Nintendo Switch 2: Nvidia Tegra T239 mit Ampere-GPU im Detail analysiert

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Nintendo Switch 2: Nvidia Tegra T239 mit Ampere-GPU im Detail analysiert
Quelle: Sven Bauduin

Das Release der Nintendo Switch 2 beherrscht aktuell die Schlagzeilen. Innerhalb der Gerüchteküche geht man aktuell davon aus, dass die Next-Gen-Spielkonsole von Nintendo auf Basis neuer Hardware von Nvidia die Upscaling-Technologie DLSS 3.5 mit Ray Reconstruction beherrschen wird. Das soll nicht zuletzt auf das voraussichtlich eingesetzte System-on-a-Chip, den Nvidia Tegra T239 mit Ampere-GPU, zurückzuführen sein. PCGH wagt eine Analyse und beleuchtet die möglichen Spezifikationen des Chips im Detail.

Wie der einmal mehr heißlaufenden Gerüchteküche auf Reddit insbesondere im Subreddit r/GamingLeaksAndRumours zu entnehmen ist, soll die Nintendo Switch 2 im kommenden Jahr gleich in zwei unterschiedlichen Ausführungen für 399 US-Dollar und 449 US-Dollar angeboten werden. Als Basis für die erneut hybride Spielkonsole soll einmal mehr ein System-on-a-Chip von Nvidia dienen, welches sich PCGH in dieser Analyse einmal ganz genau angesehen und eingeschätzt hat.

Nvidia Tegra T239 mit Ampere-GPU

Wie die jüngsten Recherchen der Webseite Eurogamer ergeben haben, soll die kommende Nintendo Switch 2 auf einem Custom-SoC mit der Modellbezeichnung Nvidia Tegra T239 basieren. Das würde sich zudem mit den bisher durchgesickerten Informationen decken, welche ebenfalls einen angepassten Chip auf Basis des bereits bekannten Nvidia Tegra T234 ("Orin") aus dem Entwicklerkit Nvidia Orin AGX ins Spiel gebracht hatten. Da sich dieser System-on-a-Chip mit seinen bis zu 200 TOPS und einer Verlustleistung von bis zu 60 Watt aber nicht für die Anforderungen einer Spielkonsole eignet, müssen sehr deutliche Anpassungen her. Den jüngsten Informationen zufolge soll der neue Tegra T239 wie folgt konzipiert sein:

  • 8 x ARM Cortex-A78C mit 8 MiByte L3-Cache
  • 12 - 16 GiByte LPDDR5-Systemspeicher für CPU/GPU
  • Speicherinterface mit 128-Bit und 102 GiByte/s
  • Nvidia Ampere-GPU mit 12 Compute Units
  • 1.536 Shadereinheiten mit max. 1 GHz

Eine Analyse des YouTube-Kanals "Digital Foundry" beleuchtet die Leistungsfähigkeit eines solchen Custom-Prozessors im Detail.

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Für die Fertigung soll nach wie vor Samsung verantwortlich sein, welches für den Nvidia Tegra T234 den bekannten 8-nm-Prozess nutzt und für den Tegra T239 auf eine feinere Node zurückgreifen könnte. Das gesamte Design muss für die Nutzung in einer hybriden Handheld-Spielkonsole deutlich effizienter ausfallen.

DLSS 3.5 mit Ray Reconstruction sollen gesetzt sein

Dank der Ampere-Architektur soll die Nintendo Switch 2 auch Nvidias neuestes Upscaling DLSS 3.5 mit der Strahlenrekonstruktion für Raytracing, dem sogenannten DLSS Ray Reconstruction, beherrschen. Die Zwischenbildberechnung mit der Hilfe von DLSS Frame Generation würde damit wegfallen, da dieses Feature der aktuell in den Geforce RTX 4000 zum Einsatz kommenden Grafikchip-Architektur Ada Lovelace vorbehalten ist. Neben der genannten CPU-/GPU-Kombination wird der neuen Spielkonsole ein 12 bis 16 GiByte großer Arbeitsspeicher zugesprochen.

