AMD erklärt: Warum FSR 4.1 auf RDNA 3 gleich gut aussieht
Im Rahmen der Computex 2026 hat AMD erläutert, weshalb FSR 4.1 erst im Juli auf den Radeon RX 7000 erscheint: Das Upscaling rechnet dort mit INT8 statt FP8. Die Bildqualität soll trotz des Umbaus identisch zu den Radeon RX 9000 ausfallen.
Im Interview mit TechPowerUp haben Andrej Zdravkovic und Terry Makedon offengelegt, wie das KI-Upscaling seinen Weg auf die älteren Radeon-Generationen findet. Wer eine Radeon RX 7000 auf Basis von RDNA 3 ("GFX110X") besitzt, muss bei der Bildqualität demzufolge keinerlei Einbußen in Kauf nehmen, sagten die beiden führenden AMD-Manager im Rahmen der Computex 2026 in Taipeh.
FSR 4.1 kommt ohne Qualitätsverlust auf die Radeon RX 7000
FSR 4.1 ersetzt die klassischen, handgeschriebenen Upscaling-Heuristiken von FSR 3 durch ein echtes KI-Upsampling, welches aus einem niedrig aufgelösten Frame ein Vielfaches an Detail rekonstruieren kann. FSR 4.1 liefert im Performance-Preset zumeist eine bessere Bildqualität, als sie FSR 3.1 in der Quality-Stufe jemals ermöglichen konnte. RDNA-4-GPUs behalten dennoch die Nase vorn.
Quelle: AMD
FSR Upscaling 4.1 kommt im Juli 2026 auf AMD Radeon RX 7000 alias RDNA 3 ("GFX110X").
FSR Upscaling 4.1 entstand für die FP8-Recheneinheiten der Radeon RX 9000, die der älteren Generation schlicht fehlen. Für die Radeon RX 7000 musste AMD das Modell deshalb umbauen, ohne die Bildqualität anzutasten, erklärt AMD im Interview.
INT8 statt FP8 und warum das kein Beinbruch ist
Hier liegt der spannendste Teil der ganzen Geschichte, und er verdient eine saubere Einordnung. AMD portiert FSR 4.1 nicht einfach eins zu eins - die Architekturen geben das nicht her. Die Radeon RX 9000 besitzen KI-Beschleuniger der zweiten Generation, welche FP8-Berechnungen nativ und schnell verarbeiten können.
Die Radeon RX 7000 haben diese zweite Generation der KI-Beschleuniger nicht. Sie verfügen über KI-Beschleuniger der ersten Generation, die INT8 beherrschen - ein 8-Bit-Ganzzahlformat mit 256 diskreten Stufen, ohne Exponent, also mit gleichmäßiger statt dynamischer Auflösung.
AMD musste das ursprünglich auf Gleitkomma ausgelegte Modell von FSR 4.1 daher auf Ganzzahl-Arithmetik übersetzen. Integer-Rechnungen genügen für solche Netze zwar grundsätzlich, die Umstellung kostet aber Entwicklungszeit und erklärt den Abstand zwischen dem RDNA-4-Start und der jetzigen Portierung.
Quelle: AMD
FSR Upsclaing 4.1 lässt sich sowohl mittels FP8- als auch INT8-Instruktionen beschleunigen.
Zdravkovic und Makedon zufolge passt AMD das Modell für das neue Datenformat vollständig an und prüft es auf Bildfehler, bevor es ausgeliefert wird. AMDs aktueller General Manager of Computing and Graphics Jack Huynh hatte bereits angekündigt, dass FSR Upscaling 4.1 für RDNA 3 bereits auf hunderten PC-Konfigurationen ohne Kompromisse bei Qualität und Performance verifiziert wurde.
FSR 4.1 lässt FSR 3.1 ziemlich alt aussehen
Die Lesart ist eindeutig: INT8 kostet gegenüber FP8 spürbar mehr Leistung - der INT8-Pfad ist rechenintensiver, das zeigt sich selbst auf der RX 9070 XT, die beide Formate beherrscht. Aber - und das ist genau der Punkt, der zählt - der Vergleich zur falschen Referenz führt in die Irre. Niemand fährt FSR 4.1 in derselben Stufe wie FSR 3.1.
Quelle: AMD
FSR Upscaling 4.1 kommt Anfangf 2027 auf AMD Radeon RX 6000 alias RDNA 2 ("GFX103X").
Weil FSR 4.1 Performance bereits besser aussieht als FSR 3.1 Quality, schaltet man eine Stufe aggressiver - und landet damit trotz INT8-Overhead bei mehr Fps und einer besseren Bildqualität als zuvor. Gegenüber dem nativen Rendering sind sowohl die Performance als auch die Bildqualität ohnehin überlegen, und auch die älteren Grafikprozessoren auf Basis von RDNA 2 beherrschen INT8 nativ.
FSR 4.1 soll ältere Radeon-Generationen nicht benachteiligen
AMD spricht ganz ausdrücklich von einem leicht abweichenden KI-Modell, dessen Endergebnis aber qualitativ deckungsgleich sei. Für Besitzer einer Radeon RX 7000 und später RX 6000 bedeutet das: Die KI-Rekonstruktion soll dieselbe Schärfe und Stabilität liefern wie auf RDNA-4-GPUs, lediglich der Weg dorthin verläuft über voneinander abweichende Rechenformate.
