weisheit besagt, dass Radeon-Grafikchips mit der Zeit besser werden - wie ein guter Käse oder Wein. Diese nette Umschreibung für suboptimale Performance zum Start eines neuen Produkts fand auch AMD charmant und hat die von Fans scherzhaft ins Leben gerufene Bezeichnung FineWine in die Präsentation des Vega-Grafikprozessors anno 2017 gepackt.

Fünf Jahre später steht Vega zwar längst nicht mehr im Rampenlicht, ist aber noch bei vielen Spielern im Einsatz - was für die Architektur spricht. PCGH gratuliert recht herzlich und wirft einen wohl letzten Blick auf das Vega-Versprechen "Great performance today, with more to come". Mit der Radeon Vega Frontier Edition, auch bekannt als "die Titan von AMD" spielt dabei eine ganz besondere Grafikkarte die Hauptrolle. Kommen Sie mit uns auf Zeitreise - oder klicken Sie direkt auf die Benchmarks, alles ist möglich.

Bildergalerie

Fünf Jahre Vega: Es war einmal ...

Ende 2016 sprach AMD erstmals öffentlich über den Vega-10-Prozessor, welcher im Profibereich und hier speziell als Machine-Intelligence- und Deep-Learning-Beschleuniger debütieren sollte. Das geschah dann auch, allerdings weitgehend unter dem Radar der Öffentlichkeit. PC-Enthusiasten hefteten sich derweil an die Lippen der AMD-Chefin Lisa Su: Vega erscheine noch im zweiten Quartal 2017, ließ sie auf einer Investorenkonferenz verlauten - und Geldgeber enttäuscht man besser nicht. Und tatsächlich, am 27. Juni 2017 löste AMD sein Versprechen haarscharf mit der Radeon Vega Frontier Edition ein. Wie PC Games Hardware im damaligen Spezial-Test erläuterte, handelt es sich dabei nicht um die Gaming-Lösung, sondern um ein semiprofessionelles Produkt für Anwender, welche die hohe Rechenleistung auch anderweitig gebrauchen können, etwa beim Computer-aided Design (CAD). Unser Fazit damals: Wenn nicht ein Wunder(treiber) geschieht, bleiben Nvidias größte Pascal-Modelle allein auf weiter Flur. Sechs Wochen später, am 14. August, hieß es dann endlich "Gaming time": Die Radeon RX Vega 64 und 56 schickten sich an, die Frontier-Vorstellung zu widerlegen - oder sie zu festigen.

Als Vega im Sommer 2017 erschien, hatte Nvidia bereits seit einem guten Jahr die Geforce GTX 1080 und GTX 1070 am Markt. Beide Modelle lieferten dank der konsequent auf hohe Gaming-Leistung getrimmten Pascal-Architektur Leistung satt und außerdem eine hohe Energie-Effizienz. Daneben buhlten die noch relativ jungen Modelle Titan X (Pascal) und Geforce GTX 1080 Ti um die Gunst der Enthusiasten, mit 12 respektive 11 GiByte und konkurrenzloser Leistung.

Die Tests der RX-Karten mit etwas reiferen Treibern zementierten, was die Frontier Edition erahnen ließ. Auf dem Papier hatte AMD mit Vega einen harten Gegner für Nvidias Titan X und GTX 1080 Ti erschaffen. In der Praxis kamen jedoch schnell Erinnerungen an den Vorgänger Fiji hoch: Bei reinen Compute-Aufgaben war und ist Vega bärenstark, in Spielen jedoch eher hüftlahm, sofern man die theoretische Rohleistung gegenüberstellt - diese liegt bei Vega FE und Vega 64 leicht über jener einer GTX 1080 Ti oder Titan X. Die möglichen Ursachen werden seitdem in zahlreichen Diskussionen ausgewalzt. Auch wir haben uns mehrfach damit auseinandergesetzt - am ausführlichsten im Artikel AMD Vega: Bestandsaufnahme - Reifeprüfung bestanden?, aus dem einige Elemente des vorliegenden Geburtstags-Specials stammen.

74
  1. Seite 1 Fünf Jahre Radeon Vega: Geschichtsstunde
  2. Seite 2 Fünf Jahre Radeon Vega: Technik-Finesse im Detail
  3. Seite 3 Fünf Jahre Radeon Vega: Zwischenstand um 2019
  4. Seite 4 Fünf Jahre Radeon Vega: Nachtest 2022
  5. Seite 5 Fünf Jahre Radeon Vega: Fazit
    • Kommentare (74)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Warum? Der hat doch gut funktioniert. Auch das HBCC Feature war gut. Zuletzt schön zu sehen in den far cry 6 Video von [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] . Ne, die Anbindung bei der Karte war doch völlig in Ordnung. Meinst du vielleicht aus Kostensicht?
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Warum? Der hat doch gut funktioniert. Auch das HBCC Feature war gut. Zuletzt schön zu sehen in den far cry 6 Video von [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] . Ne, die Anbindung bei der Karte war doch völlig in Ordnung. Meinst du vielleicht aus Kostensicht?
      • Von Titanultra Software-Overclocker(in)
        Als HBM Karten ganz klar gescheitert
      • Von Iknownothing Kabelverknoter(in)
        Zitat von DARPA
        Ja das kommt noch dazu. Knapp 2 Jahre genutzt und dann zum Neupreis weiterverkauft
        Das hat nichts damit zu tun. Nur weil die Karte bombe beim Minen war. Dessen bin ich auch Schuldig. Mir wäre es aber lieber gewesen wenn die Preise auf Pascal Niveau blieben dafür halt nicht das 2 fache für die alten Karten bekommen wenn neue das 3-4 fache kosten . Trugschluss.
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        Zitat von Iknownothing
        Toll zum Minen, hörte ich.
        Ja das kommt noch dazu. Knapp 2 Jahre genutzt und dann zum Neupreis weiterverkauft
      • Von Iknownothing Kabelverknoter(in)
        Zitat von AahhhFreshMeat
        Ich habe meine Vega64 geliebt! Aber erst nachdem ich die katastrophalen Wärmeleitpads und die wirklich schlecht aufgetragene Paste ersetzt habe, zwei 120er Lüfter von Arctic draufgepackt habe und die Karte massiv undervoltet habe.

        Das ist eine Karte für Bastler und Tweaker. Man kann viel aus der Karte rausholen bei massiver Verbrauchssenkung.

        Out of the Box war die richtig Kacke.
        Woher kommt dieser Blödsinn das Vega besonders gut zum tweaken ist? Meine Gtx 1080 lief mit 140 Watt bei 850mv 1850mhz. Vega 64 konntest auf 250 Watt drücken dafür ein paar % schneller. Vega 56 180-200 Watt. Gtx 1070 100-110 Watt. Ohne nennenswert Leistung zu verlieren.

        ?? Bei jeder Karte kann man einiges rausholen.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk