Pragmata im GPU-Benchmark-Test
Wie schnell müssen Grafikkarten für Pragmata sein? Wir testen 28 GPUs in fünf Auflösungen!
In diesem Artikel
Für die Benchmarks haben wir diverse Areale auf der weitläufigen Raumstation erkundet, wobei zwei besonders anspruchsvolle Bereiche als Benchmarkszenen infrage kamen: das surreal nachempfundene New York und der von Vegetation überwucherte Terra-Dom. Nach allen Evaluationsmessungen landeten wir bei New York, da die Last hier am höchsten ist - und zwar sowohl für den Prozessor als auch für die Grafikkarte. Dabei handelt es sich um ein wichtiges und verhältnismäßig weitläufiges Areal, das der Spieler nach ungefähr einer Stunde betritt. Wir testen sowohl Prozessoren als auch Grafikkarten in besagter Umgebung (von uns "Faux York" getauft) - sehen Sie sich gerne das Video der Benchmarkszene an.
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Pragmata: GPU-Benchmarks
Was ist die beste Grafikkarte und welcher der beste Prozessor für Pragmata? Diese Frage beantworten wir anhand einer breiten Spanne von Gaming-Hardware. Wir testen 30 Grafikkarten seit 2015 in jeweils fünf Auflösungen von Full HD bis Ultra HD respektive Dual-QHD (32:9). Das Superultrabreitbildformat hat bereits einige Freunde - Grund für uns, die cineastische Darbietung mitzutesten, sofern das behandelte Spiel eine ordentliche Unterstützung dafür bietet. Pragmata ist ein solcher Titel, sodass wir Ihnen gerne Ergebnisse in DQHD präsentieren.
Zuvor möchten wir aber die Grundkosten skizzieren, die Messlatte legen. Pragmata ist eines der wenigen Spiele mit Pathtracing, auch "volles Raytracing" genannt. Ist es möglich, diese Pracht flüssig darzustellen? Das haben wir uns anhand der schnellsten Grafikkarte im PCGH-Testlabor angesehen, einer Zotac Geforce RTX 5090 Arctic Storm. Diese haben wir auf 3 GHz Kerntakt sowie 34 GT/s beim Speicher übertaktet. Im Spiel aktivieren wir alles, was geht, inklusive DLSS Quality. Wie viele Fps erreicht eine Grafikkarte jenseits der 3.000-Euro-Marke und was ist mithilfe von (Multi) Frame Generation möglich? Das zeigt der folgende Benchmark.
GPU-Benchmarks in 5 Auflösungen
Nachdem das obere Ende abgebildet wurde, kommen wir nun zu den regulären Grafikkarten-Benchmarks. Abweichend vom üblichen Vorgehen setzen wir dabei auf die gleiche Testszene für Grafikkarten und Prozessoren. Der Grund ist einleuchtend: Wir haben ein Areal gefunden, das sowohl CPUs als auch GPUs außerordentlich viel abverlangt. Wir haben beim Durchspielen keine anspruchsvollere Szene gefunden. Mit- und Nachbencher sind, wie immer, herzlich willkommen!
Die Performance-Metriken ermitteln wir wie üblich via CapFrameX, für die Benchmarks errechnen wir die Mittelwerte von drei Durchgängen, jeweils für die Durchschnitts-Fps sowie das P1-Perzentil (Durchschnitt des niedrigsten Ein-Prozent-Werts). Damit Sie die Ergebnisse bestmöglich nachvollziehen können, geben wir auch die während der Messungen durchschnittlich anliegenden Taktraten an und zeigen die Benchmarkszene im Video.