Die Leistung einer Nvidia Geforce RTX 3050

Gerüchten zufolge soll die Spielkonsole die Leistung einer Geforce RTX 3050 erreichen können, was der Hersteller anhand einer Matrix-Demo basierend auf der Unreal Engine 5.x demonstriert und hinter verschlossenen Türen bestätigt haben soll. Bestätigt ist das nicht.

Switch 2 könnte auf dem Niveau der PS4 Pro liegen

Laut einer Stellungnahme von Activision-Chef Bobby Kotick wird sich die Konsole auf einem Niveau mit der Playstation 4 Pro bewegen - doch die ursprüngliche Quelle hat ihre Aussage mittlerweile zurückgezogen. In einer Mail an Nintendo-Präsident Shunturo Furukawa äußerte sich Bobby Kotick wie folgt.

"Angesichts der Annäherung an die Plattformen der 8. Generation und unseres Angebots für PS4 und Xbox One ist es anzunehmen, dass wir auch für die Switch NG ("Next Generation") etwas Überzeugendes entwickeln können."

Bobby Kotick, CEO von Activision

Die Playstation 4 Pro besitzt eine Rechenleistung von rund 4,2 TFLOPS, womit die Nintendo Switch 2 mit Nvidia Tegra T239 auf Augenhöhe liegen würde. Die Gerüchte sprechen der Switch 2 auch mindestens 4 TFLOPS zu, was der zehnfachen Leistung der ersten Nintendo Switch mit 0,4 TFLOPS entsprechen würde. Nintendo selbst äußerte sich bislang noch mit keinem Wort zu einer möglichen Switch 2.

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Quelle: Eurogamer, Digital Foundry

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    • Kommentare (18)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Tomoyo_Chan Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Destroyer0203
        RTX3050: 2.560 Shader bei 1,89 Ghz
        Tegra SoC: 1.536 Shader bei max. 1 GHz
        Selbe Ampere Architektur, selber Samsung Node.
        Ich habe in Mathe zwar hin und wieder nicht aufgepasst, aber wie kommt man da auf eine Vergleichbare Leistung?

        Naiv gerechnet wäre das ca 1/3 der Leistung.
        Glaube auch kaum, dass man die 3050 erreichen kann, auch weil das Ding total power starved sein wird.
        Viel mehr Sinn macht da der Vergleich mit der 1660ti welche beim Takt allerdings auch ca. 800mhz drüber liegt.
        Wenn man das mal rausnimmt kommt man so auf ~3 TFLOPS. Ist natürlich immernoch ein sehr großer Sprung zur Switch mit gerade mal ~400 GFLOPS, aber selbst ein Stück weg zur alten PS4 Pro.

        Wenn man das dann mal Gen auf Gen vergleicht, fällt einem auf, dass sich da nicht zu viel getan hat beim technischen Rückstand von Nintendo (Ich weiß, Teraflops mean nothing und so aber viel mehr vergleichen der Hardware geht ja leider nicht):

        Switch vs. PS4 Pro (400 GLFOPS vs. 4,2 TFLOPS) ~ Faktor 10,5

        Switch 2 vs "PS5 Pro" (3 TFLOPS vs angeblich 23 TFLOPS lt. leaks) ~Faktor 7,66

        Wer da also irgendwelche Wunder erwartet wird enttäuscht sein. Am Ende ist es ein Handheld und Nintendo kann auch nicht zaubern.
      • Von Tomoyo_Chan Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Destroyer0203
        RTX3050: 2.560 Shader bei 1,89 Ghz
        Tegra SoC: 1.536 Shader bei max. 1 GHz
        Selbe Ampere Architektur, selber Samsung Node.
        Ich habe in Mathe zwar hin und wieder nicht aufgepasst, aber wie kommt man da auf eine Vergleichbare Leistung?

