AMD Radeon VII im Nachtest: Fazit
Die letzte GCN-Grafikkarte wird sieben - Zeit für ein Fazit.
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Sieben Jahre sind eine lange Zeitspanne, in der sich entscheidet, ob eine Grafikkarte zu den Siegern oder Verlierern gehört. Mithilfe des Formats der XXL-Nachtests haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, genau das zu klären. Wo landet die Radeon VII in der bisherigen Historie, bestehend aus Geforce GTX Titan (2013), Radeon Vega (2017), Titan V (2017), Geforce RTX 2080 Ti (2018) und Geforce RTX 4090 (2022)?
Radeon VII: Fazit 2026
Die Dynamik, welche über die Zukunftsfähigkeit einer Grafikkarte entscheidet, ist unmöglich vorauszusehen. Im Falle der Radeon VII war jedoch absehbar, dass die Sterne nicht gut stehen und das Universum andere Pläne hatte. Verzeihen Sie uns die erneute Anspielung, die damaligen Codenamen gleichen jedoch einer Steilvorlage: Vega ist der Hauptstern des Sternbildes Lyra und die interne Bezeichnung der Radeon VII lautet "Moonshot". Damit bezeichnet man ein ehrgeiziges, beinahe unmögliches Vorhaben - wie die Idee, mit einem dem High Performance Computing entlehnten Grafikprozessor die Gaming-Leistungskrone zu holen. Nvidia hat mit der Titan V bewiesen, dass ein solcher Stunt funktionieren kann, effizient ist die damit verbundene Materialschlacht jedoch nicht. Der 14 Monate später veröffentlichten Radeon VII wird dieses Glück nicht zuteil, da sich die Erde weitergedreht hat - ab hier erwähnen wir keine Sterne und Planeten mehr, versprochen.
Quelle: PC Games Hardware
Derartige Meldungen waren 2019 noch Zukunftsmusik, sind heute mit einer reinen Rasterizing-Grafikkarte jedoch an der Tagesordnung.
Das Problem der Radeon VII ist die Kombination aus Veröffentlichungszeitpunkt und Feature-Set. Ein Jahr zuvor hätte das Gerät noch für Furore gesorgt, denn Anfang 2018 wusste niemand, dass in Kürze eine neue Ära der Grafik anbrechen würde. Man kann von Nvidias Turing-Generation halten, was man will, faktisch wurde damit jedoch eine Welle losgetreten, welche alles nachhaltig veränderte. Diese Veränderungen brauchten Jahre, doch schon wenige Monate nach dem Release der Radeon VII konnten wir anhand der ersten Raytracing-Spiele einen Blick in die Zukunft erhaschen: Eine Grafikkarte ohne entsprechenden Support wird schrittweise den Anschluss verlieren. Zwar konnte AMD mithilfe enormer Rohleistung und Lautstärke das Schlimmste verhindern und einige Achtungserfolge feiern, unter dem Strich ist die Radeon VII aber viel mehr Geforce GTX Titan denn RTX 2080 Ti.
Radeon VII wird sieben: Impressionen
Welche Achtungserfolge wir meinen? Da wäre die enorme Compute- und speziell Double-Precision-Leistung zu nennen, mit der die Radeon VII fernab von Spielen verzücken konnte. Zu Hochzeiten des Kryptominings war die Grafikkarte aus ähnlichen Gründen sehr gefragt. Und es gibt noch eine Eigenschaft, die bis heute herausragend ist: 16 GiByte HBM2 mit einer Transferrate von 1 TByte/s. "Derzeit halten sich die Vorteile von 16 GiByte jedoch in Grenzen, allein Freunde hoher Auflösungen profitieren. Es macht definitiv Spaß, die Radeon VII in Ultra HD und darüber hinaus zu verwenden: Es stockt nicht, es kommt nicht zu sichtbarem Texturbrei, die Frametimes sind sehr gut, das Ansprechverhalten des PCs bleibt hoch, Speichermangel ist zu keiner Zeit ein Thema - so muss sich eine High-End-Grafikkarte anfühlen", schwärmten wir im zeitgenössischen PCGH-Test.
Tatsächlich ist es diese Eigenschaft, welche die Radeon VII über Wasser hält. Sie mag weder Raytracing noch modernes Upsampling beherrschen, stemmt dafür aber mühelos die höchsten Texturdetails und ist trotz ihres Alters für so manchen Frame-Generation-Spaß zu haben - AMDs Vorantreiben offener Technologien macht's möglich. Die Radeon VII mag kein Erfolg gewesen sein, eine interessante Anomalie, eine spannende Machbarkeitsstudie und ein begehrtes Sammlerobjekt ist sie jedoch zweifellos.
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Gruß T.
MfG
Raff
(falls es da Unterschiede in der Bildqualität gibt bei CNN vs RDNA1)
ne 6600+7600 könnte man informativ bezgl. Bildqualität noch erwähnen
(RDNA2+RDNA3)
k.A. wie ein Blindtest so eingestellt wird, ... am Besten auf alle Sys das gleiche Fps-Limit was gut zur Seven passt
als kleinsten gemeinsamen Nenner
Erinnert mit an den DirectX Raytracing feature test. Eine RX 7700XT stand da erheblich besser als eine RX 6800 da (RDNA2 allgemein). Was sicher nicht an der überlegenen Leistung der RX 7700XT lag, sondern einfach neuen Treibern/Patches geschuldet war.