GPU-Benchmarks mit Rasterizing
Pragmata machte während unserer gesamten Testphase einen guten, optimierten Eindruck. Wir starten die Grafikkarten-Benchmarks mit dem Schwierigkeitsgrad 1 von 3: Rasterizing. Dabei setzen wir, Leser- und Zuschauerwünschen entsprechend, auf native Darstellung mit TAA. Es kommt kein Upsampling zum Einsatz, was eine identische Last und Bildqualität auf allen Grafikkarten erzeugt. Die Ergebnisse:
Sieht man davon ab, dass Intels Arc-GPUs weiterhin mit der RE-Engine auf Kriegsfuß stehen - in Resident Evil Requiem ist die Performance vergleichbar schwach -, gibt es keine Auffälligkeiten. Für 60 Fps in Full HD, welche in späteren Kämpfen mehr als wünschenswert sind, wird eine Grafikkarte der Leistungsklasse Geforce RTX 2070 Super, RTX 3070 oder Radeon RX 6700 XT benötigt. Vergleichbare Bildraten in WQHD erfordern bereits das Kaliber RTX 3080, RTX 4070 oder RX 6800 XT. Für Ultra HD empfehlen wir eine Radeon RX 7900 XTX, RX 9070 XT, Geforce RTX 4080(S) oder RTX 5070 Ti.
GPU-Benchmarks mit Raytracing
Zeit für den Schwierigkeitsgrad 2 von 3: Raytracing. Der moderne Workload erfordert nicht nur eine Raytracing-fähige Grafikkarte, sondern obendrein eine Entlastung in Gestalt von Upsampling. Wir testen alle Grafikkarten mit einer internen Auflösung von 67 Prozent, allerdings sind wegen der unterschiedlichen Verfahren weder der Aufwand, noch die Qualität identisch. Bei Geforce-RTX-GPUs ist es am einfachsten, hier kommt spielseitig konsequent DLSS 4 (Transformer 1.0; DLL-Version 310.3.0.0) zum Einsatz. Kniffliger wird es bei den anderen Grafikkarten.
Pragmata bietet keine Unterstützung für Intels XeSS, sodass wir Arc-Grafikkarten - ebenso wie ältere Geforce-GTX- und Vega-GPUs - mit FSR 3.1.5 testen. Bei Radeon-GPUs nehmen wir die gleiche, praxisnahe Unterteilung vor wie bei Resident Evil Requiem: RX 6000 und RX 7000 arbeiten mit FSR 3.1.5, während wir bei Radeon RX 9000 auf FSR 4.1.0 schalten. Die Umwandlung übernimmt der AMD-Treiber. Im Gegensatz zu Resident Evil Requiem, das FSR 4.1.0 in diesem Fall explizit anzeigt, nennt Pragmata in diesem Fall weiterhin FSR 3 - dass es sich tatsächlich um FSR 4.1.0 handelt, wird lediglich rechts im Info-Bereich erwähnt.
*Geforce RTX: DLSS 4, Radeon RX 9000: FSR 4.1, Radeon Vega-RX 7000, Geforce GTX & Arc: FSR 3.1.5
Was fällt Ihnen auf, wenn Sie die Ergebnisse mit dem Rasterizing oben vergleichen? Die Bildraten sind nicht gleich, aber vergleichbar. Sie haben folglich die Wahl, ob Sie Pragmata ohne Raytracing mit nativer Auflösung spielen, oder ob Sie Raytracing mit Quality-Upsampling verwenden. Probieren Sie es einfach aus, machen Sie sich ein Bild. Wir empfehlen aufgrund der lebendigeren Beleuchtung und stabileren Reflexionen die Raytracing-Darbietung, wenngleich diese keineswegs perfekt ist - man sieht die Performance-Optimierung. In Bewegung kommt es zu sichtbaren "Wolken"-Artefakten, welche durch die geringe Strahlenmenge entstehen. Dafür ist die Performance tadellos, selbst eine übertaktete Geforce RTX 3060 12GB stemmt knapp 60 Fps in Full HD/1080p.
