Pragmata im Benchmark-Test: Resident-Evil-Engine trifft auf Sci-Fi mit Windows und Linux [Update 2]

Update #2: Es gibt sie noch, mitreißende Single-Player-Games, die eine spannende Geschichte erzählen, vollgepackt mit moderner Technik wie Pathtracing. Im Technik-Test zu Pragmata klären wir, wie schnell CPUs und GPUs für den neuesten Capcom-Titel sein müssen - inklusive Linux!

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Pragmata im Benchmark-Test: Resident-Evil-Engine trifft auf Sci-Fi mit Windows und Linux
Quelle: PC Games Hardware

Woran denken Sie zuerst, wenn es um die RE-Engine als Grafikengine geht? Natürlich Resident Evil, keine Frage. Und das kommt auch nicht von ungefähr, erst jüngst erschien mit Resident Evil Requiem der neueste Teil der Horror-Reihe. Doch auch viele andere Spiele setzen auf die RE Engine, darunter beispielsweise Dragon's Dogma 2 oder Monster Hunter Wilds. Heute beschäftigen wir uns allerdings mit Pragmata, einem innovativen Third-Person-Sci-Fi-Shooter, der ebenfalls auf diese Engine setzt. Das bedeutet wie bei Resident Evil Requiem nicht nur Raytracing, sondern auch den optionalen Support von Pathtracing, was sehr hohe Hardwareanforderungen erahnen lässt. Wir haben uns mit Weltraumfahrer Hugh und dem Androidenmädchen Diana, den beiden Protagonisten im Spiel, auf eine actionreiche und charmant-witzige Reise begeben und klären im Technik-Test nun die Performance auf gängigen Prozessoren und Grafikkarten. Welche Hardware ist nötig und ist an flüssiges Pathtracing ohne eine Geforce RTX 5090 überhaupt zu denken?

Update #2

Update vom 20. April: Wir haben die Grafikkarten-Benchmarks ein weiteres Mal aktualisiert und auf 30 Modelle (!) erweitert. Anlass ist der von Intel veröffentlichte Treiber mit der Version 8724, welcher offiziell für Pragmata beworben wird. Während sich die Leistung der Battlemage-Grafikkarten Arc B580 und B570 nur minimal verbessert, hilft der Treiber vor allem Alchemist-GPUs. Die getestete Arc A770 16GB legt beim Rasterizing um gut zehn Prozent zu - und ist damit immer noch sehr langsam. Immerhin funktioniert nun Raytracing auch auf Alchemist. Beachten Sie auch unsere separate VRAM-Abhandlung unter 8-GiByte-Grafikkarten vs. Pragmata: Die Bildrate wird gerettet, die Bildqualität geopfert.

Update vom 17. April: Wir haben die Benchmarks um weitere Grafikkarten ergänzt, darunter die Geforce GTX 980 Ti, Radeon RX 7900 XT und Geforce RTX 5070 Ti. Sie finden nun 28 Modelle seit dem Baujahr 2015 vor. Im selben Atemzug haben wir uns stichprobenartig angesehen, was der neue "Game-ready"-Treiber 596.21 für Nvidia-Grafikkarten leistet. Die Kurzform: Gar nichts - bezogen auf die Bildraten in Pragmata. Die Fps bewegen sich nur im Rahmen der Messtoleranz, die grundsätzliche Performance ist identisch. Das ist ein erwartetes Verhalten, denn Nvidia nannte uns im Vorfeld den 595.97 als optimal geeignet. Übrigens haben wir auch eine weitere CPU in den Benchmark gepackt: den handoptimierten Ryzen 7 9800X3D des amtierenden GPU-Testsystems. Wie dieser wohl abschneidet? PCGH wünscht viel Spaß mit der Benchmark-Lawine!

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Pragmata - das Spiel

Am 17. April erscheint das neueste Spiel aus dem Hause Capcom: Pragmata. Das Science-Fiction-Abenteuer nutzt mit der RE-Engine den gleichen technischen Unterbau wie Resident Evil Requiem, stellt jedoch gänzlich andere Umgebungen dar: Statt in düstere Echtwelt-Schauplätze voller modriger Zombies verschlägt es den Spieler in Pragmata auf den Mond, in eine 3D-gedruckte Raumstation. Statt wankenden Aasgestalten bekommen Sie es mit verbuggten Robotern und den Eskapaden der KI zu tun. Aufgrund der durchweg künstlichen Umgebungen voller Metall und Glas ist das Spiel der nahezu perfekte Showcase für Beleuchtungstechnologien wie Ray- und Pathtracing - dachte sich wohl auch Entwickler Capcom und stattet Pragmata mit "vollem Raytracing" alias Pathtracing aus. Pragmata ist bildhübsch, daran besteht kein Zweifel. Traditionelles Rasterizing entspricht dabei der Qualitätsstufe 1 von 3. Darüber hinaus können - wie in Resident Evil Requiem - Raytracing oder direkt Pathtracing eingeschaltet werden. Letzteres macht Pragmata zu einem wahrlich todschicken Augenschmaus, allerdings zu hohen Leistungskosten.

