PC Games Hardware 2018-2020: RTX, Meltdown und Pandemie
Von Meltdown bis RTX 3000: Wie PCGH Technik und Team durch Krisenjahre führte.
In diesem Artikel
- Seite 1 Die Anfänge bis 2001
- Seite 2 2002-2005: Aufstieg und Rekorde
- Seite 3 2006-2009: Online, Premium & Krise
- Seite 4 2010-2013: Aufbruch in die Moderne
- Seite 5 2014-2017: Digitalisierung und Ryzen
- Seite 6 2018-2020: RTX, Meltdown und Pandemie
- Seite 7 2021-2023: Alder Lake, X3D und KI-Videos
- Seite 8 2024-2025: 25 Jahre Jubiläum und Zukunft
- Seite 9 Bildergalerie
2018: Meltdown und RTX
Das Jahr begann mit einem Paukenschlag: Meltdown und Spectre deckten gravierende Sicherheitslücken bei modernen CPUs auf. Intel war besonders betroffen, AMD bei Spectre ebenfalls. Betriebssystem- und BIOS-Updates konnten die Probleme nur bedingt abmildern. Auf Hardware-Seite brachte Intel mit Coffee Lake Refresh (9. Gen) hohe Spieleleistung, AMD hielt mit Ryzen 2000 (Zen+) dagegen. Bei den Grafikkarten setzte Nvidia auf die RTX-2000-Serie: erstmals mit Raytracing und DLSS. Die Technik überzeugte anfangs noch nicht flächendeckend, doch die Richtung war gesetzt. Die RTX 2080 Ti bot starke Leistung, sorgte aber mit enormem Preis für Diskussionen. In der Redaktion trafen gleich zwei Krisen zusammen: Während Intel mit Meltdown Schlagzeilen machte, legte eine Krankheitswelle das Team lahm. Ausgabe 03/2018 stand kurz auf der Kippe, konnte aber mit vereinten Kräften rechtzeitig fertiggestellt werden. Gleichzeitig erweiterte PCGH sein digitales Angebot. Mit PCGH PLUS konnten Printartikel erstmals einzeln online gelesen werden - ergänzt durch ein Abo-Modell. Diese Plattform wuchs schnell und enthält heute über 1.000 Fachartikel. Außerdem kehrten News ins Heft zurück, auf einer eigenen Doppelseite. Carsten Spille verließ PCGH nach 13 Jahren, Daniel Hoffmann übernahm den CPU-Bereich. Für Youtube wurde mit Willi Tiefel der erste Vollzeit-Video-Redakteur eingestellt.
2019: PCGH-Ratgeber
Quelle: PCGH
Veronika Maucher, Frank Stöwer und Christopher Barnes stecken derzeit hinter dem PCGH-Ratgeber.
AMD setzte 2019 mit Zen 2 ein Ausrufezeichen. Der Ryzen 9 3900X bot enorme Anwendungsleistung und kam in Spielen fast an Intels Core i9-9900K heran. Besonders stark war der Ryzen 5 3600, der für 200 Euro ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis lieferte. Nvidia brachte die ersten "Super"-Modelle, während AMD mit der neuen RDNA-Architektur (RX 5700/5700 XT) solide Mittelklassekarten präsentierte. Im High-End-Segment fehlte allerdings ein Gegengewicht zu Nvidias RTX 2080 Super. Raytracing gewann mit Spielen wie Battlefield 5 und Control langsam an Fahrt, auch wenn es noch weit vom Standard entfernt war. Für PCGH markierte das Jahr den Start des PCGH-Ratgebers - einem Info-Portal für Einsteiger mit Kaufberatungen, Bestenlisten und verständlich aufbereiteten Tests. Veronika Maucher übernahm die redaktionelle Leitung, Kollege Frank Stöwer verlagerte seinen Schwerpunkt zunehmend dorthin. Personell gab es weitere Veränderungen: Claus Ludewig stieß zum Online-Team und David Ney (heute Krausbauer) übernahm den Bereich CPUs. Im Gegenzug verließen Daniel Hoffmann und Mark Mantel die Redaktion. Ende 2019 zeichnete sich ein Ereignis ab, das die kommenden Jahre prägen sollte: In Wuhan trat ein neuartiges Coronavirus auf - die Vorzeichen der Pandemie, die auch PCGH organisatorisch beeinflussen würde.
2020: Neues Logo
Quelle: PCGH
Aus PC Games Hardware wurde PCGH, und zwar mit neuem Logo.
Intel hielt 2020 mit der zehnten Core-Generation (Comet Lake) an 14 nm fest, brachte mit dem Core i9-10900K aber immerhin zehn Kerne ins Mainstream-Segment. AMD konterte im Herbst mit Ryzen 5000 (Zen 3) und setzte sich mit klaren Leistungssprüngen an die Spitze - nicht nur in Anwendungen, sondern auch im Gaming. Auf der GPU-Seite überzeugte Nvidia mit Ampere in puncto Leistung (RTX 3000), während AMD mit RDNA 2 (RX 6000) zurück ins High End kam. Raytracing war nun auf beiden Seiten ein Thema, DLSS 2.0 machte Nvidias Vorsprung jedoch deutlich. 2020 wurde das PCGH-Logo modernisiert: Aus "PC Games Hardware" wurde offiziell PCGH, ein Schritt, dem viele interne Diskussionen bis hoch in die Chefetage vorausgingen und der alles andere als leicht war. Parallel erschien in Ausgabe 11/2020 ein digitales 20-Jahre-Archiv, das alle bisherigen Ausgaben in kompakter Form bündelte. Geprägt war 2020 aber vor allem durch die Corona-Pandemie. Von März an arbeitete die Redaktion monatelang aus dem Homeoffice, um Infektionsketten zu vermeiden. Hygienemaßnahmen ermöglichten später zwar eine teilweise Rückkehr, doch das Homeoffice blieb fester Bestandteil der Arbeitsweise. Trotz aller Widrigkeiten setzte PCGH die regelmäßigen Hardware-Tests fort und dokumentierte den vielleicht größten CPU-Generationenwechsel der vergangenen Jahre - den Bruch von Intels jahrelanger Dominanz durch Ryzen 5000. Nach 20 Jahren PCGH stand das Magazin stabil - und bereit für eine neue Ära mit Hybridarchitektur, DDR5 und Windows 11.
- Seite 1 Die Anfänge bis 2001
- Seite 2 2002-2005: Aufstieg und Rekorde
- Seite 3 2006-2009: Online, Premium & Krise
- Seite 4 2010-2013: Aufbruch in die Moderne
- Seite 5 2014-2017: Digitalisierung und Ryzen
- Seite 6 2018-2020: RTX, Meltdown und Pandemie
- Seite 7 2021-2023: Alder Lake, X3D und KI-Videos
- Seite 8 2024-2025: 25 Jahre Jubiläum und Zukunft

Hab mir mal wider ein Kombi Abo geholt um euch zu supporten.
Fuck bin ich alt geworden. Schön dass es euch weiterhin gibt
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Bin heute nichtmehr so der Hardcore Gamer, war ich eher in den 90ern und da las man, bevor euer Magazin an den Start ging, noch so PC-Player und PC-Games, trotzdem immer wieder interessant die Entwicklung der Technik und jede Hardware die ich mir zugelegt hatte, hat nen denkwürdigen Platz in meinen Hardware-Life-Erinnerungen
Aktiv habe ich die PCGH irgendwann in den 90ern gekauft. Ich habe bestimmt noch irgendwo alte CDs herumliegen. Muss morgen mal schauen.
Bleibt so wie ihr seid, nur deshalb lese ich PCGH immer noch.