PC Games Hardware 2010-2013: Aufbruch in die Moderne
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PC Games Hardware 2010-2013: Aufbruch in die Moderne

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Von Sechskern-CPUs über Bulldozer bis Haswell: PCGH zwischen Wandel und Jubiläen.

2010: Folding und Ramdalf

Sechskerner rückten 2010 ins Rampenlicht. Intels Core i7-980X beeindruckte Enthusiasten, bot in Spielen aber kaum Mehrwert. AMDs Phenom II X6 schonte das Budget, erreichte jedoch in Anwendungen nicht die Leistung der Intel-Modelle. Bei den Grafikkarten hieß es GTX 470/480 gegen Radeon HD 5850/5870 - ein knappes Duell, das Nvidia nach Problemen mit einem ersten Testmuster für sich entschied. Parallel etablierten sich SSDs im Mainstream, DDR3-RAM wurde Standard, USB 3.0 und SATA 6 Gbit/s tauchten erstmals auf. DirectX 11 wurde zum festen Bestandteil aktueller Spiele. PCGH erlebte ein ereignisreiches Jahr. Die Lesergruppen bei Folding@Home und Hwbot machten mit Erfolgen auf sich aufmerksam. Mit Ausgabe 08/2010 startete zudem eine mobile Version der Webseite. Käufer der DVD-Edition erhielten ein besonderes Extra: das PCGH-Grafikkarten-Quartett. Personell kam es zu einem wichtigen Wechsel: Henner Schröder verließ die Redaktion, für ihn stieß Stephan Wilke dazu. Unter dem Spitznamen "Ramdalf" wurde er bald in den Videos bekannt. Außerdem verschwand mit "ATI" ein traditionsreicher Name - ab Herbst liefen Grafikkarten nur noch unter AMD.

PCGH-Benchmarks im Wandel der Zeit
Benchmark-2001
Benchmark-2001 Benchmark-2003 Benchmark-2004 Benchmark-2005 Benchmark-2007 Benchmark-2009 Benchmark-2010 Benchmark-2011 Benchmark-2013

2011: Bulldozer-Flop

Intels Sandy-Bridge-Generation dominierte 2011 den CPU-Markt. Hohe Effizienz und starke Leistung machten die neuen Modelle attraktiv, auch wenn ein fehlerhafter P67-Chipsatz zu einem großen Rückruf führte. AMD versuchte mit der FX-Serie den Anschluss zu halten, enttäuschte jedoch vor allem in Spielen - die Bulldozer-Architektur konnte nicht überzeugen. Bei den Grafikkarten setzte Nvidia mit der GTX-500-Serie Maßstäbe, ehe AMD Ende des Jahres mit der Radeon HD 7970 die Leistungsspitze übernahm. SSDs gewannen rasant an Bedeutung, und PCI Express 3.0 feierte erste Auftritte auf Mainboards. Am 2. Februar startete der PCGH-Facebook-Account, und auf der Gamescom konnten Leser die Redaktion am Computec-Stand erstmals persönlich treffen. Im Oktober erschien die Sonderedition Pad & Phone, die sich ganz auf Tablets und Smartphones konzentrierte. Im Gegenzug endete die Reihe PCGH Premium mit der November-Ausgabe - nach dem Schwerpunkt "Aufrüsten" war Schluss. Die Redaktion stellte die Weichen für neue Themenfelder. Mobile Hardware rückte stärker in den Fokus, ohne die klassischen Schwerpunkte zu vernachlässigen.

2012: Windows 8

Intels Ivy-Bridge-Prozessoren eröffneten 2012 die 22-nm-Fertigung. Sie boten gegenüber Sandy Bridge nur moderate Leistungssprünge, punkteten aber mit höherer Effizienz und deutlich verbesserter integrierter Grafik. AMD brachte mit dem FX-6300 einen Bulldozer-Nachfolger, der sich in Spielen dennoch klar geschlagen geben musste. Bei den Grafikkarten führte AMD mit der Radeon HD 7970 kurzzeitig, bevor Nvidia mit der Geforce GTX 680 zurückschlug. Großes Diskussionsthema war Windows 8: Die neue Kacheloberfläche polarisierte, auch in der Redaktion - während Raff nichts damit anfangen konnte, fand Marco durchaus Gefallen daran. Im Heft sorgten die Benchmark-Balken für eine sichtbare Veränderung: Sie erhielten ein neues Layout, das bis heute genutzt wird. Auch die Editorial-Seite wurde angepasst - seit Mai 2012 erfahren Leser dort, welche Themen die Redakteure bearbeiten, oft ergänzt durch persönliche Einblicke. Das PCGHX-Forum feierte seinen fünften Geburtstag und erhielt erweiterte Funktionen. Gleichzeitig wurde die Webseite technisch modernisiert: mit CPU- und Spieledatenbank sowie verbesserter Bedienung. Für Verstärkung im Team sorgte Reinhard Staudacher, der zunächst das Thema Kühlung übernahm.