GPU-Benchmarks mit Pathtracing
Das optisch herausragende Pathtracing wird in Pragmata und Resident Evil Requiem nur auf Geforce-RTX-Grafikkarten unterstützt. Bei anderen GPUs fehlen die entsprechenden Grafikoptionen. Nvidia-GPUs sind im folgenden Benchmark daher unter sich, sodass auch die Bildqualität identisch ist. Abweichend vom Raytracing aktiviert Pragmata außerdem selbstständig Nvidias Ray Reconstruction. Dieses Feature ist nicht abschaltbar. Wie läuft das Pathtracing auf gängigen Geforce-GPUs?
Es ist wieder passiert: Geforce RTX 5080 schlägt Geforce RTX 4090! Erinnerungen an Resident Evil Requiem werden wach. Offenbar haben Capcom oder Nvidia den gleichen Bug copy-pasted. An dieser Stelle lassen wir herzliche Grüße an die Kollegen von Computerbase da, welche im selben Boot sitzen (Benchmark-Talk zum Thema). Der Rest war abzusehen: Pathtracing ist enorm anspruchsvoll. Die meisten Nvidia-Grafikkarten scheitern an flüssigen Bildraten jenseits von Full HD, obwohl bereits DLSS Balanced zum Einsatz kommt. (Multi) Frame Generation hilft dem Bildfluss auf die Sprünge.
Speicherhunger
Pragmata erlaubt zwar das Aktivieren aller Details mit 6 und 8 GiByte VRAM - stellt diese aber nicht immer dar! Die Füllstandsanzeige im Grafikmenü ist ernstzunehmen: Wird's gelb, ist mit Nachladerucklern und stärkerem LOD-Pop-in zu rechnen. Ist die Anzeige gar rot, der VRAM also stark überfüllt, kastriert Pragmata das Level of Detail für Texturen und Objekte dauerhaft, und zwar relativ harsch - Dragon's Dogma 2 lässt schmerzlich grüßen.
VRAM braucht das Land
Um dem Problem aus dem Weg zu gehen, empfehlen wir mindestens 12 GiByte VRAM. Diese Kapazität genügt für die meisten Szenarien. Wer Pathtracing und (Multi) Frame Generation nutzen möchte, ist mit 16 GiByte optimal aufgestellt.
Linux-Benchmarks
Wer kein Windows-Freund ist und sich Open-Source-Systemen wie Linux verschrieben hat, für den haben wir gute Nachrichten: Linux-Benchmarks. Wir nutzen CachyOS, eine Arch-Distribution mit Mesa 26 für AMD-GPUs und 595.x-Treiber für Nvidia-Karten. Das Spiel lässt sich problemlos über Steam installieren und direkt out of the box auf unseren Beispiel-Grafikkarten von AMD und Nvidia starten. Wir mussten keine spezifischen Steam-Startoptionen festlegen. Im Spiel zeigt sich sowohl bei beiden GPU-Anbietern erst mal ein flüssiges und problemloses Bild, Framerate-Einbrüche konnten wir nicht feststellen. Im Verlauf des Spiels zeigten speziell die älteren Nvidia-Karten wie die RTX 3060 Grafikfehler, die sich allerdings durch einen Wechsel auf eine andere Proton-Version beheben ließen. Vom sonst genutzten cachyos-proton-20260407 mussten wir hier auf Proton 10.0-4 umschwenken. AMD-Karten konnten problemlos genutzt werden. Einen deutlicheren Fehler gilt es im Grafikmenü zu betrachten. Denn Raytracing ist ausgegraut und lässt sich auch mit einer Nvidia-GPU nicht aktivieren. Andere spezielle Funktionen wie MFG hingegen funktionieren dagegen korrekt.
Wir wollen natürlich wissen, welche Leistung man unter Linux bei Pragmata erwarten kann, und schicken vier repräsentative Grafikkarten durch unseren Benchmark. Im direkten Vergleich zu Windows können wir eine erste Einschätzung liefern. Gemessen wird mit maximalen Settings ohne Raytracing in UHD, WQHD und Full HD.
