Geforce RTX 4090 im XXL-Nachtest: Drei Jahre alt und trotzdem die Nummer 2 der GPUs
Bis zu Leistungsfaktor 2 beim Rasterizing, Faktor 4 dank DLSS 3 plus verdoppelte Energie-Effizienz: Nvidia bewarb die Geforce RTX 4090 beim Erscheinen mit großer Selbstsicherheit. Drei Jahre später wird es höchste Zeit für den Nachtest: Hat sich die große Investition gelohnt?
In diesem Artikel
Die Geforce RTX 4090 ist in der modernen Grafikkarten-Landschaft eine Ausnahmeerscheinung. Als man sich beinahe daran gewöhnt hatte, dass eine neue GPU-Generation nur noch 30 Prozent auf die alte drauflegt, erscheint ein Produkt, das an die glorreichen Pioniertage der 3D-Beschleunigung erinnert. Doppelte Rechenleistung und Effizienz, neue Features in Hard- und Software: Die Geforce RTX 4090 sprengte im Oktober 2022 so manche Erwartung. Dies betraf auch den Preis, denn mit einem UVP von 1.949 Euro war Nvidias neuestes Schlachtschiff zwar günstiger als die Geforce RTX 3090 Ti ein halbes Jahr zuvor, aber dennoch ein echter Brocken. In diesem Artikel prüfen wir, was Ada Lovelace und speziell den AD102-Chip der Geforce RTX 4090 so stark machte, und prüfen die naheliegende Frage: Hat sich die Investition gelohnt?
Geforce RTX 4090: Es war einmal ...
Die Geforce RTX 4090 profitiert von einem uralten Rezept, das Grafikchips seit jeher besser macht: Mithilfe einer deutlich feineren Fertigung war es möglich, mehr von allem unterzubringen und im selben Atemzug die Energieeffizienz zu verbessern. Bei Ampere, besser bekannt als Geforce RTX 3000, ging Nvidia einen anderen Weg, hier war der Fertigungssprung überschaubar, weshalb man für hohe Leistung viel Energie aufwenden musste - die RTX 3090 Ti ist bis heute eine der effektivsten (nicht effizientesten!) Elektroheizungen im Gaming-PC.
Der Wechsel von Samsungs 8N auf TSMCs 4N ermöglichte einen gigantischen Sprung beim Top-Chip: Der AD102 (Ada Lovelace) bringt mehr als 125 Millionen Schaltungen auf einem Quadratmillimeter unter, während es beim GA102 (Ampere) knapp 45 Millionen sind - eine Steigerung um Faktor 2,7. Die Rechenwerke wurden somit nicht nur zahlreicher, die Nvidia-Ingenieure konnten auch ihre Schlagkraft erhöhen und den Chip um rund 50 Prozent höher takten. Deutlich größere Zwischenspeicher brachten indes mehr Netto vom Brutto in Sachen Speichertransferrate - AMDs Vorstoß mit dem "Infinity Cache" im Jahr 2020 lässt grüßen. Falls Sie mehr zu den Innereien von Ada Lovelace wissen möchten, legen wir Ihnen unseren Originaltest vom Oktober 2022 ans Herz, in dem es auch einen Deep-Dive zur Technik gibt. Sehen wir uns an, wie die Geforce RTX 4090 neben anderen High-End-Grafikkarten aussieht; weitere Vergleichsmodelle finden Sie in unserer gepflegten GPU-Datenbank:
| Grafikkarte | Geforce RTX 5090 | Geforce RTX 4090 | Geforce RTX 5080 | Radeon RX 7900 XTX | Radeon RX 9070 XT |
|---|---|---|---|---|---|
| Referenzkarte verfügbar? | Ja | Ja | Ja | Ja | Nein |
| Getestetes Modell | Nvidia FE | Nvidia FE | Nvidia FE | AMD MBA | Sapphire Pulse |
| Marktstart | 30.01.2025 | 12.10.2022 | 30.01.2025 | 13.12.2022 | 06.03.2025 |
| Architektur | Nvidia Blackwell | Nvidia Ada Lovelace | Nvidia Blackwell | AMD RDNA 3 | AMD RDNA 4 |
| Codename/Konfektion | GB202-300 | AD102-300 | GB203-400 | Navi 31 XTX | Navi 48 XTX |
| Chipgröße (Die/GCD) | 750 mm² | 608,5 mm² | 378 mm² | 300 mm² | 356,5 mm² |
| Transistoren Grafikchip (Mrd.) | 92,2 | 76,3 | 45,6 | 57,7 (inkl. MCDs) | 53,9 |
| Fertigungsverfahren (Foundry) | 4N (TSMC) | 4N (TSMC) | 4N (TSMC) | N5 (GCD) + N6 (MCD) | N4P (TSMC) |
| Shader-Cluster (CUs/SMs) | 170 | 128 | 84 | 96 | 64 |
| FP32-ALUs/TMUs/ROPs | 21.760/680/176 | 16.384/512/176 | 10.752/336/112 | 6.144*/384/192 | 4.096*/256/128 |
| Raytracing-Einheiten | 170 (4. Gen.) | 128 (3. Gen.) | 84 (4. Gen.) | 96 (2. Gen.) | 64 (3. Gen.) |
