Oculus Quest als PC-VR-Headset: Beta für Oculus Link, Radeon nun teilweise mit dabei [Update]
Jetzt aktualisiert mit Radeons: Im November wollten Oculus/Facebook die erste Beta für Oculus Link veröffentlichen, was nun auch geschehen ist. Per Link lässt sich die eigentlich autarke Oculus Quest am PC betreiben, was dazu führt, dass die Quest auch Spiele der stärkeren Oculus Rift S darstellen kann. Bei den Systemanforderungen sind nun auch Radeon-Grafikkarten mit dabei.
Aktualisierung vom 17.12.2019
Mittlerweile hat Oculus seine Systemanforderungen für die Beta von Oculus Link überarbeitet und führt nun auch Radeons auf, nachdem in der ersten Fassung gar keine AMD-Grafikkarten unterstützt wurden. Mittlerweile haben zumindest Vega, 5000-Serie sowie 400- und 500er-Radeons den entsprechenden "Support"-Haken. "Aktuell nicht unterstützt" werden aktuell nur noch die 200er- und 300er-Serie bei AMD sowie die Titan Z und GTX 1060M bei Nvidia. Man arbeite direkt mit AMD zusammen, um bis zum Ende der Beta möglichst viele Radeon-Grafikkarten zu unterstützen.
Originalartikel vom 21.11.2019
Im Oculus-Blog teilen die Entwickler der Oculus-VR-Headets mit, dass die Beta für Oculus Link planmäßig gestartet ist. Planmäßig deshalb, weil man bereits im September einen ersten Release im November in Aussicht stellte. Oculus Link sorgt dafür, dass die Funktionen der Oculus Quest erweitert werden. Das eigentlich autarke System wird damit über Software und ein neues Kabel auch PC-tauglich - das sorgt dafür, dass man auf der Quest die Spiele der Rift (S) spielen kann. Verbunden wird das VR-Headset dann mittels USB-C-Kabel. Die Oculus Quest kostet ab 450 Euro. Für das 5 Meter lange USB-C-Kabel von Facebook selbst wird man noch einmal rund 80 Euro aufrufen, man kann theoretisch aber auch ein beliebiges, anderes USB-C-Kabel verwenden; genannt wird Anker. Die Verwendung von USB-C auf USB-A empfiehlt Facebook nicht.
So funktioniert Oculus Link
Einmal verbunden, lassen sich Rift-Programme auch mit der Quest darstellen. Durch die deutlich höhere Rechenleistung eines VR-tauglichen PCs im Vergleich zum Snapdragon 835 lassen sich dann auch grafisch aufwendigere Programme abspielen und bestaunen. Die Darstellung erfolgt bei der Quest mittels zwei OLEDs - je eines pro Auge - mit 1.440 x 1.600 Pixel und 72 Hertz. Wie Golem.de anmerkt, rendert der PC das Bild und encodiert einen H.264-Videostream, der dann im Randbereich niedriger aufgelöst wird, damit die Frames auch schnell genug übertragen werden können. Da soll sich positiv auf die Latenz auswirken, wie wir bereits Ende September berichtet haben. Damals war das Fazit, dass durch die Kabelverbindung die Quest zu einem richtigen PC-VR-Headset wird. Bei den Latenzen gab es es keine Unterschiede und die meisten Tester konnten keine oder nur geringfügige Probleme feststellen.
Bei den Systemanforderungen für Oculus Link nennt man einen Core i5-4590 bzw. einen Ryzen 5 1500X, dazu Windows 10 und 8 GiB RAM. Bei den unterstützten GPUs dürften AMD-Fans leise weinen, denn bisher werden nur Geforce-Grafikkarten unterstützt - allerdings soll sich das bis zum Ende der Betaphase ändern, gelistet sind bei Oculus im Moment die 300er-, 400er- und 500er-Serie sowie die 5000er-Reihe und Vega. Bei Nvidia sind beispielhaft GTX 970, GTX 1060 bis 1080, GTX 16xx und RTX 20xx aufgeführt. Nur Titan Z und GTX 1060M werden "aktuell nicht unterstützt".

Das Tracking der Quest ist auch recht gut mit den 4 Kameras aber je nachdem was man macht kann die auch das Tracking verlieren (z.B. schlechte Lichtverhältnisse, keine markanten Objekte im Raum). Wer aktuell eine Quest mit Link nutzen will muss darauf achten, dass die Firmware der Quest auch mit der installierten Version der Oculus App übereinstimmt. Hatte auf der Quest das Update auf Version 12 gemacht und musste in der Oculus App auf dem PC dann in den Beta Modus wechseln um wieder Link zu nutzen. Auch interessant ist das man jetzt auch das Oculus Debug Tool für Oculus Link nutzen kann und so z.B. die Renderauflösung für das HMD (quasi Downsampling) modifizieren kann was zu einem deutlich schärferen und ruhigeren Bild führt.
Was man aber immer bei VR beachten muss ist das einige Spiele nur im Roomscale funktionieren und einen Playspace von mindestens 2x2m benötigen. Im Steam VR Lab gibt es z.B. einige Demos wo man sich nicht per Stick teleportieren oder bewegen kann sondern nur per Roomscale indem man wirklich in die Richtung geht. Daher finde ich z.B. die Quest sehr angenehm. Per Link kann ich am PC spielen für z.B. Spiele die man im sitzen oder stehen spielen kann (z.B. Dirt Rally, Hellblade VR oder auch das kommende Half-Life Alyx) und für Roomscale Spiele oder Spiele die über den Oculus Store für die Quest verfügbar sind (oder per ALVR streamen, man braucht wegen der Latenzen aber zwingend Wifi 5) kann ich dann ins Wohnzimmer gehen wo ich entsprechenden Platz habe.
Das Tracking über Lighthouses ist zwar noch immer besser, da z.B. die Controller auch getrackt werden können, wenn die außerhalb des Sichtbereiches der Kameras des HMD liegen, aber man muss halt die Lighthouses aufstellen oder an der Wand montieren und es dauert einfach länger alles aufzubauen, wenn man keinen festen Platz für VR hat.
War kein Problem die Odyssey+ über amazon.com zu ordern.
Zu den 299$ kommen allerdings noch 85$ Versand und Zollabwicklung dazu.
https://www.amazon.com/gp...
Außerdem hat Oculus John Carmack. Mehr geht nicht..
P.S. Carmack war ein mal und wie man das nun deuten mag überlasse ich jedem selbst.