Das Ergebnis spricht stark für eine Kombination aus AMD-Karte und Linux-Betriebssystem. Unser Tipp, die Radeon RX 7900 XTX, kann sich mithilfe unseres CachyOS-Systems deutlich über die Leistung unseres Windows-Systems setzen. Das hätte man zum einen tendenziell vorhersagen können, die RX 7900 XTX konnte sich schließlich schon im Index behaupten, dass ein komplett neues Spiel out of the box so gut läuft, ist allerdings nicht selbstverständlich. Das zeigt die Leistung unter Nvidia. Im High-End-Bereich muss die RTX 5090 mit unserem Linux-System Leistung einbüßen. Die GPU-Auslastung schwankt bei um die 96 Prozent. Auch wenn noch nicht das absolute CPU-Limit erreicht wird, leidet die Performance in allen Auflösungen.
Besagtes Limit scheint aber bei Full HD noch stärker zu greifen, denn die maximale Framerate ist hier deutlich begrenzt und erreicht lediglich einen Wert von um die 166 Fps. Obwohl in allen anderen Auflösungen schneller, zieht die RTX 5090 in Full HD lediglich mit der RX 7900 XTX gleich. Wir vermuten eine mäßige Treiberoptimierung der RTX-5000-Karten und eine gleichzeitige CPU-Belastung. Die ältere und deutlich schwächere RTX 3060 kann nämlich besser performen. Zwar erreicht die Framerate noch nicht den Windows-Wert, kommt diesem jedoch deutlich näher. Schlussendlich haben wir natürlich auch die aktuelle AMD-GPU-Generation in Form der RX 9070 XT vertreten. Die Karte liefert unter Linux gute Werte, und toppt in WQHD und Full HD die Windows-Leistung. Lediglich in UHD liegt sie praktisch gleich auf. Das große Leistungsplus der Vorgänger-Generation kann sie allerdings nicht toppen.

und wieder bestätigt es sich, dass die RX 6700 XT perfekt zum I 7 4790K passt.
CPU Limit 60 FPS mit etwas mehr Takt, was diese CPU? ja, oft ausmacht sogar 70.
und die GPU genau auf diesem Wert in full HD.
was mich jedoch verwundert, in der Liste ist für raytracing derselbe Wert eingetragen. ist das tatsächlich so oder ein Tippfehler.
auf jeden Fall hut ab vor den Programmierern. 👍
Also zumindest bei mir zieht mit Pathtracing die GPU ihr auf 90% gesetztes Powertarget komplett, sprich 400W und mehr.
Die 4070 sollte aber mit Frame Gen schon ordentliche Bildraten über 60 FPS erreichen können. Die PCGH Szene ist mal wieder Worst Case. Mit Der 4070 sollte locker 1080p mit Quality Upsampling und 2x FG drin sein. Da wird man vermutlich selbst in der fordernden Test Szene auf 90-100 FPS kommen.
Trotzdem ist die Frage natürlich berechitgt, ob Pathtracing + RR in 1080p mit Quality Upsampling "gut genug" aussieht. RR neigt eben zu einer gewissen Unschärfe. Und die ist sehr deutlicher ausgeprägt, je niedriger nicht nur die interne Renderauflösung ist, sondern sie ist auch stark davon abhängig wie hoch die Displayauflösung ist.
Ray Reconstruction halte ich eigentlich selbst in 1440p im Quality Modus schon grenzwertig. 4K Performance Modus ist sehr viel schärfer. Aber muss jeder selbst beurteilen.
Ansonsten nimmt man eben das normale Raytracing. Das sieht ja auch nicht schlecht aus. Ja, gibt natürlich deutlich mehr RT noise, aber so ein Beinbruch ist das auch wieder nicht. Man kann auch DLSS4.5 mit Preset L zuschalten, das dämmt das RT Rauschen etwas ein.