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Die optionale Strahlenverfolgung in mäßiger (Raytracing) bis hoher Präzision (Pathtracing) kitzelt mehr Details aus der Spielwelt, welche außerdem stabiler dargestellt werden. Das Bild mit reinem Rasterizing und den omnipräsenten Screen Space Reflections (SSRs) ist oft sehr krümelig, obendrein werden Spiegelungen optisch sowie physikalisch inkorrekt und unvollständig dargestellt. Der Wechsel auf Raytracing stabilisiert diese Details deutlich; aufgrund der niedrigen Auflösung sehen die entsprechenden Effekte jedoch grob und weichgezeichnet aus. Erst Pathtracing, das mit Geforce-GPUs obendrein Nvidias proprietäres De-Noising in Form der Ray Reconstruction forciert, kitzelt alle Details in maximaler Pracht und Stabilität heraus.

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Neben dem Ray- und Pathtracing ist in Pragmata obendrein die noch recht junge Haardarstellung via Strand Hair enthalten, die mit dem Resident-Evil-4-Remake Einzug in die RE-Engine hielt. Das Androidenmädchen Diana - benannt nach der römischen Göttin des Mondes, der Jagd, Beschützerin der Mädchen und Frauen; die griechische Version der Göttin heißt im Übrigen Artemis - lässt die langen blonden, schick ausgeleuchteten und aufwendig verschatteten Strähnen gar besonders eindrücklich wallen.

Vergleich Raster-Raytracing-Pathtracing (4K, DLSS Balanced)
Pragmata - Raster-RT-PT-Vergleich - Szene 6 - ohne RT
Pragmata - Raster-RT-PT-Vergleich - Szene 6 - ohne RT Pragmata - Raster-RT-PT-Vergleich - Szene 6 - Raytracing Pragmata - Raster-RT-PT-Vergleich - Szene 6 - Pathtracing
Vergleich Raster-Raytracing-Pathtracing (4K, DLSS Balanced)
Pragmata - Raster-RT-PT-Vergleich - Szene 7 - ohne RT
Pragmata - Raster-RT-PT-Vergleich - Szene 7 - ohne RT Pragmata - Raster-RT-PT-Vergleich - Szene 7 - Pathtracing Pragmata - Raster-RT-PT-Vergleich - Szene 7 - Pathtracing

Beim Design von Pragmata haben sich die Entwickler im Übrigen insbesondere von der Anime-Reihe Macross inspirieren lassen. Die oft helle, ins Grau-Weiße tendierende und mit dunklen Akzenten betonte Umgebung dagegen ist ein Sinnbild des Mondes selbst. Wie passend, dass die Entwickler ihre Engine, die erstmals in Resident Evil 7 zum Einsatz kam, obendrein "Reach for the Moon" (in etwa "zu den Sternen greifen") getauft haben.

Vergleich Raster-Raytracing-Pathtracing (4K, DLSS Balanced)
Pragmata - Raster-RT-PT-Vergleich - Szene 4 - ohne RT
Pragmata - Raster-RT-PT-Vergleich - Szene 4 - ohne RT Pragmata - Raster-RT-PT-Vergleich - Szene 4 - Raytracing Pragmata - Raster-RT-PT-Vergleich - Szene 4 - Pathtracing
Vergleich Raster-Raytracing-Pathtracing (4K, DLSS Balanced)
Pragmata - Raster-RT-PT-Vergleich - Szene 2 - ohne RT
Pragmata - Raster-RT-PT-Vergleich - Szene 2 - ohne RT Pragmata - Raster-RT-PT-Vergleich - Szene 2 - Raytracing Pragmata - Raster-RT-PT-Vergleich - Szene 2 - Pathtracing

Das kühle, helle und in vielen Grautönen erstrahlende Design wird durch farbig knallige Details und die sehr gefällige Partikeldarstellung aufgelockert. Die oft mechanischen Gegner, die Sie zuerst mit Dianas Hacking-Angriffen schwächen und darauf mit Hughs Schießeisen zerlegen, zerplatzen häufig in grellen Farben. Weitere Akzente setzen die glühendblauen Augen des Androidenmädchens, knallrote Begrenzungen, grellgelb leuchtende Schwachstellen bei gehackten Gegnern und türkisfarbene Pick-ups. Während die Mondstation und Hughs Raumanzug also beinahe schon monochromatisch sind, setzen die in königsblaue Gewänder gehüllte Diana, ihre Hackingangriffe und die Effekte auffällig bunte Kontraste.

