ROCm 6.0: AMD bringt KI und ML mit Radeon und Radeon Pro auf den Desktop-PC

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ROCm 6.0
Quelle: AMD

AMD bringt künstliche Intelligenz ("KI") und maschinelles Lernen ("ML") mit seiner quelloffenen CUDA-Konkurrenz ROCm in der neuen Version 6.0 auf den Desktop-PC und unterstützt von Beginn an Radeon und Radeon Pro mit auf Basis von RDNA 3.

AMD bringt künstliche Intelligenz ("KI") und maschinelles Lernen ("ML") mit seiner quelloffenen Compute-Plattform ROCm, die als CUDA-Konkurrenz fungieren soll, in der neuen Version 6.0 auf den Desktop-PC und unterstützt von Beginn an Grafikkarten der Serien Radeon und Radeon Pro mit auf Basis der aktuellen RDNA-3-Architektur.

CUDA-Konkurrenz auch im Privatbereich

Anders als es Nvidia mit CUDA praktiziert, hat AMD seine KI- und ML-Plattform Radeon Open Compute ("ROCm") bereits am 14. November 2016 als Open Source freigegeben. Die quelloffene Software ist für GPU-Computing unter Linux vorgesehen und nutzt dazu unter anderem die ML-Frameworks TensorFlow und PyTorch. Zudem stehen die beiden ML-Bibliotheken MIOpen für Hochleistungs-ML-Primitive sowie MIVisonX für die Implementierungen von Khronos OpenVX und OpenVX für die mannigfaltigen professionellen KI- und ML-Anwendungsbereiche bereit.

ROCm 6.0 Quelle: AMD AMD ROCm 6.0 ist insbesondere für ML-Workflows aus den nachfolgenden KI-gestützten Bereichen ausgelegt:

  • Biowissenschaften
  • Arzneimittelforschung
  • Automatisierung und Robotik
  • Bild- und Videoerkennung
  • Autonomes Fahren

Zudem werden Containerisierung-Tools wie Docker, Singularity, Kubernetes und Slurm über Erweiterungen unterstützt, was System- und Workloadbereitstellungen einfacher und effizienter macht. Vorkonfigurierte Docker-Container sind ebenfalls bereits vorhanden, was die ML-Anwendungsentwicklung beschleunigt.

ROCm Quelle: AMD ROCm Quelle: AMD

ROCm soll auf Radeon auch unter Windows laufen

Das gesamte Featureset der ROCm-Plattform, welches bis jetzt auf professionelle Workstation- und Server-Grafikkarten beschränkt war, möchte AMD jetzt auf seinen Consumer-Grafikkarten der Serie Radeon unter Windows 10/11 laufen lassen. Damit stünden dann Allzweck-Computing auf Grafikprozessoren, Hochleistungs-Computing, heterogenes Computing sowie die Programmiermodelle HIP, OpenMP/Message Passing Interface und OpenCL auch im privaten Umfeld zur Verfügung.

ROCm 6.0 Quelle: AMD Aktuell unterstützt AMD ROCm 6.0 offiziell lediglich Ubuntu 22.04.3 LTS mit Langzeit-Unterstützung ("LTS-Support") und ist bislang nicht für die Windows-Plattform erschienen. Weitere Informationen liefert der offizielle How-to-Guide.

Auf Profi-Hardware und Consumer-Grafikkarten

ROCm 6.0 läuft von Beginn an auf den Radeon RX 7900 XTX, Radeon RX 7900 XT und Radeon RX 7900 GRE sowie auf der Radeon Pro W7900 und W7800. Auch weitere Modelle auf Basis der RDNA-3-Architektur sollen in Zukunft unterstützt werden.

ROCm Quelle: AMD ROCm Quelle: AMD

Zuvor kam ROCm ausschließlich auf Profi-Beschleunigern wie der AMD Instinct MI250, einer CDNA-2-Compute-GPU mit 128 GB HBM2e und Infinity Fabric Links auf einem Multi-Chip-Package, Systemen mit AMD Epyc und der Radeon Pro W-Serie exklusiv unter freien Betriebssystemen auf Basis von Linux zum Einsatz. Als Grundvoraussetzung wird offiziell weiterhin Ubuntu 22.04.3 angeführt.

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Die neueste Version Radeon Software for Linux 23.40.2 mit ROCm 6.0.2 kann direkt bei AMD heruntergeladen werden.

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Quelle: AMD via AMD Community Blog

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Thyel PC-Selbstbauer(in)
        Naja, dass nur Ubuntu 22.04 unterstützt wird, ist nicht komplett richtig. Die Dokumentation selbst zeigt, dass auch 20.04, sowie diverse Versionen von RHEL (und damit auch Rocky Linux), SLES 15.4 & 15.5 und Oracle Linux unterstützt werden. Fehlen tun leider so ziemlich alle alternativen Desktop-Distributionen. Hier zeigt sich, dass AMD hauptsächlich auf den HPC-Markt setzt. Debian und Fedora Maintainer sind aber dabei Teile von ROCm selbst zu packagen und anzubieten. Ein großes Lob dafür.

        Ebenfalls funktioniert ROCm 6.0.2 auf diversen anderen AMD GPUs, nur halt ohne offiziellen Support dafür. Ob der jemals kommt mag ich zu bezweifeln, da AMD in vorherigen Generationen bisher immer nur die Top-Modelle unterstützt hat. Vielleicht hilft hier ja das AMDGPU Generic Target, was zu LLVM hinzukommen wird (siehe https://www.phoronix.com/...). Da der Großteil von ROCm eh auf LLVM (bzw. einem Fork vom Upstream) aufbaut, wird man das sicher verwenden können.
      • Von Thyel PC-Selbstbauer(in)
        Naja, dass nur Ubuntu 22.04 unterstützt wird, ist nicht komplett richtig. Die Dokumentation selbst zeigt, dass auch 20.04, sowie diverse Versionen von RHEL (und damit auch Rocky Linux), SLES 15.4 & 15.5 und Oracle Linux unterstützt werden. Fehlen tun leider so ziemlich alle alternativen Desktop-Distributionen. Hier zeigt sich, dass AMD hauptsächlich auf den HPC-Markt setzt. Debian und Fedora Maintainer sind aber dabei Teile von ROCm selbst zu packagen und anzubieten. Ein großes Lob dafür.

        Ebenfalls funktioniert ROCm 6.0.2 auf diversen anderen AMD GPUs, nur halt ohne offiziellen Support dafür. Ob der jemals kommt mag ich zu bezweifeln, da AMD in vorherigen Generationen bisher immer nur die Top-Modelle unterstützt hat. Vielleicht hilft hier ja das AMDGPU Generic Target, was zu LLVM hinzukommen wird (siehe https://www.phoronix.com/...). Da der Großteil von ROCm eh auf LLVM (bzw. einem Fork vom Upstream) aufbaut, wird man das sicher verwenden können.
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