FSR 4.1 auf RDNA 3 kommt wie gerufen
FSR 4.1 für die Radeon RX 7000 ab Juli 2026 und die Radeon RX 6000 Anfang 2027 ist eine der besten Hardware-Nachrichten des Jahres - gerade weil sie keine Hardware verkauft, sondern bestehende aufwertet. Der Unterschied zwischen INT8 auf RDNA 3 und FP8 auf RDNA 4 ist real und messbar, relativiert sich aber vollständig, sobald Spieler das FSR Upscaling 4.1 so einsetzen, wie es vorgesehen ist. Einzig die Nichtberücksichtigung von RDNA 3.5 ("GFX115X") hinterlässt Fragen.
Wie zuletzt leistet sich AMD einmal mehr eine grobe Marketing-Katastrophe, bei der eine hochrangige Verantwortliche nicht weiß, was der andere Top-Manager gegenüber den Medien zu Protokoll gegeben hat. Klar ist hingegen: Im Juli 2026 erhält einzig RDNA 3 den Support für FSR 4.1, während RDNA 2 dann Anfang 2027 folgt. Ob Grafikeinheiten mit RDNA 3.5 "irgendwann" bedacht werden, ist unklar.
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Quelle: AMD via TechPowerUp

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Ich stelle FSR 3.1 auf max Stufe weil ich sonst mit dem Bild unzufrieden bin und das beste Bild haben will.
Folge für FSR 4.1 - Ich stelle es auf die max Stufe weil ich die maximale Bildqualität will.
Verstehe diese Argumentation wie im Artikel nicht... Es gibt vielleicht welche die es nicht auf der selben Stufe laufen lassen aber es gibt auch ne ganze Menge die es machen werden. Von Niemand kann hier nicht die Rede sein!
Upscaling an sich ist ja schon der Kompromiss, also dass ich es überhaupt verwende ist ein Zwang, weil sonst die Bildrate nicht ausreicht.
Der qualitymode ist bisher mit leichten Abstrichen bei mehr fps verbunden. Wenn er nun ohne Abstriche mit mehr fps einhergeht, dann ist das quasi Ausgangslage + fps = genau das richtige.
Trotzdem ist die Verbesserung natürlich da und es unter Umständen auch Wert eine Stufe runter zu gehen, aber die selbe Stufe von vorne herein einen "falschen Vergleich" zu nennen finde ich grenzwertig.
Was viele da betrachten ist die Bildruhe, also keine körnigen Kanten und ein sehr homogener Eindruck im gesamten.
Das Bild weist aber ein Gefahühl von weniger Tiefe auf, es ist alles etwas zu beruhigt und auf einer Ebene. Nein, zumindest bei mir mit der 5080 und DLSS4.5, sowie auf der 7900XTX mit FSR4 über Optiscaler ist performance vom Bild her schlechter als FSR3.1 Qualität, wenn ich es komplett bewerte, statt nur bröseln und grieseln.
Das ist aber auch eine Geschmacksfrage. Bei DLSS3 gegen FSR3 beispielsweise sind mir die harten und unruhigen Kanten von FSR lieber, als das zu weiche bei DLSS gewesen. Bei raff ist es augenscheinlich genau andersherum gelagert.
Ein gutes Beispiel ist das Gothic Remake aktuell. Auf FSR3.1 knuspern die Kanten der Vegetation recht deutlich, was einem ins Auge springt. Schalte ich dann auf FSR4 balanced um, ist das weg, aber die Oberflächenstruktur der Pflanze an sich, ist auch schwammiger. Bei DLSS balanced das Gleiche in grün. Es wirkt dann alles komplett ruhig, aber auch weniger plastisch. Im vorderen Bildbereich ist alles gut, aber in Bewegung hab ich das Gefühl, eine Art LoD zu bemerken, dass eben unterschiedliche Stufen weicher Kanten darstellt und sich sogar auf die verschattung auswirkt. Der Gesamteindruck ist gut, aber mMn nicht immer besser.
Ich stelle FSR 3.1 auf max Stufe weil ich sonst mit dem Bild unzufrieden bin und das beste Bild haben will.
Folge für FSR 4.1 - Ich stelle es auf die max Stufe weil ich die maximale Bildqualität will.
Verstehe diese Argumentation wie im Artikel nicht... Es gibt vielleicht welche die es nicht auf der selben Stufe laufen lassen aber es gibt auch ne ganze Menge die es machen werden. Von Niemand kann hier nicht die Rede sein!
Aber - und das ist genau der Punkt, der zählt - der Vergleich zur falschen Referenz führt in die Irre. Niemand fährt FSR 4.1 in derselben Stufe wie FSR 3.1.
Trotzdem ist die Verbesserung natürlich da und es unter Umständen auch Wert eine Stufe runter zu gehen, aber die selbe Stufe von vorne herein einen "falschen Vergleich" zu nennen finde ich grenzwertig.