| Matrix-Einheiten („AI-Cores”) | 680 (5. Gen.) | 512 (4. Gen.) | 336 (5. Gen.) | 192 (1. Gen.) | 128 (2. Gen.) |
| Level-2-Cache (MiB) | 96 | 72 | 64 | 6 | 8 |
| Level-3-Cache (MiB) | – | – | – | 96 | 64 |
| GPU-Boost-Takt in Spielen (MHz) | 2.720 | 2.740 | 2.730 | 2.570 | 2.920 |
| INT8-Leistung (AI TOPS) | 838 | 661 | 470 | 126 | 383 |
| FP16-Leistung ALUs (TFLOPS) | 118 | 90 | 59 | 126 | 96 |
| FP32-Leistung ALUs (TFLOPS) | 118 | 90 | 59 | 63 | 48 |
| FP64-Leistung ALUs (TFLOPS) | 1,85 | 1,40 | 0,92 | 1,97 | 0,75 |
| Füllrate (Mtex/Mpix pro Sek.) | 1.849,6/478,7 | 1.402,9/482,2 | 917,3/305,8 | 986,9/493,4 | 747,5/373,8 |
| Multi Frame Generation | Ja (bis zu 3 KI-Bilder) | Nein | Ja (bis zu 3 KI-Bilder) | Nein | Nein |
| Treiber-Frame-Generation | Ja (1 Zwischenbild) | Ja (1 Zwischenbild) | Ja (1 Zwischenbild) | Ja (1 Zwischenbild) | Ja (1 Zwischenbild) |
| Speicheranbindung (Bit) | 512 | 384 | 256 | 384 | 256 |
| Geschwindigkeit RAM (GTs/MHz) | 28,0/14.001 | 21,0/10.502 | 30,0/15.001 | 20,0/10.000 | 20,1/10.072 |
| Speichertyp | GDDR7 | GDDR6X | GDDR7 | GDDR6 | GDDR6 |
| Transferrate Speicher (GB/s) | 1.792 | 1.008 | 960 | 960 | 644 |
| Speicherkapazität (MiB) | 32.768 | 24.576 | 16.384 | 24.576 | 16.384 |
| PCI-Express-Standard | 5.0 ×16 | 4.0 ×16 | 5.0 ×16 | 4.0 ×16 | 5.0 ×16 |
| Stromanschlüsse | 1× 16-/4× 8-Pol | 1× 16-/4× 8-Pol | 1× 16-/3× 8-Pol | 2× 8-Pol | 2× 8-Pol |
| Leistungsaufnahme (Board Power) | 575 Watt | 450 Watt | 360 Watt | 355 Watt | 304 Watt |
| Display-Konnektivität | DP 2.1b, HDMI 2.1b | DP 1.4a, HDMI 2.1a | DP 2.1b, HDMI 2.1b | DP 2.1, HDMI 2.1a, USB-C | DP 2.1a, HDMI 2.1b |
| UVP zum Release (€) | 2.329 | 1.949 | 1.169 | 1.149 | 689 |
Angaben der Leistung auf Basis der von uns umfassend getesteten Grafikkarten (durchschnittlicher GPU-Boost über alle Benchmarks) - die rechtlich abgesicherten Herstellerangaben liegen teils deutlich darunter. AI-TOPS: Angabe ohne Sparsity. *ALUs mit Dual-Issue-Fertigkeit; angegeben ist der bestmögliche (doppelte) Durchsatz.
Die Geforce RTX 4090 macht - bis auf die rohe Speichertransferrate - in jeder Hinsicht kurzen Prozess mit der RTX 3090 Ti, was sich auch deutlich in den Benchmarks des Jahres 2022 zeigte. Der Sprung war derart groß, dass sich Nvidia damit selbst in Schwierigkeiten brachte. Denn für Blackwell, die aktuelle RTX-5000-Reihe, entschied man sich gegen eine bessere Fertigung - mutmaßlich aus Kostengründen. Da die Physik ein unbesiegbarer Feind ist, kam es, wie es kommen musste: Die Geforce RTX 5090 übertrifft die RTX 4090 zwar, lässt dabei aber Souveränität und Beschwingtheit vermissen. Wir überprüfen im Folgenden, wie sich der 37 Monate alte "Brecher" in den GPU-Benchmarks 2025/2026 schlägt - gegen die RTX 3090 Ti, gegen die RTX 5090 und natürlich auch gegen andere Grafikkarten.

. Bis zur 6090 und dem dann nötigem Hardwareupgrade kann ich also noch gelassen weiterzocken. Und bis dahin sind die DDR Preise vielleicht ein bisserl entspannter.....Vielleicht.
Einerseits ist mit der Umstieg auf eine X3D CPU inkl. Board und Ram zu teuer bzgl der Gesamtkosten, erst recht was den Ram angeht. Bleibt nur der Umstieg auf einen 14700k innerhalb des Sockels oder den Verkauf der 4090, welche fast 2K abwerfen (400€+ zum EK) könnte um dann eine neue GPU (5090) mit wiederum neuer Garantie zu besitzen.
Der Ram Markt scheint sich ja vorerst deutlich zu verschlimmern.
Also, was machen Sachen?
Einerseits ist mit der Umstieg auf eine X3D CPU inkl. Board und Ram zu teuer bzgl der Gesamtkosten, erst recht was den Ram angeht. Bleibt nur der Umstieg auf einen 14700k innerhalb des Sockels oder den Verkauf der 4090, welche fast 2K abwerfen (400€+ zum EK) könnte um dann eine neue GPU (5090) mit wiederum neuer Garantie zu besitzen.
Der Ram Markt scheint sich ja vorerst deutlich zu verschlimmern.
Also, was machen Sachen?