Nach GPU-Firmware-Problemen mit RX 7900 XTX: Lisa Su schaltet sich persönlich ein
Der bekannte Ex-Hacker George "geohot" Hotz hat sich öffentlich über Radeon-Firmware beschwert und prompt eine Reaktion von AMD-Chefin Dr. Lisa Su erhalten.
Der durch das Knacken von Playstation 3 und iPhones bekannt gewordene Ex-Hacker George "geohot" Hotz arbeitet gegenwärtig mit seinem Startup-Unternehmen Tiny Corp unter anderem an dem neuronalen Netzwerk-Framework tinygrad und auch an sogenannten TinyBox-Servern auf Basis von Radeon-RX-7900-XTX-GPUs. Diese sollen Leistung im PetaFLOPS-Bereich für künstliche Intelligenz bieten, indem sie erschwingliche Consumer-Grafikkarten nutzen und so große Einsparungen gegenüber den eigentlichen Beschleunigerkarten für Rechenzentren ermöglichen.
Dafür nutzen die Systeme AMDs Open-Source-Programmierstack ROCm (Radeon Open Compute), doch gibt es hier offenbar noch Firmware-Probleme in Verbindung mit der RX 7900 XTX. Darüber hat sich der X-Account des Unternehmens um Hotz kürzlich öffentlichkeitswirksam beschwert und verlautet, das verantwortliche Problem (LLVM spilling bug) selbst zu beheben, wenn AMD die Firmware als Open Source zur Verfügung stellt.
Firmware-Problemen mit RX 7900 XTX: Lisa Su schaltet sich ein
"Ansonsten lohnt es sich nicht, tonnenweise Aufwand in die Behebung von Fehlern auf einer Plattform zu stecken, die man nicht besitzt", heißt es in dem offenbar von Hotz verfassten Beitrag. In mehreren Tweets von Tiny Corp mit Beschwerden wurden dabei auch provokativ die AMD-Wettbewerber Intel und Nvidia markiert, wie Tomshardware berichtet.
Letztlich trat auch AMD-Geschäftsführerin Dr. Lisa Su auf den Plan und antwortete: "Vielen Dank für die Zusammenarbeit und das Feedback. Wir sind alle dabei, eine gute Lösung zu finden. Das Team arbeitet daran." AMDs Software-Entwickler schafften es daraufhin laut Techpowerup innerhalb weniger Stunden, eine ganze Reihe von Fehlerbehebungen an Tiny Corp zu schicken.
Hotz freute sich über die schnelle Reaktion und nutzte die Bugfixes für einen Test seines Produkts, ohne dass größere Stabilitätsprobleme auftraten: "AMD hat mir einen aktualisierten Satz von Firmware-Blobs zum Testen geschickt. Sie sind reaktionsschnell, und der Treiber hat im letzten Jahr große Fortschritte gemacht. Das wird gut! Dieser Trainingslauf hat fast 5 Stunden gedauert und ist noch nicht abgestürzt." Hotz gab auch bekannt, dass er mit AMD per Telefon konferieren wolle und Tiny Corp sich zu "70 Prozent" sicher sei, dass AMD seine komplette Radeon-GPU-Firmware oder Teile davon bis Ende nächster Woche offenlegen werde.


Es vergehen oft keine 2 Wochen von einer Amd Software ( Treiber , Bios , Firmware ) Fehler Meldung zur anderen .
Und es ist wirklich alles dabei bis hin zum Spielebann und Streichung von Features .
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Mal ganz davon abgesehen das es oft viele Monate bei Amd dauert bis diese wenn überhaupt behoben werden !
Zum Thema
Ich bin positiv überrascht und hätte seitens AMD keine Not gesehen da so zeitnah zu reagieren. Immerhin möchten die ja AMD eine lukrative Einnahmequelle reduzieren. Hut ab dafür, dass AMD da dennoch aktiv wird.
Naja aber was will man machen. Die PCGH gewinnt (Klicks), die Fanboys dürfen ihren Mist abziehen, die Forenqualität geht halt den Bach runter aber who cares
In meiner Arbeitswelt taucht der Begriff nur in Verbindung mit embedded Geräten und deren Software auf - also in diesem Fall dann das GPU BIOS.
In Verbindung mit einem OS Treiber ist mir der Begriff Firmware eher neu.
Gerade auch bei Modems oder WLAN-Chips kommt das vor und liegt häufig an patentierter Technik, die in Software umgesetzt ist. Man kann zwar Software-Quelltext (=literarische Werke) nicht patentieren lassen, aber unter bestimmten Voraussetzungen technische Verfahren. Und wenn ein Hersteller die Lizenz zur Nutzung hat, hat er teilweise nicht die Erlaubnis, dieses Verfahren offenzulegen.
Teilweise entscheidet sich natürlich ein Hersteller auch selbstständig dazu, Teile verborgen zu halten, wenn er es für sich als bessere Lösung sieht - manchmal auch, wenn er nicht genau weiß, ob er selbst ein Patent verletzen könnte und das dann nachweisbar machen würde.