PCGH-Plus Label [PLUS] AMD Vega: Bestandsaufnahme - Reifeprüfung bestanden?

PCGH Plus: Great performance today, with more to come: Mit diesen Worten präsentierte AMD seinen Vega-Chip vor über einem Jahr. Was daraus geworden ist, beleuchten wir in diesem Artikel. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 10/2018.

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 AMD Vega: Bestandsaufnahme - Reifeprüfung bestanden?
Quelle: AMD

Eine IT-Weisheit besagt, dass Radeon-Grafikchips mit der Zeit besser werden - wie ein guter Käse oder Wein. Diese nette Umschreibung für suboptimale Performance zum Start eines neuen Produkts fand offenbar auch AMD charmant und hat die von Fans scherzhaft ins Leben gerufene Bezeichnung "FineWine" in die Vega-Präsentation anno 2017 gepackt. Zeit für das zweite Tasting.

Vega 10 wird 1

Ende 2016 sprach AMD erstmals öffentlich über den Vega-10-Prozessor, welcher im Profibereich und hier speziell als Machine-Intelligence- und Deep-Learning-Beschleuniger debütieren sollte. Das geschah dann auch, allerdings weitgehend unter dem Radar der Öffentlichkeit. PC-Enthusiasten in aller Welt hefteten sich derweil an die Lippen von Lisa Su, der amtierenden AMD-Chefin: Vega erscheine im zweiten Halbjahr 2017, ließ sie auf einer Investorenkonferenz verlauten - und Geldgeber enttäuscht man besser nicht. Am 27. Juni löste AMD sein Versprechen haarscharf mit der Radeon Vega Frontier Edition ein. Wie PC Games Hardware unter anderem im Test der Ausgabe 09/2017 schilderte, handelt es sich dabei nicht um die Gaming-Lösung, sondern um ein semiprofessionelles Produkt für Anwender, welche die hohe Rechenleistung auch anderweitig gebrauchen können, etwa beim Computer-aided Design (CAD). Unser Fazit damals: Wenn nicht ein Wunder(treiber) geschieht, bleiben Nvidias größte Pascal-Modelle allein auf weiter Flur. Sechs Wochen später, am 14. August, heiß es dann endlich "Gaming time": Die Radeon RX Vega 64/56 schickten sich an, die Frontier-Vorstellung zu widerlegen - oder sie zu festigen.

Vega 10 = Janus 10

Auf dem Papier hatte AMD einen harten Gegner für Nvidias GP102 alias Titan X(p) und GTX 1080 Ti erschaffen. In der Praxis verhält sich Vega jedoch wie sein Vorgänger Fiji: Bei reinen Compute-Aufgaben ist der Chip bärenstark, in Spielen jedoch eher hüftlahm, sofern man die theoretische Rohleistung gegenüberstellt. Die möglichen Ursachen werden seitdem in zahlreichen Diskussionen ausgewalzt, allerdings selten mit handfesten Erkenntnissen. Wir beleuchten in diesem Artikel einige der Umstände und liefern untermauernde Messwerte.

[Plus] AMD Vega: Status quo (1) [Plus] AMD Vega: Status quo (1)

Das Vega-Rezept

Vega entspricht der fünften Iteration des Graphics Core Next und stellt laut AMD die größte Architekturumstellung seit GCN 1.0 dar. Die Veränderungen innerhalb des Kerns widmen sich sowohl der Leistung pro Einheit als auch der Taktbarkeit. Während Letztere ein immer hilfreicher Kniff ist, erfordern die anderen Features eine Zusammenarbeit zwischen Hard- und Software. Da wäre "Rapid Packed Math" (RPM): Vega ist in der Lage, Operationen mit reduzierter Genauigkeit, wie FP16 und INT8, in doppelter respektive vierfacher Rate des üblichen FP32-Formats auszuführen. Die Idee ist schlüssig (wenn auch steinalt), erfordert jedoch die explizite Anpassung durch Spieleentwickler.

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Das finden Sie im Artikel:
  • Vega vs. Fiji – Full HD + WQHD + UHD in 11 Spielen mit unterschiedlichen Settings
  • Bewertung der versprochene Features Draw Stream Binning Rasterizer, Primitive Shaders, High Bandwidth Cache und Intrinsics, RPM, Async Compute
  • Speichertransfer unter Open CL
  • Kühlerumbau #1: Referenzkarte mit ausführlichen Messwerten
  • Kühlerumbau #2: Custom-Design mit ausführlichen Messwerten
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