Nvidia Xavier: Tegra-SoC mit Volta-GPU kommt in 16FF+
Nvidia hat auf der aktuell laufenden GTC in Amsterdam den Parker-Nachfolger Xavier vorgestellt. Der nächste Tegra-SoC wird auf acht selbstentwickelte ARM-Kerne neben einer 512 Shader starken Volta-Grafikeinheit setzen. Produziert wird der Chip in TSMCs 16FF+-Verfahren und nicht in einem 10-nm-Prozess. Erste Partner sollen Ende 2017 beliefert werden.
Während Nvidias Tegra-SoC mit dem Codenamen Parker weiterhin nur auf dem Drive PX 2 für das Automotive-Segment zum Einsatz kommt, wurde bereits der Nachfolger Xavier angekündigt. Erneut bedient sich Nvidia bei der Namensgebung am Marvel-Universum: Wurde der vorletzte Tegra nach Wolverines echtem Namen, Logan, benannt, beruft sich das nächste System on a Chip auf Charles Xavier.
Quelle: Nvidia
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Setzt Nvidia aktuell auf einem Verbund aus zwei selbstentwickelten Denver- und vier Cortex-A57-Kernen neben einer 256 Shader starken Pascal-GPU, sollen es bei Xavier acht eigene ARM64-basierte Rechenwerke sein. Auch wenn der Name Denver nicht fällt, dürften die Kerne zumindest auf diesem basieren. Die meiste Chipfläche nimmt laut gerendertem Schaubild die Grafikeinheit ein, die auf der Volta-Architektur basieren wird. 512 Shader-Einheiten sollen 20 Deep-Learning-TOPS erreichen, Nvidias Bezeichnung für die INT8-Rechenleistung (Integer). Vermutlich wird Xavier mit zusätzlichen INT8-Einheiten "aufgeblasen", denn das 1:4-Verhältnis zu FP32 (Floating Point) wird ein 20-Watt-SoC mit 512 ALUs kaum erreichen können (5 FP32-TFLOPS erreichen gerade mal stark übertaktete GTX-1060/6G-Karten). Interessant an dieser Stelle: Nvidia gibt beim Drive PX 2 nur noch 20 DP-TOPS und 80 Watt TDP an, wohingegen es früher 24 DP-TOPS und 250 Watt waren. Womöglich hat man sich doch gegen den GP104 und für den Einsatz von GP106-GPUs entschieden.
Xavier trägt indes rund 7 Milliarden Transistoren und hat damit fast so viele wie der 314 mm² GP104 mit 7,2 Mrd. Transistoren, der auf der Geforce GTX 1080 und GTX 1070 eingesetzt wird. Neben CPU, GPU und Bildprozessoren kommen noch weitere SoC-Bestandteile wie der integrierte I/O-Part hinzu.
Interessant sind derweil zwei Details: Xavier wird noch bei TSMC in 16FF+ gefertigt und soll erst im vierten Quartal 2017 an erste Partner gesampelt werden. Das muss nichts für die Volta-GPUs heißen, gibt aber schon mal ein Indiz. Gerüchteweise sollen die großen Volta-Chips auch noch in 16FF+ und keinem 10-nm-Prozess gefertigt werden, womöglich wegen der geringen Vorteile.
