34 Zoll OLED mit 21:9 und 240 Hz im Test: Corsair Xeneon 34WQHD240-C
In diesem Artikel
Was ist eigentlich QD-OLED?
Corsair nutzt für den Xeneon 34WQHD240-C die QD-OLED-Technologie (Quantum Dot Oranic Light Emitting Diode) von Samsung. Dabei wird die Quantum-Dot-Technologie mit der OLED-Technologie kombiniert. Quantum Dots, deutsch auch Quantenpunkte, sind Nanomaterialien, die mit einem (UV-)Lichtimpuls in bestimmter Wellenlänge angesteuert, "erregt" werden können (in einen "exited State" gebracht werden können), und daraufhin selbst Licht mit einer bestimmten Wellenlänge (nun im Sinne von sichtbaren Farben) abgeben. Diese Impulse können sehr genau gesteuert und kontrolliert werden, die Quantenpunkte reagieren blitzschnell und erzeugen obendrein selbst das Licht in allen nötigen Farben. QD-OLEDs benötigen daher keine weiße Hintergrundbeleuchtung (Backlight) wie herkömmliche LED-Displays oder andere OLED-Technologien (etwa WOLED von LG). Die Entdeckung der Quantum Dots und Erarbeitungen entsprechender Anwendungsgebiete ist im Übrigen 2023 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet worden. Die Technik ist demnach tatsächlich marktfrisch und fortschrittlich.
Quelle: Corsair
Vergleich W-OLED (LG) und QD-OLED (Samsung)
Farbe und Helligkeit der Quantum Dots kann also genau angesteuert und penibel kontrolliert werden. Die von Samsung und dem Fraunhofer-Institut entwickelte QD-OLED-Technologie wird also dazu genutzt, um mit einem Lichtimpuls ebenjene Nanometer kleinen Quantum-Punkte anzuregen. Diese produzieren die Farben und Kontraste, aus denen schlussendlich das sichtbare Bild auf dem Display entsteht - nun ausgegeben in den typischen Farbbestandteilen Rot, Blau und Grün (RGB). Die Lichtemissionen steuern also die eigentlichen Quantum Dots an, die daraufhin die nötigen Farben und Pixelbausteine des OLED-Bildes erzeugen.
LED-Technik und ihre Tücken
Eine Besonderheit: Die einzelnen Pixelbausteine, die kleinen QD-OLEDs, können gezielt und geschwind angesprochen werden. Es ist obendrein im Gegensatz zu anderen (O)LED-Technologien keine dedizierte weiße Hintergrundbeleuchtung oder zusätzliche LEDs (RGBW) nötig. Dies kommt auch den starken Kontrasten und dem satten Schwarz des Corsair-Monitors zugute, die Farben können nochmals genauer und knalliger angesteuert werden, QD-OLED kommt außerdem der maximalen (!) Leuchtkraft stark entgegen.
Können QD-OLEDs wie OLEDs einbrennen?
Theoretisch ja. Bei QD-OLEDs werden vorige Probleme mit Einbrennen sowie eine übermäßige Abnutzung der über lange Zeit etwas problematischen blauen LEDs drastisch reduziert, indem diese gleichmäßig genutzt werden (deren Erfindung hat im Jahre 2014, also vor gerade erst 10 Jahren, im Übrigen ebenfalls einen Nobel-Preis verdient, dieses Mal in Physik).
Die QD-OLED-Technik wird daher auch "Top-Emitting" bezeichnet, da das eigentliche, sichtbare Licht von den durch die Quantum Dots angeregten, farbigen LEDs abgegeben wird, im Gegensatz zu "Bottom-Emitting" bisher verbreiteter (O)LED-Technik, die auf eine zusätzliche, weiße Hintergrundbeleuchtung (Blacklight) setzen muss. Ein Quantum-Dot-OLED-Display zeichnet sich obendrein durch potenziell geschwinde Aktualisierungsraten, hohe Bildschärfe und eine nahezu verzögerungsfreie, schlierenarme Darstellung und eine hohe (punktuelle) Leuchtstärke aus. Mit diesen erfreulichen Eigenschaften kann auch Corsairs Xeneon 34WQHD240-C im Test überzeugen. Auf der nächsten Seite werfen wir einen Blick auf wichtige Punkte wie Helligkeit, Pixelreaktionszeiten und Schlieren in Bewegung.

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