Von 3dfx bis RTX 5090 - Kultkarten im Rückblick
3dfx Voodoo 2: Eine der legendärsten Grafikkarten der 1990er – setzte neue Maßstäbe im 3D-Gaming und machte Hardwarebeschleunigung zum Standard.
3dfx Voodoo 2: Eine der legendärsten Grafikkarten der 1990er – setzte neue Maßstäbe im 3D-Gaming und machte Hardwarebeschleunigung zum Standard. Nvidia Geforce2 GTS: Grafikkarte der Jahrtausendwende – verdoppelte die Leistung des Vorgängers und etablierte Nvidias Dominanz im Gaming-Markt. Nvidia Geforce3 Ti 500: Flaggschiff der Geforce-3-Serie – brachte erstmals programmierbare Shader auf den PC und markierte den Beginn moderner Grafiktechnologie. ATI Radeon 9800 Pro: High-End-Grafikkarte der frühen 2000er – bekannt für ihre starke DirectX-9-Leistung und als Meilenstein im PC-Gaming. Nvidia Geforce 8800 GTX: Revolutionäre Grafikkarte von 2006 – erste DirectX-10-GPU mit G80-Architektur und lange Zeit Maßstab für High-End-Gaming. Nvidia Geforce 8800 GT: Preis-Leistungs-Hit von 2007 – bot High-End-Performance zum Mittelklassepreis und wurde zu einer der beliebtesten Grafikkarten ihrer Zeit. Nvidia Geforce RTX 5090: Spitzenmodell der Ada-Next-Generation – vereint maximale Raytracing-Leistung, Effizienz und Zukunftstechnologien für High-End-Gaming.

2013: Haswell und Titan

Intel brachte 2013 mit Haswell die vierte Core-Generation. Sie punktete mit guter Effizienz, blieb aber leistungsmäßig hinter den Erwartungen zurück. AMD setzte auf Richland-APUs und Piledriver-CPUs, die im Test kaum Empfehlungen erhielten. Bei den Grafikkarten sorgte Nvidia mit der GTX Titan für Schlagzeilen - fast 950 Euro teuer, aber nahezu perfekt. Kurz darauf folgten GTX 780 und 770. AMD konterte im Dezember mit der R9 290X, die im Uber-Modus in hohen Auflösungen selbst die Titan übertraf, aber selbst im Quiet-Modus besonders lautstark aufdrehte. Außerdem rückte Ultra-HD ins Blickfeld: PCGH testete erste Grafikkarten in 3.840 × 2.160 Pixeln - Monitore kosteten damals noch mehrere Tausend Euro. Im Juni erschien die 150. Ausgabe von PCGH. Begleitet wurde das Jubiläum von einem Hochglanz-Sonderheft: So funktioniert Ihr Computer. Auf über 160 Seiten erklärte die Redaktion sämtliche PC-Komponenten, inklusive Betriebssystem. Bis 2019 folgten noch drei weitere Ausgaben. Christian Gögelein, seit den Anfangstagen dabei, wechselte in die Rolle des freien Mitarbeiters. Auch Lars Craemer, Marc Sauter und Daniel Möllendorf verließen die Redaktion - Craemer zu neuen Projekten, Sauter zur Group-Schwester Golem.de, Möllendorf wechselte zur "dunklen Seite" der Hersteller (zu Asus). Neu ins Team kamen Tom Loske (Mainboards, Kühlung) und Philipp Reuther (Spiele, Sound). Nach 150 Ausgaben war PCGH längst Kult - doch 2014 und die folgenden Jahre sollten zeigen, wie stark sich Hardware, Redaktion und Leserschaft weiterentwickeln würden.

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  1. Seite 1 Die Anfänge bis 2001
  2. Seite 2 2002-2005: Aufstieg und Rekorde
  3. Seite 3 2006-2009: Online, Premium & Krise
  4. Seite 4 2010-2013: Aufbruch in die Moderne
  5. Seite 5 2014-2017: Digitalisierung und Ryzen
  6. Seite 6 2018-2020: RTX, Meltdown und Pandemie
  7. Seite 7 2021-2023: Alder Lake, X3D und KI-Videos
  8. Seite 8 2024-2025: 25 Jahre Jubiläum und Zukunft
    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ni-bi BIOS-Overclocker(in)
        Super Video, hat Spaß gemacht zu schauen und mir vor augen geführt wie alt ich bin 🤣

        Hab mir mal wider ein Kombi Abo geholt um euch zu supporten.
      • Von ni-bi BIOS-Overclocker(in)
        Super Video, hat Spaß gemacht zu schauen und mir vor augen geführt wie alt ich bin 🤣

        Hab mir mal wider ein Kombi Abo geholt um euch zu supporten.
      • Von M4xw0lf Lötkolbengott/-göttin
        Wahnsinn das alles so im Zeitraffer noch einmal passieren zu lassen... und sich dabei ab etwa 2005 zu denken "boah, so lang schon" um schließlich spätestens 2015 bei "das war doch gerade erst" anzukommen.
        Fuck bin ich alt geworden. Schön dass es euch weiterhin gibt
      • Von PCGH_Thilo Lötkolbengott/-göttin
        Absolute Pflichtlektüre, btw

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Cortox Kabelverknoter(in)
        Sehr cool, danke ihr habt nen guten Job gemacht und ich horte selbst auch noch die alten Hefte im Schrank.
        Bin heute nichtmehr so der Hardcore Gamer, war ich eher in den 90ern und da las man, bevor euer Magazin an den Start ging, noch so PC-Player und PC-Games, trotzdem immer wieder interessant die Entwicklung der Technik und jede Hardware die ich mir zugelegt hatte, hat nen denkwürdigen Platz in meinen Hardware-Life-Erinnerungen
      • Von Schrotti Software-Overclocker(in)
        Mein Account ist nur 2 Wochen hinter dem von Tilo und ich bin immer noch begeistert.

        Aktiv habe ich die PCGH irgendwann in den 90ern gekauft. Ich habe bestimmt noch irgendwo alte CDs herumliegen. Muss morgen mal schauen.

        Bleibt so wie ihr seid, nur deshalb lese ich PCGH immer noch.
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