Vergleich Raster-Raytracing-Pathtracing (4K, DLSS Balanced)
Pragmata - Raster-RT-PT-Vergleich - Szene 9 - ohne RT
Pragmata - Raster-RT-PT-Vergleich - Szene 9 - ohne RT Pragmata - Raster-RT-PT-Vergleich - Szene 9 - Raytracing Pragmata - Raster-RT-PT-Vergleich - Szene 9 - Pathtracing

Die Capcom-Designer haben einen sehr interessanten Look geschaffen, der es vollbringt, die "cleane" beinahe schon sterile Sci-Fi-Umgebung mit sehr farbenfrohen Gegensätzen zu betonen. Dass diese knallbunten Akzente häufig ausgerechnet von dem mechanischen, Science-Fiction-inspirierten, blonden Droiden-Mädchen mit den auffällig rosigen Wangen ausgehen, zu dessen Schutz sich der menschliche Hugh verpflichtet fühlt, wirkt ebenfalls wie eine absichtliche, künstlerische Entscheidung. Die großen Augen, der unschuldige Blick, das runde Gesicht zielen dazu offenkundig auf das Kindchenschema ab, das bei Menschen und vielen (Säuge-)Tieren Beschützerinstinkte auslöst.

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  1. Seite 1 Technik und Übersicht
  2. Seite 2 GPU-Benchmarks
  3. Seite 3 CPU-Benchmarks und Fazit
    • Kommentare (108)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Kell-Conerem
        was mich jedoch verwundert, in der Liste ist für raytracing derselbe Wert eingetragen. ist das tatsächlich so oder ein Tippfehler.
        Was meinst du? Die 6700 XT hat in FHD beim rastern 72,2 und mit RT 75,2fps. Die Werte sind so ähnlich weil im RT Benchmark mit Quality Upsampling gebenched wird.
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Kell-Conerem
        was mich jedoch verwundert, in der Liste ist für raytracing derselbe Wert eingetragen. ist das tatsächlich so oder ein Tippfehler.
        Was meinst du? Die 6700 XT hat in FHD beim rastern 72,2 und mit RT 75,2fps. Die Werte sind so ähnlich weil im RT Benchmark mit Quality Upsampling gebenched wird.
      • Von Kell-Conerem Freizeitschrauber(in)
        guten Morgen es ist sehr nett, dass ihr auch mein set up getestet habt.

        und wieder bestätigt es sich, dass die RX 6700 XT perfekt zum I 7 4790K passt.

        CPU Limit 60 FPS mit etwas mehr Takt, was diese CPU? ja, oft ausmacht sogar 70.

        und die GPU genau auf diesem Wert in full HD.

        was mich jedoch verwundert, in der Liste ist für raytracing derselbe Wert eingetragen. ist das tatsächlich so oder ein Tippfehler.

        auf jeden Fall hut ab vor den Programmierern. 👍
      • Von _Amelie_ PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von StutterStruggle
        60 FPS NACH Frame Gen ist aber viel zu wenig.
        Naja, ich limitiere auf 60 FPS halt und spüre keinen wirklichen Inputlag. Daher chillt die GPU ja auch bei 150 Watt oder so, mit Path Tracing und DLSS Performance. Schon geil. Die Performance mit Path Tracing und GPU trotzdem so gechillt.
      • Von SentinelBorg Schraubenverwechsler(in)
        Gestern auch mal das Game ausprobiert mit meiner 4090. Vorher noch den neusten Treiber von Nvidia drauf.

        Also zumindest bei mir zieht mit Pathtracing die GPU ihr auf 90% gesetztes Powertarget komplett, sprich 400W und mehr.
      • Von StutterStruggle Komplett-PC-Aufrüster(in)
        60 FPS NACH Frame Gen ist aber viel zu wenig. Als absolutes Minimum würde ich schon so 80 FPS im Schnitt anpeilen, vielleicht mit gelegentlichen Drops auf 70 FPS in sehr fordernden Szenen, wenn man kompromissbereit ist.

        Die 4070 sollte aber mit Frame Gen schon ordentliche Bildraten über 60 FPS erreichen können. Die PCGH Szene ist mal wieder Worst Case. Mit Der 4070 sollte locker 1080p mit Quality Upsampling und 2x FG drin sein. Da wird man vermutlich selbst in der fordernden Test Szene auf 90-100 FPS kommen.

        Trotzdem ist die Frage natürlich berechitgt, ob Pathtracing + RR in 1080p mit Quality Upsampling "gut genug" aussieht. RR neigt eben zu einer gewissen Unschärfe. Und die ist sehr deutlicher ausgeprägt, je niedriger nicht nur die interne Renderauflösung ist, sondern sie ist auch stark davon abhängig wie hoch die Displayauflösung ist.

        Ray Reconstruction halte ich eigentlich selbst in 1440p im Quality Modus schon grenzwertig. 4K Performance Modus ist sehr viel schärfer. Aber muss jeder selbst beurteilen.

        Ansonsten nimmt man eben das normale Raytracing. Das sieht ja auch nicht schlecht aus. Ja, gibt natürlich deutlich mehr RT noise, aber so ein Beinbruch ist das auch wieder nicht. Man kann auch DLSS4.5 mit Preset L zuschalten, das dämmt das RT Rauschen etwas ein.
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