Microsoft mit Zwischenbilanz: Die erste Woche mit Bing ChatGPT
Nach rund einer Woche zieht Microsoft eine Zwischenbilanz zum neuen Bing mit ChatGPT. An etlichen Stellen gelobt das Unternehmen Besserung und hat neue Features für den Konkurrenten der Google-Suche angekündigt.
Seit 7. Februar kann das neue Bing mit Open AI-Technik ausprobiert werden, indem man sich auf der Webseite bing.com/new auf einer Warteliste einträgt und dann von Microsoft als Tester freigeschaltet wird. Aktuell gibt es über eine Million registrierte Tester in 169 Ländern. Im Laufe des Jahres wird das AI-Bing dann für alle Nutzer veröffentlicht und hält auch in Microsoft 365 Einzug. Rund eine Woche nach dem Start zieht Microsoft ein selbstkritisches Zwischenfazit. Nach einer Unternehmensauswertung haben bislang 71 Prozent der Tester die generierten Antworten als nützlich betrachtet, was für eine Suchmaschine kein guter Wert ist. Allerdings lebt die KI von der Eingabe der Nutzer und der Bewertung der Antworten und kann nur so im Laufe der Zeit besser werden. Die PCGH-Redaktion konnte das neue Bing mit ChatGPT bereits einem Hands-on-Test unterziehen.
Diese neuen Features kommen bald zum Microsoft Bing mit ChatGPT
Wie Microsoft schreibt, können KI-Tools nur durch Feedback und Nutzereingaben bessere Antworten liefern, sodass nur ein "Entwickeln im Labor" wenig Sinn ergibt. Microsoft weiß, dass man das neue Bing mit KI-Co-Piloten nur im Dialog mit der Community weiterentwickeln kann. Künftig sollen Suchergebnisse besser werden, indem 4-mal mehr Daten zugrunde gelegt werden. Mit einem Schalter werden Bing-Nutzer künftig in der Lage sein, selbst zu bestimmen, ob das neue Bing sich nur an Internetquellen halten oder kreativer antworten soll. So listet der Konkurrent für die Google-Suche etwa bei Fragen zu Hogwarts Legacy die Internetquellen auf, die zur Beantwortung verwendet wurden. Eine direkte finanzielle Vergütung erhalten die Webseitenbetreiber nicht, als Refinanzierung soll nur der Traffic dienen, wenn ein Nutzer auf die Internetseite klickt, um mehr zu erfahren.
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In Bezug auf die Chat-Funktion hat Microsoft festgestellt, dass Bing mit ChatGPT immer dann wiederholende und/oder provozierende Antworten gibt, sobald mehr als 15 Fragen gestellt werden. Microsoft wird auch daran arbeiten und plant die Einführung eines Reset-Knopfes. So soll sich quasi das Gehirn zurücksetzen lassen. Anhand von Nutzerfeedback wird daran gearbeitet, etwa Flugreisen mit ChatGPT und dem neuen Bing buchen zu können sowie Unterstützung bei der Formulierung von E-Mails zu geben. Bei ChatGPT werden Millionen an Trainingsdatensätze genutzt, die automatisch jeder erstellt, wenn eine Eingabe getätigt wird. Jeder eingegebene Text wird dann via der KI-Technik Mustererkennung quantitativ, also mit statistischen Methoden, ausgewertet. Letztlich werden dann zu ein paar eingegebenen Stichworten Texte generiert.
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Sammlung zur ersten Woche Bing mit ChatGPT:
- Seit 7. Februar kann das neue Microsoft Bing mit ChatGPT ausprobiert werden, wobei man als registrierter Tester zunächst freigeschaltet werden muss. Im Laufe des Jahres wird das AI-Bing dann für alle Nutzer veröffentlicht und hält auch in Microsoft 365 Einzug.
- Nach rund einer Woche zieht Microsoft ein erstes Zwischenfazit. Bislang waren 71 Prozent der Tester mit den KI-generierten Antworten zufrieden.
- Wie Microsoft schreibt, können KI-Tools nur durch Feedback und Nutzereingaben bessere Antworten liefern, sodass nur ein Entwickeln im Labor wenig Sinn ergibt. Gemeinsam mit der Nutzerschaft möchte Microsoft das neue Bing weiterentwickeln.
- Künftig sollen 4-mal mehr Daten als Grundlage dienen und es soll einen Schalter bei Bing geben, mit dem jeder Nutzer bestimmen kann, ob sich das neue Bing nur an Internetquellen halten oder kreativer antworten soll.
- Mit einem Reset-Knopf sollen sich Chats künftig neu starten lassen. Zudem soll das neue Bing mit ChatGPT bei der Formulierung von E-Mails weiterhelfen können.
Quelle: Microsoft

Ein Chatbot wird ja wohl wenn nicht jetzt dann später in der Lage sein, Unzulänglichkeiten seiner Benutzer zu erfassen und dann diskussionswürdige Antworten zu geben.