        Naiv gerechnet wäre das ca 1/3 der Leistung.
        Glaube auch kaum, dass man die 3050 erreichen kann, auch weil das Ding total power starved sein wird.
        Viel mehr Sinn macht da der Vergleich mit der 1660ti welche beim Takt allerdings auch ca. 800mhz drüber liegt.
        Wenn man das mal rausnimmt kommt man so auf ~3 TFLOPS. Ist natürlich immernoch ein sehr großer Sprung zur Switch mit gerade mal ~400 GFLOPS, aber selbst ein Stück weg zur alten PS4 Pro.

        Wenn man das dann mal Gen auf Gen vergleicht, fällt einem auf, dass sich da nicht zu viel getan hat beim technischen Rückstand von Nintendo (Ich weiß, Teraflops mean nothing und so aber viel mehr vergleichen der Hardware geht ja leider nicht):

        Switch vs. PS4 Pro (400 GLFOPS vs. 4,2 TFLOPS) ~ Faktor 10,5

        Switch 2 vs "PS5 Pro" (3 TFLOPS vs angeblich 23 TFLOPS lt. leaks) ~Faktor 7,66

        Wer da also irgendwelche Wunder erwartet wird enttäuscht sein. Am Ende ist es ein Handheld und Nintendo kann auch nicht zaubern.
      • Von Jaffech BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von TausendWatt
        Du musst die Quersumme nehmen.

        2560=13
        1536=14

        Ganz klar ist der Soc vorne ?
        Ah danke!
        Ich sag ja, ich habe in Mathe hin und wieder nicht aufgepasst
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von VanWayne
        (...) ist der Ruf der Switch als Performance Potato vollkommen nachvollziehbar, meinst du nicht?
        Wir reden hier von einer mobilen Konsole, die selbst im Dockmodus nur 15W verbrauchen darf. Nebenbei muß das Ding auch noch halbwegs bezahlbar sein (trotz der ganzen Gimmicks) und mit dem auskommen, was damals verfügbar war. Nebenbei hatte Nintendo ein Softwareproblem, das sie elegant durch Nvidia gelöst haben.

        Da kommt halt eben das raus, was rausgekommen ist.

        Nintendo hätte natürlich auch den Wunderklotz erschaffen können, mit dedizierter GPU. Dann hätten sie wohl eine mobile Version der GTX 980Ti genommen und der Klotz hätte sowohl die 1000€ und 1000gr Marke gerissen. Dann hätten sie zwei Flops hintereinander hingelegt und irgendwann mal den Laden dicht machen müssen (Seaga hat es vorgemacht). Sie hätten natürlich auch noch auf bessere CPUs warten können, dann wäre die Switch allerdings auch 1-2 Jahre später rausgekommen. Zu blöd, dass Nintendo, mit der Wii U, einen absoluten Flop am laufen hatte.

        Der Punkt ist, dass die Entscheidung von Nintendo, die Hardware zu verbauen, die verbaut wurde, absolut richtig war, auch wenn sich das der auf die reinen Leistungszahlen schauenden PC Gaming Masterrace nicht sofort erschließt. Aber für die gibt es ja jetzt das Steamdeck und das ROG Ally.
      • Von VanWayne PC-Selbstbauer(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] ich stimme dir zu, aber maximal bis 2020. Und mir ist die Geschichte um die OLED-Version relativ latte. Zusätzlich gibt es Performancekrüppel mindestens auf der Software-Ebene, die so nie hätten erscheinen dürfen. Dadurch wird die Hardware auch entsprechend wahrgenommen.

        Meiner Meinung nach sind Paradebeispiele Hyrule Warriors 2 und Link's Awakening Remake, wovon das Remake immerhin noch 'gut' spielbar war, Hyrule Warriors 2 war eine relativ prominente Zumutung. Es gibt da sicherlich noch mehr volle Rohrkrepierer.

        Wenn man sowas erscheinen lässt (und ich rate mal, dass Nintendo noch mehr dazu zu sagen hat, als die anderen beiden Hersteller), dazu die Performance nicht wirklich mit irgend welchen grafischen Pionierleistungen "gerechtfertigt" wird, ist der Ruf der Switch als Performance Potato vollkommen nachvollziehbar, meinst du nicht?

        LG
      • Von 1xok Software-Overclocker(in)
        .
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